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Cutting

Cutting – Von der täglichen Arbeit hin zum Hochleistungssport

Cutting ist eine Rinder Disziplin im Westernreitsport. Wie so ziemlich alle Disziplinen im Westernreiten ist auch Cutting aus alten Arbeitsweisen heraus entstanden. So gehörte, und gehört auch heute noch, die Rinderarbeit zur täglichen Arbeit der Cowboys. Die Pferde dürfen bei ihrer Arbeit am Rind natürlich keine Scheu vor den Tieren zeigen. Darüber hinaus sind die Cutting Pferde mit einem sogenannten „Cow Sense“ ausgestattet, der sie instinktiv zur Rinderarbeit treibt. Ein Cow Sense ist angeboren, kann aber durch effektives Training, unter anderem an der Cuttingmaschine, natürlich weiter gefördert werden.

Die Cowboys im klassischen Sinne stammen aus den heutigen Vereinigten Staaten, so dass für diese Disziplin auch hauptsächlich amerikanische Rassen eingesetzt werden. Am häufigsten vertreten ist das American Quarter Horse, aber auch American Paint Horses, Appaloosa oder andere Rassen. Die Rassen besitzen den „Cow Sense“ und eignen sich somit perfekt für den Einsatz als Cutting Pferd.

Der Cow Sense ist sehr wichtig, da er die tägliche Arbeit der Cowboys sehr vereinfacht und diese sich auf die gesamte Herde konzentrieren können, während das Pferd selbstständig eine Herde oder ausgewählte Kühe arbeitet.

Ein Merkmal dabei ist auch, dass die Pferde sehr schnell erkennen, welches Rind hierbei eine Rolle spielt. Aus dieser Besonderheit heraus, hat sich das Cutting zu einem Sport entwickelt, wo Reiter das Talent ihrer Pferde vorführen können.

Bei den Cutting Shows geht eine Pferd-Reiter Kombination in eine Herde Rinder hinein und trennt ein Rind von der Herde ab. So entstand auch der Name Cutting (aus dem englischen „to cut“ was herausschneiden bedeutet).

Das Rind muss daran gehindert werden zur Herde zurückzukehren. Der Reiter hat pro Rind zweieinhalb Minuten Zeit, die Fähigkeiten seines Pferdes zu präsentieren. Das Pferd arbeitet sobald das Rind ausgewählt wurde meistgehend selbstständig und ohne sichtbare Einwirkung des Reiters.

Das Team welches die Prüfung reitet, wird von einem Team aus eigentlichen Konkurrenten unterstützt. Das heißt, dass diese vor oder nach dem Starter selber die Prüfung reiten. Dies macht den Cutting Sport zu einem sehr teamorientierten Sport, bei dem ein Konkurrent nur teilweise als solcher gesehen wird. Die Arbeit der zwei „Cornermen“ oder „Herdholder“ und der zwei „Turnbackmen“ wird allerdings nicht bewertet. Sie dienen lediglich der Unterstützung, falls ein Rind droht auszubrechen.

Die NCHA – National Cutting Horse Association ist der größte Verband für Cutting Reiter und Pferde.

Das Cutting Pferd – mit katzenähnlichen Bewegungen

Neben ihrem wachen Verstand und ihrer überdurchschnittlichen Intelligenz besitzen Cutting Pferde einen sehr sportlichen Körper, der es ihnen erlaubt hoch athletische schnelle Wendungen und Richtungswechsel durchzuführen. Ihre Bewegungsabläufe werden oft mit denen einer Katze verglichen.

Exterieur

Das Exterieur der Cutting Pferde ist sehr ähnlich zu dem der Reiner. Das kommt nicht von ungefähr, denn abgesehen von den ähnlichen Bewegungsabläufen, die beide Pferdetypen beherrschen müssen, stammen sie oft aus denselben Blutlinien. Sie haben meist einen Stockmaß um die 150 Zentimeter, einen kurzen bis mittellangen Rücken mit kräftiger, runder Hinterhand und tiefem Halsansatz. Sie zählen zu den kleineren, kompakteren Pferdetypen, die aber alles andere als schwerfällig sind.

Interieur

Cutting Pferde sind sehr intelligente Pferde, die viel Spaß an der Arbeit haben. Bei ihnen sollte man keine Langeweile aufkommen lassen, den Pferden regelmäßig Denkaufgaben geben und sie ausgewogen bewegen, um ihrem Drang nach „Arbeit“ nachzukommen. Cutting Pferde sind sehr menschenbezogen und gehen mit ihrem Reiter durch Dick und Dünn. Sie sind treue Begleiter, die sehr willig und lernfähig sind.

Die Grundgangarten der Cutting Pferde – schnelle Wendungen die ihres gleichen suchen

Cutting Pferde haben relativ flache Gänge und sind in der Lage diese schnell zu wechseln, abrupt abzustoppen und die Richtung zu wechseln. Zudem könne sie in allen Tempi laufen, um sich der Geschwindigkeit des Rindes anzupassen. So sind weder ein flacher, langsamer Arbeitsgalopp noch ein flinker Sprint ein Problem für diese Bewegungswunder.

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