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Rassenportrait
Lipizzaner

Beschreibung der Lipizzaner Pferde

Edle Schimmel im Barocktyp, mit adeliger Haltung und wie geschaffen für die Hohe Schule der klassischen Reitkunst – das können nur Lipizzaner sein. Weltberühmt durch die Spanische Hofreitschule in Wien, geht die Zuchtgeschichte über 400 Jahre zurück, denn Lipizzaner sind die ältesten, gestütsmäßig gezüchteten Pferde in Europa. Bereits im Jahr 1580 wurde mit der Gründung des kaiserlichen Habsburger Gestüts Lipica der Grundstein für die einzigartige Rasse gelegt, die sich ihren Typ als barockes Prunkpferd erhalten hat. Noch heute werden Lipizzaner als Dressur- und Paradepferde, für die klassische Hohe Schule und als Fahrpferd für das Gespann gezüchtet.

Exterieur

Lipizzaner präsentieren sich als sehr ausdrucksstarke Pferde mit einem harmonischen Gesamtbild, einem eher rechteckigen Rahmen und einer adeligen Haltung. Erwünscht sind ein Stockmaß von 153 bis 158 Zentimetern und ein edler Kopf mit leicht konvexer oder gerader Nasenlinie. Dieser soll sich durch eine leicht gewölbte und breite Stirn, kräftige Ganaschen, große und schwarze Augen sowie eine fein modellierte Kinnlade auszeichnen. Der Hals soll dem Typ eines Barockpferdes entsprechen und sich mit einem hohen und kräftigen Ansatz, einer gebogenen Oberlinie und einer erhobenen Haltung zeigen. Markant sind beim Lipizzaner zudem die fließende Oberlinie mit einem mittellangen Widerrist, die kräftige Schulter und die breite, tiefe Brust. Der muskulöse Rücken ist gut geschlossen, während bei der Kruppe eine runde und kräftige Ausprägung mit harmonischem Schweifansatz erwünscht ist. Hinsichtlich des Fundaments sieht das Zuchtziel kräftige und trockene, relativ kurze Beine sowie starke Gelenke, klare Sehnen und harte Hufen vor.

Mit Blick auf die Fellfärbung kommt vor allem der traditionelle Schimmelfaktor zum Zug, wobei grundsätzlich alle Farben auftreten können. Die meisten Lipizzaner sind rassetypische Schimmel, werden mit einer dunkleren Färbung geboren und hellen mit zunehmendem Alter auf.

Interieur

Lipizzaner sind sehr ausdauernde Pferde, die sich durch Härte, Temperament und Gangfreudigkeit auszeichnen. Genügsam in ihrem Wesen zeigen sie sich gehorsam und willig, einhergehend mit einem hohen Maß an Gelehrigkeit und Leistungsbereitschaft. Im Umgang erweisen sich Lipizzaner stets als gutmütig und kontaktfreudig. Bemerkenswert sind zudem die schnelle Auffassungsgabe und die hohe mentale Stärke.

Zuchtgeschichte des Lipizzaner Pferde

Der Lipizzaner ist eine der ältesten Pferderassen Europas und geht auf eine mehr als 400-jährige Zuchttradition zurück. Sein Ursprung liegt in der Gründung des Stammgestüts Lipica im heutigen Slowenien, das im Jahr 1580 von Erzherzog Karl II. als Hofgestüt eröffnet wurde und zur damaligen Zeit in Innerösterreich, einem Teil der Habsburgermonarchie, lag. Mit Pferden von der Iberischen Halbinsel entwickelte sich eine Zucht, die dem Ideal der barocken Reitkunst im Sinne der repräsentativen Pferdehaltung am Wiener Hof entsprach.

Dementsprechend wurden die Lipizzaner vornehmlich als Parade- und Prunkpferd im Zuge des höfischen Zeremoniells eingesetzt. Grundlage der kaiserlichen Zucht waren die im Gestüt gezogenen Karstpferde sowie Hengste und Stuten, die aus Norditalien und Spanien importiert wurden. Aber auch Frederiksborger, Araber und vor allem die edlen Andalusier wurden bis zum 19. Jahrhundert immer wieder zur Blutauffrischung und weiteren Veredelung der Rasse eingekreuzt. Weltberühmt sind die Lipizzaner bis heute durch die Spanische Hofreitschule, in der die edlen Schimmel seit dem 16. Jahrhundert in der Hohen Schule der klassischen Reitkunst ausgebildet werden. Nach der Auflösung des Gestüts Lipica wurde die Zucht 1920 nach Piber in die Steiermark verlegt. Hier befindet sich bis heute das einzige Lipizzanergestüt, das für die Zucht der in der Hofreitschule präsentierten Hengste verantwortlich ist.

Empfehlenswerte Links zum Lipizzaner

http://www.lipizzanerzuchtverband.de/
http://www.piber.com/
http://www.srs.at/

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