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Rassenportrait
Mustang

Der Mustang – das wild lebende Pferd Nordamerikas

 

Mustangs sind zweifellos die berühmtesten Wildpferde der Welt und weit über ihr Verbreitungsgebiet in Nordamerika hinaus bekannt. Die seit dem 16. Jahrhundert in den USA beheimateten Pferde leben zum größten Teil wild in den Bundesstaaten Nevada, Montana, Oregon und Wyoming, sind jedoch keine Wildpferde, sondern stammen von europäischen, damals bereits in Spanien verbreiteten Hauspferderassen ab. Diese kamen im 16. Jahrhundert im Zuge der Besiedlung des amerikanischen Kontinents durch die spanischen Konquistadoren in die Neue Welt, gelangten teilweise in Freiheit und verwilderten, sodass sich der Mustang als wild lebendes Pferd herausbildete. Auch die Herkunft des Worts Mustang deutet auf diesen Ursprung hin.

Der Begriff leitet sich vom altspanischen mesteño ab, eine Bezeichnung für den Viehbesitz spanischer Hirten oder eine Gruppe von Pferden. Sowohl Indianer als auch Siedler und Cowboys nutzten den zähen und kompakt gebauten Mustang als Arbeits-, Zug- und Reitpferd. Um 1900 umfasste die Population etwa zwei Millionen Pferde, die in weiten Teilen Nordamerikas verbreitet waren, ehe sich der Bestand aufgrund der gezielten Jagd zur Fleischgewinnung stark verringerte. Heute wird die Zahl der frei lebenden Mustangs staatlich kontrolliert und durch gezieltes Einfangen auf einem Niveau von rund 26.000 Pferden gehalten. Ungeachtet dessen übt der legendäre Mustang nicht nur auf Pferdeliebhaber eine einzigartige Faszination aus. Das wild lebende Pferd ist in Nordamerika nach vor ein Symbol für die Freiheit.

 

Das Exterieur des Mustangs – zähe Pferde mit kräftigem Körperbau

 

Der Mustang zeigt sich als kleines, zähes Pferd mit einem Stockmaß von etwa 140 bis 150 Zentimetern und zeichnet sich durch einen kompakten und kräftig gebauten Körper aus. Grundsätzlich handelt es sich um eine eher kleine Rasse, die durch die Einschläge vieler anderer Rassen aber auch größere Pferde mit einem Stockmaß von bis zu 165 Zentimetern hervorbringen kann. Markant sind der tief angesetzte und große Ramskopf, der ebenso tief angesetzte Hals und ein gering ausgeprägter Widerrist. Der Rücken ist stark bemuskelt und geht in eine abfallende Kruppe über. Auch das Fundament präsentiert sich sehr stabil und robust mit sehnigen, kurzen Beinen und kleinen, harten Hufen, die das kompakte Erscheinungsbild abrunden. Hinsichtlich der Fellfärbung kommen beim Mustang alle Farben und Zeichnungen vor.

 

Der Mustang und sein Interieur

 

Mustangs sind sehr genügsam, haben aber auch einen unabhängigen und hartnäckigen Charakter. Die zähen, wild lebenden Pferde zeigen sich oftmals feurig und hitzig mit einem eher unruhigen Verhalten und werden aufgrund ihrer hohen Ausdauer und Widerstandsfähigkeit geschätzt. Ihre Vergangenheit hat zu einem gewissen Grad an Misstrauen und Vorsicht geführt. Grundsätzlich ist ihr Charakter aber vielfältig ausgeprägt.

 

Herkunft und Geschichte des Mustangs

 

Mustangs sind ihrer Herkunft nach keine Wildpferde, sondern stammen in ihrem Ursprung von verschiedenen europäischen Hauspferderassen ab, die im Zuge der Besiedlung und Kolonisierung Amerikas ab dem 16. Jahrhundert auf den neuen Kontinent kamen. Zu ihren Vorfahren zählen vor allem Berber und Araber, die von den spanischen Konquistadoren mit in die Neue Welt gebracht wurden. Die Pferde kamen vielfach aus ihrer menschlichen Obhut frei, verwilderten und bildeten eine stabile Population in großen Herden. So waren die Mustangs bis Ende des 18. Jahrhunderts in weiten Teilen Nordamerikas verbreitet und wurden im 17. Jahrhundert auch von den Indianern für kriegerische Zwecke, die Jagd und zum Transport eingesetzt.

Trotz ihrer Verwilderung hatten sie vielfach Kontakt zum Menschen, zumal sie für ihre Schnelligkeit und Wendigkeit geschätzt und zum Teil wieder eingefangen und domestiziert wurden. So dienten sie als Zugpferd während der Besiedlung des amerikanischen Westens und als Reitpferd für Cowboys, die den Willen der bislang nicht angerittenen, auch als Broncos bezeichneten Mustangs zum Teil rabiat brachen, um sie einreiten zu können. Aus dem waghalsigen Kampf mit den wilden, unbändigen Mustangs ging ab 1900 das bis heute in den USA sehr populäre Rodeoreiten hervor, insbesondere die Disziplinen Bareback Riding, Saddle Bronc Riding und Wild Horse Race.

 

Um die Jahrhundertwende 1900 umfasste die Population etwa zwei Millionen Mustangs. Damit waren die Pferde zur Konkurrenz für Nutztiere geworden und wurden fortan zur Fleischgewinnung gejagt. Hierdurch nahm ihr Bestand rapide ab, zumal die Jagd zunehmend motorisiert mit Fahrzeugen und Helikoptern und damit sehr effizient erfolgte. Trotz des Jagdverbots auf staatlichem Boden 1959 und dem Umstand, dass der Mustang unter Schutz gestellt wurde, ging die Population weiterhin stark zurück. Seit 1971 ist das Bureau of Land Management (BLM) für die Überwachung des Bestands verantwortlich.

Es führte 1973 ein Pferdeadoptionsprogramm ein und lässt Mustangs regelmäßig einfangen. Während die Population der Pferde vor dem Jagdverbot durch direkte Schlachtung vermindert wurde, erfolgt seither eine Verringerung durch die Umsiedlung in andere Territorien. Ist der Bestand der frei lebenden Pferde höher als die vom BLM angestrebte Zahl von 26.000, werden Mustangs eingefangen, in ein eingezäuntes Gebiet gebracht und zur Adoption angeboten. Hierfür gibt es allerdings nicht genügend Interessenten, sodass verschiedene Maßnahmen zur Verminderung der Population diskutiert und durchgeführt werden.

 

Da der Mustang in seiner Herkunft von verschiedenen Rassen abstammt und nie unter Einhaltung allgemeingültiger Regeln gezüchtet wurde, gibt es weder eine geordnete Zucht noch ein Zuchtbuch.

 

Der Mustang ist vielfältig einsetzbar

 

Mit ihrer hohen Ausdauer und Widerstandsfähigkeit, aber auch ihrer Wendigkeit und ihrem robusten Körperbau sind Mustangs hervorragend als Arbeits- und Reitpferd geeignet. Sie werden seit jeher im Ackerbau und Viehtrieb eingesetzt und finden in der Haltung durch den Menschen noch heute Verwendung auf den Farmen und Ranches Nevadas.

 

Besonderheiten und die strittige Bestandspflege der Mustangs

 

Mustangs sind bis heute fast ausschließlich in Nordamerika verbreitet. Mehr als die Hälfte der Gesamtpopulation lebt im US-Bundesstaat Nevada. Bedeutende Bestände gibt es außerdem in Oregon, Montana und Wyoming. Durch das Pferdeadoptionsprogramm des BLM soll die Zahl der Mustangs auf einem gleichbleibenden Niveau gehalten werden. Dies gelingt aber nur eingeschränkt, da es nicht genügend Adoptionsinteressenten für die eingefangenen Pferde gibt. Zugleich ist der Mustang in Amerika ein Symbol der Freiheit und mit dem Mythos eines legendären Wildpferdes verbunden, das die Besiedlung des amerikanischen Westens erst möglich gemacht hat.

Aus diesem Grund gilt er als unantastbar – eine Schlachtung zur Eingrenzung des größer werdenden Bestands ist für weite Teile der amerikanischen Gesellschaft undenkbar. Andere Vorschläge der letzten Jahre sahen eine Einschläferung der Pferde, die Gründung von staatlichen Wildpferdereservaten für unfruchtbare Tiere und die Bildung eines privaten Reservats im Norden Nevadas vor. Daneben wurden Maßnahmen durchgeführt, um die Zahl der Adoptionswilligen zu erhöhen.

 

Auch die Frage, wie viele Mustangs frei leben sollen und welche Populationszahl angemessen ist, wird in den USA kontrovers diskutiert. Tierschützer werfen dem BLM einen Interessenskonflikt vor, da es als Verwaltungsstelle für das öffentliche Land auch Weiderechte und Rohstoffkonzessionen vergibt und daher in ihren Augen ein verstärktes Interesse an der Einschränkung der Bestandszahl und damit des Verbreitungsgebietes hat.

Darüber hinaus wird kritisiert, dass die Zahl der eingefangenen Pferde höher ist als die der frei lebenden Mustangs und dass hierdurch hohe Haltungskosten bei einer zu geringen Nachfrage entstehen. Tierschützer plädieren daher für eine Einschränkung des Einfangens und eine Erhöhung der Zahl frei lebender Pferde, zumal die vom BLM gehaltenen Mustangs oftmals nicht adoptiert, sondern an Schlachthöfe verkauft werden. Das Fleisch kommt vor allem in den Export nach Japan und Frankreich oder findet in Kanada für die Tierfuttergewinnung Verwendung.

 

Eingefangen werden die Mustangs meist mithilfe von Helikoptern und unter Verwendung eines zahmen Judaspferdes. Dieses lockt die Mustangherde an, sodass die Pferde ihrem Herdentrieb folgen und mit Unterstützung durch einen Helikopter in eine eingezäunte Weide getrieben werden können.

 

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