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Rassenportrait
Shetland Pony

Das Shetland Pony – beliebte Reitponys für Kinder mit bemerkenswerter Kraft

 

Das Shetland Pony ist eine der beliebtesten und meist verbreiteten Ponyrassen in Europa und erfreut sich insbesondere als Fahr- und Reitpony für Kinder großer Beliebtheit. Die britische Kleinpferderasse wird hauptsächlich in England, aber auch in anderen europäischen Ländern und in den USA gezüchtet. In ihrem Ursprung stammt sie von den gleichnamigen Shetland-Inseln, die vor der Nordküste Schottlands liegen. Hier entwickelten sich die Ponys durch die mitunter rauen klimatischen Verhältnisse zu kleinen, sehr robusten und widerstandsfähigen Kraftpaketen – positive Eigenschaften, die sie zunächst für den Einsatz als Arbeits- und Grubenpony im Bergbau prädestinierten.

Heute ist das Shetland Pony mit seinem geringen Stockmaß von maximal 107 Zentimetern und seinem gutmütigen Wesen eine der beliebtesten Ponyrassen weltweit, die vor allem als Reitpony für Kinder verwendet wird. Durch seine enorme Kraft eignet es sich jedoch auch als Fahr- und Kutschpony, zumal es sogar das Doppelte seines Körpergewichts ziehen kann. Auch in Deutschland wird das Shetland Pony häufig eingesetzt, um schon die kleinsten Pferdefreunde mit dem Reiten vertraut zu machen, und nach den Vorgaben des englischen Mutterstutbuchs gezüchtet. Das Zuchtbuch ist geschlossen, sodass keine fremden Rassen eingekreuzt werden dürfen.

 

Das Exterieur – kleine und kräftig gebaute Ponys

 

Das Shetland Pony gehört nicht nur zu den bekanntesten, sondern auch kleinsten Ponyrassen weltweit. Dreijährig soll es maximal 105 Zentimeter groß sein. Im Alter von vier und mehr Jahren ist ein Stockmaß von bis zu 107 Zentimetern erlaubt. Das Gebäude zeichnet sich durch einen gut proportionierten und getragenen, kleinen Kopf mit großen Nüstern und einer ausreichend langen Maulspalte aus. Erwünscht sind eine breite Stirn, aufgestellte, nicht zu eng stehende und kleine Ohren sowie freundlich erscheinende, große und dunkle Augen. Der Hals soll kräftig ausgeprägt, aber nicht zu tief angesetzt sein und sich mit einer dichten Mähne präsentieren.

Rassetypisch ist außerdem ein Körperbau im Rechteckformat mit breiter Brust, schräger Schulter, tief geripptem Mittelstück und einer Kruppe von ausreichender Länge. Der Schweif ist ebenso gut behaart wie die Mähne. Abgerundet wird das Exterieur des Shetland Ponys durch ein korrekt gebautes und kräftiges Fundament, bei dem gut bemuskelte, kurze Röhrbeine, eine kräftige Hinterhand und harte, runde Hufen maßgeblich sind. Bei der Fellfärbung treten von Braunen über Rappen bis zu Schecken alle Farben auf. Das Zuchtziel sieht allerdings keine Tigerscheckung vor.

 

Das Shetland Pony und sein Interieur

 

Das Shetland Pony gilt als kluge und genügsame Rasse, die sich durch eine hohe Langlebigkeit und Fruchtbarkeit sowie ein gutartiges Temperament auszeichnet. Eine Lebenserwartung von um die 40 Jahre ist keine Seltenheit. Darüber hinaus ist es intelligent, sehr robust und äußerst kräftig. So kann ein Shetland Pony trotz seiner geringen Größe in der Regel bis zu 60 Kilogramm problemlos ziehen, mit entsprechendem Training sogar das Doppelte seines Körpergewichts. Nicht selten wird der Ponyrasse auch ein sturer Charakter nachgesagt. Tatsächlich gibt es durchaus Shettys, wie die Ponys abgekürzt genannt werden, die sich nicht gerne reiten lassen und sich daher stur im Umgang mit Reitanfängern zeigen, obwohl sie entsprechend ausgebildet wurden.

 

Zuchtgeschichte und Ursprung

 

Das ursprüngliche Heimatgebiet des Shetland Ponys sind die namensgebenden Shetland-Inseln, die etwa 170 Kilometer nördlich vor der Küste Schottlands liegen. Britischen Forschungen zufolge ist anzunehmen, dass es sich um eine sehr alte Ponyrasse handelt, die bereits früh im Norden Europas verbreitet war. Entsprechende steinzeitliche Höhlenzeichnungen deuten auf kleine Pferde hin, die eine auffällige Ähnlichkeit zu den heute bekannten Shetland Ponys aufweisen. Auf den Inseln kamen die kleinen, robusten Ponys zunächst für die Arbeit in der Landwirtschaft auf Farmen und Viehzucht-Betrieben zum Einsatz, ehe sich ihre Verwendung im Zuge der industriellen Entwicklung im 19. Jahrhundert änderte.

Fortan wurden sie zunehmend auf das britische Festland gebracht, um dort als Grubenponys im Bergbau unter Tage eingesetzt zu werden. Zugleich gab es ab 1850 verstärkt Versuche, andere Rassen einzukreuzen, um die Größe des Shetland Ponys zu steigern – eine enorme Gefährdung für den originalen Typ der Rasse. Diesen Zuchtbestrebungen stand vor allem Lord Londonberry entgegen, der 1870 Gestüte auf den Inseln Noss und Bressay gründete, um die Reinzucht zu erhalten. Noch heute geht der Großteil der Shetland Ponys in seinem Ursprung auf diese Abstammung, begründet durch die Zuchtgestüte, zurück.

 

Zur Erhaltung und Förderung der Reinzucht wurde 1890 der britische Zuchtverband, die Shetland Pony Studbook Society, gegründet, die bis heute das Zuchtbuch über den Ursprung der Rasse Shetland Pony führt. Mit der zunehmenden Mechanisierung im 20. Jahrhundert wurden die kräftigen Ponys nicht mehr für die Arbeit unter Tage benötigt. Vielmehr trat ihre Verwendung als ausdauernde Gespannpferde und Anfängerpferde für Kinder in den Vordergrund.

Dies war die Grundlage für eine enorme Verbreitung der Zucht in ganz Europa und Übersee, die auch in Deutschland erfolgreich betrieben wird. Hierzulande präsentierte als Erster der Tierpark Hagenbeck die kleinen, robusten Ponys als Zoo-Attraktion und Zirkuspferde. Bald darauf setzten auch Züchter aus dem Rheinland und anderen deutschen Regionen auf das Shetland Pony, zumal es sich auch für die Arbeit in Baumschulen und Gärtnereien zu eignen schien. Vor allem auf den größeren Gestüten in Ost- und Norddeutschland bestanden bereits in den 1930er Jahren beachtliche Zuchten mit der Zielsetzung einer Verwendung als Kutschpony, sodass sich bald die ersten Zuchtverbände gründeten. Im Zuge dessen entwickelte sich das Shetland Pony bis in die 1970er Jahre hinein zur dominierenden Ponyrasse der deutschen Zuchtverbände.

 

Das Shetland Pony ist ein ideales Reitpony für Kinder

 

Das Shetland Pony erfreut sich vor allem als kleines Fahr- und Reitpony großer Beliebtheit. Mit seinem geringen Stockmaß eignet es sich hervorragend als Anfangspony für Kleinkinder, die sich allmählich an das Reiten heranwagen möchten. In seinem Bewegungsablauf zeigt sich das Shetland Pony leichtfüßig und elastisch mit raumgreifenden und korrekten Gängen. Aufgrund seiner hohen Ausdauer und Kraft wird es auch häufig als Fahrpferd vor Kutschen eingesetzt.

 

Besonderheiten beim Shetland Pony

 

Das Shetland Pony ist ein ideales Herdenpferd und an eine ganzjährige Haltung im Freien gewöhnt. Neben der Genügsamkeit und Anspruchslosigkeit kommt ihnen vor allem das lange Deckhaar mit dichtem Unterhaar zugute, das für eine optimale Thermoregulierung sorgt. Hierdurch kann das Shetland Pony auch bei sehr kalten Temperaturen, Eis und Schnee im Freien überwintern.

 

Bemerkenswert ist ebenso der Umstand, dass das Shetland Pony mehrere verwandte Rassen hat. Hierzu zählt das Minishetlandpony, das sich mit einem Stockmaß von maximal 87 Zentimetern lediglich in seiner Größe unterscheidet, aber auch das American Shetland Pony, das in seinem Ursprung von den originalen Shetland Ponys der gleichnamigen Inseln abstammt. Einige Ponys wurden im 19. Jahrhundert nach Amerika exportiert und bildeten die Grundlage für die Zucht eines eleganteren Show-, Reit- und Fahrponys.

Dieses American Shetland Pony wurde 1888 offiziell als eigenständige Rasse eingetragen. Eng verwandt ist das Shetland Pony auch mit dem Deutschen Part-Bred Shetland Pony, das seit 1999 als eigenständige Rasse besteht. Im Unterschied zum Shetland Pony sind bei dieser Rasse auch Tigerschecken und Ponys im sportlicheren Typ sowie Einkreuzungen von anderen Rassen zugelassen. Nicht zuletzt hat das Shetland Pony Miniaturpferderassen wie das Falabella und das American Miniature Horse in ihrer Entwicklung beeinflusst.

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