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Vergiftung

Vergiftung

Speziell beim Weidegang und beim Ausreiten sollten Sie bedenken, dass das Pferd eines der empfindlichsten Haustiere im Bezug auf Vergiftungen durch bestimmte Pflanzen ist. Viele Giftpflanzen verströmen einen unangenehmen Geruch oder schmecken sehr bitter, sodass Pferde diese ohnehin meistens intuitiv meiden. Dennoch kann es unter bestimmten Umständen dazu kommen, dass Pferde Giftpflanzen aufnehmen:

  • junge, unerfahrene Pferde
  • besonders hungrige Pferde
  • auf abgefressenen Weiden
  • bei Ausritten

Was also tun, wenn Ihr Pferd doch einmal eine Giftpflanze gefressen hat? Beobachten Sie Ihr Pferd genau. Pferde reagieren in diesem Fall sehr unterschiedlich.

Mögliche Anzeichen:

  • Unruhe, leichte Erregbarkeit
  • Apathie
  • veränderte Pupillen
  • Verstopfung
  • Durchfall
  • Krampfartige Kolikanfälle
  • Gleichgewichtsverlust,
  • bis hin zum Kollaps evtl. Schlundlähmung, dann rinnt Speichel aus dem Maul.

Generell ist schnelles Handeln gefragt: Rufen Sie sofort den Tierarzt!

Verhindern Sie auf jeden Fall, dass Ihr Pferd weiterfrisst und sammeln Sie Teile der Pflanze auf, bestenfalls die gesamte Pflanze inklusive Wurzel. Sie kann dadurch einfacher identifiziert und Ihrem Pferd somit gezielter geholfen werden.

Besteht der Verdacht auf eine Vergiftung, ist es für den Tierarzt wichtig zu wissen:

  • Welche Pflanze hat das Pferd gefressen?
  • Welche Teile der Pflanze wurden gefressen?
  • Wie viel wurde gefressen?
  • Wann hat das Pferd die Giftpflanze gefressen?
  • Welche Anzeichen zeigt das Pferd und wie geht es ihm?
  • Information über Alter, Gewicht und Allgemeinzustand des Pferdes

nachdem der Tierarzt benachrichtigt wurde, Informationen durch:

  • die Giftnotzentrale einholen
  • keine unnötige Bewegung
  • bei Lichtempfindlichkeit: kühle und schattige Unterbringung
  • bei hautschädigenden Kontaktgiften: Maul mit Wasser ausspülen, von außen Maul und Nüstern abwaschen
  • Haferschleimgaben
  • Medizinkohle verabreichen
  • Bachblüten-Tropfen zur Beruhigung
  • Futteraufnahme einstellen, viel saufen lassen
  • Kräutertee anbieten
  • Kreislauf durch kalte Güsse, Beinwickel anregen
  • Atemaktivität durch feuchtes Tuch um Brustkorb verbessern
  • veränderte Hautbereiche kühlen (feuchte Kompressen)
  • juckende, schmerzende Hautareale mit kaltem schwarzen Tee behandeln
  • Bauchschmerzen mit Bauchwickeln begegnen: Textiltücher in warmes Wasser tauchen, auswringen und feucht um den Rumpf wickeln, darüber Wolldecke, Pferdedecke
  • Leber- und Nierenschmerzen: Rotlicht im hinteren Rückenbereich
  • gepolsterte Boxenwände
Häufige Giftpflanzen -
Adlerfarn
Nervöse Störungen, Krämpfe, Blutharn (2 – 3 kg/Tag über 1 Monat tödlich)
Goldhafer
Nierenschäden, Gefäßverkalkungen, Apathie
 
Herbstzeitlose
Atemlähmung, Kolik, blutige Durchfälle, brauner Harn (1,2 kg tödlich)
Jakobskreuzkraut
Teilnahmslosigkeit, Leberschäden, Gelbsucht (Aufnahme von 4 – 8 % des Körpergewichts tödlich)
 
Scharfer Hahnenfuß
Durchfall, Darmentzündung, Herzschwäche, Speichelfluss
Sumpfschachtelhalm
Taumeln, Schreckhaftigkeit, geweitete Pupillen (Symptome bei Aufnahme von einem bis mehreren Monaten)
 
Häufige Giftpflanzen -
Buche
Kolik, Krämpfe, Lähmung (1 kg Samen tödlich)
Buchsbaum
Lähmungen, Kolik, Schwindel (750 g Blätter und Rinde tödlich)
 
Eibe
Herz- und Atemlähmungen (alle Pflanzenteile ab 100 g tödlich)
Oleander
15 – 20 g grüne Oleanderblätter tödlich
 
Rhododendron
Schleimhautreizung, Speicheln, blutiger Durchfall, Zwerchfellkrämpfe
Seidelbast
Maulschleimhaut- Schwellung (30 g Rinde und Beeren tödlich)
 
Bildquelle: shutterstock
     
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