Dramatische Rettungsaktion: Kölnerin rettet etliche Pferde vor der Flut

Dramatische Rettungsaktion mitten in der Nacht

Die Kölnerin berichtet vom vergangenen Mittwoch: „Ich saß abends zu Hause und hatte Feierabend“. An diesem Tag regnete es stark, jedoch machte sie sich noch keine Gedanken darüber, wie diese so übliche Wochentag für sie seinen Lauf nehmen würde. Dann kamen die ersten Anrufe aus dem Rhein-Erft Kreis: „Hilfe, wir gehen unter“ hieß es es von Menschen, die nicht nur sich, sondern auch Pferde auf Höfen des Kreises meinten. Verschiedene Höfe waren akut von den drohenden Flutwellen durch den Starkregen bedroht und mussten so schnell wie möglich evakuiert werden.

Es kam auf jede Minute an, dass die Tiere und Menschen in den Ställen gerettet wurden. Sandra Bischoff „funktionierte nur noch“ wie sie sagte. Sie trommelte zahlreiche Helferinnen und Helfer zusammen und kümmerte sich um Transport-Gespanne oder Pferdetransporter und organisierte Stellplätze für die geretteten Pferde. Mitten in der Nacht begann dann die Rettungsaktion: Im Stockdunklen regnete es in Strömen und verschiedene Straßen waren bereits unpassierbar, wie Sandra Bischoff berichtet.

Pferde standen bereits im Wasser

Als die Retter auf den Höfen ankamen, fanden sie bereits erschreckende Bilder vor: das Wasser stand ihn bereits bis zu den Knien, vom Himmel kam immer mehr Starkregen und von unten begannen die Fluten. Die Tiere waren bereits traumatisiert und auf jede Hilfe angewiesen, aus den Fluten zu kommen. Unter Zeitdruck versuchte das Kölner Helferteam die Pferde zu retten und auf die Transporter und Pferdehänger zu bekommen. Dabei begaben sie sich selbst in Lebensgefahr.

Während der Rettungsaktion ging alles ganz schnell, mit Handys wurden schnell Fotos gemacht und Namen aufgeschrieben und später die Pferde ihren Besitzern wieder zuordnen zu können. Dann begann der Abtransport der Pferde aus dem Überschwemmungsgebiet. Während die Fluten stärker wurden und der Wasserpegel binnen Sekunden immer weiter stieg, versuchte das Retter-Team die Pferde sicher aus dem Katastrophen-Gebiet zu bringen. Dabei waren sie immer wieder verzweifelt, wie sie aus den Fluten kommen sollten. 

Retter begeben sich in Lebensgefahr

Besonders Auto-Pferdehänger Gespanne befanden sich in Gefahr, da diese in den Fluten besonders unkontrollierbar werden können und man nur schwer wenden kann. Die Lage spitzte sich immer weiter zu. Es kam von überall Wasser, die Wege waren so überflutetet dass sie nur noch Matsch waren und den Reifen kaum mehr Halt gaben.

„Wir sind mehrmals mit dem Auto fast in den Bach gefahren“, erzählt Sandra Bischoff. „Macht, dass ihr wegkommt! Da ist einer ins Wasser gefallen, wir müssen da hin, um ihm das Leben zu retten.“

Immer wieder müssen die Retter wenden und rangieren, um irgendwie aus dem Gebiet zu entkommen.  „Wenn man sich jetzt überlegt, wohin wir uns da auf den Weg gemacht haben… Ich weiß nicht, ob wir losgefahren wären, wenn wir das alles vorher gewusst hätten.“

Erfolgreiche Rettung aus dem Katastrophengebiet

Auf dem Gelände des Voltigiervereins Köln-Dünnwald angekommen, wurden die Pferde in trockene Boxen gebracht. Auch andere Ställe in Kölner Stadtteilen oder in Leverkusen haben Gastpferde aus dem Katastrophengebiet aufgenommen. Dort können sie sich nun von den schlimmen Erlebnissen erholen.

Vor Ort kümmert sich unter anderem Ruth Jahn um die Tiere: „Wir haben die Menschen, die bei uns Reitbeteiligungen haben, angerufen. Die sind sofort gekommen und führen die verschreckten Pferde auch aus. Dann müssen sie nicht die ganze Zeit im Stall stehen.“

Sandra Bischoff resümiert diese Rettungsaktion mit den Worten: „Die Hilfsbereitschaft war gigantisch. Die Pferde-Netzwerke im Rheinland haben in einer Notsituation spektakulär funktioniert.“ 

Wir sind froh und dankbar, dass durch diese Aktion zahlreiche Pferde gerettet werden konnten und danken dem gesamten Helfer-Team!

Quelle: t-online

Die Hilfsbereitschaft ist riesig. In einem Post informiert die FN, dass auch die Verbände Pferdesportvereinen und -betrieben Hilfe anbieten:

 

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