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Ingrid Klimke: Endlich wieder fest im Sattel

von Regina Schweizek
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Ihr Sturz im Mai hatte die Reitmeisterin ziemlich aus der Bahn geworfen, sodass schon die Olympischen Spiele ohne sie stattfanden. Aber auch für die Teilnahme an der Europameisterschaft der Vielseitigkeit in Avenches sah es zunächst schlecht aus. Nun gibt es ein Update von Klimke zu ihrem gesundheitlichen Zustand.

Wie es zum Sturz von Ingrid Klimke kam

Beim CCI3* in Baborowko ritt Ingrid Klimke ihre siebenjährige Stute Cascamara. Die beiden stürzten unglücklich am vierten Sprung. In folge dessen rollte das Tier über seine Reiterin und verursachte so zwei Frakturen.

Sowohl Schlüssel- als auch Brustbein waren gebrochen. Klimke betonte, dass eigentlich nur das Schlüsselbein größere Probleme machte. Denn das wurde beim Sturz nach innen gepresst und drückte somit auf wichtige Bereiche des Brustkorbes. Weiter berichtete sie, dass einige Hämatome ihr das Sprechen, Schlucken und Atmen zusätzlich erschwerten.  Ganze zwei Wochen sei sie ans Bett gefesselt gewesen.

 

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Die Prognose der Ärzt:innen lautete nach Klimke wie folgt: das Brustbein würde keine großen Probleme darstellen und recht schnell verheilen. Das Schlüsselbein hingegen wird wohl einige Wochen mehr brauchen. Bis die Hämatome weg seien, sollten ca. neun Wochen vergehen. Sollten dann auch die Beschwerden im Brustbereich weg sein, könne man wieder ans Reiten denken. Verletzungstechnisch könne jedoch erst nach 12 Wochen nichts mehr passieren.

Wie der Genesungsprozess tatsächlich verlief

In den ersten zwei Wochen war alles, was sich im Bereich des Brustkorbes abspielt sehr schwer und mit starken Schmerzen verbunden, so Klimke. Aufgeheitert wurde sie durch viele Genesungswünsche und Blumen von vielen Freunden. Insgesamt zog sich der Prozess allerdings sehr. Denn auch nach der sechsten Woche fiel ihr das Laufen und Reden noch immer recht schwer. Trotzdem waren kurze Ausflüge in den Stall schon möglich, um Bobby ein Möhrchen zu geben und ihrer Tochter und den anderen beim Reiten zu zusehen, berichtete Ingrid Klimke.

Aber auch eine Art Reha-Zeit in den Bergen und das Aqua- und Physiotraining halfen der zielstrebigen Reiterin sehr. So erzählte sie, dass sie die Schmerzmittel nach acht Wochen reduzieren konnte und sogar eine kleine Schrittrunde auf ihrem Bobby drehen konnte.

Klimke konnte sich auf ihr Team verlassen

Während ihrer Abwesenheit im Stall, konnte sich Ingrid Klimke voll und ganz auf ihr Team verlassen. Ihr Erfolgspferd SAP Hale Bob OLD (Bobby) wurde von ihrer langjährigen Pferdepflegerin und Stallmanagerin vor allem mit Galopptraining fit gehalten. Aber auch der Rest des Teams bestehend aus Lehrlingen, Praktikant:innen und natürlich ihrer Tochter Greta habe ganze Arbeit geleistet.

Klimke greift wieder an: Ein Ausblick auf die verbleibende Saison

Inzwischen schaffe sie es schon wieder vier Pferde pro Tag zu reiten, so Klimke. Auch ein Training in Warendorf habe sie schon mit dem Bundestrainer Hans Melzer absolviert. Sie berichtete, dass sie schon wieder super mobil auf dem Pferd sei und sich sehr wohl fühle.

Auch das erste Turnier sei schon geplant. Klimke möchte mit zwei Pferden eine CCI4* Prüfung in Arville starten. Als erstes werde sie diese mit ihrem erfahrenen Bobby reiten.

Aber auch die weitere Planung stehe schon. Klimke habe bereits Langenhagen (10.-12.September), Aachen (16.-18-September) und schließlich die Europameisterschaft in Avenches (23.-26.September) auf dem Zettel. Danach wolle sie sich dann wieder auf die Jungpferdeprüfungen konzentrieren. Ihr großes Ziel, ihren Titel bei der EM zu verteidigen, habe sie besonders fest im Blick!

Wir wünschen weiterhin alles Gute!

Quelle: FN

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