Isabell Werth begleitet die Olympia-Pferde über den Wolken

Von Dienstag auf Mittwoch Nacht startete der Spezialflieger mit den Pferden der olympischen Dressurreiterinnen. Mit den Vierbeinern flog auch die weltweit, erfolgreichste Dressurreiterin Isabell Werth. 18 Stunden dauerte der Flug von Lüttich (Belgien) über Dubai nach Tokio.

Komfortabel sind die Spezialflieger nicht, aber Isabell Werth geht lieber auf Nummer sicher und begleitet die Tiere. Dafür verzichtet sie auch gerne auf einen erste Klasse Flug.

Laut Delegationschef des deutschen Pferdesports, darf nur ein Teammitglied die Pferde begleiten. Die Entscheidung, dass Werth die Pferde begleitet, hatte sich intern schnell ergeben. Da natürlich am liebsten jeder gern sein Pferd begleiten würde, freute die 51-Jährige sich sehr über das ihr entgegen gebrachte Vertrauen. Ihre Mitstreiterinnen Dorothee Schneider, Jessica von Bredow-Werndl und Reservereiterin Helen Langehanenberg, die Pferdepflegerinnen und Teamleitung fliegen mit einem normalen Passagierflieger.

Ihre Erfahrung spricht für sie

Für die sechsmalige Olympiasiegerin sprach vor allem ihre Erfahrung. Schon oft hat sie Pferde auf einem Flug begleitet. So auch 2016 zu den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Bequem sei es in den umgebauten Fliegern ihrer Meinung nach nicht. Demnach könnten die 18 Stunden eine echte Herausforderung werden, erklärte Werth vor dem Start.

Erfolgreiche Landung

Heute früh landeten alle Pferde unversehrt und wohlauf in Tokio. Bereits bei dem Zwischenstopp in Dubai benachrichtige Werth ihre Teamkolleginnen, dass es allen Pferden gut geht und alle fressen und trinken.

Wie ist es für die Pferde im Flieger?

Die Pferde fliegen in einer Art Container. In einem Container stehen immer zwei Pferde, damit sie sich sicherer fühlen. Während des Fluges werden sie mit allem Nötigen versorgt und tierärztlich überwacht. Der Start und die Landung sind am anstrengendsten. Hier müssen die Tiere sich besonders ausbalancieren. Zur Unterstützung starten und Landen die Spezialflieger in einem flacheren Winkel als Passagierflugzeuge. Zusätzlich zu den Pferden müssen auch noch 9600 Kilogramm Ausrüstung und Equipment für die Vierbeiner und 1950 Kilogramm Futter transportiert werden.

Ist der Flieger erstmal in der Luft sei es für die Pferde recht entspannt, ruhig und weitaus weniger wackelig als in einem LKW. Das berichtete der Tierarzt, der die Pferde 2018 zur WM in die USA begleitete.

Die weiteren Teams

Die deutschen Vielseitigkeitspferde absolvieren momentan noch ihre Quarantäne in Warendorf. Ihr Flug geht am kommenden Montag. Die Springpferde folgen dann am daraufkommenden Sonntag. Alle starten ebenfalls von Lüttich nach Tokio.

Finde Dein Traumpferd im Pferdemarkt

Nächster Beitrag

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.