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Leipzig oder Frankfurt – Hier wird Weihegold verabschiedet

von Regina Schweizek
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Eigentlich sollten sich die Wege von Weihegold und Isabell Werth Ende diesen Jahres trennen. Nun überlegt man die Stute vielleicht erst im nächsten Jahr aus dem Sport zu verabschieden. 

Ihren ersten großen Erfolg feierte Weihegold unter Isabell Werths Assistenztrainerin Beatrice Buchwald (nun Hoffrogge). Die beiden gewannen 2013 das Finale des Nürnberger Burgpokals und 2014 das Finale des Lousidor-Cups.  Isabell Werth ritt die Stute erstmals 2014 beim CDI Oldenburg. Seit Januar 2016 übernahm sie Weihegold dann ganz in ihren Beritt. Ihr zweites gemeinsames CDI war das CDI-W Amsterdam. Dort wurden sie im Grand Prix sechste und gewannen die Kür mit 83,450 Prozent.

Sportrechte und der Vertrag

Seit 2016 sicherte sich Isabell Werth den Platz im Sattel der Stute, indem sie von ihrer Mäzenin Madeleine Winter-Schulze und der Klaus Rheinberger Stiftung einen Vertrag über die Sportrechte an der Stute bis zu den Olympischen Spielen in Rio unterzeichnen ließ. Dieser Vertrag wurde später bis zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio verlängert, aber aufgrund der Verschiebung der Spiele wurde er bis zum Ende des Jahres 2021 erneuert.

Die Besitzerin Christine Arns-Krogman behielt sowohl das generelle Eigentum als auch die Zuchtrechte an der Stute und hat im Laufe der Jahre zahlreiche Embryonen von Weihegold für ihr Zuchtprogramm gespült.

Weihegold wird Nummer Eins

Ebenfalls im Jahr 2016 konnte Weihegold gleich die Nummer eins im Stall Isabell Werth, Don Johnson, der Isabells Mannschaftsmedaillengewinner bei den Europameisterschaften 2015 in Aachen war ablösen. Die Mannschaftsgoldmedaillengewinnerin von 2014, Bella Rose, erholte sich zu dieser Zeit von einer Verletzung.

Werth und Weihegold gewannen Mannschaftsgold und Einzelsilber bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio sowie Mannschafts- und Doppel-Einzelgold bei den Dressur-Europameisterschaften 2017 in Göteborg. In den Jahren 2017, 2018 und 2019 gewannen sie drei Jahre in Folge das Weltcup-Finale.

2018 kehrte Bella Rose auf das Turnierviereck zurück. Die Stute war wieder in bester Verfassung und löste daraufhin Weihegold als Nummer Eins im Stall Werth ab. Denn bereits bei den Weltreiterspielen 2018, den Europameisterschaften 2019 und den Olympischen Spielen 2021 in Tokio trug sie ihre Reiterin erneut zu den Goldmedaillen.

Nach Tokio sollte Bella Rose aus dem Sport verabschiedet werden.  Daher ritt Werth Weihegold bei den Europameisterschaften 2021 in Hagen. Dort gewannen sie Mannschaftsgold, GP-Spezial-Silber und konnten den vierten Platz in der Kür holen. Nun wartet Aachen auf das Duo.

Vertragsende und Rente für Weihegold

Da der Sportvertrag Ende Dezember 2021 ausläuft, haben sich Christine Arns-Krogman und Isabell Werth zusammengesetzt, um über die Zukunft ihrer Stute zu sprechen, die 2022 17 Jahre alt wird. Christine Arns-Krogman bestätigte, dass Weihegold vielleicht noch ein paar Weltcup-Turniere bestreiten wird, aber im Frühjahr 2022 wird sie definitiv aus dem Sport ausscheiden und nach Hause zurückkehren, um eine Zuchtstute zu werden.

„Unsere Pläne stehen noch nicht fest“, sagte Arns-Krogman. „Zunächst ist angedacht, dass wir nach Lyon, Stockholm und Frankfurt gehen werden. Ob wir uns in Frankfurt, wo ihre „große“ Karriere begann, von ihr verabschieden oder ob sie erst in Leipzig beim Weltcup ihren Abschied nimmt, ist noch nicht entschieden. Auf jeden Fall kommt sie danach zu uns auf den Hof und soll ihr eigenes Fohlen bekommen und hoffentlich noch viele Jahre bei guter Gesundheit bei uns auf der Weide verbringen.“

Quelle: Eurodressage

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