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Neue Studie: Darum solltest Du Dein Pferd öfter Kraulen

von Marie Arensmann
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Zwei britische Forscherinnen fanden vor kurzem heraus, dass tägliches Kraulen nachhaltig das Pferdewohl fördert. Die gute Nachricht: Jeder kann dies ganz leicht und ohne großen (Denk-)Aufwand in die Pferdepflege integrieren.

Welcher Pferdefreund kennt es nicht? Das entspannte Gesicht des Pferdes, mit vorgestreckter Oberlippe und halb geschlossenen Augen, beim Putzen oder gelegentlichen Kraulen des Tieres. Wie auch vorher schon bekannt, sorgt soziale Fellpflege für eine emotionale Bindung zwischen Mensch und Tier und löst sowohl Entspannung als auch Glücksgefühle beim Pferd aus. Die meisten Vierbeiner kraulen sogar hingebungsvoll zurück, wenn man sie streichelt. Also wie kann man dieses schöne Ritual in die tägliche Routine einbauen?

Studie zur Verbesserung des Pferdewohls durch neue Gewohnheiten

Die Forscherinnen Jo White und Ruth Sims haben sich vor kurzem diese Frage gestellt und die Studie “Improving Equine Welfare through Human Habit Formation” 2021 in der Zeitschrift “Animals” veröffentlicht. Innerhalb der Studie haben 48 Proband:innen 30 Tage lang ihre Pferde täglich gekrault. Ziel sollte es sein, herauszufinden, wie sich Menschen, die sich routinemäßig um Pferde kümmern, Gewohnheiten aneignen können, die langfristig das Tierwohl fördern.

Ausgangshypothese war die Annahme, dass sich Gewohnheiten leicht in den Tagesablauf integrieren lassen, wenn sie automatisiert sind und zu einem bestimmten Zeitpunkt im täglichen Ablauf stattfinden. Vorteilhaft an der Entwicklung der Kraul-Routine sei, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit regelmäßig ausgeführt werde. Das mache diese verbindende und wohltuende Erfahrung für beide, Mensch und Tier, lohnenswert.

Ergebnisse und Schlüsse der Studie

Tatsächlich zeigte die Studie, dass die Teilnehmer:innen nach 30 Tagen das tägliche Kraulen so verinnerlicht hatten, dass es zur Routine wurde. Motivierend für die Proband:innen war besonders, dass sich die Pferde nach einer Weile an die Streicheleinheiten so gewöhnt hatten, dass sie das Kraulen sogar von sich aus verlangten.

Da bewiesen wurde, welche zentrale Rolle Routinen und Gewohnheiten in der Tierpflege einnehmen, könnte es zukünftig eine Überlegung wert sein, weitere wohltuende Abläufe in die Pflege zu integrieren. Die Forscherinnen sind sich einig, dass dies eigentlich nur gute Auswirkungen auf Mensch und Pferd haben kann. Dieser Mehraufwand sollte kurzfristig in Kauf genommen werden, um langfristig das Wohlbefinden aller Beteiligten zu steigern.

Quelle:  Animals

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