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Olympia 2021 Springreiten: Nur Deußer gelingt der Sprung ins Einzelfinale

von Regina Schweizek
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Das gestrige Qualifikationsspringen hatte es ganz schön in sich. Aus der deutschen Equipe schaffte es nur einer sich für das Finale um die Einzelmedaillen heute zu qualifizieren: der Weltranglisten-Erste Daniel Deußer mit seiner Stute Killer Queen. Seinen Teamkollegen fehlte hingegen das letzte Quäntchen Glück. 

Qualifikation: Jeweils einen Abwurf führte zum Ausschluss

Eine blau-weiße Trippelbarre wurde beiden zum Verhängnis. Thieme kam bereits nicht ideal aus der zuvor gestellten Dreifachen-Kombination raus. Auf dem Weg zur zwei Meter breiten und hinten 1,60m hohen Trippelbarre zog seine Stute nicht genug zum Sprung hin. Thieme nimmt den Fehler auf seine Kappe und ist über diese Leistung doch sehr enttäuscht.

Christian Kukuk und der neunjährige Mumbai starteten vielversprechend. Allerdings fiel auch ihnen der Weg von der Dreifachen zur Trippelbarre etwas schwer. Kurz vor dem Absprung erleichterte sich der Hengst dann. Ein unglücklicher Moment. Denn letztlich ging es um vielleicht zwei, drei Zentimeter, die dem Paar an Weite fehlten. Ärgerlich, aber nicht wirklich verhinderbar.

Daniel Deußer hingegen lieferte eine sichere und souveräne Runde ab. Der gebürtige Wiesbadener nimmt im Gegensatz zu seinen Teamkollegen schon das zweite Mal an den Olympischen Spielen teil. In Rio 2016 wurde er neunter in der Einzelwertung und gewann Bronze mit der Mannschaft.

Olympia Springreiten: Ein anspruchsvoller Parcours

Die deutsche Equipe startete gestern im letzten der drei Startsektoren.  Zuvor konnte man bereits neben vielen starken Ritten auch einige weniger gute Runden betrachten. Auffallend bei diesem Kurs war allerdings, dass auch viele der Top-Favoriten einen oder mehrere Abwürfe hatten. Zu ihnen zählten auch die US-Amerikaner Laura Kraut und Kent Farrington. Da auch ihre Teamkollegin Jessica Springsteen nicht zu den 30 besten zählte, hat das amerikanische Team nun keine Chance auf eine Einzelmedaille.

Aber auch der Spitzen-Favorit Steve Guerdat erreichte das Finale nicht. So gab es am Ende eine bunte Mischung aus ,,alten Hasen“ und neuen Gesichtern. Unter ihnen auch der erst 22-jährige Brite Harry Charles. Als besonders stark zeigte sich das Team der Gastgeber, welches momentan von keinem geringeren als Paul Schockemöhle trainiert wird. Denn alle drei Japaner konnten sich für das Finale qualifizieren. Insgesamt gab es 27 Ritte ohne Fehler. Die letzten drei mussten lediglich Zeitfehler verbuchen.  Der Parcours hat die Aufgabe der Selektion also voll erfüllt.

Heute: Finale um die Einzelmedaillen

Im heutigen Finale werden die Karten wieder neu gemischt und alles wird auf ,,null“ gestellt. Nach dem anspruchsvollen Parcours von gestern, werden wir wohl auch heute eine spannende Entscheidung verfolgen können. Das Springen kann ab 12 Uhr deutscher Zeit über die ZDF gestreamt werden. Deußer startet als 19. der 30 Starterpaare. Als letzter wird der in der Vorrunde erster Ben Maher starten. Das verspricht Nervenkitzel bis zum Schluss!

Quelle: Sportschau

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