Startseite » Olympiakandidat Schlüsselburg gebeutelt nach Herpesausbruch

Olympiakandidat Schlüsselburg gebeutelt nach Herpesausbruch

von Marlen Fischer
0 Kommentar

Herpes wütete im Frühjahr in einigen Ställen in Deutschland und während sich viele das Ausmaß dieses Virus nicht vorstellen können, musste Sven Schlüsselburg über mehrere Wochen um seine Pferde kämpfen. 

Wie der Turnierstall zum Lazarett wurde

Zehn Tage nachdem der Springreiter aus Valencia (Spanien) zurückkehrte, wurden beide seiner Pferde positiv auf das Herpesvirus getestet. Das war ein großer Schock, denn die Tiere waren bei Abreise aus Spanien beide negativ und die Inkubationszeit längst vorüber. Dennoch begannen für ihn Wochen, die von schlechten Nachrichten geprägt waren. Der 39-Jährige sagt: „Es war schrecklich, wir haben ständig telefoniert und meine Frau Romina hat mir immer neue Schreckensnachrichten mitteilen müssen. Welches Pferd krank ist und welches Pferd jetzt wieder eingegangen ist.

Schlüsselburg war zu dieser Zeit mit seinen beiden Top-Pferden in Doha (Katar) zur Olympiaqualifikation. Als er von dem Turnier zurückkehrte, musste er mit seiner Familie um die Existenz kämpfen. Die Ausgaben überstiegen für lange Zeit die Einnahmen, sodass dem Hof nicht nur geliebte Pferde wegstarben, sondern es auch wirtschaftlich eng wurde. Sven Schlüsselburg sagt selbst: „Es waren Wochen der Schlaflosigkeit und Verzweiflung“. Es ist unvorstellbar, wie plötzlich dieses Virus das gesamte Leben der Familie auf den Kopf stellte. Schlüsselburg fasst das Drama in Worte, indem er sagt: „Das muss man sich mal vorstellen, aus einem Turnierstall wird von heute auf morgen ein Lazarett.

Der Sportchef der FN, Dennis Peiler, sagte, man habe alles versucht, der Familie in dieser schweren Zeit so gut es ging zur Seite zu stehen. Die Familie ist schwer getroffen, doch die Normalität kehrt in kleinen Schritten zurück. Der Springreiter nahm nach Monaten nun wieder an einigen Turnieren teil. Bundestrainer Otto Becker möchte den ursprünglichen Olympiakandidaten nicht unter Druck setzen und sagt, dass Schlüsselburg sich erst mal von allem erholen müsse. Der 39-Jährige selbst blickt positiv in die Zukunft und hat seinen Kampfgeist nicht verloren. Er sagt, er möchte zielstrebig bleiben und mit gesunden und ausgeruhten Pferden wieder dort einsteigen, wo es aufgehört hatte. Dann wird man sehen, was da noch geht.

Wir drücken Sven Schlüsselburg alle Daumen und sind uns sicher, dass es für ihn, seine Pferde und seine Familie bald wieder steil bergauf gehen wird.

Quelle: sportschau.de

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

* Mit der Nutzung der Kommentarfunktion erklärst Du Dich mit der Speicherung und Verarbeitung Deiner Daten durch diese Website einverstanden.