Startseite » Paralympics Reiten: Rang sieben für deutsches Para-Dressurteam in Tokio

Paralympics Reiten: Rang sieben für deutsches Para-Dressurteam in Tokio

von Marie Arensmann
0 Kommentar

Die Ergebnisse des Teamwettbewerbes der Paralympischen Spiele in Tokio stehen fest. Das deutsche Damen-Trio erreichte im Dressurreiten den siebten Platz. Großbritannien holte sich die Gold- und die Niederlanden die Silbermedaille. Bronze ging an die USA. 

Für Deutschland startete als erste die 66-jährige Architektin Heidemarie Dresing mit ihrer Hannoveraner Stute La Boum in Grade II. Bereits in der Einzelwertung lieferte sie eine gründliche Vorstellung ab. Auch in der Mannschaftswertung erzielte sie eine solide Wertung von 72,515 Prozent. Dresing selbst ist aber nicht ganz zufrieden mit ihrer Leistung. In einem Interview sagte sie: „Ich hätte die Prüfung schon gerne ausdrucksstärker dargebracht, das geht noch besser“.

Regine Mispelkamp hat große Zukunftspläne

Nach Dresing ging die deutsche Pferdewirtschaftsmeisterin Regine Mispelkamp mit dem KWPN Wallach Highlander Delight’s in Grade V an den Start. Mit einer Endwertung von 71,046 Prozent lieferte auch sie eine solide Runde ab. Abgesehen von kleinen Fehlern startete das Paar stark. Die letzte Trabverstärkung kostete sie jedoch wertvolle Punkte, weil der dynamische Wallach einmal angaloppierte.

Für die Zukunft erwartet Mispelkamp noch mehr Erfolg von Highlander Delight’s:Es macht mich einfach glücklich, dass ich auf dieses Pferd gesetzt habe. Ich kann mich nur wiederholen: Nächstes Jahr wird unsere Zeit, wenn wir das jetzt weiter ausbauen. Er hat so eine Präsenz im Viereck, das macht einfach mega Spaß“, sagte sie in einem Interview.

Saskia Deutz zufrieden mit ihrem Ergebnis

Die Ärztin Saskia Deutz startete als letzte Reiterin auf der Hannoveraner Stute Soyala in Grade IV für Deutschland. Sie erzielte 71,475 Prozent in der Wertung. Über ihre Leistung sagte sie: Es war schon anstrengender als in der Einzelwertung.[…] Sie ging auf alle Fälle frischer und auch der Kurzkehrt klappte dieses Mal gut. Ich bin auf jeden Fall zufrieden.”

Großbritannien konnte den Titel verteidigen

Das Team aus Großbritannien lieferte gleich drei Spitzenergebnisse. Angeführt von Lee Pearson auf Breezer in Grade II mit 77,636 Prozent, knapp gefolgt von der Teamkollegin Natasha Baker auf Keystone Dawn Chorus in Grade III mit 76,618 Prozent und Sophie Wells auf Donna Cara M in Grade V mit 75,651 Prozent, legte das gesamte Team gute Leistungen ab.

Fazit des Teamwettbewerbs

Laut Dr. Dennis Peiler, Geschäftsführer des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR), war die Auswahl an potenziellen Championatsreiter:innen noch nie so groß. Er gratulierte den Reiter:innen zwar, äußerte aber auch Kritik: Aber wir müssen natürlich feststellen, dass wir uns mit unserem Teamergebnis von der Weltspitze etwas entfernt haben. Das zeichnete sich schon bei den EM in Rotterdam ab und wurde jetzt hier noch einmal deutlich.

Endstand:

  1. Großbritannien: 229.905
  2. Niederlande: 229.249
  3. USA: 224.352
  4. Dänemark: 224.324
  5. Belgien: 223.137
  6. Frankreich: 216.219
  7. Deutschland: 215.036
  8. Italien: 214.057
  9. Österreich: 213.502
  10. Kanada: 211.699

Quelle: Pferd-aktuell

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

* Mit der Nutzung der Kommentarfunktion erklärst Du Dich mit der Speicherung und Verarbeitung Deiner Daten durch diese Website einverstanden.