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Update: Paralympics 2021 Reiten- Deutsche Starterinnen verpassen Medaille knapp

von Regina Schweizek
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Ein spannender Auftakt war das gestern bei der ersten Dressurprüfung der Paralympics in Tokio. Die deutsche Olympiadebütantin Heidemarie Dresing verpasste die Medaille nur knapp.

Bis zum vorletzten Starterpaar rangierte sie mit ihrer Hannoveraner Stute La Boum auf dem dritten Platz. Die beiden erritten sich starke 72,295 Prozent. Vor ihr lagen die britische Europameisterin Georgia Wilson mit ihrer siebenjährigen Fuchsstute Sakura (72,765 Prozent) und der Österreicher Pepo Puch. Er bekam für seinen Ritt 73,441 Prozent. Der vorletzte Starter allerdings war kein geringerer als der wohl bekannteste Para-Reiter Sir Lee Pearson.

Trotz seiner angeborenen Gelenkversteifung gelingt es dem Briten immer wieder das begehrte Paralympische-Edelmetall zu gewinnen. So setzte er sich auch gestern mit Breezer und ganzen 76,265 Prozent an die Spitze des Feldes. Das ist seine 12. Medaille bei Paralympischen Spielen.

Heidemarie Dresing selbst sagte zu ihrem Ritt, dass sie sehr zufrieden mit ihrem Pferd war. Trotz einem kurzen Schreckmoment vor der Prüfung habe sich die Stute schnell wieder beruhigt und gesammelt, so die 66-jährige. Trotzdem sei der Traum einer Medaille schon dagewesen, gab die an Multipler Sklerose erkrankte Reiterin zu. Sie habe nun die nächsten Prüfungen fest im Blick und wolle erneut angreifen.

Platz sechs für Saskia Deutz in Grade IV

Bei ihrem Championatsdebüt erreichte die inkomplett-gelähmte Saskia Deutz mit ihrer Hannoveraner Stute Soyala 70,975 Prozent und belegte damit den sechsten Platz. Somit hat sie sich auch den Einzug ins Kür-Finale am Montag gesichert. Gleich als erste Reiterin in ihrem Grade musste Deutz ins Prüfungsviereck. Über ihr Pferd sagte die Ärztin, dass die Stute sehr aufmerksam und konzentriert gewesen sei. Trotzdem habe sie in der Verstärkung nicht alles riskiert.

An die Spitze der Prüfung setzte sich die Niederländerin Sanne Voets. Sie ist amtierende Europa- und Weltmeisterin in dieser Grade. Mit 76,585 Prozent sicherte sie sich die Goldmedaille vor dem zweifachen Vize-Weltmeister Rodolpho Riskalla. Der gebürtige Brasilianer lebt und trainiert in Hagen am Teutoburger Wald und arbeitet in Paris für Dior. Er erritt mit seinem 18-jährigen Hengst Don Henrico 74,659 Prozent. Bronze sicherte sich der Belgier Manon Claeys auf San Dior mit 72,853 Prozent.

Ebenfalls Platz Vier für Regine Mispelkamp in Grade V

Wie schon in Rio 2016 machten die Podiumsplätze in Grade V wieder Michele George, Sophie Wells und Frank Hosmar unter sich aus. Das Nachsehen hatte hier die deutsche Regine Mispelkamp. Demnach sicherte sich Michele George erneut die Goldmedaille. Diesmal mit der elfjährigen Hannoveranerstute Best of 8 und 76,524 Prozent. Silber ging an Sophie Wells. Mit Dona Cara M erzielte sie ein Ergebnis von 74,405 Prozent. Mit seinem bewährten 16-jährigen Alphaville erlangte der Niederländer Frank Hosmar 73,405 Prozent und damit wie in Rio 2016 die Bronzemedaille.

Die Bronzegewinnerin von Tryon, Regina Mispelkamp präsentierte in Tokio  ihren Highlander Delight’s. Es war das erste Championat für den Dunkelfuchs. Mit 73,405 Prozent landete auch sie nur knapp auf dem vierten Platz. Die Qualifikation für die Kür ist aber auch ihr damit mehr als sicher.

Paralympics Reiten – Ein Ausblick

Die Entscheidungen in den Grades I und III fallen heute. In Grade I starten die am schwersten behinderten Reiter:innen. Viele der Athlet:innen sind Rollstuhlbenutzer:innen. Meist mit geringer Rumpfbalance oder mit begrenzter Arm- und Beinfunktionen.

In Grade III starten oft Rollstuhlbenutzer:innen mit starken Einschränkungen der Beinfunktionen und/oder der Rumpfbalance. Die Armfunktion ist meist nur leicht oder gar nicht eingeschränkt. Auch Athlet:innen mit starker einseitiger Funktionseinschränkung in Arm, Rumpf und Bein gehören zu Grade III. Die Prüfungen bestehen aus Schritt- und Trabsequenzen. In der Kür können Galopplektionen wahlweise eingebaut werden.

Für Deutschland sind Steffen Zeibig und seine bewährte Stute Feel Good um 14.10 Uhr unserer Zeit im Grade III an der Reihe.

Quelle: FN

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