Update: Stellungnahme des Landgestüt Warendorf

Nachdem Kristina Ankerhold, die Landstallmeisterin des Landgestüt Warendorf, wegen fragwürdiger Trainingsmethoden angezeigt wurde, gibt es nun eine Stellungnahme seitens des Landgestüt.

Die Szenen des Trainings wurden bei einem Lehrgang für Pferdewirtschaftsmeister beobachtet und gefilmt. Daraufhin legte man das Videomaterial dem Ausbildungsleiter der FN vor, welcher sich mit dem Fall auseinandersetzte. Eine Stellungnahme der FN folgte bald danach. All dies ereignete sich bereits vor etwa vier Wochen und im Landgestüt reagierte man zunächst damit, ein Fotografieren-und-filmen-verboten-Schild aufzuhängen und einen neuen Dressurausbilder einzustellen. Nun äußert man sich auf der Internetseite des Gestüts öffentlich zu dem Vorfall:

„Die Vorwürfe beziehen sich auf ein Training am 13. April 2021 zweier Landbeschäler in der Reithalle der Deutschen Reitschule. Aufgrund eines parallelen Reittrainings der Deutschen Reitschule mit fremden Pferden entstand eine ungewohnte Trainings- und Stresssituation. Mit Blick auf die unruhige Umgebung waren die Pferde nervös. Diese schwierige Situation machte ein sofortiges Eingreifen erforderlich.

Infolge dessen kam es zu einer objektiv zu engen Anlehnung. Die beim Training anwesende Leiterin des Landgestütes, Kristina Ankerhold leitete die Reiterin an mit dem Ziel, in der angespannten Situation dennoch gelöst trainieren zu können. Anlehnung und korrekte Biegung sind mit einem Pferd nach und nach zu trainieren.

„Eine zu enge Anlehnung und ein Aufrollen sind grundsätzlich zum Wohle der Tiere zu vermeiden. Insbesondere bei Pferden, die sich noch in der Ausbildung und in einer stressigen Situation befinden, sind sie nicht immer vermeidbar. Ich stehe für jeden Diskurs über Ansätze für lösende Arbeit von Pferden in Stresssituationen zur Verfügung. Zudem werden wir in Zukunft stärker darauf achten, die Reiteinheiten konsequenter zu trennen“, erläutert Ankerhold.

Zu dem genannten Training wurden der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) anonym Videos zugeleitet und über die FN auch dem Landgestüt zur Kenntnis gegeben. Darauf aufbauend gab es ein fachlich konstruktives Gespräch. Die Gestütsleiterin lädt die FN ein, an den Trainingseinheiten des Landgestütes teilzunehmen.

Nach Einschätzung des Landgestüts bestand zu keiner Zeit eine tierschutzrechtliche Relevanz. Diese Einschätzung wird nach einem fachlichen Austausch und Prüfung der kurzen Videosequenzen grundsätzlich auch von den Fachleuten des Landwirtschaftsministeriums geteilt.“

Quelle: landgestuet.nrw.de

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