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Vor Gericht verurteilt: Rentnerin ignorierte Fütterungsverbot

von Lea Hahnemann
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Eine ältere Frau wollte eigentlich nur Gutes tun. Doch wegen ihres guten Willens kam sie vor Gericht, wo gegen sie eine einstweilige Verfügung erlassen wurde. Grund für die rechtlichen Maßnahmen ist, dass die Frau nicht damit aufhören wollte, ein Pferd zu füttern.

Futter-Drama um pensioniertes Rennpferd

In der Regel kommt es nicht oft, oder eher selten, zu solchen Konflikten vor dem britischen Gericht. Doch in diesem Fall seien die Konsequenzen notwendig gewesen. Die ganze Geschichte rund um das Futter-Drama entstand eines Tages, als eine 67-jährige Frau aus Großbritannien an der Wiese des Fuchswallachs Nelson vorbei kam. Die Dame gab an, dass das Pferd nach ihrem Empfinden „traurig aussah“. Zu dieser Zeit war die Wiese eingefroren und mit Schnee bedeckt. Die ältere Dame leitete sich her, dass das Pferd unterernährt sei. Sie kam öfter an der Wiese des Pferdes vorbei und hielt Ausschau nach seiner Besitzerin, doch die traf sie vorerst nicht an. Sie fing an sich mit anderen Bewohnern des Dorfes Scruton über das Pferd und ihrer Vermutungen zu unterhalten. Niemand reagierte. Ab da an beschloss die Frau selber tätig zu werden und fing an den Wallach mit Karotten zu zufüttern.

Ignoranz seitens der Rentnerin

Es dauerte nicht lange, da fiel auch der Besitzerin von Nelson auf, dass ihr Pferd zugefüttert wird. Sie fand zahlreiche Karottenspitzen auf der Wiese, welche sie aufhob und in einem Eimer sammelte. Als die beiden Frauen aufeinander trafen, bat die Pferdebesitzerin die ältere Dame zunächst freundlich darum, das Füttern zu unterlassen. An dem Zaun, der um die Wiese von Nelson verläuft, ist zudem ein Schild angebracht, welches auf ein Fütterungsverbot der Pferde hinweist. Doch im Februar beobachtete die Besitzerin des Wallachs wie die Frau erneut Futter auf die Wiese warf. Die Pferdebesitzerin erklärte ihr Verärgern. Wenn jeder dazu befugt wäre, ihr Pferd am Zaun zu füttern, könnte es Nelson vergiftet oder krank werden. Die ältere Dame ignorierte die Worte der Frau.

Pferdebesitzerin wird bei Tierschutzorganisation gemeldet

Tage später erreichte die Pferdebesitzerin einen Anruf der RSPCA. Es ginge um Nelson, die Tierschutzorganisation wolle eine Tierschutzkontrolle bei dem Wallach durchführen. Aus dieser Kontrolle resultierte ein positives Fazit, denn Nelson ist in einer sehr guten Verfassung gewesen. Der Besitzerin des Pferdes war sofort klar, wer sie bei der RSPCA gemeldet hat. Doch damit war es  noch nicht getan. Trotz dessen, dass bestätigt wurde, dass es Nelson an rein gar nichts fehle, wurde weiter im Dorf getratscht. Die ältere Dame rief unzählige Male beim Gemeinderat an, um weiterhin zu behaupten, dass es dem Pferd schlecht ginge.

Rechtlicher Schutz für Pferd

Die Besitzerin des Fuchswallachs sah nach einiger Zeit keinen anderen Ausweg mehr, um dem Terror ein Ende zu setzen. Sie rief die Polizei und zeigte die 67-jährige Frau wegen Belästigung an. Der Fall kam vor Gericht, wo die ältere Dame für schuldig befunden wurde. Es folgte eine einstweilige Verfügung zum Schutz des Pferdes. Die Dame darf das Pferd nicht mehr füttern und auch nicht auf andere Weisen stören. Die ältere Dame muss sich ebenso von der Besitzerin und ihrem Wohnhaus fern halten. Es bleibt zu hoffen, dass die Schikane damit beendet ist. Die vergangenen Monate waren für die Besitzerin des ehemaligen Rennpferdes enorm nervenaufreibend.

 

Quelle: richmondshiretoday.co.uk

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