Werden die Olympischen Spiele nochmal verschoben?

Olympia soll Menschen durch Sport vereinen, Träume erfüllen und etwas ganz Besonderes sein. Doch in Anbetracht der Pandemie-Lage wird die Austragung der Spiele viel kritisiert.

83% der Japaner sind gegen die Olympischen Spiele

Japan befindet sich in der vierten Corona Welle und nur 5% der Bevölkerung ist bisher geimpft. Dazu sprechen sich 83% der Japaner gegen eine Veranstaltung der Spiele aus. So ist das Gesundheitssystem bereits überlastet, doch für Olympia müssen Pflegekräfte und Krankenbetten in großer Zahl bereitgestellt werden. Das Unternehmen Biontech/Pfizer spendet Impfdosen an den IOC, was als fraglich gilt, da es signalisiert, dass Impfungen für Industrieländer und Kommerz vorbehalten sind. In Japan regt sich dabei der Widerstand und dennoch sieht der IOC keinen Anlass, die Spiele abzusagen. Die Absage der Spiele würde einen großen finanziellen Schaden für den IOC, also die Veranstalter der Olympischen Spiele, bedeuten. Würde Japan hingegen selbst die Spiele absagen, würde das Land einen Verlust von 13 Milliarden Euro tragen müssen. Ein japanischer Ökonom warnt, dass der wirtschaftliche Verlust einer weiteren Corona Welle, die durch die Spiele ausgelöst würde, noch höher wäre.

Gefahr durch neue Mutationen

400.000 Menschen haben bereits eine Petition gegen die Austragung der Olympischen Spiele unterschrieben. Der Jurist Kenyi Utsunomiya hat diese Aktion ins Leben gerufen und appelliert an die Regierung, dass sie auf die japanische Bevölkerung und die Stimmen aus der ganzen Welt hören sollten und mit den begrenzten Ressourcen des Landes lieber Leben retten statt Olympia veranstalten sollen.

Forscher befürchten, dass durch die Einreise von mehreren Zehntausend Sportlern, Helfern, Offiziellen und Journalisten aus der ganzen Welt neue Mutationen entstehen könnten. So gab es trotz gewissenhafter Vorbereitung auch bei anderen Sportevents bisher immer wieder Neuansteckungen.

IOC: Träume der Athleten stehen im Vordergrund

Der IOC jedoch betont, dass die Träume der Athleten im Vordergrund stehen. Doch selbst die Athleten sehen die Spiele kritisch. Einige haben bereits ihre Teilnahme abgesagt. Nicht nur aufgrund von Corona, jedoch ist es ein wichtiges Argument dabei. Auch der Springreiter Steve Guerdat (Schweiz) betonte, dass er sich nicht wirklich auf die Olympischen Spiele freuen kann. Er sagt, dass es eine komplizierte Situation sei. Als Sportler freue er sich auf die Teilnahme, denn er hat sein ganzes Leben darauf hingearbeitet. Andererseits sieht er den für die Athleten reservierten Impfstoff als kritisch, denn dieser könnte vielen Menschen möglicherweise das Leben retten. Er fragt sich: „Können wir wirklich so arrogant sein und mit einer Medaille um den Hals herumstolzieren, während andere Menschen dafür leiden müssen?“

EU schickt 100 Millionen Impfdosen nach Japan

Die EU hat nun jedoch beschlossen, dass 100 Millionen Impfdosen nach Japan geschickt werden. So sollen die Spiele sicherer gemacht werden. Mit dieser Anzahl an Impfungen können 40% der Bevölkerung immunisiert werden. In der gemeinsamen Erklärung der EU und Japan heißt es: „Wir unterstützen die sichere Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele in Tokio als Symbol der globalen Gemeinschaft im Kampf gegen Covid-19“. Dieser Beschluss wurde am 27.05.2021 von Ursula von der Leyen, der Präsidentin der Europäischen Kommission, verkündet.

Quelle: Sportschau.de

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