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West-Nil-Virus: Zwei Todesfälle in Deutschland

von Regina Schweizek
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Im Landkreis Dahme-Spreewald im Südosten von Brandenburg sind drei Pferde an dem West-Nil-Virus erkrankt. Zwei von ihnen erlagen der Krankheit.

Die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) berichtete, dass Ende August erstmals ein Pferd am West-Nil-Virus in Märkisch-Buchholz erkrankt war. Nun wurden zwei weitere Fälle gemeldet. Einer nahe Luckau und einer in Schönefeld. Eines der betroffenen Pferde sei innerhalb von zwei Tagen verstorben, heißt es weiter. Das andere Tier wurde noch in die Klinik gebracht. Doch trotz der intensiven Betreuung, war auch hier keine Rettung möglich. 

Symptome und Verlauf

Die Mehrzahl der infizierten Pferde zeigen keine Symptome. Jedoch kann es sein, dass einige Pferde mit neurologischen Störungen reagieren. Diese können sich zum Beispiel in Hinterhandslähmungen, Muskelzittern und Schwächeanfällen bis zum Festlegen äußern. Der Verlauf kann durchaus tödlich enden und nur in wenigen Fällen bleibt es bei einer fiebrigen Allgemeinkrankheit. Pferde, die infiziert wurden und überlebt haben, bilden vier bis sechs Wochen nach der Infektion schützende Antikörper. Nach einer gewissen Zeit sind diese allerdings nicht mehr im Blut nachweisbar. Bereits infizierte Pferde sollte man daher erst ca. ein Jahr nach der Infektion impfen. Um den Schutz aufrecht zu erhalten, sollte man die Impfung jährlich wiederholen.

Nun rät das Veterinäramt des Landkreis Dahme-Spreewald Pferdebesitzer:innen, ihre Tiere impfen zu lassen. Denn die Mückenbelastung im Umkreis sei enorm. Daher ist auch die Gefahr einer Ansteckung deutlich erhöht, weil der Virus sich vor allem über Stechmücken überträgt. Aufgrund dessen wird auch geraten die Pferde bestmöglich vor Insekten zu schützen. Fliegen- oder sogar Ekzemerdecken sind hier am verlässlichsten. Aber auch Fliegensprays und Masken sind eine gute Idee. Zudem sollte man darauf achten auch den Stall und das generelle Umfeld möglichst hygienisch zu halten. So versucht man den Insekten keine Brutmöglichkeit zu schaffen. 

Quelle: MAZ

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