{"id":34779,"date":"2020-11-26T10:11:47","date_gmt":"2020-11-26T09:11:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/?p=34779"},"modified":"2024-02-02T08:47:54","modified_gmt":"2024-02-02T07:47:54","slug":"recht-im-internet-was-private-und-gewerbliche-haendler-wissen-sollten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/recht-im-internet-was-private-und-gewerbliche-haendler-wissen-sollten\/","title":{"rendered":"Recht im Internet &#8211; Was private und gewerbliche H\u00e4ndler wissen sollten"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]<strong>Beim Handel im Internet gelten besondere Rechte f\u00fcr Verk\u00e4ufer und K\u00e4ufer. Wer mit Pferden und Pferdezubeh\u00f6r im Netz handelt \u2013 egal ob privat oder gewerblich \u2013 sollte sich also zun\u00e4chst \u00fcber rechtliche Grundlagen des elektronischen Gesch\u00e4ftsverkehrs schlau machen. Vieles rund ums Internetrecht ist einfach verst\u00e4ndlich und erschlie\u00dft sich von selbst, anderes wiederum ist komplexer. Wir kl\u00e4ren im Folgenden \u00fcber die jeweils wichtigsten Punkte rund ums Recht im Internet und beim Onlinehandel auf \u2013 und versuchen das ganze Thema nat\u00fcrlich so leicht wie m\u00f6glich zu halten.<\/strong><\/p>\n\n<h2>Gesetze und Rechte, die den Onlinehandel organisieren<\/h2>\n<p>Eine Sache sollte gleich vorweg gesagt werden: <a href=\"https:\/\/www.starting-up.de\/recht\/internetrecht\/das-rechtliche-1-mal-1-des-e-commerce.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Die rechtlichen Rahmenbedingungen<\/a> im Bereich des Handels im Internet sind nicht nur ausufernd und oft sehr komplex, sie \u00e4ndern sich auch stets und sind immer wieder neuen Urteilen unterworfen. Das bedeutet, dass wir mit diesem Beitrag keinerlei Vollst\u00e4ndigkeit garantieren und darauf hinweisen m\u00fcssen, dass es wichtig ist, selbst aufmerksam zu sein und im Zweifel noch einmal nach eventuellen aktuellen Besonderheiten zu recherchieren.<\/p>\n<p>Was sich nicht \u00e4ndert, ist die Tatsache, dass in Deutschland ganz verschiedene Gesetze und Richtlinien \u00fcber den Onlinehandel bestimmen. Zu nennen sind hier allgemeine Rechtsgrundlagen, die uneingeschr\u00e4nkt gelten, wie etwa<\/p>\n<div id=\"attachment_34770\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-34770\" class=\"wp-image-34770 size-medium\" src=\"https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild2-300x200.jpeg\" alt=\"Recht im Internet\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild2-300x200.jpeg 300w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild2-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild2-768x512.jpeg 768w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild2-1536x1024.jpeg 1536w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild2-1170x780.jpeg 1170w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild2-585x390.jpeg 585w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild2-263x175.jpeg 263w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild2.jpeg 1620w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-34770\" class=\"wp-caption-text\">Auch grundlegende Gesetze aus dem BGB sind f\u00fcr das Recht im Internet zust\u00e4ndig<\/p><\/div>\n<ul>\n<li>das <strong>BGB<\/strong> (B\u00fcrgerliches Gesetzbuch),<\/li>\n<li>das <strong>HGB<\/strong> (Handelsgesetzbuch),<\/li>\n<li>das <strong>AGB-Recht<\/strong> (Recht der Allgemeinen Gesch\u00e4ftsbedingungen),<\/li>\n<li>das <strong>Urheberrechtsgesetz<\/strong>,<\/li>\n<li>das <strong>Verbraucherkreditrecht<\/strong>,<\/li>\n<li>die <strong>Gewerbeordnung<\/strong>,<\/li>\n<li>das <strong>UWG<\/strong> (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb)<\/li>\n<li>oder auch das <strong>Strafgesetzbuch<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dar\u00fcber hinaus gelten f\u00fcr den Handel im Netz selbstverst\u00e4ndlich auch einige speziellere Rechtsvorschriften. Die wichtigsten sind<\/p>\n<ul>\n<li>das <strong>TMG<\/strong> (Telemediengesetz),<\/li>\n<li>das<strong> E-Commerce- und Fernabsatzrecht des BGBs<\/strong>,<\/li>\n<li>das <strong>EGBGB<\/strong> (Einf\u00fchrungsgesetz zum B\u00fcrgerlichen Gesetzbuch),<\/li>\n<li>das <strong>VdG<\/strong> (Vertrauensdienstgesetz) \u2013 ehemals Signaturgesetz,<\/li>\n<li>die <strong>PAngV<\/strong> (Die Preisangabenverordnung),<\/li>\n<li>und die <strong>EU-Richtlinie \u00fcber den elektronischen Gesch\u00e4ftsverkehr<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Welche genauen Punkte diese Gesetze und Regelungen rund um das Recht im Internet regeln ist eigentlich zweitrangig. Wer sich dar\u00fcber genauer informieren m\u00f6chte kann dies tun. Zwei Beispiele zum Verst\u00e4ndnis:<\/p>\n<p>Das Telemediengesetz, das 2007 in Kraft getreten ist, beinhaltet Vorschriften zum Impressum etwa von Onlineshops und zur Bek\u00e4mpfung von Spam. Auch Vorschriften zur Haftung von Dienstbetreibern f\u00fcr gesetzwidrige Inhalte in Telemediendiensten sind hier aufgef\u00fchrt. Au\u00dferdem regelt das TMG den Datenschutz bei Telemediendiensten.<\/p>\n<ol>\n<li>Das Vertrauensdienstegesetz, das ebenfalls 2007 in Kraft trat, regelt die Rahmenbedingungen f\u00fcr elektronische Signaturen und bestimmt die Mitwirkungspflichten der Anbieter, die Vertrauensdienste erbringen. Elektronische Signaturen sind vor allem rund um das Thema Kredite im Netz relevant, da gesetzlich vorgeschrieben ist, dass <a href=\"https:\/\/www.kredit-zeit.de\/elektronische-unterschrift\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">entsprechende Vertr\u00e4ge unterschrieben sein m\u00fcssen<\/a>. Doch unter Umst\u00e4nden kann es etwa auch beim Verkauf von privat zu privat einmal zu einer Einigung kommen, bei der eine digitale Unterschrift gew\u00fcnscht oder notwendig wird.<\/li>\n<li>Die Einzelheiten der Gesetze und juristische Details zu kennen, kann durchaus hilfreich sein. Deutlich wichtiger ist aber, dass Onlineh\u00e4ndler wissen, welchen konkreten Pflichten sie in Folge dieser Vorschriften nachkommen m\u00fcssen. Nur so lassen sich Abmahnungen und gr\u00f6\u00dfere Probleme vermeiden.<\/li>\n<\/ol>\n<h2>Die oberste Aufgabe jedes H\u00e4ndlers: Die Informationspflicht<\/h2>\n<p>Ganz gleich, ob es sich um Betreiber eines Onlineshops f\u00fcr etwa Pferdezubeh\u00f6r und Reitbekleidung handelt oder ob eine Privatperson beispielsweise einfach einen gebrauchten <a href=\"https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/partner\/was-ist-wichtig-fuer-einen-guten-sattel\/\">Sattel<\/a> auf einer Online-Auktionsplattform verkaufen m\u00f6chte \u2013 in beiden F\u00e4llen greift beim Internetrecht die <strong>Informationspflicht<\/strong>. Wer dieser nicht nachkommt, muss mit Abmahnungen rechnen.<\/p>\n<p><strong>Informiert werden muss im Internet \u00fcber:<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_34771\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-34771\" class=\"wp-image-34771 size-medium\" src=\"https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild3-300x190.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"190\" srcset=\"https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild3-300x190.jpeg 300w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild3-1024x647.jpeg 1024w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild3-768x486.jpeg 768w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild3-1536x971.jpeg 1536w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild3-1170x740.jpeg 1170w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild3-585x370.jpeg 585w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild3.jpeg 1708w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-34771\" class=\"wp-caption-text\">Das Impressum ist f\u00fcr jeden Onlinehandel absolut Pflicht.<\/p><\/div>\n<ul>\n<li>den vollst\u00e4ndigen Vor- und Zunamen des Anbieters (gegebenenfalls auch \u00fcber die Firma)<\/li>\n<li>die vollst\u00e4ndige postalische Anschrift des Anbieters<\/li>\n<li>bei juristischen Personen (GmbH, UG, AG, Genossenschaft, Verein) die Rechtsform des Unternehmens<\/li>\n<li>und den Namen des Vertretungsberechtigten<\/li>\n<li>den vollst\u00e4ndigen Vor- und Zunamen und die Anschrift des Verantwortlichen f\u00fcr den Inhalt der journalistisch-redaktionellen Angebote<\/li>\n<li>die Umsatzsteuer-Identifikations-Nummer (USt.-ID-Nr.) \u2013 sofern vorhanden<\/li>\n<li>die E-Mail-Adresse und zus\u00e4tzlich ein weiteres Kommunikationsmittel, durch das der Kunde schnell Kontakt zum Anbieter aufnehmen kann. F\u00fcr gew\u00f6hnlich wird die Telefon- oder Faxnummer angegeben. Bei Onlineshops sind auch elektronische Kontaktformulare eine h\u00e4ufig gew\u00e4hlte Option<\/li>\n<li>das f\u00fcr den Anbieter zust\u00e4ndige Handelsregister, Partnerschaftsregister, Genossenschaftsregister oder Vereinsregister einschlie\u00dflich der Registernummer (sofern eingetragen)<\/li>\n<li>bei AG, KGaA oder GmbH, die sich in Abwicklung oder Liquidation befinden, die Angabe dar\u00fcber<br \/>\nAngabe der Wirtschaftsidentifikationsnummer (sofern vorhanden)<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Wichtiges Rechtliches f\u00fcr Shopbetreiber<\/h2>\n<p>F\u00fcr H\u00e4ndler im Internet, die in ihren Webshops Produkte etwa rund ums Pferd anbieten, gelten noch einmal spezielle Rechte und Gesetze. Die <strong>Informationspflicht<\/strong> ist erweitert um (unter anderem!) folgende wichtige Punkte, die angegeben werden m\u00fcssen:<\/p>\n<ul>\n<li>wesentliche Merkmale der Ware<\/li>\n<li>der Zeitpunkt, sowie die Art und Weise des Zustandekommens des Vertrages<\/li>\n<li>eventuelle Liefervorbehalte oder einen Vorbehalt, eine in Qualit\u00e4t und Preis gleichwertige Leistung zu erbringen<\/li>\n<li>den Gesamtpreis der Ware (einschlie\u00dflich aller damit verbundenen Preisbestandteile sowie alle \u00fcber den Unternehmer abgef\u00fchrten Steuern oder, wenn kein genauer Preis angegeben werden kann, seine Berechnungsgrundlage, die dem Verbraucher eine \u00dcberpr\u00fcfung des Preises erm\u00f6glicht) oder, falls keine genaue Preisangabe m\u00f6glich ist, die Grundlage f\u00fcr die Berechnung des Preises, die dem Verbraucher eine \u00dcberpr\u00fcfung des Preises erm\u00f6glicht<\/li>\n<li>die genaue H\u00f6he der Versandkosten bei Speditionsware (oft Stallware und \u00c4hnliches)<\/li>\n<li>Einzelheiten hinsichtlich Zahlung und Lieferung oder Erf\u00fcllung (bei Dienstleistung)<\/li>\n<li>Bestehen oder Nichtbestehen und Erl\u00f6schen des Widerrufsrechts sowie die Bedingungen, Fristen und Verfahren f\u00fcr die Aus\u00fcbung des Widerrufs mit Hilfe der Muster-Widerrufsbelehrung und dem Muster-Widerrufsformular. Zus\u00e4tzlich m\u00fcssen diese Informationen dem Verbraucher sp\u00e4testens bei der Lieferung der Ware auf einem dauerhaften Datentr\u00e4ger (z.B. per E-Mail in der Bestellbest\u00e4tigung oder in Papierform mit der Warenlieferung) zur Verf\u00fcgung gestellt werden<\/li>\n<li>G\u00fcltigkeitsdauer befristeter Angebote<\/li>\n<li>einzelne technische Schritte, die zu einem Vertragsschluss f\u00fchren ob der Vertragstext nach Vertragsschluss vom Online-H\u00e4ndler gespeichert wird und ob er dem Kunden zug\u00e4nglich ist<\/li>\n<\/ul>\n<div id=\"attachment_34772\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-34772\" class=\"wp-image-34772 size-medium\" src=\"https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild4-300x200.jpeg\" alt=\"Recht im Internet\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild4-300x200.jpeg 300w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild4-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild4-768x512.jpeg 768w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild4-1536x1024.jpeg 1536w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild4-1170x780.jpeg 1170w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild4-585x390.jpeg 585w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild4-263x175.jpeg 263w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild4.jpeg 1620w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-34772\" class=\"wp-caption-text\">In den AGB werden f\u00fcr gew\u00f6hnlich auf Shopseiten Dinge, wie Zahlungs- und Lieferbedingungen sowie Haftungs- und Garantierfragen festgehalten.<\/p><\/div>\n<p>F\u00fcr gew\u00f6hnlich werden jegliche Informationen zu etwa Namen, Anschrift, Rechtsform, Vertretungsberechtigung, Kontaktm\u00f6glichkeiten, Registereintr\u00e4ge, eine vorhandene Umsatzsteueridentifikationsnummer und \u00c4hnliches \u00fcber das <strong>Impressum<\/strong> zug\u00e4nglich gemacht. Jede kommerzielle Website sowie jeder nicht kommerzielle gesch\u00e4ftliche Internetauftritt ben\u00f6tigt solch ein Impressum.<\/p>\n<p>Die <strong>Allgemeinen Gesch\u00e4ftsbedingungen<\/strong> wiederum sollten \u00fcber Punkte, wie etwa Zahlungs- und Lieferbedingungen sowie Haftungs- und Garantiefragen aufkl\u00e4ren. Am besten gelingt H\u00e4ndlern dies \u00fcber die Bestellseite, wo den Kunden die Informationen klar und verst\u00e4ndlich und in hervorgehobener Weise zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Strukturierte Bestellprozesse sind hier unabdingbar.<\/p>\n<p>Auch die <strong>Widerrufsbelehrung<\/strong> und das <strong>Widerrufsformular<\/strong> geh\u00f6ren zu jedem Onlineshop und sch\u00fctzen vor Abmahnungen. Verbraucher haben die M\u00f6glichkeit, einen im Internet geschlossenen <a href=\"https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/pferdekaufvertrag\/\">Kaufvertrag<\/a> innerhalb von 14 Tagen zu widerrufen. Nur in Ausnahmef\u00e4llen, so beispielsweise auch beim Verkauf von verderblichen Waren \u2013 bei Futtermitteln also durchaus m\u00f6glich \u2013 k\u00f6nnen Verbraucher den Vertrag mitunter nicht widerrufen.<\/p>\n<p>In jedem Fall muss der Onlineh\u00e4ndler seine Kunden dar\u00fcber informieren, ob diese ein Widerrufsrecht haben oder nicht. Die Frist zum Widerruf beginnt mit Zustellung der Ware beim Verbraucher. Am besten werden dem Kunden die Informationen zum Widerruf zus\u00e4tzlich auf einem dauerhaften Datentr\u00e4ger innerhalb einer angemessenen Frist und sp\u00e4testens bei der Lieferung der Ware zur Verf\u00fcgung gestellt. Am besten ist es, die Kunden per E-Mail in der Bestellbest\u00e4tigung zu ihren Widerrufsrechten zu informieren.<\/p>\n<h2>Die Gestaltung des Onlineshops<\/h2>\n<p>Weiterhin bestehen einige wichtige Pflichten f\u00fcr Betreiber von Onlineshops, denen zum Schutz gegen Abmahnungen und andere juristische Folgen, nachzukommen ist. So sind Onlineh\u00e4ndler dazu verpflichtet, Kunden beispielsweise <strong>technische Mittel zur Fehlererkennung und -korrektur<\/strong> vor Abgabe einer Bestellung zur Verf\u00fcgung zu stellen. Kunden m\u00fcssen wissen, wie sie mit diesen Mitteln Eingabefehler erkennen und berichtigen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem m\u00fcssen Shopbetreiber ihren Kunden den <strong>Eingang einer Bestellung<\/strong> und den <strong>Vertragsinhalt<\/strong> unverz\u00fcglich auf elektronischem Wege auf einem dauerhaften Datentr\u00e4ger best\u00e4tigen \u2013 f\u00fcr gew\u00f6hnlich geschieht das per E-Mail.\u00a0 Bei Vertragsschluss sollten Kunden auch die M\u00f6glichkeit schaffen, den Vertragstext einschlie\u00dflich der AGB abzurufen und dauerhaft etwa in Form eines PDFs zu speichern.<\/p>\n<p>Wichtig ist auch, bei einer konkreten Produktseite den <strong>Bestellbutton<\/strong> gut lesbar zu gestalten und richtig beschriften. Zul\u00e4ssig sind die Beschriftungen:<\/p>\n<div id=\"attachment_34773\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-34773\" class=\"wp-image-34773 size-medium\" src=\"https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild5-300x200.jpeg\" alt=\"Recht im Internet\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild5-300x200.jpeg 300w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild5-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild5-768x512.jpeg 768w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild5-1536x1024.jpeg 1536w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild5-1170x780.jpeg 1170w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild5-585x390.jpeg 585w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild5-263x175.jpeg 263w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild5.jpeg 1620w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-34773\" class=\"wp-caption-text\">Onlineshops sollten im Sinne des Internetrechts klar gestaltet sein und einige bestimmte Details aufweisen.<\/p><\/div>\n<ul>\n<li>Zahlungspflichtig bestellen<\/li>\n<li>Kaufen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nicht zul\u00e4ssig hingegen sind:<\/p>\n<ul>\n<li>Bestellen<\/li>\n<li>Anmeldung<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Ein kompliziertes Thema: Widerruf<\/h2>\n<p>Einiges Grundlegendes zum Widerruf wurde vorangehend bereits genannt. Doch Widerruf ist f\u00fcr gewerbliche H\u00e4ndler mit Onlineshops eins der wichtigsten Themen, was das Recht im Internet betrifft, weshalb wir an dieser Stelle noch einmal n\u00e4her darauf eingehen wollen. Selbst, wenn nicht auf alle relevanten Punkte im Detail eingegangen werden kann, sieben wichtige Dinge dennoch kurz zusammengefasst:<\/p>\n<ol>\n<li>Es gibt <a href=\"https:\/\/www.bmjv.de\/SharedDocs\/Archiv\/Downloads\/Muster_Widerrufsbelehrung_au%C3%9Ferhalb_Geschaeftsraeumen_geschlossenen_Vertraegen_Fernabsatzvertraegen_Ausnahme_Vertraegen_Finanzdienstleistungen_Anlage_1.pdf;jsessionid=FFFF7A835D9EBBF542DB4C812B668E1C.2_cid324?__blob=publicationFile&amp;amp;v=2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">gesetzlich vorgeschriebene Muster<\/a> f\u00fcr die Widerrufsbelehrung. Diese sollten Onlineh\u00e4ndler unbedingt unver\u00e4ndert \u00fcbernehmen. Bei Abweichungen drohen teure Abmahnungen.<\/li>\n<li>Wer als H\u00e4ndler veraltete oder ver\u00e4nderte Widerrufsbelehrungen verwendet, riskiert, dass die Widerrufsfrist nach einem Kauf nicht zu laufen beginnt. Kunden k\u00f6nnen dann bis zu 12 Monate und 14 Tage nach Vertragsschluss noch den Vertrag widerrufen und die Ware zur\u00fcckschicken.<\/li>\n<li>F\u00fcr den Verbraucher muss durch den Onlineh\u00e4ndler ein Widerrufsformular zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Auch hierf\u00fcr gilt ein gesetzliches Muster, dass Onlineshopbetreiber stets auf Vollst\u00e4ndigkeit und Aktualit\u00e4t \u00fcberpr\u00fcfen und gegebenenfalls aktualisieren sollten. Wird dieses Formular nicht oder mangelhaft angeboten, drohen ebenfalls juristische Konsequenzen.<\/li>\n<li>Als H\u00e4ndler ist man zu einer Erstattung des Kaufpreises erst dann verpflichtet, wenn die Ware vom Kunden wieder unbesch\u00e4digt zur\u00fcckgesendet wurde oder wenn der Kunde einen Nachweis \u00fcber die Absendung vorlegen kann. Der Verbraucher hat die Kosten der R\u00fccksendung bei Vertragswiderruf selbst zu tragen. Dar\u00fcber jedoch muss der H\u00e4ndler den Kunden vor Vertragsschluss bereits informiert haben. Selbst, wenn die Versandkosten h\u00f6her sein sollten, als der Wert der Ware, hat der Kunde die Versandkosten zu tragen. Selbstverst\u00e4ndlich k\u00f6nnen und sollten H\u00e4ndler in solchen F\u00e4llen aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden\u00a0 aber anbieten, die R\u00fccksendekosten zu \u00fcbernehmen.<\/li>\n<li>Falls die retournierte Ware Sch\u00e4den aufweisen sollte, k\u00f6nnen Onlineh\u00e4ndler Wertersatz vom Kunden verlangen. F\u00fcr Sch\u00e4den allerdings, die w\u00e4hrend des Transportweges entstanden sind haftet der Onlineh\u00e4ndler wiederum selbst.<\/li>\n<li>Auch bei gr\u00f6\u00dferen Waren, die per Spedition versendet wurden, d\u00fcrfen Onlineh\u00e4ndler die R\u00fccksendekosten im Widerrufsfall vom Verbraucher verlangen. Wichtig ist aber dabei, darauf zu achten, dass es sich um Ware handelt, die nur per Spedition an den Kunden geschickt werden kann und so auch verschickt wurde. Dann muss auch der Kunde diese Art des Versandes w\u00e4hlen und daf\u00fcr aufkommen.<\/li>\n<li>F\u00fcr beschriebenen Widerrufsfall gilt aber noch eine Sonderregel: Der Onlineh\u00e4ndler muss bereits in der Widerrufsbelehrung \u00fcber die H\u00f6he der Kosten bei einer R\u00fccksendung per Spedition informiert haben \u2013 und zwar in Form eines genauen Betrages. Der alleinige Hinweis, dass der Kunde die unmittelbaren Kosten f\u00fcr die Speditionslieferung zur\u00fcck zum H\u00e4ndler tr\u00f6gt, reicht nicht aus.<\/li>\n<\/ol>\n<h2>Verbraucherrechte bei Privatk\u00e4ufen<\/h2>\n<p>Wer privat etwas im Internet verkauft \u2013 egal ob wiederum an privat oder an einen H\u00e4ndler \u2013 muss nat\u00fcrlich ebenfalls \u00fcber das Recht im Internet und geltende Gesetze Bescheid wissen. Wichtige Punkte sind hier vor allem die <strong>Gew\u00e4hrleistung<\/strong> und das <strong>Widerrufsrecht<\/strong>, worauf wir am Ende des Artikels in einem gesonderten Abschnitt zu sprechen kommen werden.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus sollten private H\u00e4ndler aber auch Folgendes beachten:<\/p>\n<div id=\"attachment_34774\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-34774\" class=\"wp-image-34774 size-medium\" src=\"https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild6-300x200.jpeg\" alt=\"recht im internet\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild6-300x200.jpeg 300w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild6-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild6-768x512.jpeg 768w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild6-1536x1024.jpeg 1536w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild6-1170x780.jpeg 1170w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild6-585x390.jpeg 585w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild6-263x175.jpeg 263w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild6.jpeg 1620w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-34774\" class=\"wp-caption-text\">Wer seine gebrauchten Pferdeutensilien etwa in einem Anzeigenportal im Internet verkauft, muss vor allem auf eine sichere Verpackung und eventuell den Ausschluss der Gew\u00e4hrleistung achten.<\/p><\/div>\n<p>Wer beispielsweise \u00fcber eine Online-Flohmarktplattform oder einem Anzeigenportal, wie etwa den eBay-Kleinanzeigen etwas verkauft, sollte genau in die AGB des Anbieters schauen. In den meisten F\u00e4llen finden sich hier keinerlei genaue Aussagen dar\u00fcber, wie ein Vertrag zwischen Verbraucher und H\u00e4ndler zustande kommt.<\/p>\n<p>Das bedeutet, dass beispielsweise im Falle der eBay-Kleinanzeigen ein Vertrag geschlossen wird, wenn der Verbraucher schreibt: &#8220;Ich w\u00fcrde gerne das Zaumzeug und den Striegel kaufen&#8221; und der H\u00e4ndler antwortet etwa mit &#8220;In Ordnung, die Waren geh\u00f6ren ihnen, ich verschicke sie nach Zahlungseingang&#8221;, ist bereits ein <strong>wirksamer Vertrag<\/strong> geschlossen.<\/p>\n<p>Ein weiterer besonders wichtiger Punkt d\u00fcrfte f\u00fcr private H\u00e4ndler, die sich rund um juristische Grundlagen und mit der Thematik Recht im Internet noch nicht so intensiv befasst haben, auch der <strong>Versand von Waren<\/strong> sein. Grunds\u00e4tzlich ist jedem H\u00e4ndler \u2013 egal ob gewerblich oder privat \u2013 dazu geraten, Waren immer nur versichert zu verschicken.<\/p>\n<p>Kommt es trotzdem zu einem Verlust der Waren w\u00e4hrend des Transportweges, kann der H\u00e4ndler daf\u00fcr nicht verantwortlich gemacht werden. Sobald die Waren n\u00e4mlich dem Transporteur \u00fcbergeben wurden, <a href=\"http:\/\/juraeinmaleins.de\/schema-versendungskauf-447-bgb\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">tr\u00e4gt der K\u00e4ufer das Risiko des Transportweges.<\/a> Geht die Ware also verloren oder kommt sie besch\u00e4digt an, hat der K\u00e4ufer nicht das Recht, den Kaufpreis zur\u00fcckzuverlangen. Wichtig ist aber, dass auch private H\u00e4ndler die Waren sicher verpacken. Wer etwa zerbrechliche Waren nicht ordnungsgem\u00e4\u00df verpackt, ist bei Besch\u00e4digungen als H\u00e4ndler in der Haftungspflicht.<\/p>\n<h2>Wie wird der Datenschutz beim Onlinekauf gew\u00e4hrleistet?<\/h2>\n<p style=\"text-align: left;\">Das Thema Datenschutz ist rund um das Recht im Internet f\u00fcr gewerbliche H\u00e4ndler gerade in den vergangenen Jahren immer wichtiger geworden. Juristische Folgen k\u00f6nnen verheerend sein und Abmahnungen sind keine Seltenheit, wenn die <a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/PDF\/?uri=CELEX:32016R0679&amp;amp;from=DE\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Datenschutzgrundverordnung<\/a> (DSGVO) nicht beachtet wird. Sie wurde im April 2016 verabschiedet, gilt aber erst seit dem 25. Mai 2018 uneingeschr\u00e4nkt und einheitlich in allen L\u00e4ndern der EU.<\/p>\n<div id=\"attachment_34775\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-34775\" class=\"wp-image-34775 size-medium\" src=\"https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild7-300x199.jpeg\" alt=\"Recht in Internet\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild7-300x199.jpeg 300w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild7-1024x680.jpeg 1024w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild7-768x510.jpeg 768w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild7-1536x1020.jpeg 1536w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild7-1170x777.jpeg 1170w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild7-780x516.jpeg 780w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild7-585x389.jpeg 585w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild7-263x175.jpeg 263w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild7.jpeg 1626w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-34775\" class=\"wp-caption-text\">Seit 2018 erst regelt die DSGVO alles zum Datenschutz im Netz.<\/p><\/div>\n<p>Wer gewerbsm\u00e4\u00dfig aus dem Internet Waren anbietet und verkauft, muss nach DSVGO &#8220;alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare nat\u00fcrliche Person beziehen&#8221; sch\u00fctzen. Zu diesen Daten geh\u00f6ren auch technische Eckdaten wie die IP-Adresse oder genutzte Cookies.<\/p>\n<p>Pflicht f\u00fcr jeden H\u00e4ndler ist daher auch eine <strong>Datenschutzerkl\u00e4rung<\/strong>, die pr\u00e4zise, transparent und f\u00fcr die Kunden verst\u00e4ndlich ist und leicht zug\u00e4nglich gemacht wird. Darin enthalten sein sollten:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Identit\u00e4t des Verantwortlichen<\/li>\n<li>Die Kontaktdaten des Datenschutzbeauftragten<\/li>\n<li>Verarbeitungszwecke und Rechtsgrundlage der Verarbeitung der Daten. Wichtig ist, dass die DSGVO prinzipiell die Verarbeitung von personenbezogenen Daten verbietet \u2013 es sei denn, die Verarbeitung wird durch das Gesetz erlaubt oder der Betroffene willigt selbst ausdr\u00fccklich in die Verarbeitung ein<br \/>\nBerechtigtes Interesse: Wer als Shopbetreiber an der Weiterverarbeitung von personenbezogenen Daten ein berechtigtes Interesse hat, muss dieses nachweisen. In der Regel ist das zum Beispiel dann der Fall, wenn die Daten an einen Dienstleister weitergeben werden, der das Forderungsmanagement \u00fcbernimmt<\/li>\n<li>Der Empf\u00e4nger der Daten im Falle von einer Weitergabe an Dritte<\/li>\n<li>Die Dauer der Speicherung von personenbezogenen Daten. Dauerhaft d\u00fcrfen personenbezogene Daten nach DSVGO nicht gespeichert werden<\/li>\n<li>Die Rechte der Betroffenen, so etwa Auskunft zu Berichtigung, L\u00f6schung, Einschr\u00e4nkung der Verarbeitung, Widerspruch gegen die Verarbeitung und Daten\u00fcbertragbarkeit<\/li>\n<li>Eine Verpflichtung zur Bereitstellung personenbezogener Daten. Sollten personenbezogene Daten notwendig sein, m\u00fcssen Kunden wissen, welche Folgen die Nichtbereitstellung hat. Im Onlinehandel sind personenbezogene Daten notwendig, um einen Vertragsschluss herbeizuf\u00fchren. Ohne Daten kann auch kein Vertrag zustande kommen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wer einen gewerblichen Onlinehandel betreibt, sollte also zum einen eine vollst\u00e4ndige und mit der DSVGO konforme Datenschutzerkl\u00e4rung auf seiner Shopseite bereitstellen. Weiterhin sollten diverse Formulare, wie Kontaktformulare gepr\u00fcft werden. Kunden m\u00fcssen \u00fcber die Art, den Umfang und Zweck der Datenabfrage sowie die Verwendung und Verarbeitung der abgefragten personenbezogenen Daten bei Verwendung derlei Formulare informiert sein. Ebenfalls wichtig ist etwa die M\u00f6glichkeit f\u00fcr den Kunden der Verwendung von Cookies ausdr\u00fccklich zuzustimmen oder diese eben abzulehnen.<\/p>\n<h2>Was passiert, wenn der Kunde die Ware nicht annimmt?<\/h2>\n<p>Es mag wie ein Sonderfall rund ums Internetrecht klingen, so selten kommt dieser Fall aber gar nicht vor: Ein Onlineh\u00e4ndler verschickt seine Ware an die richtige Adresse, der Kunde nimmt diese jedoch nicht an oder verweigert die Annahme. Welche Rechte haben H\u00e4ndler in diesem Fall?<\/p>\n<ul>\n<li>Bei <strong>Privatverk\u00e4ufen<\/strong> ist die Sache eindeutig: Hier gibt es kein Widerrufsrecht. Dieses muss also auch nicht explizit ausgeschlossen werden. Es liegt im Ermessen des Verk\u00e4ufers, ob er Ware zur\u00fccknehmen m\u00f6chte oder nicht. Die Gew\u00e4hrleistung allerdings muss\/ sollte explizit ausgeschlossen werden. Andernfalls kann der K\u00e4ufer behaupten, die Ware w\u00e4re besch\u00e4digt angekommen, wodurch der private Verk\u00e4ufer in die Pflicht ger\u00e4t, dies auszubessern. Nat\u00fcrlich hat aber auch jeder Gew\u00e4hrleistungsausschluss Grenzen. Sch\u00e4den einer Ware sollten selbstverst\u00e4ndlich nie bewusst verschwiegen werden. Der K\u00e4ufer wiederum ist rechtlich zur Abnahme der gekauften Ware verpflichtet.\n<div id=\"attachment_34776\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-34776\" class=\"wp-image-34776 size-medium\" src=\"https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild8-300x200.jpeg\" alt=\"Recht im Internet\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild8-300x200.jpeg 300w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild8-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild8-768x512.jpeg 768w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild8-1536x1024.jpeg 1536w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild8-1170x780.jpeg 1170w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild8-585x390.jpeg 585w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild8-263x175.jpeg 263w, https:\/\/www.ehorses.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/Bild8.jpeg 1620w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-34776\" class=\"wp-caption-text\">Auch beim falschen Umgang mit nicht angenommener Ware kann es zu Abmahnungen f\u00fcr Onlineh\u00e4ndler kommen.<\/p><\/div><\/li>\n<li><strong>Gewerbliche Verk\u00e4ufe<\/strong> sind ein wenig komplexer geregelt. Wurde ein wirksamer Kaufvertrag geschlossen, bleibt dieser auch bestehen, nachdem die Ware versandt und nachdem der K\u00e4ufer die Ware nicht angenommen hat.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Kommt die Ware vom K\u00e4ufer zur\u00fcck, darf sie, wenn es sich um nicht personalisierte Sache handelt, wieder weiterverkauft werden. Einzelst\u00fccke hingegen \u2013 etwa auf Kundenwunsch individuell bestickte Reitkleidung oder \u00c4hnliches \u2013 m\u00fcssen aufbewahrt werden, bis man diese erneut an den Kunden versenden oder vom Vertrag zur\u00fccktreten kann. Lager- und erneute Versandkosten k\u00f6nnen beim Kunden eingefordert werden.<\/p>\n<p>Wer als Verk\u00e4ufer seinem Kunden eine angemessene Frist zur Abnahme der Ware gesetzt hat, kann gem\u00e4\u00df <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/bgb\/__323.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">\u00a7 323 Abs. 1 BGB<\/a> vom Vertrag zur\u00fccktreten. Der Kaufpreis ist dann an den K\u00e4ufer zur\u00fcckzuerstatten.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich aber ist vor allem wichtig: Durch <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/433.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">\u00a7 433 BGB<\/a> ist geregelt, dass der K\u00e4ufer dem Verk\u00e4ufer den vereinbarten Kaufpreis zahlen und ihm die gekaufte Sache abnehmen muss. Er ist dazu also von Gesetzes wegen verpflichtet. Ob es wirtschaftlich Sinn macht, die Abnahmepflicht auch wirklich gerichtlich durchzusetzen, ist ein anderes Thema.[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"[vc_row][vc_column][vc_column_text]Beim Handel im Internet gelten besondere Rechte f\u00fcr Verk\u00e4ufer und K\u00e4ufer. 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