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Pferd sucht Reiter

Das American Standardbred ist die leistungsmäßig bedeutendste Traberrasse der Welt. Die Pferderasse stammt aus den USA und wird dort vor allem im Bundesstaat Kentucky, im Osten des Landes, gezüchtet. Aufgrund der herausragenden Leistungen des Amerikanischen Trabers und der dadurch bedingten, großen Beliebtheit ist die Rasse weltweit verbreitet. Das American Standardbred wird in erster Linie bei Trab- und Passrennen, allgemein als Gangpferd oder aber auch beim Freizeitreiten eingesetzt. Denn der ruhige und ausgeglichene Charakter der Rasse macht es zum vielfältig einsetzbaren Sport- und Freizeitpferd. Farblich dominieren Braune, doch da bei der Zucht nicht das äußere Erscheinungsbild, sondern die Leistung im Vordergrund steht, finden sich auch Füchse und Rappen, jedoch keine Schecken unter den Pferden. Aus dem gleichen Grund schwankt auch das Stockmaß der US-amerikanischen Rasse zwischen 150 cm und 165 cm, teilweise liegt es noch darunter oder darüber.

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Herkunft und Zuchtgeschichte von American Standardbred

Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Stutbuch der Rasse eröffnet und alle Pferde, die eingetragen werden sollten, mussten dem festgelegten Standard bezüglich der Geschwindigkeit in Trab und Pass auf der Länge einer Meile entsprechen. Hieraus leitete sich dementsprechend der Name der Pferderasse ab, die offiziell durch die Veröffentlichung dieses Regelwerkes gegründet wurde.

Der eigentliche Ursprung des American Standardbred geht jedoch weiter zurück. Bereits im 17. Jahrhundert gab es in den Vereinigten Staaten, vor allem in Rhode Island an der Ostküste, schnelle und verlässliche Gangpferde, die gezüchtet und gehandelt wurden und deren Ahnen wahrscheinlich aus England, Spanien und Holland kamen. Bedingt durch die amerikanische Revolution kam es Ende des 17. Jahrhunderts zu einem Aufschwung in der Pferdezucht. Der englische Vollbluthengst „Messenger“, der von einem berühmten Galopper abstammte, wurde 1788 importiert und sorgte für viele Nachkommen, die zu erfolgreichen Rennpferden heranwuchsen. Der 1849 geborene „Hambletonian“ stammte ebenfalls von „Messenger“ ab. Er selbst war zwar kein herausragender Traber, doch seine über 1.000 Nachkommen erfüllten alle den Standard der Rasse und sorgten somit für den Erfolg und die großartigen Leistungen des American Standardbred. Aus diesem Grund gilt der Zuchthengst auch als der Stammvater des Amerikanischen Trabers.

American Standardbred - Besonderheiten

Wer ein American Standardbred sieht, ist mit Sicherheit von der auffallend muskulösen und oft überbauten Kruppe beeindruckt. Zusammen mit der geraden Hinterhand und den großen, starken Hufen sorgt sie für die hohe Schubkraft, die für die Rennen notwendig ist. Mit dem mittelgroßen Kopf, dem leicht gewölbten, langen Hals und dem ausgeprägten Widerrist wirkt der Körperbau des Amerikanischen Trabers dennoch nicht zu wuchtig, sondern insgesamt sehr harmonisch.

Das American Standardbred ist überdurchschnittlich leistungsbereit, ausdauernd und nervenstark. In Verbindung mit seiner Schnelligkeit und Reaktionsfreude macht es die Rasse zum idealen Rennpferd. Es ist jedoch, anders als zum Beispiel die Traber aus Russland oder Frankreich, eher frühreif. Somit laufen schon zwei- oder dreijährige Standardbred-Pferde bei den Rennen mit, was aus Sicht des Tierschutzes umstritten ist. Diese Pferde beenden jedoch auch umso eher ihre Rennkarriere und führen oftmals ein Rentnerleben als Freizeitpferd oder werden noch in anderen Disziplinen geritten. Denn obwohl die Amerikanischen Traber vorwiegend als Rennpferde gezüchtet werden, können sie ebenso gut beim Spring- oder Westernreiten, in der Vielseitigkeit oder beim Wanderreiten eingesetzt werden. Die Pferde, die zusätzlich zum Pass auch den Tölt beherrschen, sind außerdem ideal für die Teilnahme an Gangturnieren.

Bekannte American Standardbred

Die American Standardbred gelten als die schnellsten Traber und dienen somit oft als Zuchtgrundlage. Aus diesem Grund gibt es viele erfolgreiche Vertreter der Rasse. Besonders hervorzuheben sind die Stuten „Goldsmith Maid“, die in den 1860er und 1870er Jahren viele Weltrekorde aufgestellt hat, sowie „Proximity“, die 100 Jahre später als einer der größten Traber aller Zeiten galt und die damals höchste Gewinnsumme erreicht hat.

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