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So spektakulär sind die Hindernisse beim Hamburger Derby

von Michelle Breitenfeld
Veröffentlicht: Letztes Update am

Heute ist es so weit: Im Hamburger Stadtteil Klein-Flottbek ist heute Derby Sonntag! Der spektakuläre, seit bald einem Jahrhundert nahezu unveränderte Parcours zieht Zuschauer von Nah und Fern an, die immer wieder den Atem anhalten, wenn die Pferd-Reiter-Paare die insgesamt 17 Hindernisse mit 24 Sprüngen auf 1.230 Metern überwinden. ehorses verrät, was das Hamburger Derby so besonders macht und erklärt die Hindernisse auf dem spektakulären Parcours.

Die ersten Sprünge

Das erste Hindernis, das die Reiter beim Hamburger Derby überwinden müssen ist ein Rick, also ein einfacher Steilsprung. Anschließend warten auf die Teilnehmer zwei hintereinander aufgebaute Steilsprünge, auch Doppelrick genannt.

Irische Wälle

Dann kommt schon die erste richtige Hürde auf dem Parcours: die Irischen Wälle sind Naturhindernisse, die aus zwei aufeinanderfolgenden Wällen entsteht. Vor dem Absprung auf den ersten Wall und nach dem Absprung vom zweiten Wall müssen Pferd und Reiter einen kleinen Steilsprung überwinden.

Wassergraben und Palisade

Als viertes Hindernis müssen Pferd und Reiter einen Wassergraben mit einer Breite von 3,80 Metern überwinden, danach geht es über eine Palisade, ein 1,65 Meter hoher Steilsprung – das letzte Hindernis vor dem weltweit bekannten Derby-Wall.

Der Derby-Wall – Aushängeschild des Hamburger Derbys

Das sechste Hindernis, der 18 Meter lange Wall, ist das Aushängeschild des Turniers. Auf nahezu allen Plakaten ist dieser Wall zu sehen. Vor dem Aufsprung auf den Wall müssen Pferd und Reiter zwei Steilsprünge überwinden und dabei nach dem zweiten die Teilnehmer die Geschwindigkeit stark drosseln und den Schwung herausnehmen, um den Abstieg vom rund drei Meter hohen Derby-Wall zu meistern. Dieser wurde 2015 ein wenig abgeflacht, um für mehr Sicherheit zu sorgen, dennoch ist und bleibt er eine enorme Herausforderung und setzt großes Vertrauen zwischen Mensch und Pferd voraus.

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Nach dem Derby-Wall können die Paarungen aber nicht sofort aufatmen, denn unmittelbar nach dem Abstieg vom Wall folgt eine Planke, die knapp einen Galoppsprung nach dem Fuße des Walls kommt.

Der Trakehner Graben

Auch der Trakehner Green ist kein leichtes Hindernis. Er ist zwar nicht das höchste des Parcours, aber auch hier gibt es jedes Jahr viele Abwürfe, da nach dem Derby-Wall und der darauffolgenden Planke oftmals kurz die Konzentration bei Pferd und Reiter nachlässt. Dieses Hindernis ist zwar technisch gesehen nicht unbedingt das schwerste, jedoch als achtes Hindernis in dem anspruchsvollen Parcours definitiv nicht zu unterschätzen.

Tor und Birkenoxer

Das neunte Hindern ist ein Steilsprung, welcher zwischen Ziegelmauern eingebettet ist, danach kommt ein Oxer, bestehend aus Birkenstämmen.

Parcours Hamburger Derby

Hindernis 11: der Buschoxer

Das elfte Hindernis im Parcours, der Buschoxer, wurde mit der Zeit entschärft, denn früher verdeckte das grün nahezu den kompletten Sprung, sodass die Pferde oft versucht waren, auf dem Busch aufzutreten. Auch heute sieht man solche Situationen immer mal wieder, jedoch ist der Sprung mittlerweile deutlicher als eben solcher zu identifizieren.

Eisenbahnschranken

Die zwei aufeinanderfolgenden Steilsprünge warten als zwölftes Hindernis auf Pferd und Reiter – und dieses Hindernis hat es wirklich in sich! Denn bei beiden Steilsprüngen wird nur eine einzelne Hindernisstange in die Auflagen gelegt, sodass es für die Pferde nicht ganz einfach ist, die Hindernisse anständig zu taxieren. Oftmals sieht man an dieser Stelle des Parcours ein leichtes Zögern.

Koppelgatter

Als dreizehntes Hindernis erwartet die Teilnehmer ein 1,63 Meter hoher Sprung, welches statistisch gesehen zu einem Hindernis gehört, an welchem eher weniger Fehler passieren. Jedoch müssen Pferd und Reiter bis zum Schluss konzentriert bleiben, da auch ein Fehler an einem vermeintlich leichten Hindernis Fehlerpunkte bringt und somit den Sieg im Hamburger Derby vereiteln könnte.

Pulvermanns Grab

Hindernis Nummer vierzehn hat einen epischen Namen, der dramatischer klingt, als er es vermuten lässt. Der Parcoursbauer Eduard Pulvermann ist Namensgeber, denn er selbst hat dieses Hindernis niemals fehlerfrei absolvieren können. Es besteht aus zwei Steilsprüngen, zwischen denen ein Wassergraben liegt – die größte Tücke dabei ist, dass dieses Hindernis in eine Senke gebaut sind, sodass es nach dem Einsprung bergab geht und nach dem Wassergraben wiederum bergauf. Benannt ist es übrigens nach Eduard Pulvermann, der den Derby-Kurs zwar 1920 entworfen hat, dieses Hindernis aber selbst nie fehlerfrei überwinden konnte.

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Das folgende Hindernis, die Feldsteinmauer, sieht gewaltig aus, ist jedoch mit seinen 1,62 Meter nicht das höchste Hindernis und bereitet statistisch gesehen den Teilnehmern keine großen Probleme.

Holsteiner Wegesprünge

Hindernis Nummer 16 ist die letzte große Hürde im Derby-Parcours, denn es besteht aus zwei Steilsprüngen, zwischen denen 13 Meter liegen. Nach dem ersten Steilsprung und vor dem zweiten Steilsprung befindet sich jeweils ein trockener Graben, sodass viele Pferde vor dem Aussprung aus der Kombination zu früh abspringen.

Ziegelmauer

Das große Finale: Hindernis 17 ist eine Ziegelmauer, die das neunte Hindernis des Parcours flankiert. Die Reiter können frei wählen, ob sie links oder rechts über die Mauer springen, einen großen Unterschied gibt es nicht. Wer bis zu diesem Hindernis fehlerfrei geblieben ist, muss nun noch einmal alle Nerven behalten, denn nicht selten fällt das letzte Hindernis, weil die Erleichterung und Freude zu groß sind, sodass die Konzentration leidet.

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Hamburger Derby: Einer der schwierigsten Spring-Parcours überhaupt

Der Derby-Parcours ist ein alter, allen Teilnehmern meist seit Jahren bekannter Parcours, welcher von vorne bis hinten viel Konzentration von Pferd und Reiter erfordert. Mit der Zeit wurden einige Hindernisse entschärft, um Sicherheit für Pferd und Reiter zu gewähren. Viele der Profis sprechen von ihren Pferden auch als „Derby-Pferde“, die sie im Laufe des Jahres extra auf diese Prüfung hin trainieren, denn nicht jedes Spitzenpferd ist auch automatisch in der Lage, beim Hamburger Derby zu bestehen.

Der Parcours hat mehrere mentale und körperliche Tücken und fordert Pferd und Reiter vom Anfang bis zum Ende, sodass beide in Höchstform sein müssen, um die Aufgaben lösen zu können. Eine sportliche Meisterleistung – die Sieger gehen zu Recht in die Geschichte ein!

ehorses beim Hamburger Derby

Übrigens: Natürlich ist auch ehorses hautnah beim Hamburger Derby mit dabei. Harriet Jensen ist vor Ort und hält Dich auf dem Instagram-Kanal und den Insta-Storys von ehorses auf dem Laufenden.

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