Einmal mit den professionellen Reitern Tür an Tür stehen, an den gleichen Orten Mittag essen und auf dem selben Abreite- und anschließend Turnierplatz reiten. Das ist ein Traum vieler sportlich ambitionierter Reiter und dieser kann dank einiger Turnierveranstalter möglich werden. Auch auf dem Hamburger Derby. ehorses erklärt, wie das funktioniert.
Passend zum eigenen Leistungsstand kann man bei den Amateurtouren in verschiedenen Klassen an den Start gehen. Es gibt drei Schwierigkeitsgrade: 1,15 Meter (L-Springen), 1,25 Meter (M-Springen) und 1,40 Meter (S-Springen), wobei die Reiter bis zu drei Pferde zu den Touren anmelden können und auch berechtigt sind, zwischen den Touren zu wechseln, solange die Touren, die sie reiten, aneinander angrenzen.
Man kann also mit einem Pferd zwischen zwei benachbarten Touren hin und her springen, beispielsweise am ersten Tag in der Small Tour reiten und die beiden Folgeprüfungen auf dem mittleren Niveau absolvieren. Wer mit mehreren Pferden an den Start geht und auf unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden unterwegs sein möchte, der kann entweder auf der Small und Medium Tour starte, oder in der Medium und Large Tour.
Was braucht man, um bei den Amateurtouren zu starten?
Um an den internationalen Prüfungen teilzunehmen, muss man im Besitz der Amateur Owner License sein, diese erhält man bei der FN und kostet rund 50 Euro, zuzüglich Mehrwertsteuer. Die Amateurtouren werden als „CSI – Amateur-Besitzer-Prüfungen“ (CSI Am, Kat. A/B) geführt. Das soll die die Regularien standardisieren, die dem Amateur-Bereich zuzuordnen sind.
Um als „Amateur-Besitzer“ anerkannt zu werden, muss der Teilnehmer Besitzer aller Pferde sein, mit denen er an den Start geht, Familienmitglieder sind ebenfalls als eingetragene Besitzer möglich. Außerdem wird eine gültige Jahresturnierlizenz der FN benötigt, der Teilnehmer muss die Pferde bei der FEI registriert haben und wenn man an „CSI Am“-Prüfungen im Ausland teilnehmen möchte, brauchen die Pferde ebenfalls einen FEI-Pass, also ein internationales Dokument.
Gewährt wird die Amateur-Besitzer-Lizenz nur den Teilnehmern, die offiziell unterschreiben, dass sie keine Einkünfte durch den Beritt anderer Pferde oder durch Reitunterricht erzielen, oder finanzielle Gegenleistungen für öffentliche oder kommerzielle Zwecke erhalten. Der Kauf und Verkauf von Pferden oder Gewinn aus Turnierpreisgeldern ist nicht verboten, solange sie nicht die wesentliche Einnahmequelle des Teilnehmers ausmachen.
Hat man die Amateur-Lizenz unterschrieben, so ist man während des laufenden Kalenderjahrs auf diesen Bereich beschränkt, sofern man seinen Amateurstatus behalten möchte. Die Teilnahme an anderen „CSI“-Prüfungen oder -Championaten wird damit begrenzt und die Reiter dürfen nicht mehr als Amateur an den Start gehen, wenn sie auf einem nationalen oder internationalen Turnier („CSI“) teilgenommen haben, in dem der erste Umlauf einer Springprüfung mit einer Höhe von 1,50 Metern oder höher ausgeschrieben ist.
Natürlich kann man sich an seine Föderation wenden, um den Amateur-Status wieder zu erlangen, allerdings erst nach einer Wartezeit, Abstimmung mit der jeweiligen Föderation und vor allem nicht im laufenden Kalenderjahr
Und was kostet das?
Natürlich ist der Start an so einem Turnier mit deutlich höheren Kosten verbunden, als wenn man beispielsweise an einem regulären „LPO“- oder „WBO“-Turnier teilnimmt. Aktuell findet in Hamburg das Hamburger Derby statt, wo auch eine Etappe der Spooks Amateur Trophy zum Programm gehört. Möchte man mit seinem Pferd dort teilnehmen, so wird eine Startgebühr in Höhe von 1.500 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer fällig – pro Pferd.
In dem Preis enthalten sind pro teilnehmendem Pferd drei Startmöglichkeiten, eine Box, MCP-Gebühr, Mistentsorgung, je eine Akkreditierungen für Reiter, Begleiter, und Besitzer und zwei Sätze Essensmarken für das Reiter- beziehungsweise das Helferzelt. Nicht eingerechnet sind die Anreise und Unterkunft der Reiter.
Je nach Tour und Veranstalter variieren die Preise, so gibt es mehrere Amateurtouren oder einzelne Amateurprüfungen auf renommierten, internationalen Turnieren und meist beginnen die Kosten bei 1.200 Euro pro Pferd. Bei manchen Veranstaltern erhält man für das zweite und dritte Pferd einen Rabatt, bei anderen nicht.
Mit diesen Prüfungen verschafft man sich Zutritt zu einem Teil des Pferdesports, den man sonst nur aus dem Fernsehen kennt – eine tolle Möglichkeit, für die man dann zwar etwas tiefer in die Tasche greifen muss, die einem jedoch auch unvergessliche Momente auf den schönsten Turnierplätzen im In- und Ausland beschert.
ehorses beim Hamburger Derby
Übrigens: Natürlich ist auch ehorses hautnah beim Hamburger Derby mit dabei. Harriet Jensen ist vor Ort und hält Dich auf dem Instagram-Kanal und den Insta-Storys von ehorses auf dem Laufenden.












