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Heu trocknen: So gelingt es sicher und nachhaltig

von Michelle Breitenfeld
Veröffentlicht: Letztes Update am

Anzeige: Heu ist mehr als nur getrocknetes Gras – es ist ein zentrales Futtermittel und ein empfindliches Naturprodukt. Damit es nahrhaft, lagerfähig und schimmelfrei bleibt, muss der Trocknungsprozess gut geplant und durchgeführt werden.

Genau an dieser Stelle unterstützt Burdorf Landmaschinen Landwirte seit Jahrzehnten – mit einer klaren Philosophie: Gutes Heu entsteht nicht erst in der Trocknungsanlage, sondern im Zusammenspiel aus Wiesenpflege, futterschonender Erntetechnik und kontrollierter Trocknung.

In diesem Ratgeber erfährst du Schritt für Schritt, wie hochwertige Heuqualität entsteht – und wie moderne Lösungen wie die MD 1 Rundballen-Heutrocknungsanlage dir Sicherheit, Energieeffizienz und echte Qualitätsvorteile bieten.

Woran erkennst du gutes Heu – und warum ist die Trocknung so wichtig?

Gutes Pferdeheu riecht aromatisch, hat eine grünliche Farbe und eine homogene Struktur und ist frei von Staub und Schimmel.
Damit diese Qualität erhalten bleibt, muss die Technik so futterschonend wie möglich arbeiten. Burdorf setzt daher konsequent auf Mähwerkstechnik, um die empfindliche Struktur der Gräser nicht zu zerstören. Burdorf betont hier beispielsweise regelmäßig:

“Jede mechanische Belastung bedeutet Stress für die Pflanze – also muss die Technik so futterschonend wie möglich arbeiten.”

Das gilt für Aufbereiter, Schwader, Wender und für die spätere Rundballentrocknung.

Die Temperatur: Der entscheidende Faktor

Bei der technischen Trocknung ist die Temperaturführung im Luftkanal das A und O:

  • Optimal: Eine Temperatur von ca. 40 °C ist ideal (neu: Optimalwert eingefügt).
  • Limit: Die Lufttemperatur darf 45 °C im Luftkanal nicht überschreiten (neu: striktes Limit ergänzt).
  • Risiko: Allgemein führen niedrigere oder höhere Temperaturen zu Produkt- und Qualitätsverlusten.

Mit Steuerungstechnik kann die Temperatur heute optional automatisch geregelt werden, um stets im optimalen Bereich zu bleiben.

Heu trocknen: Temperatur kontrollieren der Ballen

Überprüfe regelmäßig die Kerntemperatur der Ballen, um sowohl Schimmelbildung als auch Brandgefahr zu vermeiden.

Schimmelvermeidung durch präzise Feuchtigkeitswerte

Für ein sicheres Produkt gelten klare Grenzwerte:

  • Beim Pressvorgang: Die Restfeuchte sollte 28 % nicht überschreiten (neu: 28%-Wert für Effizienz und Qualität ergänzt).
  • Nach der Trocknung: Das Ziel ist eine Restfeuchte von unter 12 % (geändert: von 15% auf 12% korrigiert).

Wichtig: Verlass dich nicht auf die klassische Handprobe – bei modernem Trocknungsheu ist diese im Vergleich zu Bodenheu oft irreführend.

Wie kann ich Schimmelbildung beim Heu trocknen verhindern?

Wichtig ist, dass das Heu bei der Pressung nicht mehr als 15–20 % Restfeuchtigkeit enthält. Kontrolliere dies mit einem Feuchtemessgerät oder per Handprobe. Zusätzlich sollte das Lager gut belüftet und vor Kondensfeuchtigkeit geschützt sein. Eine regelmäßige Temperaturüberwachung nach der Einlagerung hilft, Probleme frühzeitig zu erkennen.

Technik, die Nährstoffverluste beim Heutrocknen vermeidet

Die Ernte beginnt mit der richtigen Mechanik:

  • Mähen: Burdorf setzt beispielsweise auf saubere Mähwerkstechnik ohne Aufbereiter.
  • Wenden: So wenig wie möglich.
  • Schwaden: Hier kommen je nach Region unterschiedliche Techniken zum Einsatz 
Heu trocknen: Traktor mäht Wiese

Gute Maschinen zum Mähen, Wenden und Pressen sind entscheidend für eine optimale Heutrocknung und Lagerung.

Futterschonend mähen

Burdorf setzt beim Mähen auf Walzenaufbereiter. Diese drücken die Stängel lediglich an, statt sie zu zerreißen. Dadurch bleiben wertvolle Blattanteile erhalten, die Trocknungsdauer verkürzt sich und Bröckelverluste werden deutlich reduziert – ein echter Vorteil für pferdegerechtes, strukturreiches Heu.

Richtig wenden – nicht zu oft, nicht zu wenig

Beim Wenden gilt: so wenig wie möglich, so viel wie nötig. Zu häufiges Wenden führt zum Verlust feiner Blattmasse, zu seltenes begünstigt Schimmel. Burdorf empfiehlt deshalb einen ersten Wendevorgang kurz nach dem Mähen und einen zweiten rund 24 Stunden später, abhängig von Wetter und Pflanzenbestand.

Sauber schwaden ohne Bodenkontakt

Statt klassischer Bodenschwader nutzt Burdorf Pick-Up-Schwader, die das Futter aufnehmen, ohne es über den Boden zu schleifen. Das reduziert Rohasche, Steine und Sand im Heu – und schont gleichzeitig die Tiere, deren Atemwege und Stoffwechsel sensibel auf Verschmutzungen reagieren. Außerdem sinken Bröckelverluste deutlich, was die Futterqualität weiter steigert.

Klingt spannend? Erfahre hier mehr über die Landmaschinen von Burdorf:

Warum Pferde anderes Heu brauchen – und was beim Pflanzenbestand wirklich zählt

Pferde benötigen ein rohfaserreiches Grundfutter.

  • Artenreich statt Kräuterreich: Ein guter Pferdebestand sollte primär artenreich sein, z. B. mit Lieschgras 
  • Optionale Mischungen: Anstatt Kräuter standardmäßig einzuplanen, können bei Burdorf spezielle Gemische optional auf Wunsch beigefügt werden 
  • Wiesenpflege: Die Erneuerung beginnt mit einer speziell zugeschnittenen Grassamen-Mischung vor der Wiesenpflege. Burdorf nutzt dafür Nachsaattechnik verschiedener Hersteller

Warum ist der richtige Erntezeitpunkt so wichtig für gute Heuqualität?

Die Heuernte startet idealerweise, wenn die meisten Gräser in der Ähren- oder Rispenbildung stehen – dann sind Energie- und Eiweißgehalt am höchsten. Schneidest du zu spät, verholzt das Gras, verliert Nährstoffe und wird von Tieren schlechter verwertet. Plane mehrere regenfreie Tage ein, beachte die morgendliche Taunässe und nutze stabiles Wetter konsequent aus.

Das Zeitfenster entscheidet:

  • Zu früh: Die Menge und der Strukturanteil sind noch zu gering.
  • Zu spät: Die Gefahr für Schadkeimbildung wächst massiv an

Schritt für Schritt: Von der Wiese bis zur Heulagerung

  • Mähen: Bei trockenem Wetter und optimalem Vegetationszeitpunkt schneiden.

  • Vortrocknen & Wenden: Nach wenigen Stunden oder am Folgetag wenden, um eine gleichmäßige Trocknung zu erzielen.

  • Trocknung kontrollieren: Mit Handprobe (raschelt, bricht) oder Feuchtemessgerät prüfen.

  • Pressen: Bei 15–20 % Restfeuchte pressen – nicht zu früh, nicht zu spät.

  • Lagern: Ballen trocken, luftig und regelmäßig kontrolliert einlagern.

Warum macht die Vortrocknung auf dem Feld so viel aus?

Eine gute Vortrocknung (auf ca. 30–40 % Restfeuchte) reduziert die spätere Lagerzeit, minimiert Schimmelrisiken und erhält wichtige Nährstoffe. Optimal sind trocken-warme Witterung und regelmäßiges Wenden in den ersten 48 Stunden.

Die Heuzeit fällt je nach Region zwischen Mai und Juli. Wichtig ist ein trockenes, stabiles Wetterfenster von mindestens drei regenfreien Tagen. Ideal sind 20–30 °C und eine leichte Brise. Bei unsicherer Wetterlage helfen kürzere Trocknungsphasen oder technische Unterstützung.

Hier beginnt die Rolle moderner Trocknungstechnik.

Moderne Lösung für mehr Planungssicherheit: Die MD 1 Rundballen-Heutrocknungsanlage von Burdorf

Immer kürzere Wetterfenster und steigende Qualitätsanforderungen machen es heute schwer, wirklich zuverlässiges und pferdegerechtes Heu zu produzieren. Die MD 1 Rundballen-Heutrocknungsanlage von Burdorf ist eine moderne Lösung mit einem effizienten Wirkungsgrad. Sie bietet Sicherheit in immer kürzeren Wetterfenstern.
Der Ablauf mit System:

  • Wiesenpflege: Start mit spezieller Grassamen-Mischung.
  • Ernte: Futterschonendes Mähen.
  • Pressen: Bei max. 28 % Restfeuchte für optimale Energieeffizienz.
  • Trocknen: Kontrolliert bei ca. 40 °C (max. 45 °C).
  • Lagern: Bei unter 12 % Restfeuchte einlagern.

Burdorf verfolgt dabei eine klare Philosophie: „Technik muss Heu schützen – nicht zerstören.“

Die Anlage unterstützt genau das: weniger Nährstoffverlust, weniger Risiko und mehr Kontrolle. Statt den gesamten Prozess umzubauen, ergänzt die Anlage die bestehende Erntekette ideal. Der Ablauf bleibt vertraut, wird aber deutlich sicherer:

Für Pferdehalter, Sportställe und Züchter bedeutet das: weniger Unsicherheit, weniger Verluste – und Heu in einer Qualität, die dauerhaft gesund hält.

Was du dir merken solltest: Erfolgreiches Heu trocknen ist Planungssache

Heu trocknen ist ein vielschichtiger Prozess, der nicht nur Wetterglück, sondern vor allem Erfahrung und Präzision erfordert. Die wichtigsten Hebel für hohe Qualität sind:

  • Ein optimales Timing bei Schnitt und Ernte,
  • Die angepasste technische Unterstützung durch Wender, Presse und Lagertechnik,
  • Ein sorgfältiger Blick auf Temperatur, Feuchte und Belüftung.
Heu trocknen: Heuballen gestapelt unter Planen

Sorge dafür, dass die Ballen stets trocken und gut belüftet lagern.

Ob im kleinen Betrieb oder im professionellen Landwirtschaftsbetrieb: Wer den Ablauf gut plant, regelmäßig kontrolliert und auf Details achtet, sichert sich hochwertige, nährstoffreiche Futterreserven für den Stall.

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