Hilfe, wer haftet bei einem Pferdetritt?

Anzeige: Der Umgang mit Pferden ist wunderschön, aber manchmal auch nicht ganz ungefährlich. Beispielsweise kann ein Pferd durch ein Missverständnis austreten und Dich treffen – oder sogar andere Personen oder Tiere. So ein Pferdetritt kann zu schweren Verletzungen führen. Doch wer haftet in diesem Fall? In diesem Artikel klären wir Dich darüber auf!

Die Verletzungsrisiken beim Umgang mit Pferden

Auch wenn wir unsere Pferde über alles lieben und auch mal die ein oder andere Kuscheleinheit mit ihnen genießen, muss man sich darüber bewusst sein, dass es auch “mächtige” Tiere sind. So manch einer staunt, wenn er neben einem Pferd steht, da sie uns an Masse und Größe überragen. Das solltest Du im Umgang mit Pferden nie vergessen!

Es kann passieren, dass ein Pferd (unabsichtlich) austritt und Dich dabei trifft. Da die Fellnasen sehr viel Kraft in ihren Beinen besitzen, kann das ganz schön weh tun. Mit etwas Glück kommst Du mit einem großen blauen Fleck davon, doch Du kannst auch schwerere Verletzungen von einem Pferdetritt davontragen. Trifft Dich beispielsweise ein Vierbeiner, der auch noch mit Hufeisen ausgestattet ist, direkt am Knie, kann das durchaus zu schlimmen Verletzungen führen.

Daneben kann es vorkommen, dass Du von einem anderen Pferd getreten wirst, wenn Du hinter diesem her gehst. Oder ein Mitreiter wird von Deiner Fellnase getreten, während er Dein Pferd versorgt. Dann steht im schlimmsten Fall ein hohes Schmerzensgeld/ein hoher Schadensersatz an, wenn der Mitreiter beispielsweise operiert wird und aufgrund dessen für längere Zeit nicht arbeiten kann.

Darüber hinaus können auch andere Vierbeiner durch einen Pferdetritt Blessuren davontragen. Stehen zwei Pferde zum Beispiel auf der Stallgasse nebeneinander und die eine Fellnase tritt die andere, kann das getretene Pferd sich schwer verletzen. Unter Umständen muss es dann sogar zur Behandlung in eine Tierklinik, was in den meisten Fällen mit hohen Kosten verbunden ist.

Pferdetritt – Wer haftet jetzt?

Nach einem Pferdetritt mit schwerwiegenden Folgen stellt sich die Frage: Wer haftet in diesem Fall? Wer trägt die Kosten, wenn ein Pferd durch einen Tritt einen Schaden verursacht hat? 

In so einer Situation ist es gut, wenn Du eine Tierhalterhaftpflichtversicherung abgeschlossen hast. Diese schützt vor finanziellen Folgen von Personen-, Sach- und Vermögensschäden, befriedigt die berechtigten Ansprüche eines Geschädigten und wehrt unberechtigte Ansprüche ab.

Mit einer solchen Versicherung sind Tierhalter optimal abgesichert, auch wenn das Pferd beispielsweise mal austritt und man selber oder eine andere Person getroffen wird. Auf diese Weise ist der Tierhüter auf einen „worst case“ vorbereitet, denn schließlich haftet er im Regelfall für Schäden, die sein Tier anderen zufügt – und das in unbegrenzter Höhe.

Versicherungsmöglichkeiten für Pferdetritte

Bist Du auf der Suche nach einer Versicherungsmöglichkeit, um Dich beispielsweise im Falle eines Pferdetrittes richtig abzusichern, empfehlen wir Dir die Tierhalterhaftpflichtversicherung der R+V. Dort stehen Dir verschiedene Tarife für Verfügung, die eine Versicherungssumme für Personen-, Sach- und Vermögensschäden von bis zu 50 Millionen Euro abdecken und darüber hinaus Leistungen wie Tierhalterisiko, Mitversicherung des Fremdreiterrisikos, Mitversicherung der Reitbeteiligung und zahlreiche andere Dinge beinhalten.

Konkret gibt es zwei Modelle, die folgende Leistung anbieten:

Tierhalterhaftpflicht-Versicherung classic

  • pauschale Versicherungssumme für Personen-, Sach- und Vermögensschäden von bis zu 15 Mio. EUR
  • Tierhalterrisiko, nicht gewerbsmäßige Tierhüterrisiko
  • Mitversicherung des Fremdreiterrisikos
  • Mitversicherung der Reitbeteiligung inkl. deren Ansprüche gegenüber dem Versicherungsnehmer
  • Schäden aus einem ungewollten Deckakt
  • Schutz für zwei Jahre bei vorübergehenden Auslandsaufenthalten weltweit
  • Umweltschadensversicherung in der Höhe von bis zu 3 Mio. EUR
  • Eigenschutz Plus von bis zu 3 Mio. EUR
  • Mitversicherung von Fohlen ab dem Geburt bis zum Ende des erstes Lebensjahres
  • Mietschäden an Stallungen, Einfriedungen und Boxen bis zu 300.000 EUR
  • Mietschäden an Pferdetransportanhängern und Pferdetransport-LKW bis zu 3.000 EUR
  • Reiten/Führen ohne Zaumzeug, Trense und/oder Sattel

Tierhalterhaftpflicht-Versicherung comfort

  • pauschale Versicherungssumme für Personen-, Sach- und Vermögensschäden von bis zu 50 Mio. EUR
  • Tierhalterrisiko, nicht gewerbsmäßige Tierhüterrisiko
  • Mitversicherung des Fremdreiterrisikos
  • Mitversicherung der Reitbeteiligung inkl. deren Ansprüche gegenüber dem Versicherungsnehmer
  • Schäden aus einem ungewollten Deckakt.
  • Schutz für fünf Jahre bei vorübergehenden Auslandsaufenthalten weltweit
  • Umweltschadensversicherung in der Höhe von bis zu 10 Mio. EUR
  • Eigenschutz Plus von bis zu 10 Mio. EUR
  • Mitversicherung von Fohlen ab dem Geburt bis zum Ende des erstes Lebensjahres
  • Mietschäden an Stallungen, Einfriedungen und Boxen bis zu 1 Mio. EUR
  • Reiten/Führen ohne Zaumzeug, Trense und/oder Sattel
  • Mietschäden an Pferdetransportanhängern und Pferdetransport-LKW bis zu 10.000 EUR
  • Schäden aus gewolltem Deckakt
  • Mietschäden aus sonstigen beweglichen Sachen bis zu 10.000 EUR
  • Rettungs- und Bergungskosten bis 10.000 EUR

Noch mehr wertvolle Infos rund um das Thema Versicherung findest Du in unserem Artikel Was kostet eine Pferde OP-Versicherung.

Dipl.-Ing. agrar Ulrike Seim

Dipl.-Ing. agrar Ulrike Seim

Als Expertin bei R+V zuständig für das Pferdemanagement in der Direktion Wiesbaden.

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