Home NewsWunder im Okavango-Delta: Hengst überlebt Angriff eines Krokodils

Wunder im Okavango-Delta: Hengst überlebt Angriff eines Krokodils

von Michelle Breitenfeld

Beim Tränken an einem Fluss im abgelegenen Okavango-Delta schlug ein Krokodil zu. Obwohl solche Attacken für Raubtiere meist tödlich enden, konnte sich ein Hengst namens Hunter befreien. Dank eines ehrenamtlichen Tierärzteteams und seiner Besitzerin ist das Pferd wieder vollständig genesen.

Gefährlicher Moment am Flussufer

Pferdehalter scherzen oft darüber, dass ihre Tiere in jeder größeren Wasserpfütze ein Krokodil vermuten. Für den Hengst Hunter im afrikanischen Botswana wurde dieses Szenario jedoch zur blutigen Realität. Als das Tier an einem Fluss im Okavango-Delta trinken wollte, schoss ein Krokodil aus dem Wasser und biss zu.

Typischerweise versuchen Krokodile ihre Beute durch das Schließen ihrer Kiefer festzuhalten und sie durch Unterwasserdrehungen zu ertränken. Hunter gelang jedoch das Unmögliche: Er konnte dem Raubtier entkommen, trug dabei allerdings eine schwere Verletzung an einem der Hinterbeine davon.

Rettungsaktion am Straßenrand

Dass die Geschichte für das Tier gut ausging, ist einem glücklichen Zufall und engagierten Helfern zu verdanken. Ein medizinisches Team der Organisation Maun Animal Welfare Society war in der abgelegenen Region unterwegs, um Tiere in isolierten Dörfern zu versorgen. Der Besitzer des Pferdes erfuhr von der Ankunft der Tierärzte, fing das Team am Straßenrand ab und bat um Hilfe.

Hunter sei ein unverzichtbares Pferd. Die Tierärztin Wendy Furness reinigte die infizierte Wunde, versorgte das Bein und stattete den Besitzer mit den notwendigen Medikamenten, Schmerzmitteln und Pflegemitteln aus.

Vollständige Genesung trotz schwieriger Bedingungen

Neben der medizinischen Erstversorgung spielte die Nachsorge die wichtigste Rolle für das Überleben des Pferdes. Unter den erschwerten Bedingungen des afrikanischen Busches pflegte der Besitzer seinen Hengst über Wochen hinweg. Ein aktuelles Foto der Tierschutzorganisation bestätigt nun die vollständige Heilung der Wunde. Insgesamt konnten während des einwöchigen Hilfseinsatzes über 750 Tiere medizinisch versorgt werden.

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