Home NewsSchock-Fund: Preisgekröntes Rennpferd als „Rindfleisch“ serviert

Schock-Fund: Preisgekröntes Rennpferd als „Rindfleisch“ serviert

von Michelle Breitenfeld

In der türkischen Stadt Mersin hat ein Vorfall für Entsetzen gesorgt, der klingt wie aus einem Kriminalroman. Was als normales Mittagessen in einer kommunalen Suppenküche begann, endete in einem handfesten Skandal um Lebensmittelbetrug und das tragische Schicksal eines englischen Vollbluts.

Mikrochip im Fleischgericht entdeckt

Der Fall kam ans Licht, als ein Gast beim Verzehr von „Kavurma“, einem traditionellen Fleischgericht, auf einen harten, technisch aussehenden Gegenstand stieß. Sofort eingeschaltete Ermittler des Landwirtschaftsministeriums machten eine schockierende Entdeckung: Bei dem Fundstück handelte es sich um den Identifikations-Mikrochip des Rennpferds „Smart Latch“. Analysen des Essens bestätigten daraufhin, dass das Gericht kein Lamm oder Rind enthielt, sondern Pferdefleisch.

Vom Siegerpodest zum Schlachter

Die englische Vollblutstute „Smart Latch“ war kein unbekanntes Tier. In der nahegelegenen Stadt Adana hatte sie mehrfach Pferderennen gewonnen. Nach einer Beinverletzung und der Diagnose einer Gebärmutterinsuffizienz, die eine spätere Zucht unmöglich machte, wurde sie im Oktober 2025 offiziell in den Ruhestand verabschiedet.

Rätsel um den Verbleib des Tieres

Der frühere Besitzer geriet schnell ins Visier der Ermittler. Er gab an, die Stute nach ihrer aktiven Karriere für die Zucht eingeplant zu haben. Als ein Tierarzt jedoch eine Gebärmutterinsuffizienz feststellte, habe er sich entschieden, das Pferd einem örtlichen Reitverein zu schenken. Der Vorbesitzer behauptet, eine Spedition mit dem Transport beauftragt zu haben und bis zum Anruf der Behörden davon ausgegangen zu sein, dass Smart Latch dort wohlauf sei.

Als Rindfleisch etikettiert und verkauft

Die Ermittler zeichnen jedoch ein anderes Bild: Die Stute kam offenbar nie beim Reitverein an, sondern wurde direkt zum Schlachter gebracht. Das Fleisch wurde anschließend fälschlich als Rindfleisch etikettiert und an ein Unternehmen verkauft, das die Suppenküche belieferte.

Geldstrafe für den Vorbesitzer

Obwohl dem Vorbesitzer die Schlachtung des Tieres nicht direkt nachgewiesen werden konnte, wurde er zur Kasse gebeten. Er erhielt eine Geldstrafe von 132.000 Türkischen Lira (ca. 2.600 Euro), da er die angebliche Schenkung des Pferdes nicht ordnungsgemäß gemeldet hatte. Der Vorbesitzer zeigte sich gegenüber den Medien am Boden zerstört: „Wir sind sehr unglücklich“, betonte er. Er habe der Stute nach ihrer erfolgreichen Zeit auf der Rennbahn ein schönes Zuhause ermöglichen wollen.

Quelle: t-online.de

Dein direkter Draht zur Pferdewelt!

Mit unserem Newsletter für Pferdebegeisterte.

Schreibe einen Kommentar

* Mit der Nutzung der Kommentarfunktion erklärst Du Dich mit der Speicherung und Verarbeitung Deiner Daten durch diese Website einverstanden.