Pferd ist tot – Wenn das geliebte Pferd stirbt

Anzeige: Genauso wie Hunde oder Katzen begleiten uns Pferde seit Jahrtausenden als Haustiere. Sie liegen uns am Herzen, sind gute Freunde und Teil der Familie. Es ist ein schmerzlicher Gedanke, wenn das eigene Pferd eines Tages stirbt. In den meisten Fällen muss der Mensch entscheiden, wann es an der Zeit ist. Lieben und Loslassen gehört unausweichlich zusammen. Um in dieser Situation die Ruhe für einen würdevollen Abschied zu haben und keine übereilte Entscheidung über den Verbleib des Tieres zu treffen, ist es ratsam, sich dem Thema „Tod vom Pferd“ frühzeitig zu widmen.

Was passiert mit einem Pferd, wenn es stirbt?

Sobald ein Pferd gestorben ist, setzen die Stoffwechselfunktionen seines Körpers aus. Nach ein bis zwei Tagen beginnt der sogenannte Verwesungsprozess, dessen Dauer vor allem von der Umgebungstemperatur und der Sauerstoffzufuhr abhängen. Hohe Außentemperaturen beschleunigen den Prozess des Verwesens wesentlich. Starke Geruchsbildung, Ungezieferbefall und Gärungsprozesse im Darm gehen mit dem Verwesungsprozess einher. Dementsprechend ist es ratsam, das Tier nach seinem Versterben schnell durch die Tierbestattung oder einen Abdecker abtransportieren zu lassen. Ein bereits verstorbenes Pferd kann nicht durch einen Schlachter abtransportiert werden. Achtung: Der Abtransport eines verstorbenen Pferdes von einem Abdecker ist kein schöner Anblick, in diesem Fall ist es ratsam, sich schon vorher von dem Pferd zu verabschieden.

Pferd einschläfern – Vorbereitung auf die Euthanasie des Pferdes

Was früher ein filigranes und zerbrechliches Fohlen war, ist im Laufe der Zeit zu einem stattlichen Vierbeiner herangewachsen. Es ist erleichternd, wenn sich das Pferd bester Gesundheit erfreut, in Würde altert und schlussendlich eines natürlichen Todes stirbt. Leider müssen sich Pferdehalter oftmals mit der Situation auseinandersetzen, dass das Pferd verunfallt, an einem beeinträchtigenden Gebrechen oder einer unheilbaren Krankheit leidet. Um dem Pferd unnötiges Leid und weitere Schmerzen zu ersparen, muss der Mensch entscheiden, ob und wann er das Pferd einschläfern lässt.

Pferd tot: Pferd bei Sonnenuntergang auf einer Wiese
Um dem Pferd unnötiges Leid und weitere Schmerzen zu ersparen, muss der Mensch entscheiden, ob und wann er das Pferd einschläfern lässt.

Pferd einschläfern – Wann ist der richtige Zeitpunkt, ein Pferd einschläfern zu lassen?

Leider müssen Pferde in den meisten Fällen erlöst werden und sterben keines natürlichen Todes. Das Tier soll keinem unnötigem Leid ausgesetzt werden, weshalb Pferdehalter die unausweichliche Entscheidung über den Tod des Tieres fällen müssen. Wenn die Lebensqualität des Pferdes maßgeblich beeinträchtigt ist und die Lebensfreude schwinden ist es an der Zeit. Die fachkundige Meinung eines Tierarztes hilft bei der Entscheidungsfindung. Dieser wird eine ehrliche Prognose abgeben. Diese Gründe sprechen für die Euthanasie und werden vom Tierarzt zur Entscheidungsfindung herangezogen:

  • das Pferd ist sterbenskrank
  • das neugeborene Fohlen hat starke Fehlbildungen und ist nicht lebensfähig
  • das Pferd ist schwer verletzt
  • das Pferd leidet an einer unheilbaren, übertragbaren Infektionskrankheit
  • das Pferd leidet an einer chronischen oder unheilbaren Krankheit, die starke Schmerzen verursacht
  • das Pferd verhält sich unberechenbar, besonders aggressiv und gefährlich
  • das Pferd leidet an einer inoperablen Kolik
  • das Pferd ist zu alt und zu schwach
  • es entstehen untragbare oder sehr hohe Behandlungskosten für das Pferd

Pferd einschläfern – Euthanasie in einer Ausnahmesituation

Sollte sich ein Pferd in akuter Behandlung in einer Tierarztpraxis oder -klinik befinden und die behandelnden Tierärzte stehen vor der Entscheidung – Leben oder Tod – so können die Ärzte diese Entscheidung eigenmächtig fällen. Voraussetzung ist immer, dass es sich um einen dramatischen Verlauf der Behandlung handelt und das der Pferdehalter oder Eigentümer nicht anwesend oder zu erreichen ist.

Pferd einschläfern – Wenn die Entscheidung zur Euthanasie des Pferdes getroffen ist

Sobald die Entscheidung das Pferd einschläfern zu lassen getroffen ist, müssen sich Pferdehalter einigen organisatorischen Fragen stellen.

  1. Wann soll das Pferd eingeschläfert werden: Terminabstimmung mit dem zuständigen Tierarzt (dieser muss über die Krankheitsgeschichte des Pferdes informiert sein)
  2. Wo soll das Pferd eingeschläfert werden: Kann das Pferd problemlos von einem Tierbestatter oder einem Abdecker abtransportiert werden?
  3. Verbleib des toten Pferdes: Soll das Pferd dem Schlachter, dem Abdecker oder einem Tierbestatter übergeben werden? Für die Einäscherung in einem Pferdekrematorium muss eine Ausnahmegenehmigung vom zuständigen Veterinäramt eingeholt werden.
  4. Informieren über die anstehende Euthanasie: Der Stallbesitzer sollte vor der Euthanasie des Pferdes in Kenntnis gesetzt werden. Außerdem sollte die Versicherungsgesellschaft informiert werden, insofern, das Tier versichert war.
  5. Emotionaler Beistand: Familie und nahestehenden Freunde, können während der Einschläferung Beistand leisten und bei der Organisation unterstützen.

Pferd einschläfern – Kosten für die Einschläferung eines Pferdes

Das Pferd einschläfern zu lassen ist mit Kosten verbunden. Die Kosten für die Euthanasie eines Pferdes variieren und hängen von diversen Faktoren ab.

  • Muss der Tierarzt zur Euthanasie anreisen?
  • Findet die Einschläferung des Pferdes an Wochenend- oder Feiertagen statt?
  • Wie viel Beruhigungsmittel muss der Tierarzt zur Einschläferung verabreichen?

In der Regel belaufen sich die Kosten für die bloße Euthanasie auf ca. 200€. Nach einer Euthanasie kann das Pferd grundsätzlich keinem Schlachthof übergeben werden, da es aufgrund der Medikamente für den Verzehr ungeeignet ist.

Pferd tot: Fuchsfarbendes Pferd vor schwarzem Hintergrund
In der Regel belaufen sich die Kosten für die bloße Euthanasie auf ca. 200€

Pferd einschläfern – Wo ist der richtige Ort für die Einschläferung

Da Pferde Herdentiere sind, ist der beste Ort für die Euthanasie, der heimische Hof oder Stall. Auch wenn es aus logistischen Gründen einfacher erscheint, die Tierarztpraxis, -klinik oder den Tierbestatter zu wählen, um dort das Pferd einzuschläfern zu lassen; ist die Situation vor der Euthanasie mit Stress und Angst verbunden. Das Pferd kann sich untypisch verhalten und unvorhersehbare Vorkommnisse können daraus resultieren. Der Abschied vom Pferd wird auch dem Pferdehalter leichter fallen, wenn dieser seinem Pferd Beistand leisten und es in gewohnter Umgebung stressfrei einschlafen lassen kann.

Pferd einschläfern – Euthanasie Ablauf bei Pferden

Dem Pferd werden Medikamente zur Beruhigung und ein hochdosiertes Betäubungsmittel verabreicht, meist über einen Venenkatheter. Sobald die Wirkung einsetzt, fällt das Pferd zu Boden, spürt dabei aber keinerlei Schmerz. Anschließend erfolgt eine weitere Injektion, die den Herzstillstand des Pferdes einleitet. Die Narkose ist eine weitere Alternative zur Beruhigung und Vorbereitung, bevor man das Pferd einschläfern lässt. Hierbei legt sich das Pferd langsam zu Boden und läuft nicht Gefahr, sich beim Sturz zu verletzen. Sollte es nach der Euthanasie zu ruckartigen Bewegungen kommen, handelt es sich hierbei um muskuläre Reflexe. Das Pferd ist tot, die Bewegungen werden nicht vom Gehirn gesteuert.

Woran muss man denken, wenn das Pferd stirbt?

Wenn ein Pferd verstirbt, muss der Equidenpass (Pferdepass) vorliegen, dieser muss immer beim Pferd bleiben, egal ob sich für eine Bestattung, den Weg zum Abdecker oder den Schlachter entschieden wird. Bei der Bestattung eines Pferdes, muss der Equidenpass vorliegen, um die Identität des Pferdes zu bestätigen. Pferdehalter müssen nach dem Tod des Pferdes den Antrag auf Ausnahmegenehmigung ausfüllen, wodurch die Befreiung von der Beseitigungspflicht tierischer Nebenprodukte erteilt werden kann. Dieses Formular wird beim zuständigen Veterinäramt eingereicht und auch vom selbigen erteilt. Tierbestatter unterstützen bei diesem Vorgang, um Pferdehaltern Stress und Sorgen zu ersparen.

Verbleib des toten Pferdes – Rechtliche Hinweise

Sofern das Pferd zu Lebzeiten keinem Schlachthof übergeben wird unterliegt der Körper der Beseitigungspflicht aufgrund des Gesetzes zur Vorbeugung vor und Bekämpfung von Tierseuchen. Für die ordnungsgemäße Beseitigung von tierischen Nebenprodukten ist der Kreis zuständig, der diese Verpflichtung in der Regel einer Tierkörperbeseitigungsanstalt überträgt. Seit 2017 gibt es in Deutschland die offizielle Möglichkeit, die Einäscherung von Pferden zu beauftragen.

Pferd schlachten – Darf ich mein Pferd einem Schlachter übergeben?

Nur wenn das Pferd im Equidenpass als Schlachtpferd eingetragen ist, kann es zur Lebensmittelgewinnung an eine Pferdemetzgerei übergeben werden. Alternativ besteht diese Möglichkeit nicht. Pferdemetzgereien unterliegen strengen Auflagen. Pferde, die mit Medikamenten behandelt werden oder wurden, dürfen nicht geschlachtet werden.

Was passiert mit dem Pferdepass, wenn das Pferd stirbt?

Der Pferdepass begleitet das Pferd auf seinem Weg, auch wenn das Pferd gestorben ist. Der Pferdepass muss vor der Übergabe an die Tierbestattung oder einen Schlachter abgestempelt und mitgegeben werden. Nach der Einäscherung oder der Schlachtung wird der Pass an die vergebende Stelle ausgehändigt.

Totes Pferd entsorgen – Muss ich mein Pferd dem Abdecker übergeben?

Da Tierkörper der Beseitigungspflicht unterliegen, hatten Pferdehalter in Deutschland bis Dezember 2017 nur die Möglichkeiten, das Pferd lebendig einem Schlachtbetrieb oder tot einem Abdecker zu übergeben. Das Pferd in einem Waldstück oder im eigenen Garten zu bestatten ist verboten. Es besteht aber nicht die Pflicht, dass man sein Pferd dem Abdecker übergeben muss.

Pferd bestatten – Darf ich mein Pferd kremieren?

Seit Dezember 2017 besteht laut Gesetz die offizielle Möglichkeit einer Equidenkremierung (Einäscherung von Pferden). Diese ermöglicht eine Ausnahme von der Verpflichtung zur Entsorgung von Equiden (Pferde/Esel/Ponys) und Zebroiden in einer Tierkörperbeseitigungsanstalt. Das zuständige Veterinäramt muss in diesem Fall eine Ausnahmegenehmigung erteilen. Fortan hatten und haben Pferdehalter die Möglichkeit, ihrem geliebten Pferd einen würdevollen Abschied zu ermöglichen und die Dienste von Tierbestattern in Anspruch zu nehmen.

Pferd tot – Der Weg zum Schlachter

Schlachtpferde werden lebendig einem Schlachter übertragen. Im Schlachtbetrieb angekommen, setzt der Pferdeschlachter einen Bolzenschussapparat mittig auf der Stirn des Pferdes an und löst den Schuss aus. Der Bolzen dringt in das Gehirn ein und sorgt für den unmittelbaren Hirntod. Das Pferd spürt keinen Schmerz. Über einen Stich in die Brust blutet das Pferd aus, bis durch den eintretenden Herzstillstand das Pferd tot ist.

Pferd tot – Der Weg zum Abdecker

Wenn das Pferd tot ist, wird der Körper des Pferdes von der sog. Tierkörperverwertung üblicherweise mithilfe eines Greifarms in einem Container mit anderen toten Tieren abgelegt. Dieser Container wird anschließend an eine Tierkörperbeseitigungsanstalt überführt, wo die Tierkörper und Schlachtabfälle unter anderem zu Tiermehl, Fleischmehl, Tierfett weiterverarbeitet werden oder in Biogasanlagen vergären.

Kann ein totes Pferd platzen?

Nicht selten taucht die Frage auf, ob ein totes Pferd platzen kann. So unschön diese Vorstellung ist; dieser Fall kann tatsächlich eintreten. Wenn ein Pferd gestorben ist und nicht rechtzeitig abtransportiert wird, warmen Temperaturen ausgesetzt und keine veterinärrechtlich geschulte Person vor Ort ist, die den Verwesungsstatus prüft, besteht die Gefahr, dass die Bauchdecke ausreist oder sogar platzt. Gärungsprozess im Darm füllen den Bauchraum mit Gasen, die den Körper aufblähen. Durch das Anschneiden oder die Punktion des Darms kann so eine Situation verhindert werden.

Pferd tot – Würdevoller Abschied bei der Tierbestattung

Wenn ein Pferd tot ist, kann in den Niederlanden und Frankreich dieses bereits seit geraumer Zeit bestattet werden. In Deutschland ist diese Form der Verabschiedung erst seit Dezember 2017 zulässig. Mit der Gesetztes Änderung haben nun auch Pferdehalter die Möglichkeit, sich respektvoll von ihrem Tier zu verabschieden.

Möglichkeiten der Pferdebestattung – Erdbestattung auf einem Mensch-Tierfriedhof

Europaweit gibt es nur wenige Tierfriedhöfe, welche die Erdbestattung von Pferden ermöglichen. Pferd und Halter können jedoch auch innerhalb Deutschlands gemeinsam auf einem sog. Mensch-Tierfriedhof bestattet werden. In diesem Fall wird die Asche des Pferdes nach einer Einäscherung in einem Grab neben dem des Halters beigesetzt.

Möglichkeiten der Pferdebestattung – Erdbestattung im eigenen Garten

Auch wenn die Bestattung von Kleintieren im eigenen Garten unter der Einhaltung von Auflagen erlaubt ist, besteht für Pferde leider nicht diese Möglichkeit. Es ist vom Gesetz her nicht gestattet, Großtiere im eigenen Garten zu begraben. Pferde müssen entweder entsorgt, dem Schlachter übergeben oder in die Obhut eines Tierbestatters übergeben werden.

Möglichkeiten der Pferdebestattung – Kremierung in einem Pferdekrematorium

Ein Tier- oder Pferdekrematorium ist ein Ort, an dem Tiere eingeäschert werden können. Die Bestattung von Hunden und Katzen in Form einer Feuerbestattung existiert schon seit vielen Jahren.

Pferde hingegen können erst seit Dezember 2017 eingeäschert werden. Jetzt haben auch Pferdehalter die Möglichkeit gebührend Abschied zu nehmen. Pferde sind für viele Menschen Haustiere, sportliche Begleiter und geliebte Familienmitglieder. Pferdehalter wollen Ihre verstorbenen Lieblinge angemessen auf ihrem letzten Weg begleiten und sie auch nach ihrem Tod gut umsorgt wissen, ein Pferdekrematorium bietet eben diese Möglichkeit. Nach der Kremierung kann die Asche mit nach Hause genommen werden, um sie dort zu bestatten oder aufzubewahren.

Kann jedes Pferd eingeäschert werden?

Grundsätzlich kann jedes Pferd eingeäschert werden, sowohl ein kleines Shetlandpony als auch ein ausgewachsenes Shire Horse. Dabei darf das Pferd nicht an einer anzeigepflichtigen Tierseuche gelitten haben. In diesem Fall ist eine Einäscherung in einem Pferdekrematorium nicht möglich.

Umgang mit Trauer – Andenken an ein geliebtes Pferd

Nach der Kremierung im Pferdekrematorium können Pferdehalter die Asche in einer Urne mit nach Hause nehmen, die Urne an einem privaten Ort beisetzen, in der Natur verstreuen oder einen Baum auf ihr pflanzen. Asche und Schweifhaar können zu einzigartigen Schmuckstücken weiterverarbeitet werden.

Dem Pferdehalter bieten sich viele Möglichkeiten, seine Wünsche und Vorstellungen einfließen und umsetzen zu lassen. Möglichkeiten, die bei dem Verlust und der Trauerbewältigung helfen. Der Pferdehalter findet zudem Trost und Kraft durch den Beistand des einfühlsamen Tierbestatters, wenn gewünscht.

Umgang mit Trauer – Nach dem Tod des geliebten Pferdes

Die Trauer über den Verlust eines geliebten Tieres ist etwas ganz Selbstverständliches, da es schon zu Lebzeiten Teil der Familie war. Die Zeit der Trauer dauert bei jedem Menschen unterschiedlich lange an. Familie, Freunde oder Gleichgesinnte können bei der Trauerbewältigung unterstützen und Beistand leisten. Rituale geben Kraft und helfen, über den Verlust hinwegzukommen, ob durch das Führen eines Tagebuches oder den regelmäßigen Besuch der Grabstätte. Trauer ist ein individueller Prozess.

Umgang mit Trauer – Umgang mit trauernden Pferdehaltern

Trauer hat verschiedenste Ausprägungen: einige Menschen möchten alleine sein, andere lenken sich ab, wieder andere möchten reden oder finden keine Worte. Familie und echte Freunde sind in der besonders schmerzlichen Phase des Abschiedes da – hören zu, bieten sich immer wieder an und unterstützen. Auch ohne selbst Pferdehalter zu sein und der Verlust nicht nachempfunden werden kann darf die Trauer nicht relativiert oder ins Verhältnis gesetzt werden. Denn das verstorbene Pferd wurde von seinem Halter geliebt und umsorgt, es war ein Familienmitglied und ein guter Freund. Floskeln und nett gemeinte Sprüche wie „das Leben geht weiter“ helfen in dieser Situation nicht. Die Hilfe muss aufrichtig von Herzen kommen. Denn wie bei jedem Verlust kann nur die Zeit und aufrichtiger Beistand die Wunden heilen.

Umgang mit Trauer – Beistand beim Verlust eines Pferdes

Folgende Punkte sollten beachtet werden, wenn einem Pferdehalter in der schmerzlichen Phase der Trauer Beistand geleistet wird:

  • Egal ob der Tod des Pferdes unerwartet kommt oder mit einem langen Leidensweg einhergeht, der Verlust ist immer eine traurige Angelegenheit.
  • Vermeidung von lockeren Sprüchen, die der Aufmunterung dienen sollen.
  • Bekundung des aufrichtigen Mitgefühls zum Verlust des geliebten Pferdes.
  • Das Thema nicht vermeiden, aber auch nicht konkret ansprechen.
  • Hilfe und Unterstützung anbieten.
  • Trauer ist individuell und so auch ihre Dauer. Die trauernde Person darf nicht bedrängt werden, dass sie über den Tod des Pferdes hinwegkommen soll.
  • Unsicherheit im Gespräch mit der trauernden Person darf offen kommuniziert werden.
  • Zuhören zeigt Verständnis und Geduld.
  • Gemeinsame Momente mit dem Pferd und schöne Erinnerungen helfen im Gespräch und spenden Trost und Kraft.

Umgang mit Trauer – Kondolenzsprüche beim Verlust eines Pferdes

Pferd tot: Frau und Pferd auf einer Wiese
Trauersprüche spenden Trost und können Hoffnung machen

Tröstende Worte in der schmerzlichen Phase der Trauer zu finden ist nicht leicht. Diese Trauersprüche spenden Trost und können Hoffnung machen. Mit diesen Kondolenztexten kann auf pietätvolle Weise die Anteilnahme bekundet werden.

  • Du bist nicht mehr da wo du warst, aber du bist überall wo wir sind.“ (Victor Hugo)
  • Erinnerungen sind kleine Sterne, die tröstend in das Dunkel unserer Trauer leuchten.“
  • Je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer ist die Trennung. Aber die Dankbarkeit verwandelt die Erinnerung in eine stille Freude. Man trägt das vergangene Schöne nicht wie ein Stachel, sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.“ (Dietrich Bonhoeffer)
  • „Und wenn die Sonne des Lebens untergeht, leuchten die Sterne der Erinnerung.“ (Johann Wolfgang von Goethe)
  • Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren.“ (Johann Wolfgang von Goethe)
  • Ich bin nicht tot, ich tausche nur die Räume, ich leb´ in euch und geh´ durch eure Träume.“ (Michelangelo Buonarroti)
  • Und wenn du dich getröstet hast, wirst du froh sein, mich gekannt zu haben.“ (Antoine de Saint Exupéry, Der kleine Prinz)
  • „Immer wenn wir von dir erzählen, fallen Sonnenstrahlen in unsere Seelen. Unsere Herzen halten dich gefangen, so, als wärst du nie gegangen. Was bleibt sind Liebe und Erinnerung.“
  • Das Leben endet, die Liebe nicht.“
  • Deine Spur führt in unser Herz.“
  • Der Tod ist die Grenze des Lebens, nicht aber der Liebe.
  • Die aber am Ziel sind, haben den Frieden.“
  • Ein ewiges Rätsel ist das Leben – und ein Geheimnis bleibt der Tod.“
  • Erinnerungen, die unser Herz berühren, gehen niemals verloren.“
  • Für uns ist es der Sonnenuntergang, für Dich aber ein Aufgang.“
  • Nicht gestorben – nur voran gegangen.“
  • Trauern ist liebevolles Erinnern.“
  • Von der Erde gegangen – im Herzen geblieben.“
  • Was bleibt, wenn alles Vergängliche geht, ist die Liebe.“
  • Wenn die Kraft zu Ende geht, ist Erlösung Gnade.“
  • Wenn die Zeit endet, beginnt die Ewigkeit.“

Umgang mit Trauer – Trost in der Gemeinschaft

Familie und Freunde geben Kraft, aber auch Menschen mit gleichen Interessen, die sich in einer vergleichbaren oder ähnlichen Situation befinden oder befanden, können aufrichtiges und unverfälschtes Verständnis und Mitgefühl für diese schwere Situation zeigen.

Virtuelle Friedhöfe, Gedenkportale oder Gruppen auf sozialen Kanälen werden oftmals von sehr aktiven Mitgliedern gepflegt, die ein offenes Ohr haben. Auch Gesprächsgruppen bieten Trost und hilfreiche Ratschläge in der Gemeinschaft. Kein Mensch ist dazu gezwungen, sich alleine mit seiner Trauer auseinanderzusetzen, Familie, Freunde, Bekannte aber auch fremde Menschen können zur Seite stehen, wenn um Hilfe gebeten wird. Sollten diese Weg nicht helfen, kann die Erfahrung der Telefonseelsorge oder der professionelle Rat eines Mediziners oder Psychologen weiterhelfen.

Trauer beim Pferd – Wie gehen Pferde mit dem Tod um?

Pferde sind sehr soziale und sensible Herdentiere. Sie können sowohl mit anderen Pferden als auch mit Menschen langjährige Freundschaften schließen. Sie erkennen selbst viele Jahre nach einer Trennung einen Freund oder ein Herdenmitglied wieder. Wenn sie nun von ihrer Herde getrennt werden oder ein befreundetes Pferd gestorben ist, können Pferde tiefe Trauer empfinden. Die Trauer beim Pferd verhält sich ähnlich wie die Trauer bei einem Menschen und wirkt sich auf die Stimmung und das Verhalten des Pferdes aus. Das Pferd kann Züge einer Depression oder einer starken Verlustangst zeigen. Es kann Trost in der Herde finden, benötigt aber auch die Unterstützung durch seinen Halter. In Ausnahmefällen muss der Rat eines Experten hinzugezogen werden.

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Wladislaw Warkentin

Wladislaw Warkentin

Wladislaw ist bei der ROSENGARTEN-Tierbestattung für das Online Marketing und die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

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