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Cutting

von ehorses
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Cutting – Von der täglichen Arbeit hin zum Hochleistungssport

Cutting ist eine Rinder Disziplin im Westernreitsport. Wie so ziemlich alle Disziplinen im Westernreiten, ist auch Cutting aus alten Arbeitsweisen heraus entstanden. So gehörte, und gehört auch heute noch, die Rinderarbeit zur täglichen Arbeit der Cowboys. Die Pferde dürfen bei ihrer Arbeit am Rind natürlich keine Scheu vor den Tieren zeigen. Darüber hinaus sind die Pferde mit einem sogenannten „Cow Sense“ ausgestattet, der sie instinktiv zur Rinderarbeit treibt. Der Cow Sense ist angeboren, kann aber durch effektives Training, unter anderem an der Cuttingmaschine, natürlich weiter gefördert werden.

Westernpferde mit Cow Sense

Die Cowboys im klassischen Sinne stammen aus den Vereinigten Staaten, so dass für diese Disziplin auch hauptsächlich amerikanische Rassen eingesetzt werden. Am häufigsten vertreten ist das American Quarter Horse, aber auch American Paint Horses, Appaloosa oder andere Westernrassen. Die Rassen besitzen den „Cow Sense“ und eignen sich somit perfekt für den Einsatz als Cutting Pferd.

Der Cow Sense ist sehr wichtig, da er die tägliche Arbeit der Cowboys sehr vereinfacht. Und diese sich auf die gesamte Herde konzentrieren können, während das Pferd selbstständig eine Herde oder ausgewählte Kühe arbeitet.

Ein Merkmal dabei ist auch, dass die Pferde sehr schnell erkennen, welches Rind hierbei eine Rolle spielt. Aus dieser Besonderheit heraus hat sich das Cutting zu einem Sport entwickelt, bei dem Reiter das Talent ihrer Pferde vorführen können.

Wodurch zeichnet sich die Disziplin Cutting aus?

Bei den Shows geht eine Pferd-Reiter Kombination in eine Herde Rinder hinein und trennt ein Rind von der Herde ab. So ist auch der Name Cutting (aus dem englischen „to cut“) entstanden.

Das Rind muss daran gehindert werden zur Herde zurückzukehren. Der Reiter, in dieser Disziplin „Cutter“ genannt, hat 150 Sekunden Zeit mindestens zwei bis maximal drei Rinder von der Herde zu trennen. Das Pferd versucht das Rind so lange zu separieren, bis das Rind stillsteht oder nicht mehr versucht zur Herde zurück zu zulaufen und sich wegdreht. Ziel ist es, das Rind erfolgreich von der Herde zu trennen, ohne dass diese unruhig wird oder gar auseinander rennt.

Während des Cuttings darf der Cutter seinem Pferd lediglich bei der Wahl des Rindes und beim Absetzen von der Herde unterstützen. Durch das Ablegen der Zügelhand signalisiert der Reiter dem Pferd, dass es nun selbstständig arbeiten soll. Die andere Hand des Reiters befindet sich am Sattelhorn. Da das Pferd während des Cuttings ständig sprintet und sich wendet, wird die Hand am Sattel zur Stabilisierung des Sitzes benötigt.  Wichtig ist es, dass das Pferd seine Aufgabe kennt und das Cutting nicht in einer Art Jagd ausartet. Das Pferd muss gelernt haben, sich synchron mit dem Rind zu bewegen, parallel zwischen der Herde und dem separierten Tier.

Die Cutting-Prüfung

Eine Cutting-Prüfung beginnt beim Überschreiten einer Zeitlinie, die sich ungefähr 10 Meter von der Herde entfernt befindet. Beendet wird die Prüfung nach den zweieinhalb Minuten mittels Tonsignal. Jedes Starterpaar geht mit 70 Punkten in die Prüfung. Während der Prüfung können dann Plus- und Strafpunkte gesammelt werden. So gibt es Punktabzüge, wenn das Rind zurück zur Herde gelangt, und Extrapunkte, wenn das Rind mittig der Arena bleibt. In einer Cutting-Prüfung können zwischen 60-80 Punkte erreicht werden.

Das Team, das die Prüfung reitet, wird von einem Team aus eigentlichen Konkurrenten unterstützt. Dies macht den Sport zu einem sehr teamorientierten Sport, bei dem ein Konkurrent nur teilweise als solcher gesehen wird. Die Arbeit der zwei „Cornermen“ oder „Herdholder“ und der zwei „Turnbackmen“ wird allerdings nicht bewertet. Sie dienen lediglich der Unterstützung, falls ein Rind droht auszubrechen. Die NCHA – National Cutting Horse Association ist der größte Verband für Cutting Reiter und Pferde.

Cutting Pferde – Ein Pferd mit katzenähnlichen Bewegungen

Neben ihrem wachen Verstand und ihrer überdurchschnittlichen Intelligenz besitzen die Pferde einen sehr sportlichen Körper, der es ihnen erlaubt hoch athletische schnelle Wendungen und Richtungswechsel durchzuführen. Ihre Bewegungsabläufe werden oft mit denen einer Katze verglichen. Ein gutes Cutting Pferd ist besonders schnell, athletisch und wendig. Es reagiert bereits auf die feinste Hilfengebung des Reiters und kann, wenn es verlangt wird, auch selbstständig arbeiten.

Exterieur

Das Exterieur der Pferde ist sehr ähnlich zu dem der Reining Pferde. Das kommt nicht von ungefähr, denn abgesehen von den ähnlichen Bewegungsabläufen, die beide Pferdetypen beherrschen müssen, stammen sie oft aus denselben Blutlinien. Sie haben meist einen Stockmaß um die 150 Zentimeter, einen kurzen bis mittellangen Rücken mit kräftiger, runder Hinterhand und tiefem Halsansatz. Sie zählen zu den kleineren, kompakteren Pferdetypen, die aber alles andere als schwerfällig sind.

Interieur

Cutting Pferde sind sehr intelligente Pferde, die viel Spaß an der Arbeit haben. Bei ihnen sollte man keine Langeweile aufkommen lassen. Man sollte den Pferden regelmäßig Denkaufgaben geben und sie ausgewogen bewegen, um ihrem Drang nach „Arbeit“ nachzukommen. Cutting Pferde sind sehr menschenbezogen und gehen mit ihrem Reiter durch Dick und Dünn. Sie sind treue Begleiter, die sehr willig und lernfähig sind.

Die Grundgangarten der Cutting Pferde – schnelle Wendungen

Cutting Pferde haben relativ flache Gänge und sind in der Lage, diese schnell zu wechseln. Sie können abrupt stoppen und die Richtung wechseln. Zudem könne sie in allen Tempi laufen, um sich der Geschwindigkeit des Rindes anzupassen. So sind weder ein flacher, langsamer Arbeitsgalopp noch ein flinker Sprint ein Problem für diese Bewegungswunder.

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