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Hunter

von ehorses
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Eine Mischung aus Galoppierfreudigkeit, Mut und Springveranlagung – Hunter Pferde sollten sich mit bestimmten Eigenschaften präsentieren.

Traditionelle Jagdrennen und moderne Hunting-Turniere

Die Ursprünge des Huntings reichen weit in die Geschichte zurück. Bereits in prähistorischer Zeit wurde zum Zweck der Nahrungsbeschaffung, aber auch als sportliche Betätigung gejagt. Jagdritte mit Hunden in freiem Gelände haben europaweit in Frankreich ihre längste Tradition. Oftmals werden die Jagdritte jedoch mit der englischen Jagdtradition in Verbindung gebracht. War es zunächst die Rotwild- und Hasenjagd, so erfreute sich gegen Ende des 17. Jahrhunderts die Fuchsjagd zunehmender Beliebtheit. Dieses klassische Jagdreiten in England sollte später auch als Vorbild für das Hunterreiten als Disziplin dienen. Aber auch in den USA und in Kanada gehört die Hunterklasse schon lange zu den beliebtesten Prüfungen.

Die Hunterklasse

Hunting

Das Hunterreiten wird, wie viele andere Reitdisziplinen auch, im Rahmen des Turniersports angeboten. Bei einer Hunter-Prüfung werden acht bis zehn Hindernisse in konstantem Sprungablauf von Pferd und Reiter überwunden. Charakteristisch ist hierbei das besonders stilvolle und gepflegte Auftreten von Pferd und Reiter im typischen britischen Jägerstil. Bei der sogenannten Hunterklasse steht weniger der sportlichen Ehrgeiz im Vordergrund, sondern viel mehr das Vergnügen am Reiten. Diese Disziplin eignet sich ideal für Spät- oder Wiedereinsteiger. Die Hunterklasse ist also für die Reiter geeignet, die im Turniersport aktiv werden, jedoch nicht gegen Jugendliche oder Berufsreiter starten wollen.  Reiter, die viel Wert auf eine harmonische Zusammenarbeit mit ihrem Pferd legen und sich gerne stattlich präsentieren wollen, werden sich an dieser Reitsportdisziplin erfreuen. Hunter-Prüfungen sind weltweit verbreitet und werden als Springprüfung abgehalten. Seit 2005 werden die Hunter-Prüfungen auch in Deutschland angeboten, bei denen Reiter ab 22 Jahren teilnehmen können.

Seit 2008 unterscheidet man zwischen der Hunterklasse Gelände und der Hunterklasse Springen. So wird entweder ein Geländeparcours im Gelände oder auf einem Reitplatz bestritten oder ein klassischer Springparcours geritten.

Der Unterschied zu einer traditionellen Springprüfung

Bei der Bewertung einer Hunter-Prüfung liegt der Fokus auf dem Sitz des Reiters, der Rittigkeit und der Einwirkung. Zudem wird das gerittene Tempo und das ruhige Springen bewertet. Des Weiteren fließt der Gesamteindruck, die Harmonie und das gepflegte Auftreten des Reiters und Pferdes in die Bewertung mit ein. Die Reiter bestreiten in der Hunter-Prüfung einen Parcours mit einfacher Linienführung und Hindernissen, die 75 bis 105 cm hoch sind. Der Parcours ist freundlich aufgebaut, sodass keine engen Wendungen oder schwierige Kombinationen zu reiten sind.

Bewertet wird der Ritt von einem Richter. Diese Bewertung erfolgt in Punkten und wird mündlich und schriftlich erläutert. In einer Hunter-Prüfung können 0 bis maximal 100 Punkte erreicht werden.  Ein Richter, der eine Hunter-Prüfung bewertet,  muss in der Regel die Mindestqualifikation SL/BA mitbringen. Diese Qualifikation ist erforderlich, da in der Hunter-Prüfung unter anderem Kriterien einer Stilspringprüfung und einer Springpferdeprüfung bewertet werden.

Seit 2011 wird in Deutschland der Hunter Cup angeboten. Auf diesem Turnier soll den Spät- und Wiedereinsteigern eine Plattform im Turniersport geboten werden.

Exterieur der Hunter Pferde

Pferde dieser Disziplin können grundsätzlich jeder Rasse entstammen, da sich prinzipiell jedes gesunde und robuste Pferd oder Pony für Jagdritte und Hunterprüfungen eignet. Dennoch sollten sie nach Möglichkeit einen bestimmten Pferdetyp verkörpern, um den Anforderungen der Disziplin gerecht werden zu können. Vorteilhaft sind ein stabiler Knochenbau, eine starke Hinterhand, saubere Gelenke und kräftige Röhrbeine mit großen Sprunggelenken. Welcher Typ von Hunter zum Einsatz kommt, ist jedoch auch immer von den landschaftlichen Verhältnissen und dem Gelände abhängig, in denen die Jagdritte unternommen werden. Wenn feste Hindernisse auf der Strecke zu überwinden sind, wie etwa in den britischen Shires, bietet sich ein galoppierfreudiges, großes Pferd mit hohem Vollblutanteil an. Bei Ackerland mit Hügeln und Zäunen trifft die Wahl eher kurzbeinige, starke Hunter Pferde mit kompakterem Körper. Runde Rippenbogen, eine gute Gurtentiefe sowie ein ausgeprägter Widerrist und lange, schräge Schultern sind dann gefragt.

Die Grundgangarten der Hunter Pferde

Hunter Pferde sind in den drei Grundgangarten Schritt, Trab, Galopp ausgebildet und zeigen sich besonders galoppierfreudig. Ein gutes Hunter Pferd verfügt außerdem über ein gutes Springvermögen mit ausreichend Kraft.

Interieur

Hinsichtlich des Charakters der Hunter Pferde sind vor allem Mut und Ausgeglichenheit, aber auch Gelassenheit sowie Springfreude und Ausdauer entscheidend. Gleichgültig, ob es sich um einen Vollblüter, ein Warmblut oder Pony handelt, Rittigkeit und eine gute Veranlagung zum Springen sind unerlässlich. Darüber hinaus sollten Hunter Pferde ein gutes Maß an Intelligenz mitbringen und sich gegebenenfalls gut mit Hunden verstehen.

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