Nachweis bei 33-jährigem Pferd
Im Wartburgkreis wurde bei einem 33-jährigen Pferd aus privater Haltung die Equine Infektiöse Anämie (EIA) amtlich festgestellt. Das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigte den Befund am vergangenen Sonntag. Da das Tier aufgrund anderer gesundheitlicher Beschwerden bereits eingeschläfert worden war, erfolgten der Nachweis und die Bestätigung erst im Rahmen nachträglicher Probenentnahmen.
Behörden leiten Sicherheitsmaßnahmen ein
Das zuständige Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt hat unmittelbar reagiert, um eine Ausbreitung der Tierseuche zu verhindern. Im Radius von einem Kilometer um den betroffenen Stall werden alle gefährdeten Tiere untersucht. Zudem läuft eine intensive Recherche nach möglichen Kontakttieren, wobei die Behörden auf die gesetzlich vorgeschriebenen Bestandsregister der Betriebe zurückgreifen.
Übertragung und Symptome der Viruserkrankung
Die ansteckende Blutarmut wird primär durch blutsaugende Insekten wie Bremsen oder durch direkten Blutkontakt bei Verletzungen übertragen. Betroffen sein können Pferde, Esel, Maultiere und Zebras. Typische Anzeichen sind Fieber, allgemeine Schwäche und Apathie. Während die Krankheit für Menschen völlig ungefährlich ist, verläuft sie bei Einhufern oft chronisch oder akut und ist in Deutschland meldepflichtig.
Erster Fall in Thüringen seit 2011
In Deutschland tritt die Krankheit nur sporadisch auf; bundesweit wurden seit 2010 insgesamt 72 Fälle registriert. Für Thüringen markiert dieser Befund den ersten Nachweis seit Dezember 2011. Das Gesundheitsministerium appelliert an alle Halter, bei unklaren Krankheitssymptomen sofort tierärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen und bei Seuchenverdacht das Veterinäramt zu informieren.
Quelle: www.welt.de











