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Schermuster für’s Pferd – Tipps, Motive & Ideen

von Michelle Holtmeyer
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ehorses Trainingstagebuch

Ab Herbst geht die “Scher-Saison” wieder los. Dabei gibt es viele verschieden Arten, wie Du Dein Pferd scheren kannst. Denn ja nach Einsatzbereich Deines Vierbeiner, empfiehlt sich ein anderes Schermuster. Welche Schermuster es gibt und welche kreativen Ideen wir noch für Dich rund um das Thema “Pferd scheren” haben, erfährst Du in diesem Artikel.

Bevor Du Dich für ein Muster entscheidest, solltest Du Dich natürlich erstmal darüber informieren, was Du beim Scheren alles beachten solltest. Alles wichtige haben wir in unserem Artikel Pferd scheren – So funktioniert’s: Tipps und Tricks für Dich zusammengefasst.

Wie bereite ich mein Pferd auf das Scheren vor?

Es ist sinnvoll, sich für das Scheren des Pferdes ausreichend Zeit zu nehmen, besonders wenn es das erste Mal ist, dass das Pferd geschoren wird. Die Tiere sollte sich die Maschine ansehen.

Pferd scheren – Videoanleitung

Sieh Dir folgendes Video an, um noch mehr nützliche Tipps und Tricks zum Scheren zu erhalten:

Was ist ein Schermuster?

Bei einem Schermuster handelt es sich um ein bestimmtes Motiv, welches in das lange Winterfell des Pferdes geschoren wird.

Die beliebten Grundmuster

Bevor Du Dich für ein Schermuster für dein Pferd entscheidest, solltest Du Dich erstmal darüber informieren, was Du beim Scheren alles beachten solltest. Alles wichtige haben wir in unserem Artikel Pferd scheren – So funktioniert’s: Tipps und Tricks für Dich zusammengefasst.

Grundsätzlich kommen verschiedene Arten und Motive für das Schermuster beim Pferd in Frage. Denn die Vierbeiner von Sportreitern schwitzen in der Regel mehr als Freizeitpferde, die vorwiegend am Hals, an der Hinterhand und am Bauch schwitzen. Mit einem Schermuster hast Du die Möglichkeit, die Schur an den Einsatzzweck oder die Haltungsart Deines Pferdes anzupassen.

Zu den beliebtesten Mustern gehören:

Der Streifenschnitt

Beim Streifenschnitt wird ein Streifen an der Halsunterseite, der Brust, dem Bauch und ein Streifen an der Hinterhand abgeschoren. So werden Stellen entlastet, die besonders stark schwitzen. Hier braucht das Pferd an kalten Tage eine Decke, vor allem wenn es nach draußen geht.

Wird ein Pferd den größten Teil des Tages draußen gehalten, muss aber trotzdem geschoren werden, eignet sich der Trace-Clipp, auch Kurvenschnitt genannt: Dabei scherst man Bauch- und Unterhalsbereich. Pferde, die mit einem Kurvenschnitt geschoren werden, brauchen im Winter eine Decke.

Der Sportschnitt

Der Sportschnitt eignet sich vor allem für Pferde, die das ganze Jahr trainiert und aufs Turnier gehen. Er ist besonders pflegeleicht und verleiht Turnierpferden ein makellosen Aussehen. Beim Sportschnitt wird das gesamte Bild geschoren und nur an der Sattellage und am Schweifansatz bleibt ein kleiner Streifen über. Beachte, dass Dein Pferd besonders dick eingedeckt werden muss, da es sich nicht mehr selbst wärmen kann.

Der Jagdschnitt

Den Jagdschnitt kennt man auch als Hunterschnitt und ist ursprünglich für Jagdpferde entwickelt. Heutzutage eignet sich dieses Muster für Pferde, die mittelschwer gearbeitet werden. Das Fell unter dem Sattel bleibt ebenso wie der Pelz an den Beinen stehen. Auch Pferde, die mit diesem Schermuster geschoren werden, müssen im Winter eingedeckt werden.

Der Deckenschnitt

Freizeitpferde oder Pferde, die besonders empfindlich im Lendenbereich sind, werden oftmals mit einem Deckenschnitt geschoren. Dieser wird angewandt, damit der Vierbeiner ohne starkes Schwitzen geritten werden kann, aber nicht gänzlich aufs Winterfell verzichten soll. Mit diesem Muster können sie auch mit einer leichteren Decke auf die Wiese oder das Paddock gehen. Jedoch sollte auch diese Fellnasen im tiefsten Winter mit einer dickeren Decke ausgestattet werden.

Der Irische Schnitt (Irish-Clipp)

Den Irischen Schnitt, auch Irish-Clipp genannt, eignet sich ideal für junge Pferde und Tiere, die leicht gearbeitet werden während sie tagsüber auf der Wiese oder dem Paddock sind. Dabei werden vor allem der Unterhals und die Brust des Vierbeiners geschoren, also die Teile, die besonders stark schwitzen. Auch hier braucht die Fellnase im Winter noch eine zusätzliche Decke.

Der Lätzchenschnitt (Bib-Clipp)

Der sogenannte Lätzchenschnitt (auch Bib-Clipp) ist das ideal Schermuste für Offenstallpferde. Dabei wird das Fell an der Vorderseite des Halses und ein Teil der Brust entfernt. Auf diese Weise baust Du eine leichte Lüftung in das Winterfell ein.

Wie pflege ich mein Pferd im Winter?

Wenn das Pferd im Winter geschworen wird, braucht es eine Decke. Zudem sollte das Pferd bei schlechtem Wetter und zu niedrigen nicht auf der Wiese stehen, da es sich sonst erkältet.

Witzige Schermuster-Ideen

Hast Du Dich für ein Grundmuster entschieden, kannst Du Deinem Liebling natürlich auch noch individuelle Verzierungen verpassen. Besonders beliebt sind dabei diese Motive:

  • Krone
  • Batman-Logo
  • Sterne
  • Dreiecke
  • Apple-Logo
  • Herz
  • Superman-Logo
  • Einhorn
  • Kleeblatt
  • 007
  • Diamant
  • „Like“ + Daumen nach oben

Wenn Du Dich für ein Muster entschieden hast, solltest Du dieses auf jeden Fall vorzeichnen. Du kannst es beispielsweise mit Aluspray markieren.

Schermuster fürs Pferd – Vorlagen & Schablonen

Natürlich ist es gar nicht so einfach, dem Pferd ein Motiv zu verpassen. Zum einen muss der Vierbeiner dabei möglichst ruhig stehen und zum anderen erfordert es Geschickt und Feingefühl, das Motiv ordentlich an die passende Stelle zu scheren. 

Ein Glück, dass Scherschablonen gibt, dem so manchen Scher-Vorgang erleichtern. Diese Produkte können wir Dir empfehlen:

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Pferd scheren: Vor- und Nachteile

Im Winter bekommen die meisten Pferderassen ein dichtes und langes Winterfell, welches sie vor der Kälte und der Nässe schützen soll. Obwohl das Winterfell von der Natur vorgesehen ist, greifen viele Pferdebesitzer zum Scherapparat und scheren ihre Tiere. Die Vor- und Nachteile des Scherens haben wir für Dich übersichtlich zusammengetragen.

Die Vorteile 

  • Nach dem Reiten trocknet das geschorene Fell des Pferdes schneller. Gerade das lange und dichte Winterfell braucht sehr lange, um abzutrocknen, dennoch darf ein Pferd niemals mit nassem Fell in die Box gestellt werden, da es sonst krank wird.
  • Es reicht auch, einen Teil des Pferdes zu scheren, wenn das Tier nur wenig bewegt wird. Hier sollten vor allem der Bauch, der Hals und die Schultern geschoren werden.
  • Einer der Hauptgründe für das Scheren des Pferdes liegt in der schönen und auffallenden Optik. Es gibt spezielle Schnitte für das Pferd, die auch traditionsbedingt in das Fell geschoren werden.

Die Nachteile

  • Das Pferd benötigt einen Wärmeschutz wie eine Decke, wenn es im Winter viel draußen auf der Weide steht.
  • Bei kalter und nasser Witterung muss das Pferd im Stall bleiben, da der natürliche Wärmeschutz durch das Winterfell fehlt.
  • Durch das Abdecken mit Decken kann es zu Hautirritationen und Pilz- oder Parasitenbefall kommen.
  • Das Pferd kann unter einer Decke auch überhitzen und schwitzen, was wiederum Erkältungen und Atemwegserkrankungen fördert.
  • Oftmals haben die Pferde nach dem Scheren einen erhöhten Appetit, da sie mehr Energie verbrauchen, um ihre Körpertemperatur zu halten.

 

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