Startseite » 10 wichtige Fragen beim Pferdekauf

10 wichtige Fragen beim Pferdekauf

von Felix Ortmann
24 Kommentare

Damit der Pferdekauf positiv in Erinnerung bleibt, gibt es einige wichtige Dinge, die Du unbedingt beachten solltest. Mit den richtigen Fragen findest Du viele Informationen über das Pferd heraus. Was die wichtigsten Fragen beim Pferdekauf sind und welche typischen Gefahrenquellen Du nicht ignorieren solltest, erfährst Du hier.

10 wichtige Fragen beim Pferdekauf

Es kann sehr hilfreich sein, sich die wichtigsten Fragen beim Pferdekauf vorab zusammenzusuchen und diese zu stellen, bevor ein Pferdekaufvertrag abgeschlossen wird. Diese kannst Du bequem auf dem Handy oder auf ein Stück Papier schreiben und zum potenziellen Verkäufer Deines zukünftigen Herzenspferdes mitnehmen. So gehst Du auf Nummer sicher, dass keine Deiner Fragen beim Pferdekauf unbeantwortet bleibt.

Wir haben Dir die wichtigsten Fragen beim Pferdekauf in einer Übersicht zusammengestellt. Du kannst diese auch ganz einfach in ein Dokument kopieren und Dir ausdrucken!

1. Warum wird das Pferd verkauft?

Diese Frage ist besonders bei privaten Käufen interessant. Wird das Pferd verkauft, weil man sich nicht mehr genügend kümmern kann? Oder liegt es daran, dass das Pferd ein paar Macken aufweist, mit denen die vorherigen Besitzer nicht umgehen möchten?

2. Wie ist der Charakter des Pferdes?

Natürlich spielt der Charakter eines Pferdes für den Besitzer eine große Rolle. Die einen mögen aufgeweckte, quirlige Pferde, wohingegen andere es vielleicht ruhiger angehen möchten. Oftmals gibt es auch den „einen Moment“, bei dem der Käufer dem Pferd in die Augen schaut und man direkt weiß: „Das ist mein Pferd.“

Interessant ist hier auch das Verhalten im Gelände. Möchtest Du gerne alleine ins Gelände gehen, sollte das Pferd kein Problem damit haben, sich von seiner Herde zu trennen.

3. Welchen Ausbildungsstand hat das Pferd?

Hier ist es besonders wichtig, zu wissen, was Du selbst erreichen möchtest. Dabei ist allerdings zu beachten, dass ein hoch ausgebildetes Pferd nicht für Anfänger geeignet ist, denn diese wollen gefordert werden. Dementsprechend sollte der Ausbildungsstand gut übereinstimmen, um gemeinsam glücklich zu werden.

Was sollte man beim Pferdekauf fragen?

Wer ein Pferd kaufen möchte, dem schießen wahrscheinlich direkt viele Fragen in den Kopf, wie beispielsweise Krankheitsgeschichte oder Ausbildungsstand. Hier solltest Du Dich selbst erst einmal sortieren und überlegen, welche Fragen Dir besonders wichtig sind. Schreibe sie Dir auf, um beim Besuch Deines potenziellen neuen Pferdes Nichts zu vergessen.

4. Bekannte Krankheiten oder Operationen?

Du solltest definitiv die Krankheitsgeschichte des Pferdes hinterfragen. Liegt eine Ankaufsuntersuchung für das Pferd vor? Diese AKU gibt Dir Aufschluss über mögliche Komplikationen, die eintreten könnten. Hat ein Pferd beispielsweise bereits diagnostizierte Arthrose, kann dies das Reiten erheblich beeinträchtigen. In diesem Zuge sollte auch der Impfstatus sowie die letzte Zahnkontrolle erfragt werden. Zudem sollte der Zustand der Hufe kontrolliert und gegebenenfalls nach dem letzten Hufschmiedbesuch gefragt werden.

5. Wenn es sich um einen Wallach handelt: Wann wurde er kastriert?/ Wenn es sich um eine Stute handelt: Wie verhält sie sich während der Rosse?

Werden Hengste spät kastriert, zeigen sie meist auch noch im Alter einige Hengstverhaltensweisen. Demnach kann der Kastrationszeitpunkt entscheidend sein.

Bei Stuten könnte das „stutige“ Verhalten, wie man so schön sagt, während der Rosse besonders doll ausgeprägt sein. Erfrage hier, wie sie sich normalerweise währenddessen verhält.

Frau spaziert mit ihrem Pferd aus dem Pferdestall heraus

Schreibe Dir die wichtigsten Fragen auf, um beim Besuch Deines potenziellen neuen Pferdes Nichts zu vergessen.

6. Wie viele Besitzer hatte das Pferd bereits?

Es ist überhaupt nicht schön für das Pferd, ständig seinen Besitzer zu wechseln. Zudem können einige Ursachen dafür vorliegen. Es könnte sein, dass das Pferd verdeckte Probleme hat und aus diesem Grund ständig weitergegeben wird. Du solltest Dir wirklich sicher sein, wenn Du ein Pferd kaufst, um solche Umstände zu vermeiden.

7. Sind „Untugenden“ des Pferdes bekannt?

Falls das Pferd webt, koppt oder andere Auffälligkeiten zeigt, sollte sich dieses mindernd auf den Preis des Pferdes auswirken.

8. Bisherige Haltungsform

Idealerweise entspricht die bisherige Haltungsform der zukünftigen. Ein Stallwechsel bedeutet meist enormen Stress für Pferde. Um dem ein wenig entgegenzukommen, sollten die Haltungsformen relativ ähnlich gestaltet sein oder das Pferd langsam an die neue Haltung gewöhnt werden.

9. Wie wurde bisher gefüttert?

Der Wechsel vom Futter bedeutet genau wie der Stallwechsel enormen Stress für die Pferde. Geschieht dies dann auch noch gleichzeitig, können ungewünschte Folgen auftreten. Der Pferdemagen ist ein sehr empfindliches Organ. Versuche Dich an der früheren Fütterungsmethode zu orientieren. Sowohl bezüglich des Futtermittels als auch bezüglich der Häufigkeit pro Tag. Solltest Du eine Änderung vornehmen wollen, sollte das langsam über einen Zeitraum von mindestens 14 Tagen erfolgen.

10. Wie ist der Preis beim Pferdekauf?

Zu guter Letzt die meist alles entscheidende Frage nach dem Preis. Über Zahlen redet man nicht gern. Deshalb wird oft zum Ende des Gesprächs der Preis erfragt. Je nachdem, wie es Dir am liebsten ist und wie wichtig der Preis ist, kannst Du sie auch bereits zum Anfang des Gesprächs stellen.

Was ist die wichtigste Frage beim Pferdekauf?

Welche Frage die wichtigste ist, entscheidet jeder zukünftige Besitzer selbst für sich. Es sind demjenigen unter anderem keine Grenzen gesetzt. Stelle so viele Fragen wie Du möchtest! Schließlich sollte ein Pferdekauf immer wohlüberlegt und mit 100-prozentiger Sicherheit erfolgen.

Häufige Fehler beim Pferdekauf

Sicherlich ist der Pferdekauf ein emotionales Erlebnis für Dich. Bei diesem emotionalen Erlebnis kann man sich jedoch schnell zu etwas hinreißen lassen und vergessen, dass zum Kauf eines Pferdes mehr hinzukommt, als man auf den ersten Blick vielleicht sehen kann. Gerade für Reitanfänger kann das „falsche“ erste eigene Pferd auch gleich das Ende der Leidenschaft und Faszination Pferd bedeuten. Man macht schlechte Erfahrungen und es entwickeln sich vielleicht Unsicherheiten. Im Folgenden findest Du häufige Fehler und Gefahrenquellen. Diese solltest Du neben den wichtigsten Fragen beim Pferdekauf unbedingt in Betracht ziehen.

Sich ein unausgebildetes/rohes Pferd aussuchen

Unausgebildete oder rohe Pferde sind meist günstiger als bereits ausgebildete Pferde – für viele Pferdekäufer kann das ein Kaufargument sein. Doch gerade als Reitanfänger sollte man den Ausbildungsstand eines Pferdes bei einer Kaufentscheidung nicht außen vor lassen. Auch wenn der Gedanke, das Pferd selbst oder mit Hilfe eines Reitlehrers auszubilden, verlockend sein mag, ist die Pferdeausbildung kein Leichtes. Sie dauert nicht nur mehrere Monate, sondern kann gerade für Reitanfänger auch gefährlich werden, denn junge oder unausgebildete Pferde sind oft noch unzuverlässig und ihre Reaktionen nicht vorhersehbar.

Ältere Pferde nicht beachten

Ältere Pferde sind gerade für Anfänger oft tolle Lehrmeister. Sie sind nicht nur leichter händelbar, sondern verzeihen auch den ein oder anderen Reiterfehler. Man sollte daher ein Pferd nicht einfach außer Acht lassen, weil es schon 15 Jahre oder älter ist. So lange sie gesund und fit sind, können viele Pferde bis in ihre späten Zwanziger geritten werden. Denn gerade leichtes tägliches Training hilft Pferden lange gesund zu bleiben.

Reiterin mit Pferd

Ältere Pferde sind gerade für Anfänger oft tolle Lehrmeister. Sie sind nicht nur leichter händelbar, sondern verzeihen auch den ein oder anderen Reiterfehler.

Junge Pferde für Kinder kaufen

Ein junges Pferd und ein junger – oder unerfahrener – Reiter sind oft eine nicht ganz ungefährliche Anpaarung.

Meist gilt tatsächlich: „Erfahrener Reiter – junges Pferd. Unerfahrener Reiter – älteres Pferd.“

Ein gut trainiertes Pferd gibt Kindern Sicherheit und die Chance, in Ruhe das Reiten zu lernen. Ein junges Pferd hingegen kann schnell verunsichert werden oder überreagieren, da es mit Reiterfehlern noch nicht umzugehen weiß.

Aus dem Impuls heraus ein Pferd kaufen

Ein Pferdekauf ist eine wichtige Entscheidung – auch wenn einem Pferd das auf Anhieb gefällt, sollte man es nicht „aus dem Bauch heraus“ kaufen. Das Probereiten, eine Ankaufsuntersuchung (AKU) und auch ein paar Tage Bedenkzeit sind beim Kauf wichtig. Auch kann man andere Pferde zum Vergleich heranziehen.

Sich nicht trauen, nach einer Probezeit zu fragen

Reitstunden sind für Reitanfänger unablässig. Um mit dem ersten eigenen Pferd zusammenwachsen zu können und abschätzen zu können, ob man auch in Zukunft ein gutes Team abgibt, empfiehlt es sich daher gerade für unerfahrene Reiter eine Probezeit mit dem Verkäufer zu vereinbaren. Viele Pferdehändler bieten sogar ein 3-monatiges Rückgaberecht an.

Pferde nach ihrem Aussehen kaufen

Es gibt viele schöne Pferde – und gerade besondere Rassen, Fellfarben, etc. fallen vielen direkt ins Auge. Allerdings kann es gehörig nach hinten losgehen, wenn man sich ein Pferd lediglich nach seinem Aussehen aussucht. Denn immerhin reitet man nicht das Aussehen, sondern das Pferd. Daher sollte der Fokus stets auf dem Charakter (Interieur) und dem Ausbildungsstand liegen.

Die Kosten und Zeit für ein eigens Pferd unterschätzen

Der Besitz eines Pferdes erfordert viel Verantwortung. Dies sollte man sich vorher bewusstmachen. Dazu gehört nicht nur der Überblick über alle anfallenden Kosten, sondern auch das Bewusstsein, dass ein Pferd viel Zeit beansprucht.

Ähnliche Beiträge

24 Kommentare

Anonymous 20. Mai 2017 - 0:29

Ein sehr guter Artikel. Es ist für den unerfahrenen Reiter sicher gut, wenn ein Pferd sehr gut ausgebildet ist. Aber…… Wenn man bereit ist, viel Geld in die Hand zu nehmen und gute Trainer (Bodenarbeit und Ausbildung) für Pferd und Reiter an der Hand hat, ist ein junges Pferd ein Traum. Man braucht „nur“ sehr viel Zeit, Geduld und Geld. Aber das ständig wachsende Vertrauen ist einfach nur wunderbar.
Nichtsdestotrotz ist ein gut ausgebildetes Pferd deutlich einfacher und kostengünstiger!

Tanja Lehnhoff 20. Mai 2017 - 7:11

Punkt 2 stimmt genau, ich versuche seit geraumer Zeit ein 15 jähriges Pferd zu verkaufen. Es ist schön, gesund, brav und recht ordentlich ausgebildet, aber leider wohl doch zu alt. Da kann man wohl nur noch den letzten Weg über die Regenbogenbrücke wählen. Schade fürs Pferd.

Karin Zdiarstek 23. Mai 2017 - 15:40

Hallo Tanja, ich suche ein Pferd für meine 12-jährige Tochter Carmen. Sie will ein Pony vor dem Schlachter retten. Wohin können wir uns denn diesbezüglich wenden???
Grüße Karin

Andrea van Oepen 24. Mai 2017 - 12:17

Wieso Regenbogenbrücke? Kein verantwortungsbewußter TA wird da mitspielen. Vielleicht mal an zur Verfügung stellen gegen Kostenübernahme oder an geringeren Preis gedacht. Unverantwortlich diese Aussage!

koko 20. August 2017 - 17:58

Finde ich auch. Das muss man sich doch auch vorher überlegen, dass man ein Pferd evtl. Jahrzehntelang hat.

Martin Heinz 25. Mai 2017 - 10:08

Hallo Tanja, wie finde ich Deine Verkaufsanzeige? Ich suche für mich als erwachsenen Spät-Anfänger ein zuverlässiges Pferd (nicht zu groß, unter 1,60m).

Jana 1. Juni 2017 - 19:53

Hey, suche für mich und eine Freundin ein verlässliches Pferd. Würde mir den auch mal angucken

Anonymous 16. August 2017 - 14:36

Hallo,
gibt es das Pferd noch und wieviel soll es kosten? Würde es mir sehr gern mal anschauen! Suche ein Pferd mittleren Alters für meinen Sohn und mich als Anfänger-/ Wiedereinsteigerpferd zum günstigen Preis. Dafür bekommt das Pferd einen schönen Platz fürs Leben!

Funny 20. August 2017 - 12:49

Also ein Pferd mit 15 jahre des gesund ist in den Tod zu befördern ist unverantwortungslos!!! Solche leute sollten keine Pferde mehr besitzen… man beendet doch dein leben auch ned weil du zu alt wirst auch wenn du noch fit bist…

Ein pferd ist nicht ein Tier sondern ein treuer partner der dir vertraut und ihn nicht einfach loswerden willst

Es gibt unendlich viele lösungen schau im internet bei :pferde zur verfügung“ gib es im google ein. Und des gilt für alle die sich kein pferd leisten können viele geben ihre pferdw zur verfügung frei.

Horn 25. August 2017 - 17:18

Wir suchen ein neues Pferd und finden nicht wirklich was wir suchen. Ihre Anzeige würde ich mir gerne ansehen.

Müller 12. September 2017 - 11:39

Furchtbar, dass solche Menschen Tiere besitzen dürfen; völlig verantwortungslos; hoffentlich findet sich kein Tierarzt, der das gesunde Pferd „über die Regenbogenbrücke“ befördert…

Su 17. November 2017 - 18:09

Waaaas??? Warum willst du ihn los werden, wenn er fit ist? Wieso einschläfern?

Rosemarie Gerding, Züchterin von Sportpferden seit 47 Jahren, 21. Mai 2017 - 14:06

Ihre Aussagen sind vollkommen richtig. Nur meinen die meisten Pferdekäufer, dass sie bereits reiterlich derart „qualifiziert “ sind, dass sie nur ein junges Pferd, möglichst dreijährig und roh kaufen, weil sie es selbst ausbilden möchten. Gut ausgebildete Pferde müssen leider etwas mehr Geld kosten, weil sie schliesslich nur von sehr guten Reitern oder Profis „bedient“ werden. Die Ansprüche der laienhaften Pferdekäufer sind leider utopisch; vermittelnde „Berater“ und Tierärzte stellen weiterhin hohe Forderungen und Vermittlungsprovisionen, sodass ein reeler Züchter das Nachsehen bei der Vermarktung hat. Das züchten und vermarkten von Pferden ist leider höchst schwierig geworden, weil es zu wenig richtige Pferdeleute mit Pferde-Verstand gibt.

Max F. 19. August 2017 - 22:38

ich hatte mich auch verhauen und ein Pferd ohne ausreichende Untersuchung gekauft. Konnte dann letztlich nur über den Anwalt alles rückabwickeln. Gott sei dank (vielen Dank auch nochmals an porkert-rechtsanwaelte.de ). würde heute nur noch mit Fachleuten und von namhaften bzw. bekannten Verkäufern kaufen. Am besten mit noch einer weiteren Familie wg. der Zeit und der Kosten.

Anonymous 19. September 2017 - 9:32

Auch ich bin am überlegen, mir als ewige (fortgeschrittene) Reitanfängerin ein eigenes Pferd zu kaufen. Zum Thema „altes/älteres Pferd“: Ich habe Bedenken ein zb. 15-jähriges Pferd zu kaufen, auch wenn es vielleicht günstiger und besser ausgebildet ist, weil dann bald Ich vor der Frage stehe was ich mache: Gnadenbrot und ein zweites Pferd!? Das ist in meinen Augen ja der Grund, warum die Leute ihre älteren aber dennoch nicht gänzlich alten Pferde verkaufen bzw. loshaben wollen. Damit sie nicht bald ein Pferd haben das sie gar nicht mehr verkauft bekommen und das sie kostet obwohl sie es nicht mehr zum Reiten „nutzen“ können. Zwei Pferde könnte ich mir nicht leisten… Daher lieber ein 8-10-jähriges Pferd.

janine 20. September 2017 - 21:11

ist bei mir leider der fall

Doro 4. Oktober 2017 - 17:52

meine Erfahrung ist, dass es kaum gut ausgebildete mittelalte (7 bis 11 Jahre) Pferde gibt, die verkauft werden. Solche behält man nämlich gerne selbst. Gerade für Anfänger wäre es sicherlich gut, wenn sie den/die Reitlehrer/in mit zum Kauf nimmt, damit besser entschieden werden kann, ob das Pferd auch zu den Anforderungen passt (will ich gemütlich kleine Ausritte machen, Distanzreiten, Springen etc). Falls man nur 30 bis 60 Minuten geruhsam reiten möchte so 4 bis 5 Mal pro Woche (z. B. erwachsene, berufstätige Wiedereinsteigerin) halte ich auch ein etwas älteres Pferd für sehr geeignet. Selbst bei körperlichen Mängeln, die bei etwas Training oft gar nicht so sehr ins Gewicht fallen. Ein temperamentvolles rohes Jungpferd mit viel Bewegungsdrang kann viel mehr Nerven kosten als 20 Minuten Aufwärmen beim älteren Pferd mit Spat. Sehr wichtig finde ich, dass das Pferd keine Neurosen oder Phobien hat. Das zu erkennen braucht viel Erfahrung. Aber man kann auch ein gutes Pferd „verhunzen“. Daher sollte man sich zuerst fragen für welchen Einsatzzweck man das Pferd kauft, dann sucht man sich eine Reitlehrerin in dem Bereich und dann kauft man mit deren Hilfe ein Pferd. Die Wahrscheinlichkeit, dass man dann als Anfängerin zwar keinen Hingucker in Sonderfarbe hat, sondern ein stabiles mittelgrosses Pferd in gesetzterem Alter und mit wenig spektakulärem Gangwerk, ist recht hoch. Dieses Tier trägt einen dafür dann stressfrei durch den Wald und lässt sich am Putzplatz bürsten, ohne einen Herzinfarkt zu bekommen, wenn mal eine Katze vorbeirennt oder das Enkelkind vom Hofbetreiber mit dem Bobbycar vorbeirollt.
Bis man nämlich das rohe Pferd soweit hat, dass es klappt, können 4 oder 5 Jahre vorübergehen, sehr viele Reitstunden genommen werden und man hat trotzdem Angst, weil man einfach doch diverse Unfälle hatte.
Dies gilt natürlich nicht unbedingt für die Kategorie Mensch, die unerschrocken, mutig, sehr sportlich, (jung) und begabt ist. Die reiten alles und es klappt immer irgendwann und die lassen sich auch von Rückschlägen nicht aufhalten.

Leonie Meyer 23. November 2017 - 1:23

Dem dritten Punkt kann ich leider nicht zustimmen, ich selber bin eine junge Frau (17 Jahre alt) und reite seit knapp 13 Jahren (mit Pausen, teilweise sogar 2 1/2 Jahre Zwangspause aus Gesundheitlichen Gründen) und habe mir jetzt ein Pferd gekauft, was 4 Jahre alt ist und ich komme super mit ihm zu recht, im Umgang ust er ein absoluter Traum und er ist total lernwillig.

Ich bin bis vor ein paar Wochen ein älteres Pferd geritten (16 Jahre) er ist das totale Gegenteil von meinem und meine Freundin hat ihn am selben Tag gekauft und sie ist nach diesem Spruch gegangen, ihr Pferd ist ein totaler Bock, sie und ich können ihn reiten, aber ein anderer auch nicht und unsere Tiere kommen aus dem gleichen Stall (Beide Tiere haben Pässe) die Chipnummern des Muttertiers ist gleich. Beim Probereiten war er total ausgeglichen und ruhig, wir waren angemeldet und unangemeldet also spontan dort und sind auch spontan geritten, da wir 3 Minuten vin da weg arbeiten waren wir täglich bei den Zweien und die Beiden wurden nicht ruhig gestellt, dass haben wir über einen Bluttest feststellen lassen.

Ebenfalls reiten wir gleich lange, sie nur etwas länger dadurch das ich Pausen machen musste.

Naja ich bin froh, dass ich nicht nach dem Spruch gegangen bin, sondern auf mein Bauchgefühl gehört habe.

Leonie Meyer 23. November 2017 - 1:29

PS: Gekauft am gleichen Tag, wir sind die Zwei aber schon vorher ab und zu geritten und auch mal im wechsel (bzw. ich ihren und sie meine RB, weil sie nach diesem Spruch gegangen ist) weil unsere Reitbeteiligungen dort standen und meine RB der Frau des Züchters gehört hat.

Rosenm 28. November 2017 - 12:18

Ich besitze ein 17jähriges ruhiges gut ausgebildetes Pferd. Es hat Sommerekzem und ich finde keinen Käufer. Vielleicht interessiert sich ja doch jemand?

Mauritz Cordula 1. Mai 2018 - 13:11

Hallo oo…

ich lese gerade deine/Ihre Zeilen.. was haben Se denn für ein Pferd?
Ich bin zwar immer wieder mal geritten, mal mehr und mal weniger aber jetzt seit nunmehr 1nem Jahr richtig dabei. Wobei „richtig“ bedeutet., Mit Herz & Verstand.
Da ich relativ spät, vom Alter her, nochmal „Gas“ geben, brauche auch ich ein absolutes Verlasspferd zum Freizeitreiten und betüdeln. Ich habe einen Rentner als Pflegepferd und liebe es; aber ich überlege, mir jetzt langsam ein eigenes Pferd zu zu legen und will diesem ja auch gerecht werden.
am liebstenn hätte ich ja einen Friesen oder eine Friesenstute, aber ich denke auch, das es noch Wichtigers gibt, als auf die eigenen Vorstellungen zu Beharren.
Ein Versuch, ein Kennenlernen wäre es doch wert?.-,..

Vielleicht melden Sie sich ja

Lieben Gruss

Cordula Mauritz

Meyer 3. Dezember 2017 - 7:07

Alles richtig, ich habe 1.; 3. und 4. missachtet und bin bei gleich 2 Pferden happy damit,habe aber viel Erfahrung mit Ausbildung von Pferd und Reiter. Wer schon mal erlebt hat, wie lange Korrekturpferde brauchen, der freut sich über jedes rohe und unverdorbene Pferd. Als relativer Reitanfänger ist man übrigens kaum in der Lage, die Qualität der Ausbildung eines Pferdes einzuschätzen… Stellt sich später heraus, dass diese nicht reel war, wird es doppelt schwer… also am besten eine pferdeerfahrene Vertrauensperson hinzuziehen, sonst geht es leicht daneben.

Ponymädchen 14. Dezember 2017 - 14:26

Ich kann deinen Aussagen nur zustimmen. Auch wenn ich selbst zugeben muss, den ein oder anderen Fehler selbst gemacht zu haben 😀

Sophie Gerber 14. Februar 2018 - 14:10

Hallo und danke für diesen informativen und hilfreichen Artikel! Ich reite schon seit Jahren und bin nun endlich beruflich und finanziell in der Lage, mir ein eigenes Pferd kaufen zu können. Ich habe auch kleine Kinder, die das Pferd in ein Paar Jahren sollten reiten können, aber hauptsächlich wäre es mein Pferd und kein Kinder- & oder Familienpony. Den Tipp mit Probezeit finde ich besonders gut, daran habe ich noch nicht wirklich gedacht.
Liebe Grüße, Sophie

Kommentare sind geschlossen.