Startseite » Wanderreiten mit dem eigenen Pferd: Touren, Tipps und vieles mehr

Wanderreiten mit dem eigenen Pferd: Touren, Tipps und vieles mehr

von Michelle Holtmeyer
0 Kommentar

Ein Urlaub mit dem eigenen Pferd – das ist für viele Pferdebesitzer und gewiss auch für euch ein großer Traum. Mit folgenden Tipps könnt ihr diesen endlich verwirklichen und beim Wanderreiten unvergessliche Abenteuer erleben. Dennoch ist das nicht ohne eine ausführliche Vorbereitung, die sorgfältige Auswahl der Tour sowie weitere Tipps möglich. Wir verraten euch hier deshalb, welche das sind.

Was spricht für das Wanderreiten?

Es gibt viele gute Gründe, die für das Wanderreiten mit dem eigenen Pferd sprechen: Da wären natürlich einerseits die wunderschönen gemeinsamen Momente, die ihr bei diesem Abenteuer erleben könnt und welche euch (noch) enger zusammenschweißen werden. Andererseits steht ihr somit nicht vor dem Problem, wer euer Pferd versorgt, während ihr euch im Urlaub befindet.
Zudem ist das Wanderreiten eine umweltfreundliche Form des Reisens und vergleichsweise kostengünstig. Ihr müsst während eures Urlaubs nicht auf eure Leidenschaft verzichten und könnt aber dennoch auf dem „vertrauten“ Pferderücken sitzen, anstatt euch auf ein neues Tier einstellen zu müssen. Schließlich wisst ihr nie mit Sicherheit, wie fremde Pferde sich verhalten oder von ihren Besitzern behandelt werden – und ihr möchtet sicherlich keine Tierquälerei unterstützen, die leider einige „Touristenpferde“ im Ausland erleiden müssen.
Außerdem könnt ihr das Wanderreiten natürlich auch mit Freunden oder dem Partner beziehungsweise der Partnerin unternehmen und somit einen lustigen Freundschaftsurlaub oder romantischen Pärchentrip auch mit dem eigenen Pferd erleben. Und zuletzt spürt ihr beim Wanderreiten auch eine unglaubliche Nähe zur Natur, die ansonsten vielleicht nur zu Fuß möglich wäre – dann allerdings müsstet ihr euer Gepäck auch selbst tragen.
Das Reisen auf dem Pferderücken ist also auch schlichtweg komfortabel. Damit ist die Liste der Gründe, weshalb das Wanderreiten eine tolle Art des Reisens darstellt und für jeden Pferdebesitzer eine Option sein sollte, aber noch lange nicht beendet. Wenn ihr also den Wunsch hegt, einen solchen Urlaub mit eurem geliebten Vierbeiner zu verbringen, ist das durchaus verständlich. Dennoch müsst ihr mit Verstand an die Sache herangehen und erst einmal prüfen, ob das in eurem individuellen Fall überhaupt möglich ist.

Welche Voraussetzungen benötigt das Pferd?

Wanderreiten: PferdOb ein Wanderritt möglich ist oder nicht, hängt nämlich sowohl vom Reiter als auch dem Pferd ab. Dass ihr sattelfest sein müsst, versteht sich von selbst. Vor allem aber sollten euer Vierbeiner und ihr ein eingespieltes Team sein, damit ihr sicher im Gelände unterwegs seid. Reitet ihr also sonst nur in der Halle, empfiehlt es sich natürlich nicht, direkt zum Wanderreiten aufzubrechen.
Das Pferd muss ebenfalls entsprechend vorbereitet werden. So braucht es einerseits die gesundheitlichen Voraussetzungen, sprich es muss Reiter und Gepäck auch über weite Strecken tragen können. Dafür benötigt das Tier natürlich ausreichend Muskeln und Kondition. Es muss also, ebenso wie ein Wanderer, vor der Tour dafür trainiert werden.
Neben der Geländetauglichkeit ist dabei auch die Verkehrssicherheit extrem wichtig, damit ihr sicher unterwegs seid. Möchtet ihr nicht alleine einen Wanderreiturlaub machen, muss euer Pferd zudem natürlich gruppentauglich sein. Prinzipiell gilt also:
• Euer Wanderreitpferd muss gesund sein.
• Es sollte mindestens sieben Jahre alt sein.
• Es sollte Erfahrung im Gelände haben und die meisten gängigen Situationen bereits kennen.
• Das gilt auch für eventuelle Geländehindernisse wie Brücken oder Flüsse.
• Das Pferd muss über eine ausreichende Kondition sowie Muskelkraft verfügen.
• Hierbei ist auch die „geistige“ Kondition zu berücksichtigen, denn vor allem junge Pferde sind durch die vielen neuen Eindrücke schnell überfordert.
• Wichtig ist, dass sich euer Pferd gelassen anbinden lässt und ruhig steht.
• Bei Wanderritten mit Übernachtung sollte es zudem auch in fremder Umgebung relativ gut entspannen und schlafen können.
• Wanderritte in größeren Gruppen sollten ebenfalls im Voraus trainiert werden.
• Das Pferd sollte verlade- und schmiedefromm sein, denn auf jeder Wanderung kann es zu unerwarteten Situationen kommen, die eventuell entsprechende Eigenschaften notwendig machen.
• Ihr selbst kennt euren vierbeinigen Begleiter am besten und sollte ihn daher auch im Voraus realistisch einschätzen, ob das Pferd den richtigen Charakter mitbringt, zum Beispiel hinsichtlich seines Nervenkostüms oder seiner Gelassenheit.
• Zuletzt dürft ihr die Wichtigkeit des Themas „Beschlag“ nicht unterschätzen. Denn in Deutschland sowie vielen weiteren europäischen Ländern sind lange Wanderritte erfahrungsgemäß nicht ohne Beschlag möglich. Kommt dieser für euch nicht infrage, müsst ihr rechtzeitig nach geeigneten Alternativen suchen und das Pferd daran gewöhnen, um beispielsweise ein Wundreiben während des Wanderrittes unbedingt zu verhindern.
Solltet ihr zu dem Ergebnis kommen, dass euer Pferd charakterlich oder körperlich nicht für den Wanderritt geeignet ist, plant lieber keinen entsprechenden Urlaub – eurem Tier und eurer eigenen Sicherheit zuliebe. Alle anderen Faktoren können geübt beziehungsweise trainiert werden. Bestenfalls habt ihr vor dem Aufbruch zum Wanderritt noch ausreichend Zeit, um euer Pferd gezielt darauf vorzubereiten. Wie bei Menschen gilt es dann, die Reitdauer langsam zu steigern, um kontinuierlich Kondition und Muskeln aufzubauen.

Was muss der Reiter können und wissen?

Wanderreiten: Frau und Schimmel

Aber nicht nur das Pferd muss gewisse Grundvoraussetzungen erfüllen, um für das Wanderreiten geeignet zu sein, sondern auch ihr als Reiter. Es kann also durchaus sein, dass zwar euer Tier bereit wäre für diese Art von Urlaub, aber ihr selbst (noch) nicht. Ihr seid es schließlich, die die Verantwortung für euch selbst und das Tier tragt.
Einerseits müsst ihr natürlich ausreichend gut reiten können, um euer Pferd sicher durch das Gelände zu leiten. Andererseits braucht ihr auch das richtige Knowhow, um es korrekt zu reiten und zu gymnastizieren. Ihr seid also dafür verantwortlich, dass euer Pferd die korrekte Ausbildung erhält, um beim Wanderreiten sicher unterwegs zu sein.
Das bedeutet zum Beispiel, Richtung, Tempo und Abstand halten zu können. Zudem seid ihr natürlich für das Training vorab zuständig, damit sowohl das Pferd als auch ihr selbst die ausreichende Kondition für den Urlaub aufbauen. Als Reiter müsst ihr außerdem in der Lage sein,
• … auch mit unerwarteten Situationen souverän umzugehen und euer Pferd zu beherrschen.
• … das Tier schonend sowie pferdegerecht zu reiten und sicher durch unbekanntes Gelände zu führen.
• … selbst auf langen Strecken oder über eine lange Dauer hinweg korrekt reiten oder bei Bedarf selbst zu Fuß gehen zu können.
• … Karten oder GPS-Geräte richtig lesen beziehungsweise bedienen zu können und somit alle Beteiligten auf den richtigen Wegen zum Ziel zu führen.
• Kommandos eines eventuellen Gruppenführers zu befolgen oder diese selbst zu kennen und richtig einzusetzen.
• … Gefahren realistisch einzuschätzen.
Zu den größten Gefahren beim Wanderreiten gehören Unfälle des Pferdes oder Reiters sowie unerwartete Krankheiten oder Verletzungen. Ein falscher Tritt des Pferdes kann dann zum Beispiel schon ausreichen und plötzlich ist ein Knochen gebrochen oder es isst auf dem Weg etwas Giftiges und droht in der Nacht zu sterben. Natürlich handelt es sich dabei um Horrorszenarien, die glücklicherweise selten eintreten. Doch wenn es dazu kommt, müsst ihr bei Bedarf dem betroffenen Pferd oder Menschen „Erste Hilfe“ leisten können. Es gilt außerdem, stets die Rufnummer eines Tierarztes in der Region eingespeichert zu haben, um in Notfällen schnell Hilfe für das Tier holen zu können.

Ein solcher Notfall bedeutet für euch zudem hohe Kosten, denn schlimmstenfalls ist eine tierärztliche Behandlung vor Ort, ein Transport in die Tierklinik, eine Operation oder ein Einschläfern notwendig. Schnell belaufen sich die Kosten in solchen Fällen auf mehrere tausend Euro im vier- bis fünfstelligen Bereich. Es ist daher wichtig, dass ihr – wie eigentlich immer im Alltag als Pferdebesitzer – finanziell einen „Plan B“ für den Notfall habt, zum Beispiel Ersparnisse. Auch der Abschluss einer speziellen Krankenversicherung für das Pferd kann sinnvoll sein, muss aber natürlich vor dem Aufbruch zum Wanderritt getätigt werden. Ist das allerdings nicht möglich, die Ersparnisse reichen nicht aus oder ihr braucht aus anderen Gründen schnell zusätzliches Geld, könnt ihr auch per Smartphone von unterwegs über das Internet einen Kredit aufnehmen. Das ist heutzutage schnell und unkompliziert möglich. Sogar, wenn euch die SCHUFA dabei im Weg steht, gibt es mittlerweile alternative Lösungen für viele Fälle.

Für das Wanderreiten braucht ihr also durchaus einige Kenntnisse, Erfahrungen und finanziellen Voraussetzungen. Es ist daher nicht ratsam, auf seine erste Tour alleine oder nur mit anderen Anfängern aufzubrechen. Stattdessen ist es in solchen Fällen sinnvoller, immer mindestens einen erfahrenen Reiter als Begleitung bei sich zu haben und von ihm zu lernen – bis ihr euch schließlich euren ersten Wanderritt auf eigene Faust zutraut.

Wanderrreiten: Pferdebein mit VerbandWie viel kostet ein Wanderritt?

Die Frage nach den Kosten lässt sich also nicht pauschal beantworten, wie mittlerweile klar geworden sein dürfte. Denn diese hängen natürlich von vielen verschiedenen Faktoren wie der Länge des Wanderritts, den gewählten Unterkünften und weiteren Punkten ab. Wenn ihr euch (noch) nicht zutraut, eigenständig zum Wanderreiten aufzubrechen, könnt ihr alternativ einen geführten Wanderritt buchen. Das ist in vielen Fällen auch mit dem eigenen Pferd möglich, kostet aber dennoch einen stolzen Betrag.
Günstiger ist es also, wenn ihr alleine oder mit einer Gruppe befreundeter Pferdebesitzer aufbrecht und ihr euch selbst durch Wald oder Wiesen navigiert. Dann müsst ihr prinzipiell nur die Kosten für die Verpflegung von euch selbst und eurem Pferd tragen, sowie jene für eventuelle Übernachtungen. Je nachdem, von wo aus ihr aufbrechen möchtet oder ob ihr zusätzlich mit einem Trossfahrzeug unterwegs seid, fallen auch Fahrtkosten an.
Vor allem aber sind es die unerwarteten Kosten, mit welchen ihr – wie bereits erwähnt – bei einem Wanderritt unbedingt kalkulieren müsst. Ein Risiko, das euch gewiss auf dem Alltag als Pferdebesitzer bekannt ist. Alles in allem, handelt es sich aber beim Wanderreiten um eine vergleichsweise günstige Art zu reisen und ist somit auch für Reiterinnern und Reiter eine Option, die kein allzu großes Budget zur Verfügung haben.

Einen Wanderritt richtig planen

Sobald die finanziellen Fragen geklärt sind sowie jene, ob euer Pferd und ihr selbst überhaupt für einen Wanderritt gerüstet seid, kann es an die konkrete Planung gehen. Denn die richtige Organisation ist bei einem Wanderritt das A und O, um sicher und entspannt unterwegs zu sein.
1. Strecke und Etappen
Erst einmal gilt es dafür natürlich den Zeitraum festzulegen. Die heißen Sommermonate eignen sich für euer Vorhaben nur bedingt, denn dann könnt ihr unter Umständen nur in den frühen Morgenstunden oder späten Abendstunden reiten und werdet somit pro Tag nicht viel Strecke zurücklegen. Im Winter kann es auf dem Pferderücken hingegen durchaus sehr kalt werden. Perfekt für einen Wanderritt sind also der Frühling sowie Herbst geeignet, wenn angenehme Temperaturen herrschen.
Wenn ihr wisst, wie viel Zeit ihr für die Reise zur Verfügung habt, könnt ihr nach einer geeigneten Route suchen. Sinnvoll ist aber auch, zuerst klein zu beginnen und beispielsweise nur einen Tag oder für ein Wochenende unterwegs zu sein. Später könnt ihr die Wanderritte frei nach Belieben auf viele Wochen ausdehnen.
Wichtig ist aber, dass ihr dabei weder euch selbst noch euer Pferd überfordert. Wählt die einzelnen Etappen zu Beginn also lieber zu kurz als zu lang – bis ihr realistisch einschätzen könnt, wie viel ihr pro Tag entspannt zurücklegen könnt. Bei mehrwöchigen Wanderritten solltet ihr euch und dem Pferd außerdem regelmäßige Ruhetage gönnen, um euch von den geistigen Eindrücken sowie den körperlichen Strapazen zu erholen. Prinzipiell stehen euch bei der Wahl der Route zwei Möglichkeiten offen:
• Ihr könnt einen Rundritt planen, sprich ihr kommt am Ende wieder zum Ausgangspunkt zurück und könnt direkt mit dem geparkten Hängerfahrzeug wieder nach Hause fahren – beziehungsweise ihr startet und endet quasi an der „Haustüre“.
• Oder ihr plant einen Wanderritt von A nach B, wobei ihr allerdings schon vorab die An- und Abreise organisieren müsst. Gegebenenfalls müsst ihr ein Transportfahrzeug organisieren. In jedem Fall solltet ihr bevor es losgeht das Gefährt komplett durchchecken, damit alles sicher ist.
Bei der Streckenplanung müsst ihr außerdem die Beschaffenheit des Geländes berücksichtigen und abschätzen, was euer Pferd meistern kann sowie in welcher Zeit. Als Faustregel gilt: Pro Tag können für einen Wanderritt rund 25 Kilometer eingeplant werden – maximal aber 45 Kilometer bei einem Pferd und Reiter mit sehr guter Kondition. Die reine Reitzeit beläuft sich damit auf rund fünf bis sieben Stunden pro Tag.
Weniger ist natürlich immer möglich und bietet euch die Option, etwa am Nachmittag noch an einem See zu entspannen, ein bisschen in der Stadt zu bummeln oder einfach die Gegend zu erkunden. Ihr genießt also viele Möglichkeiten, um den Wanderritt frei nach euren individuellen Vorstellungen zu gestalten.
Und zuletzt müsst ihr bei eurer Zeitplanung natürlich auch ausreichend Pausen einberechnen. Etwa nach jeder Stunde solltet ihr kurz innehalten und eine Pause einlegen, damit Pferd und Reiter durchschnaufen können. Mindestens einmal empfiehlt sich zudem eine größere Pause mit einer Dauer von ein bis zwei Stunden, in welcher ihr komplett absattelt. Diese große Pause findet bestenfalls nicht direkt in der Mitte der Strecke, sondern nach rund zwei Dritteln statt, denn zu Beginn sind Reiter und Pferd noch fitter sowie motivierter. Wichtig ist zudem natürlich, dass euer Pferd ausreichend mit Wasser versorgt wird, vor allem an heißen Tagen.
Übrigens: Damit ihr während des Wanderritts nicht die Orientierung verliert, solltet ihr stets eine Karte oder ein GPS-Gerät – bestenfalls sogar beides – im Gepäck haben!
2. Unterkunft und Übernachtung

Wanderreiten: ÜbernachtungDer zweite wichtige Punkt bei der Planung eurer Wanderreise auf dem Pferderücken ist die Übernachtung. Wenn ihr länger unterwegs sein möchtet als nur einen Tag, müssen euer Pferd und ihr selbst natürlich irgendwo schlafen, um wieder zu Kräften zu kommen. Am einfachsten ist das, wenn ihr ein beliebtes Wanderreitgebiet wählt, denn dort gibt es in der Regel eine große Auswahl an Unterkünften, wo ihr mit eurem Pferd günstig und komfortabel unterkommt. Sinnvoll ist natürlich, die Zwischenstationen vorab einzuplanen und zu buchen – sie bestimmen also auch eure konkrete Route und die einzelnen Etappen.
Hierbei müsst ihr außerdem abklären, ob das Pferd in einer Box schlafen oder auf der Weide stehen soll, ob ihr eventuell Paddockmaterial mitbringen müsst und welche weitere Verpflegung für das Tier vorhanden ist – oder eben nicht. Interessant dürfte für euch außerdem sein, wie die Reiter untergebracht werden. Vom Wohnmobil oder Zelt über ein Mehrbettzimmer bis hin zum luxuriösen Blockhaus mit angrenzendem Paddock gibt es hierbei zahlreiche verschiedene Auswahlmöglichkeiten, die sich aber natürlich auch preislich stark unterscheiden.
Prinzipiell ist es in einigen europäischen Ländern auch möglich, sozusagen „ins Blaue“ zu reiten und in der Nacht wild zu campen. Allerdings bedeutet das stets auch ein Risiko, denn ein Umschlagen des Wetters, das Fehlen von Hygieneeinrichtungen oder anderer Annehmlichkeiten machen diese Art von Wanderritt nur wenig komfortabel und können dazu führen, dass der Trip schlimmstenfalls vorzeitig abgebrochen werden muss. Zudem müsst ihr in solchen Fällen natürlich selbst für eure Verpflegung sorgen und somit einiges an Gepäck mitnehmen oder über ein Trossfahrzeug beziehungsweise Packpferd verfügen.
3. Gepäck und Verpflegung
Ihr habt also folgende Möglichkeiten, wenn es um die Frage der Verpflegung geht:
• Ihr könnt das notwendige Gepäck und die Verpflegung auf dem eigenen Pferd mitführen, wenn die Last nicht zu groß ist und ihr über das dafür benötigte Zubehör verfügt.
• Ihr könnt ein zusätzliches Packpferd mitnehmen.
• Ihr könnt an den Abenden ein Hängergespann, sprich einen Nichtreiter, nachziehen, der das Gepäck dabei hat.
• Ein Trossfahrzeug kann euch auf eurem Wanderritt begleiten.
Habt ihr all diese Fragen beantwortet und seid startklar für euren (ersten) Wanderritt mit dem eigenen Pferd, braucht ihr vielleicht nur noch ein bisschen Inspiration für eure nächsten Touren. Welche also sind die schönsten und beliebtesten Wanderreitstrecken in Deutschland und dem Umland?

Die schönsten Touren für Deinen Wanderritt

Natürlich könnt ihr überall wanderreiten, wo euer Pferd problemlos durch das Gelände laufen kann und darf. Vor allem zu Beginn ist es dabei sinnvoll, einfach direkt vom Stall aus zu starten und schöne Rundwege zu reiten. Doch auf Dauer wird das langweilig und es gibt durchaus spezielle Wanderreitwegenetze, die nicht nur eine komfortable Planung ermöglichen, weil es beispielsweise viele Unterkünfte für Pferd und Reiter gibt, sondern auch durch herrliche Landschaften führen.
Sie sind also eine tolle Anlaufstelle für Wanderritte unterschiedlicher Länge und Schwierigkeit. Folgende ist eine Auflistung einiger der schönsten Wanderreitwege in Deutschland und dem naheliegenden Ausland – allerdings nur ein kleiner Ausschnitt von einer riesigen Auswahl:
• Bayerische Wanderreitwege mit einer Länge von 625 Kilometern durch abwechslungsreiche und unberührte Landschaften.
• Die hessische Schleifenroute sowie die insgesamt 199 Kilometer Reitwege durch das Bundesland mit den berühmten Wäldern.
• Das Reiten am Strand und damit ein Traum vieler Pferdebesitzer wird an der Nordsee wahr, wo unzählige Wanderwege zwischen Wäldern, Wattenmeer und Nationalparks warten.
• Das Havelland im Westen von Brandenburg zählt zu einem der schönsten Reitwegenetze in Deutschland zwischen der Elbe und der Oder.
• Das Mühlviertler Reitwegenetz mit 620 Kilometern markierten Reitwegen im „historischen“ Viertel von Oberösterreich.
• Die polnischen Masuren sind ebenfalls ein beliebtes Ziel für Reitwanderer zwischen dichten Wäldern und der wunderschönen Masurischen Seenplatte.
Die Auswahl ist riesig und langweilig wird euch dabei gewiss nicht. Je nach Geschmack, Kondition, Budget und Dauer ist also gewiss auch die perfekte Route für euch dabei.

Ähnliche Beiträge