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Nachhaltiger Reiturlaub: So lässt er sich umsetzen

von Michelle Holtmeyer
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Das Reisen gehört zu den liebsten Hobbys vieler Menschen – natürlich neben dem Reiten. Naheliegend ist daher, diese Leidenschaften miteinander zu verbinden. Ein Reiturlaub bietet dafür hervorragende Möglichkeiten, sei es mit dem eigenen Pferd oder auf einem fremden Reiterhof. Allerdings ist ein solcher Reiturlaub nicht automatisch nachhaltig. Ein Aspekt, der ebenfalls für viele Reisende immer wichtiger wird. Daher stellt sich die Frage, ob Du den Reiturlaub nachhaltig(er) gestalten kannst und wie? Die Antwort findest Du in diesem Artikel.

Was Nachhaltigkeit wirklich bedeutet

Die Nachhaltigkeit ist derzeit in aller Munde. Trotzdem ist nicht immer klar, was damit eigentlich gemeint ist. Eine einheitliche Definition der Nachhaltigkeit gibt es nicht, doch in der Regel umschreibt sie die Übernahme einer ökologischen Verantwortung. Es geht darum, ein umwelt- und klimaverträgliches Verhalten an den Tag zu legen, sodass die vorhandenen Ressourcen geschont und die Schönheit sowie Gesundheit der Natur erhalten bleibt. Nachhaltig zu leben, heißt demnach, einen Beitrag zu leisten, damit die Welt in Zukunft noch genauso aussieht wie heute – oder sogar besser. Häufig sind es schon die kleinen Verhaltensweisen, welche ein nachhaltiges Bewusstsein ausmachen, zum Beispiel keinen Müll in die Natur zu werfen, nicht in jedem Raum das Licht brennen zu lassen oder regionale Lebensmittel einzukaufen.

Allerdings kann die Nachhaltigkeit noch weit darüber hinausgehen. Es gibt also viele Möglichkeiten, um nachhaltig(er) zu leben, beispielsweise den Verzicht auf ein eigenes Auto, den Kauf nachhaltiger Kleidung, die Vermeidung von Müll und vieles mehr. Zunehmend wird das Thema auch beim Reisen wichtig. Denn dieses gilt, vor allem in Form einer Flugreise, als einer der größten Umwelt- und Klimasünder überhaupt. Jedoch gibt es Möglichkeiten, um mehr Nachhaltigkeit in die eigene Reise zu bringen, was auch für einen Reiturlaub gilt. Kurzum: Nachhaltigkeit bedeutet, Verantwortung für die Zukunft zu tragen; für die Ressourcen, das Klima und die Umwelt.

Das Reiten und die Nachhaltigkeit – ein Spannungsfeld?

Gerade für tier- und naturbezogene Menschen, was natürlich auf viele Reiter zutrifft, spielt das Thema mittlerweile eine wichtige Rolle im Alltag. Schließlich möchten sie die Welt für ihr zukünftiges Selbst, ihre Kinder, ihre Kindeskinder und auch für ihr Pferd lebenswert(er) machen beziehungsweise erhalten. Die gute Nachricht lautet: Nachhaltigkeit und das Reiten widersprechen sich keinesfalls. Ganz im Gegenteil, ist das Reiten per se sogar ein nachhaltiges Hobby. Schließlich ist das Pferd ein emissionsfreies Fortbewegungsmittel. Es ist zudem ein Pflanzenfresser und braucht – je nach Art der Haltung – kaum Energie in Form von künstlicher Wärme oder Licht. Weiterhin sorgt die Einrichtung von Pferdekoppeln für den Erhalt von Grünflächen und Schutzgebieten, die ökologisch wertvoll und wichtig im Kampf gegen den Klimawandel sind.

Diese sind nur einige von vielen Aspekten, die das Reiten nachhaltig machen können. Allerdings hängt es auch viel vom Verhalten des Pferdebesitzers ab, inwiefern diese Nachhaltigkeit tatsächlich umgesetzt wird. Es empfiehlt sich daher, ein Bewusstsein für die Thematik zu entwickeln, um in Zukunft (noch) achtsamer mit Fragen rund um das Pferd oder eben den Reiturlaub umzugehen.

Zwei Arten von Reiturlaub – welche ist nachhaltiger?

Wer einen Reiturlaub plant, sollte daher im Sinne seiner ökologischen Verantwortung auch nachhaltige Fragen berücksichtigen. Dabei geht es um Grundregeln, die auch heimischen Reitalltag greifen, aber ebenso um spezielle Anforderungen in einem Reiturlaub. Erst einmal gilt es zu klären, um welche Art von Reiturlaub es sich handeln soll. Schließlich gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Der Reiturlaub mit dem eigenen Pferd oder
  2. der Reiturlaub ohne eigenes Pferd.

Sie beide bringen individuelle Vor- und Nachteile mit sich. Wer kein eigenes Pferd besitzt, für den stellt sich die Frage nicht. Der Reiturlaub findet dann in der Regel auf einem Reiterhof statt, der die Möglichkeit zu Reitstunden oder Ausritten mit den hauseigenen Pferden bietet. Schwieriger ist die Entscheidung hingegen für Reiter mit eigenem Pferd. Denn nicht jeder Urlaub und auch nicht jedes Tier ist für eine gemeinsame Reise geeignet. Stattdessen muss das Pferd einige Grundvoraussetzungen erfüllen, um überhaupt mit in den Urlaub zu können:

  • Körperliche Konstitution, sprich eine gute Gesundheit, um die Reise meistern zu können.
  • „Geistige“ Konstitution, um dem Stress der Reise durch den Transport und die neue Umgebung gewachsen zu sein.
  • Transportfähigkeit, sprich das Pferd muss an den Hänger gewöhnt sein.
  • Das Wanderreiten ist eine Alternative zum Transport im Hänger, bringt aber weitere Voraussetzungen für Pferd und Reiter mit sich.

Erfüllt das Pferd diese Anforderungen und soll mitkommen in den Reiturlaub, darf das Reiseziel natürlich nicht allzu weit entfernt sein und Flugreisen entfallen von Vornherein als Option. Wer also davon träumt, über australische Strände zu galoppieren oder durch den kanadischen Wald zu reiten, muss dennoch sein eigenes Tier in der Heimat lassen. Es handelt sich somit um eine Entscheidung, die im Einzelfall getroffen werden muss. Beide Arten des Reiturlaubs sind jedoch nachhaltig möglich und viele der folgenden Tipps gelten daher unabhängig von der Art der Reise.

Tipps für den nachhaltige(re)n Reiturlaub

nachhaltiger-reiturlaub-bergeBei jeder Art von Reise ist es daher möglich und sinnvoll, auf die Nachhaltigkeit zu achten. Häufig sind es schon kleine Maßnahmen, die dabei einen großen Effekt erzielen können. Somit bedeutet die Rücksicht auf Ressourcen, Umwelt, Klima, Tiere & Co keine Abstriche bei der Qualität der Reise. Im Gegenteil: Ein nachhaltiger Reiturlaub kann umso schöner sein, denn er wird mit gutem Gewissen genossen. Folgende Tipps helfen bei dessen Umsetzung.

1. Tipp: Das Reiseziel

Die Wahl des Reiseziels bestimmt zu großen Teilen darüber, ob die Reise mit eigenem Pferd geeignet ist oder nicht. Wer mit dem eigenen Pferd reisen möchte, sollte die Transportwege so kurz wie möglich halten, um den Stress für das Tier zu minimieren. Es empfehlen sich daher Reiseziele in der Umgebung, beispielsweise in Deutschland oder dem europäischen Umland. Auch hier gibt es schließlich tolle Destinationen für Strandritte, Wanderritte & Co. Je regionaler der Reiturlaub verbracht wird, desto nachhaltiger ist er in der Regel auch. Denn vor allem die Fahrt mit Auto und Pferdehänger beeinflusst die Umweltbilanz der Reise negativ. Am besten wäre es dann also, direkt von zuhause zu starten und die gewünschte Strecke als Wanderritt zurückzulegen – wenn möglich.

Demgegenüber herrschen bei einem Reiturlaub ohne eigenes Pferd keine Einschränkungen bei der Wahl des Reiseziels. Auch eine Flugreise ist möglich, allerdings nicht nachhaltig. Daher gilt für diese Art des Verreisens ebenfalls: Je näher die Destination ist, desto besser. Zudem empfiehlt es sich, diese nicht mit dem Auto oder Flugzeug anzusteuern, sondern mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder – besser noch – mit dem Fahrrad beziehungsweise zu Fuß. Das Wanderreiten mit einem Leihpferd ist natürlich ebenfalls eine Option. Du siehst: An Möglichkeiten, um den Reiturlaub nachhaltig zu gestalten, mangelt es in beiden Fällen nicht. Ohne eigenes Pferd ist der Urlauber diesbezüglich aber flexibler. Nachhaltigkeit bedeutet bei der Wahl des Reiseziels also, dass dieses mit so wenigen Emissionen wie möglich erreicht werden kann.

2. Tipp: Die richtige Ausrüstung

nachhaltiger-reiturlaub-putzsachenSobald die Entscheidung für das Reiseziel und die Reisezeit gefallen ist, kann eine Liste mit der benötigten Ausrüstung für Pferd und Reiter erstellt werden. Wer ohne Pferd reist, muss sich nur selbst ausrüsten. Demgegenüber erfordert ein Urlaub mit dem eigenen Pferd oder ein Wanderritt auch eine umfassende Ausstattung für das Tier. Es gibt viele Tipps, um diese Ausrüstung nachhaltig zusammenzustellen:

  • Second Hand: Ausrüstung aus zweiter Hand zu kaufen, spart nicht nur Geld, sondern reduziert auch Müll und gilt daher als nachhaltiger im Gegensatz zum Neukauf.
  • Nachhaltige Händler: Ist der Neukauf hingegen gewünscht oder notwendig, empfiehlt sich die Auswahl eines (Online-) Shops, der auf die Nachhaltigkeit achtet, zum Beispiel durch eine regionale Produktion, umweltfreundliche Verpackungen oder den CO2-neutralen Transport.
  • Richtige Produktauswahl: Auch die Auswahl der einzelnen Produkte sollte unter nachhaltigen Gesichtspunkten erfolgen. Natürlich sind Optik, Qualität, Funktionalität & Co ebenfalls wichtig – allerdings stammen viele Produkte im Reitsport aus Billiglohnländern, haben emissionsreiche Transporte hinter sich oder wurden mit Chemikalien behandelt. Es lohnt sich daher, ein bisschen mehr Geld für Qualitätsware „made in Germany“ auszugeben, bei einer Marke, die nachhaltig produziert.
  • Zertifizierungen: Auf Zertifikate zu achten, kann bei der Auswahl nachhaltiger Produkte helfen, zum Beispiel GOTS (Global Organic Textile Standard).
  • Ökologische Textilien: Ein Blick auf die Materialliste ist hilfreich, denn empfehlenswert sind im Sinne der Nachhaltigkeit Textilien aus Bio-Baumwolle oder Naturfasern wie Hanf.
  • Qualitative Pferdeausstattung: Auch bei der Ausrüstung für das Pferd lohnt es sich, etwas tiefer in den Geldbeutel zu greifen, um in nachhaltige und langlebige Produkte zu investieren.
  • Lederalternativen: Da die Nachhaltigkeit von Leder umstritten ist, sollte entweder auf die Herkunft und Produktion von Sattel, Zaumzeug & Co geachtet oder direkt zu Alternativen wie Kork gegriffen werden. Es gibt schließlich vegane und somit nachhaltige Pferdeausrüstung, die den Klassikern aus Leder qualitativ sowie optisch in nichts nachsteht.
  • Nachhaltige Materialien: Auch für weitere Produkte rund ums Pferd wie das Reitpad stehen nachhaltige Materialien wie Filz zur Verfügung.
  • Plastik vermeiden: Leider wird in der Pferdeausstattung nach wie vor viel Plastik verwendet, beispielsweise beim Putzzeug. Es empfiehlt sich daher, Plastik so gut es geht zu vermeiden und stattdessen auf nachhaltige Materialien wie Holz zu setzen.
  • Keine Chemie: In vielen Pflegeprodukten für Pferde sind Chemikalien enthalten. Diese sind nicht nur Gift für die Umwelt, sondern auch für das Tier. Sinnvoll ist daher, stattdessen auf natürliche Produkte zu setzen, die biologisch hergestellt werden. Sie bestehen häufig aus Kräutern, Ölen oder anderen pflanzlichen Bestandteilen, haben aber denselben Effekt.
  • Richtiges Pferdefutter: Selbst beim Futter für das Pferd kann mittlerweile (mehr) Nachhaltigkeit erreicht werden. Es gibt zum Beispiel biologische Leckerli oder Hanfpellets zu kaufen. Auch Landwirte aus der Region bieten oft die Möglichkeit zum Kauf von hochwertigem Futter, das ohne Pestizide, Nitrate, Dünger & Co hergestellt wird.
  • Langlebigkeit: Sowohl für die Pferdeausrüstung als auch für jene des Reiters gilt: auf Langlebigkeit achten! Denn je länger die Ausstattung hält, desto nachhaltiger ist sie – und umso günstiger.
  • Bedarfsorientierter Kauf: Zudem ist es sinnvoll, die Ausrüstung bedarfsorientiert zu kaufen, sprich nur das, was tatsächlich benötigt wird.
  • Ausleihen: Manches kann für den Reiturlaub vielleicht ausgeliehen werden. Das spart ebenfalls Geld und schont die Umwelt.
  • Wiederverwenden und recyceln: Wird doch irgendwann etwas aussortiert, obwohl es noch funktionsfähig ist, sollte es verkauft oder verschenkt und somit wiederverwendet werden. In den Abfall wandert erst, was tatsächlich unbrauchbar geworden ist. Dann ist es bestenfalls recycelbar.
    Schon vor der eigentlichen (Ab-) Reise können also viele Schritte unternommen werden, um den Reiturlaub nachhaltig zu gestalten. All diese Tipps lassen sich natürlich auch im Alltag für Pferd und Reiter anwenden.

3. Tipp: Die Anreise

Nachdem die Ausrüstung angeschafft und eingepackt wurde, kann der Urlaub starten. Die Anreise ist dabei ein wichtiger Faktor, wenn es um die Umwelt- sowie Klimaverträglichkeit der Reise geht. Wie bereits erwähnt, empfiehlt es sich, das Auto weitestgehend zu meiden. Selbiges gilt für Flugzeuge oder Schiffe wie Fähren. Sie alle produzieren hohe Emissionen und bringen weitere Nachteile im Sinne der Nachhaltigkeit mit sich, beispielsweise stören Schiffe den natürlichen Lebensraum der Meerestiere. Am besten ist es daher, direkt per Wanderritt auf dem Pferdrücken anzureisen. Aber auch eine Pilger- oder Fahrradreise kann optimal mit einem Reiturlaub verbunden werden. Ansonsten sind Busse oder Züge zumindest umweltfreundlichere Alternativen. Wer hingegen das Auto nehmen muss, weil beispielsweise das Pferd im Hänger ist, bildet bestenfalls Fahrgemeinschaften und achtet auf einen umweltfreundlichen Fahrstil.

4. Tipp: Die Unterkunft

nachhaltiger-reiturlaub-unterkunftAuch die Frage der Unterkunft ist entscheidend, um möglichst nachhaltig zu reisen. Reiturlaub bedeutet nicht zwingend, auf einem Reiterhof zu übernachten. Stattdessen sind vielfältige Konstellationen denkbar. Es gibt zwar den klassischen Reiturlaub auf dem Reiterhof, bei dem der Reiter und eventuell sein Pferd den gesamten Urlaub auf demselben Hof verbringen. Sie können aber auch in Form eines Wanderritts von Unterkunft zu Unterkunft ziehen und dort jeweils nur ein bis zwei Nächte verbringen. Wer kein eigenes Pferd dabei hat, kann zudem in einer anderen Unterkunft schlafen und nur tagsüber auf dem Hof die Reitstunden nehmen oder Ausritte buchen.

Letztere Option bringt den Vorteil mit sich, dass die Auswahl an nachhaltigen Unterkünften größer ist. Es gibt mittlerweile zum Beispiel Hostels mit günstigen Familienzimmern, die nicht nur kinderfreundlich sind, sondern auch nachhaltig. Oder die Reisenden können sich in einem Wellness-Hotel einbuchen, um nach einem langen Ritt bestmöglich zu entspannen. Zudem ist natürlich nicht jeden Tag das Reiten erforderlich, sondern der Reiturlaub kann kombiniert werden mit einem Strandurlaub, einer Städtereise, einem Wanderurlaub oder vielen weiteren Reiseformen. Reiturlaub ist also nicht gleich Reiturlaub, sondern er kann individuell und damit auch nachhaltig gestaltet werden. Zwar gibt es mittlerweile Reiterhöfe, die auf Nachhaltigkeit setzen und somit klassische, aber ökologische Reitferien anbieten – doch es gibt eben auch zahlreiche Alternativen vom Zeltplatz bis zum Luxushotel. So findet jeder eine nachhaltige Wahl, die zu den eigenen Vorstellungen und dem individuellen Budget passt.

Wichtige Hinweise, ob die Unterkunft nachhaltig ist oder nicht, lassen sich zum Beispiel anhand folgender Faktoren finden: Wie wird geheizt? Welche Verpflegung wird angeboten (z. B. regional, FairTrade, etc.)? Wie ist die Einrichtung gestaltet (z. B. aus welchen Materialien)? Wird Müll getrennt? Wie werden die Pferde oder weiteren Tiere gehalten und gefüttert? Wer die Augen offenhält, merkt schnell, inwiefern die Unterkunft tatsächlichen Wert auf Nachhaltigkeit legt – oder ob es sich eher um eine Marketing-Strategie handelt. Da sich all diese Faktoren aber erst vor Ort überprüfen lassen, empfiehlt sich schon bei der Buchung eine intensive Recherche. Umweltsiegel und Öko-Zertifikate können hierbei helfen, indem sie nachhaltige Unterkünfte erkenntlich machen.

5. Tipp: Die Verpflegung

nachhaltiger-reiturlaub-zwei-frauenMit der Verpflegung ist ein wichtiges Stichwort gefallen. Wie das Pferd nachhaltig(er) gefüttert werden kann, weißt Du nun bereits. Aber auch der Reiter sollte während der Reise auf eine nachhaltige Verpflegung achten. Häufig wird ganz oder teilweise in der Unterkunft gespeist. Nachhaltige Anbieter setzen dabei auf regionale oder selbstgemachte Produkte. Letzteres bietet natürlich sich vor allem auf einem Bauernhof an. Zudem sollten die Produkte „FairTrade“, qualitativ hochwertig und biologisch sein. Wichtig ist auch, dass die übriggebliebenen Lebensmittel nicht im Abfall landen, wie das häufig bei einem Buffet gehandhabt wird.

Um auf Nummer sicher zu gehen, kann auch eine Unterkunft sinnvoll sein, in der die Reiturlauber selbst kochen können. Das spart Geld, macht Spaß und ermöglicht maximale Nachhaltigkeit. Um diese zu erreichen, gelten folgende Grundregeln:

  • Möglichst wenig oder überhaupt kein Fleisch essen.
  • Regionale und saisonale Lebensmittel verwenden.
  • Produkte in Bio- oder Demeter-Qualität kaufen.
  • Unverpackt einkaufen.
  • Frische Produkte verwenden, anstelle von verarbeiteten oder Fertigprodukten.
  • Strom- und energiesparend kochen.

All diese Tipps lassen sich natürlich ebenso im Alltag, vor und nach dem Reiturlaub, für mehr Nachhaltigkeit im Leben anwenden. Und wer dennoch hin und wieder auswärts essen möchte, findet in vielen (vor allem größeren) Städten mittlerweile nachhaltige Restaurants oder ähnliche Angebote.

6. Tipp: Das Reiten

Zuletzt gilt noch eine wichtige Grundregel beim Ausreiten am Urlaubsort: Dort ist es wichtig, auf gekennzeichneten Reitwegen zu bleiben und nicht querfeldein durch die Natur oder sogar ein Schutzgebiet zu reiten. So wird sichergestellt, dass die heimischen Tiere nicht gestört und Pflanzen nicht zerstört werden.

Fazit

Es ist also durchaus möglich, einen Reiturlaub nachhaltig zu gestalten. Als umwelt- und klimafreundliches Hobby bietet das Reiten dafür optimale Voraussetzungen. Die Nachhaltigkeit beginnt bereits bei der Vorbereitung, doch auch während und nach der Anreise helfen viele kleine Maßnahmen dabei, den eigenen ökologischen Fußabdruck während der Reise zu minimieren. Das betrifft zum Beispiel die Wahl der Unterkunft oder der Verpflegung für das Pferd. Das Plus an Nachhaltigkeit bringt zudem zahlreiche weitere Vorteile mit sich, sozusagen als positive Nebeneffekte: Die Verpflegung für Pferd und Reiter ist gesünder, bei der Ausrüstung lässt sich viel Geld sparen und der Verzicht auf Fleisch mindert Tierleid in der ganzen Welt – und diese sind nur einige von vielen Beispielen. Jeder Pferdefreund, dem die Tiere und die Umwelt am Herzen liegen, sollte daher (nicht nur) beim nächsten Reiturlaub auf maximale Nachhaltigkeit achten!

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