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West-Nil-Virus beim Pferd: Gefahr durch Stechmücken

von Finia Fischer
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Das West-Nil-Virus beim Pferd stammt, wie der Name vermuten lässt, aus Afrika und ist eigentlich eine Vogelkrankheit. Sie wird durch Stechmücken übertragen und kann so auch Fehlwirte wie Menschen oder Pferde betreffen. Für Pferde gibt es drei zugelassene Impfstoffe, die vor dem schweren Verlauf einer Infektion schützen sollen. 

Was ist das West-Nil-Virus beim Pferd? Infektionen und Vorkommen

Das West-Nil-Virus ist ein Virus, das aus Afrika stammt. Es wird durch Mücken übertragen. Die Hauptwirte sind Vögel, allerdings können sich auch Menschen und Pferde als Fehlwirte infizieren. Die Besonderheit ist dabei, dass die Fehlwirte zwar selbst erkranken, das Virus aber nicht weitergeben können. Dennoch ist das Virus bei Vögeln und Pferden anzeigepflichtig und wird als Tierseuche eingestuft. Bei einer Infektion muss deshalb umgehend der Amtstierarzt in Kenntnis gesetzt werden. 

Das West-Nil-Virus ist mittlerweile in vielen Teilen der Welt verbreitet, darunter Afrika, Europa, Asien und Nordamerika. In Europa gelten Südfrankreich, Griechenland, Norditalien, der Westen der Türkei sowie Teile von Österreich, Ungarn, der Slowakei und Tschechien als Risikogebiete. In Deutschland gab es bereits Fälle in Brandenburg, Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt.

Was ist das West-Nil-Virus?

Das West-Nil-Virus ist ein aus Afrika stammendes Virus, das vor allem bei Vögeln vorkommt. Menschen und Pferde können sich aber als Fehlwirte ebenfalls infizieren. 

Diagnose und Behandlung: Wie erkennt man das West-Nil-Virus beim Pferd?

Infektionen mit dem West-Nil-Virus verlaufen häufig ohne sichtbare Symptome. Wenn die Krankheit ausbricht, kann es zu starken neurologischen Symptomen kommen. Zu Beginn äußern sich diese in leichtem Stolpern und allgemeiner Schwäche. Teilweise haben betroffene Tiere auch Fieber. Im Verlauf kann es zu Muskelzittern und Lähmungen der Hinterhand kommen. Einige Pferde liegen sich fest und schaffen es nicht ohne Hilfe aufzustehen. Ca. 30% der erkrankten Pferde versterben an den Symptomen oder müssen aufgrund zu großer neurologischer Schäden eingeschläfert werden. 

Diagnostiziert wird das West-Nil-Virus anhand der Symptome sowie einer Blutprobe. In einigen Fällen wird auch eine Gewebeprobe entnommen. 
Bislang gibt es keine Heilmethode für das West-Nil-Virus. Die Tierärzte konzentrieren sich bei der Behandlung auf die Linderung der Symptome, beispielsweise durch Schmerzmittel und Entzündungshemmer. Auch Infusionen oder Unterstützung bei der Futteraufnahme können helfen. 

Ist das West-Nil-Virus tödlich?

In den meisten Fällen zeigen infizierte Tiere keine Symptome, teilweise kann es aber zu neurologischen Ausfällen kommen, die tödlich enden können.

Wie wird das West-Nil-Virus beim Pferd übertragen?

Die Übertragung des West-Nil-Virus erfolgt im natürlichen Kreislauf zwischen Stechmücken und Wildvögeln, die als Hauptwirte gelten. Allerdings kommt es immer wieder vor, dass Stechmücken, die zuvor infizierte Vögeln gestochen haben, das Virus auf Säugetiere übertragen. Auf diese Weise können sich unter anderem Menschen und auch Pferde mit dem Virus infizieren. 

Säugetiere, die als Fehlwirte infiziert werden, können zwar selbst erkranken, allerdings werden in ihrem Blut keine ausreichend großen Mengen des West-Nil-Virus gebildet. Das bedeutet, dass die Fehlwirte die Krankheit nicht weitergeben können. 

Die meisten Infektionen mit dem West-Nil-Virus gibt es im Spätsommer und zu Beginn des Herbstes, denn zu dieser Zeit sind die Mücken besonders aktiv. 

Wie wird das West-Nil-Virus übertragen?

Das West-Nil-Virus wird durch blutsaugende Mücken übertragen. Pferde und Menschen geben das Virus nicht weiter.

Welche Mücken übertragen West-Nil-Fieber?

Das West-Nil-Virus wird von blutsaugenden Mücken übertragen.

Pferd wird vom Tierarzt gegen das West-Nil-Virus geimpft

In Deutschland gibt es aktuell drei zugelassene Impfstoffe gegen das West-Nil-Virus. In Risikogebieten wird eine Impfung empfohlen.

Prävention – wann ist eine Impfung sinnvoll?

In Deutschland gibt es aktuell drei zugelassene Impfstoffe gegen das West-Nil-Virus. Die ständige Impfkommission der Veterinärmedizin empfiehlt Pferde, die in Virusgebieten leben oder aufgrund von Turnieren o.ä. dorthin gebracht werden, zu impfen. Auch für die angrenzenden Regionen gibt es eine Impfempfehlung. 

Wichtig ist, dass die erste Impfung bereits im Frühjahr erfolgen sollte, also noch bevor die Mückensaison losgeht. Nur so kann der Körper in Ruhe Antikörper entwickeln, die ihn gegen das Virus schützen. Die Bildung schützender Antikörper kann bis zu sechs Wochen dauern. Nach der Grundimmunisierung sollten die Pferde jährlich geimpft werden. 

Wenn ein Pferd bereits Symptome zeigt oder das Immunsystem aus anderen Gründen geschwächt ist, sollte das Tier auf keinen Fall geimpft werden. 

Um der Übertragung des Virus vorzubeugen, sollten außerdem Maßnahmen zur Reduktion von Stechmücken ergriffen werden. Offene Wasserbehälter wie Regentonnen sollten, wenn möglich abgedeckt werden. Wasser auf den Koppeln sollten regelmäßig gewechselt werden. Dadurch wird den Mücken die Vermehrung erschwert. Auch Insektenabwehrmittel (Repellentien) sind hilfreich, um sich und die Pferde vor Mücken zu schützen. In der Nacht sollte kein Licht im Stall brennen, denn das lockt Mücken an. 

Wann ist eine Impfung gegen das West-Nil-Virus bei Pferden sinnvoll?

In Risikogebieten wird eine Impfung empfohlen.

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