Anzeige: Reitsport begeistert und birgt doch gewisse Risiken. Ob ungeplante Bewegungen des Pferdes, mangelhafte Ausrüstung oder Unachtsamkeit: Reitunfälle passieren schneller, als man denkt. Umso wichtiger ist es, Gefahren zu erkennen, vorzubeugen und im Ernstfall richtig zu handeln. In diesem Beitrag erfährst du, warum es zu Reitunfällen kommt, wie du dich und dein Pferd schützen kannst, und was im Notfall zu tun ist.
Warum kommt es überhaupt zu Reitunfällen?
Ein Reitunfall kann aus verschiedenen Gründen passieren und die Sicherheit von Reiter und auch Pferd beeinträchtigen. Einer der häufigsten Gründe liegt in unvorhersehbaren Situationen, die während des Reitens entstehen können. Plötzliche Schreckreaktionen der Pferde, unerwartete Umweltreize oder sogar unvorhergesehene Wetterbedingungen können zu schwierigen Momenten führen.
Ein weiterer Aspekt, der zu Reitunfällen beitragen kann, liegt in der Unerfahrenheit der Reiter. Ein Mangel an Erfahrung, unzureichende Kenntnisse über das Verhalten der Pferde oder falsche Reaktionen in kritischen Situationen können das Unfallrisiko erhöhen. Hier spielen auch die Wahl des geeigneten Pferdes und die Anpassung an das eigene Reitniveau eine große Rolle.
Die physische Verfassung von Reiter und Pferd ist ebenfalls ein wichtiger Faktor. Ermüdung, mangelnde Fitness oder gesundheitliche Probleme können die Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen, was zu gefährlichen Situationen führen kann.
Nicht zuletzt tragen auch mangelnde Sicherheitsmaßnahmen und Vernachlässigung von Schutzausrüstung zu Reitunfällen bei. Der Verzicht auf einen Helm oder ungeeignete Reitbekleidung kann schwerwiegende Verletzungen verursachen.
Insgesamt zeigt die Vielfalt der Gründe für einen Reitunfall, wie wichtig eine gute Ausbildung, Erfahrung, aufmerksame Risikoeinschätzung und angemessene Schutzmaßnahmen für einen sicheren Reitbetrieb sind.
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Was sind die häufigsten Verletzungen bei einem Reitunfall?
Verletzungen beim Reiten können sehr unterschiedlich ausfallen – von leichten Prellungen bis hin zu schweren Kopf- oder Rückenverletzungen.
Die häufigsten Verletzungsarten sind:
- Knochenbrüche, z. B. am Handgelenk, Schlüsselbein, Arm oder Bein
- Verstauchungen und Prellungen, etwa an der Schulter oder den Rippen
- Kopfverletzungen, von der Gehirnerschütterung bis zum Schädel-Hirn-Trauma
- Wirbelsäulenverletzungen, insbesondere beim unkontrollierten Sturz
- Innere Verletzungen, z. B. durch einen Aufprall auf den Sattelknauf oder das Pferd selbst
Viele dieser Verletzungen entstehen durch den direkten Sturz auf den Boden oder durch den Tritt des Pferdes. Reithelme und Reitwesten verringern das Risiko schwerer Verletzungen spürbar. Dennoch tragen viele Reiter sie im Freizeitbereich noch immer zu selten.
Auch psychische Verletzungen dürfen nicht unterschätzt werden. Nach einem schweren Reitunfall leiden Betroffene häufig unter Angstzuständen, Verlust des Vertrauens ins Pferd oder sogar Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS). Eine behutsame Wiedereingewöhnung ins Reiten und gegebenenfalls professionelle Hilfe sind essenziell, um langfristig wieder Freude am Reitsport zu erfahren.
Was sind die häufigsten Verletzungen beim Reiten?
Die häufigsten Verletzungen beim Reiten umfassen Stürze, Frakturen, Verstauchungen und Prellungen, wobei Kopfverletzungen aufgrund von fehlendem Helmschutz besonders gefährlich sind.
Wie leistest du Erste Hilfe nach einem Reitunfall?
Erste-Hilfe-Maßnahmen bei einem Reitunfall sind wichtig, um die Sicherheit von Reiter und Pferd zu gewährleisten. Im Falle eines Sturzes oder einer Verletzung ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und gezielt vorzugehen.
Sicherheitsabstand wahren: Bevor man dem verunfallten Reiter oder Pferd zu Hilfe kommt, ist es wichtig, eine sichere Distanz zu wahren, um weitere Gefahren zu vermeiden. Beruhigende Worte können in diesem Moment unterstützend sein. Bringe Dich als Ersthelfer nicht selbst in Gefahr und versuche, die Unfallstelle zunächst zu sichern.
Stabile Seitenlage: Falls der Reiter bewusstlos ist, sollte er in die stabile Seitenlage gebracht werden, um die Atemwege freizuhalten. Dabei ist darauf zu achten, dass der Kopf in einer neutralen Position bleibt.
Notruf absetzen: Bei schwerwiegenderen Verletzungen oder wenn der Zustand des Reiters kritisch ist, sollte umgehend der Notruf (in Deutschland 112 für Feuerwehr und Rettungsdienst und 110 für polizeiliche Hilfe) abgesetzt werden. Dabei ist es wichtig, klare Informationen über den Unfallort und den Zustand des Verletzten zu geben. Beantworte die Fragen des Rettungsdienstes ruhig, sachlich und korrekt.
Pferd beruhigen: Ein verängstigtes Pferd kann unberechenbar reagieren. Durch ruhige Ansprache und beruhigende Gesten versucht man, das Tier zu stabilisieren und mögliche weitere Gefahren zu minimieren.
Wundversorgung: Kleine Verletzungen können vor Ort versorgt werden. Dies beinhaltet das Reinigen von Wunden und das Anlegen von sterilen Verbänden. Größere Verletzungen erfordern jedoch professionelle medizinische Hilfe.
Helm abnehmen ja oder nein? Wenn der Reithelm das Atmen beeinträchtigt oder andere lebensbedrohliche Auswirkungen nach dem Sturz mit sich bringt, sollte der Helm vorsichtig entfernt werden. Hierbei ist darauf zu achten, den Kopf des Verletzten möglichst wenig zu bewegen, um eventuelle Wirbelsäulenverletzungen zu vermeiden. Hat der Reithelm keine direkten Auswirkungen auf die Unversehrtheit des Reiters und Du bist Dir unsicher, lasse ihn auf, bis die Rettungskräfte eintreffen.
Atemkontrolle und Herz-Lungen-Wiederbelebung: Falls der Reiter nicht atmet oder das Herz nicht schlägt, sind sofortige Maßnahmen wie die Herz-Lungen-Wiederbelebung erforderlich. Grundkenntnisse in der Wiederbelebung sollten jederzeit parat sein. Wir empfehlen Dir, regelmäßig einen Erste-Hilfe-Kurs zu besuchen.
Wärmeerhalt: Bei Kälte oder Schockzuständen ist es wichtig, den Verletzten warmzuhalten. Decken oder Kleidungsstücke können dazu beitragen, den Körper vor Auskühlung zu schützen.
In jedem Fall ist eine gute Vorbereitung auf mögliche Unfallsituationen sowie das Wissen um grundlegende Erste-Hilfe-Maßnahmen entscheidend. Die Teilnahme an entsprechenden Kursen und das Tragen geeigneter Schutzkleidung sind präventive Maßnahmen, die im Notfall Leben retten können.

Die Teilnahme an einem regelmäßigen Erste-Hilfe-Kurs vermittelt Kenntnisse über lebenserhaltende Maßnahmen im Falle eines Unfalls.
Checkliste: So beugst Du einem Reitunfall vor
Um das Risiko von Reitunfällen zu minimieren, sollten bestimmte präventive Maßnahmen beachtet werden:
- Sorgfältige Pferdewahl: Wähle ein Pferd, das zu deinem Erfahrungslevel und deinen Fähigkeiten passt. Ein gut ausgebildetes und verlässliches Pferd minimiert das Risiko von unvorhersehbaren Reaktionen.
- Professionelle Ausbildung: Investiere Zeit in eine gründliche und professionelle Reitausbildung. Erlange die notwendigen Fähigkeiten und Kenntnisse im Umgang mit Pferden sowie im Reiten.
- Geeignete Schutzausrüstung: Trage stets die richtige Schutzausrüstung, insbesondere einen gut sitzenden Reithelm. Auch Schutzwesten und angemessene Reitbekleidung tragen zur Sicherheit bei.
- Regelmäßige Gesundheitschecks: Achte auf die Gesundheit deines Pferdes. Regelmäßige tierärztliche Untersuchungen und Kontrollen helfen, potenzielle Gesundheitsprobleme frühzeitig zu erkennen.
- Kontrolle des Reitgeländes: Prüfe das Reitgelände auf mögliche Gefahrenquellen wie unebenes Terrain, überhängende Äste oder ungesicherte Hindernisse. Halte dich an ausgewiesene Wege.
- Achtsamer Umgang: Sei achtsam im Umgang mit dem Pferd. Vermeide plötzliche Bewegungen oder laute Geräusche, die das Tier erschrecken könnten. Lerne dein Pferd zu verstehen.
- Wetterbedingungen beachten: Passe deine Aktivitäten dem aktuellen Wetter an. Rutschige Böden bei Regen oder extreme Hitze können das Unfallrisiko erhöhen.
- Notfallplan erstellen: Entwickle einen Notfallplan und informiere andere über deine Reitaktivitäten. Teile deinen Standort und die geplante Route mit, besonders, wenn du allein reitest.
- Kontinuierliche Weiterbildung: Bleibe über aktuelle Sicherheitsrichtlinien und Reittechniken informiert. Fortbildungen und Kurse können dazu beitragen, dein Wissen zu erweitern.
- Bewusstsein für die eigene Fitness: Achte auf deine physische Verfassung. Regelmäßige körperliche Aktivität und eine gute Fitness unterstützen die Stabilität im Sattel.
- Notfallausrüstung mitführen: Trage eine Notfallausrüstung mit dir, einschließlich eines Erste-Hilfe-Kits und eines Mobiltelefons für den Notruf.
- Erfahrener Begleiter: Wenn möglich, reite in Gesellschaft oder informiere jemanden über deine Reitpläne. Ein erfahrener Begleiter kann im Notfall schnelle Hilfe leisten.
Jedes Pferd und jeder Reiter sind natürlich verschieden. Es können weitere individuelle Gründe für Unfälle existieren, die durch vorausschauendes Handeln vermieden werden können. Diese Checkliste dient lediglich der Sensibilisierung dafür, wie potenzielle Gefahren reduziert werden können. Indem du diese Checkliste befolgst, trägst du aktiv dazu bei, das Risiko von einem Reitunfall zu minimieren.
Welche Ausrüstung schützt dich am besten beim Reiten?
Die Auswahl und korrekte Verwendung sicherer Reitausrüstung ist die effektivste Maßnahme zur Unfallprävention, unabhängig vom Erfahrungsstand.
- Reithelm: Mit dem richtigen Helm lassen sich bis zu 80 % schwerer Kopfverletzungen vermeiden. Achte auf Prüfzeichen wie CE EN1384 oder VG1. Der Helm sollte gut sitzen, keine Druckstellen verursachen, dabei aber nicht verrutschen. Wichtig: Nach einem Sturz muss der Helm ausgetauscht werden, auch wenn äußerlich keine Schäden sichtbar sind.
- Reitweste: Moderne Schutzwesten, z. B. mit Airbag-System, reduzieren die Aufprallenergie bei einem Sturz deutlich. Sie schützen Brust, Rippen und Rücken. Erhältlich sind sie in fester Form (Schaumstoffplatten) oder als Airbag-Version mit CO₂-Auslösung beim Sturz.
- Reitschuhe mit Absatz: Verhindern, dass der Fuß im Steigbügel hängen bleibt. Reitschuh und Stiefel müssen fest und rutschhemmend sitzen.
- Reithandschuhe: Bieten mehr Grip am Zügel und reduzieren das Verletzungsrisiko bei Kontrollverlust.
- Funktionskleidung und Reflektoren: Je nach Witterung ist angepasste Kleidung ratsam. Reflektoren oder Sicherheitswesten helfen bei Ausritten in der Dämmerung.
Auch die Ausrüstungsgegenstände des Pferdes sind sicherheitsrelevant: Ein korrekt angepasster Sattel, funktionierende Steigbügelriemen und keine Druck- oder Scheuerstellen – all das vermeidet schmerzbedingte Reaktionen des Pferdes. Auch hier gilt: Regelmäßige Kontrolle schützt.
Wer haftet bei einem Reitunfall?
Die Klärung der Haftung bei einem Reitunfall ist von entscheidender Bedeutung, um die Verantwortlichkeiten der beteiligten Parteien zu verstehen. Grundsätzlich können mehrere Faktoren die Haftung beeinflussen.
In vielen Fällen trägt der Reiter selbst eine persönliche Verantwortung für sein Handeln im Sattel. Fahrlässiges Verhalten, Nichtbeachtung von Sicherheitsregeln oder unangemessene Reaktionen können dazu führen, dass der Reiter die alleinige Haftung für den Unfall trägt.
Der Halter des Pferdes, sofern der Unfall nicht mit Deinem eigenen Pferd passiert ist, kann ebenfalls haftbar gemacht werden, wenn nachgewiesen werden kann, dass er seine Sorgfaltspflicht vernachlässigt hat. Dies könnte der Fall sein, wenn das Pferd für den Reiter ungeeignet war und der Halter dies hätte erkennen können.
Reitschulen und Reitställe haben die Verantwortung sicherzustellen, dass sichere Bedingungen für Reiter und Pferde gewährleistet sind. Fahrlässigkeit bei der Instandhaltung von Ausrüstung, unsichere Reitflächen oder mangelnde Aufsicht können zu einer Haftung der Einrichtung führen.
Im Falle von Unfällen mit fremden Pferden ist es wichtig, im Voraus Haftungsvereinbarungen zu klären. Der Eigentümer des Pferdes könnte im Falle eines Unfalls haftbar gemacht werden, wenn Fahrlässigkeit oder unzureichende Information über das Pferd vorliegen.
Versicherungsschutz spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Reiter, Pferdehalter und Reiteinrichtungen sollten sicherstellen, dass angemessener Versicherungsschutz vorhanden ist, um finanzielle Belastungen im Falle von Unfällen zu minimieren.
In jedem Fall ist die Klärung der Haftung bei einem Reitunfall komplex und hängt von den spezifischen Umständen ab. Bei Unsicherheiten ist es ratsam, rechtlichen Rat einzuholen, um die individuellen Haftungsfragen zu klären und mögliche rechtliche Schritte zu verstehen. Eine klare Kommunikation, sichere Praktiken und verantwortungsbewusstes Verhalten sind entscheidend, um das Risiko von Reitunfällen zu minimieren und eine sichere Reitumgebung zu schaffen.
Welche Versicherung zahlt bei einem Reitunfall?
Die Versicherungszuständigkeit bei einem Reitunfall variiert je nach den individuellen Umständen, wobei die Privathaftpflicht des Reiters, die Tierhalterhaftpflicht des Pferdehalters, die Betriebshaftpflicht der Reiteinrichtung oder eine spezielle Reiterunfallversicherung relevant sein können.
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