Welchen historischen Ursprung haben iberische Hengste?
P.R.E. (Pura Raza Española) und Lusitano stammen von der iberischen Halbinsel und entstanden dort als wendige, mutige Arbeits- und Kriegspferde. Diese historischen Einsätze forderten furchtlose Tiere mit einer extrem engen Bindung zum Reiter.
Spanische Züchter formten den P.R.E. Portugiesische Züchter etablierten den Lusitano. Beide Zuchtlinien fokussieren sich auf Kraft, Ausstrahlung und Rittigkeit. Die Reiterwelt fasst diese Pferde häufig unter dem Begriff Iberer oder Andalusier zusammen. Sie führen jedoch strikt getrennte Zuchtbücher.
Typische Merkmale der iberischen Rassen sind der kompakte Körperbau, der aufgerichtete Hals und das üppige Langhaar. Die Pferde besitzen ein starkes Fundament und einen kurzen Rücken. Durch diese kräftige Statur decken sie auch größere Reiter hervorragend ab.
Im Interieur zeigen sich iberische Rassen menschenbezogen und intelligent. Sie bringen eine hohe Arbeitsbereitschaft mit. Sie binden sich schnell und intensiv an ihren Reiter. Diese absolute Treue macht sie zu verlässlichen Partnern.
Warum setzen große Pferdeshows wie CAVALLUNA auf iberische Rassen?
CAVALLUNA vertraut auf iberische Hengste, da diese Pferde natürliche Versammlungsfähigkeit, ausdrucksstarke Bewegungen und extreme Nervenstärke perfekt vereinen. Diese Kombination macht sie zur idealen Besetzung für die anspruchsvolle Showbühne.
Iberische Pferde bringen eine hohe Knieaktion und eine natürliche Anlage zur Versammlung mit. Diese körperlichen Voraussetzungen erleichtern Lektionen der Hohen Schule. Das Publikum erlebt dadurch beeindruckende, tänzerische Bewegungen.
Ein Showpferd benötigt maximale Gelassenheit. In der Showarena treffen laute Musik, flackernde Lichteffekte und Applaus aufeinander. Iberer behalten in diesen Stresssituationen einen kühlen Kopf. Die meisten CAVALLUNA-Pferde bringen bereits viel Showerfahrung mit. Neue Pferde erhalten großzügig Zeit. Sie gewöhnen sich dadurch behutsam an die neuartige Situation.
Backstage erfordert eine Live-Show höchste Disziplin und Logistik. Das Produktionsteam koordiniert bis zu 50 Pferde. Reiter nutzen festgelegte Tore. Sie reiten ihre Pferde exakt nach Zeitplan warm. Eine gute Organisation ist wichtig, damit die Szenen ineinandergreifen. Die Umgänglichkeit und Nervenstärke der iberischen Hengste ermöglichen diesen reibungslosen Ablauf.

Wie fühlt sich das Reiten eines iberischen Pferdes an?
Das Reiten eines iberischen Pferdes gleicht einem fließenden Tanz. Die Sensibilität der Rassen ermöglicht dem Reiter eine feine Kommunikation über minimale Körperhilfen.
Der CAVALLUNA-Reiter Alejandro Barrionuevo beweist diese Harmonie in der spanischen Hirtenreitweise Doma Vaquera. Er bildet feurige Andalusier aus und zeigt auf der Bühne das Ergebnis seiner jahrelangen Arbeit. Die Doma Vaquera fordert dem Pferd viel Versammlung ab. Der Reiter benötigt dabei höchste Konzentration.
Zu Alejandros absoluten Highlights gehört die Rückwärtsgaloppade mit seinem Lieblingspferd. Diese außergewöhnliche Lektion verlangt jahrelanges Training. Sie beweist die enorme Leistungsbereitschaft der spanischen Pferde.
Die Sensibilität der Iberer erlaubt absolute Freiheiten im Sattel. Alejandro reitet zügellos und freihändig. Er lenkt das Pferd ausschließlich über die Hilfengebung von Beinen und Sitz.
Wie förderst du iberische Pferde optimal im Freizeitbereich?
Du förderst einen P.R.E. oder Lusitano durch eine enge Bezugsperson, viel Ausgleich auf der Koppel und feste Routinen im Training. Beachtest du diese Grundpfeiler, gewinnst du einen hochmotivierten Partner.
Iberische Pferde brauchen ausreichend freie Bewegung. Die Pferde von Alejandro Barrionuevo verbringen den Tag auf baumbepflanzten Koppeln und Paddocks. Dort fressen, spielen und entspannen sie. Erst am Abend kehren sie in den Stall zurück. Integriere dieses Maß an freier Bewegung unbedingt in deine Pferdehaltung.
Die persönliche Bindung zum Menschen steht im Fokus. Für Alejandro gehört jedes seiner Tiere zur Familie. Jedes Pferd hat einen eigenen Charakter. Streicheleinheiten gehören neben der Arbeit fest dazu. Gehe im Training auf diese individuellen Bedürfnisse deines Iberers ein.
Pferde lernen durch stetige Wiederholungen. Die CAVALLUNA-Reiter sammeln von Show zu Show weitere Erfahrungen und entwickeln so zunehmend Sicherheit. Passe dein Vorgehen im Training je nach Situation an:
Wenn das Pferd eine neue Aufgabe lernt: Räume dem Tier großzügig Zeit ein, um es behutsam an die Situation zu gewöhnen.
Wenn eine Lektion gut funktioniert: Sammle weitere Erfahrungen und entwickle eine feste Routine.
Wenn Abläufe stocken: Nutze den Raum, um einzelne Trainingsabläufe individuell anzupassen.
Wenn die Temperaturen im Sommer sehr warm sind: Trainiere bevorzugt in den Abendstunden, um den Kreislauf des Pferdes zu schonen.
Du bist noch auf der Suche nach deinem Traumpferd? 🐴
Finde es jetzt auf ehorses, dem weltweit größten Pferdemarkt!
Fragen & Antworten
Nein, CAVALLUNA besitzt keine eigenen Pferde. Die Produktion arbeitet eng mit festen Equipen zusammen. Diese Teams bilden die Pferde und Reiter auf ihren eigenen Höfen selbst aus.
Alejandro Barrionuevo reitet zügellos und kommuniziert mit dem Pferd lediglich über seinen Sitz und die Beine. Sein Vater, der ebenfalls Showreiter war, trainierte ihn jahrelang in dieser feinen Hilfengebung.
Unter der Woche dient ein zentral gelegener CAVALLUNA-Stall in Deutschland als Rückzugsort für die Tiere. Die Equipen verbringen nur die eigentlichen Wochenenden direkt in den jeweiligen Showstädten.
Die Doma Vaquera ist die traditionelle spanische Hirtenreitweise. Reiter dirigierten damit früher Rinder im Gelände. Sie nutzten dafür einen drei Meter langen Stab namens Garrocha. Diese Reitweise erfordert heute höchste Konzentration und viel Versammlung vom Pferd.











