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Hahnentritt – eine Bewegungsstörung des Pferdes

von Rica Kenning
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Beim sogenannten Hahnentritt beim Pferd handelt es sich um eine Störung des Bewegungsapparates, die sich meist durch ein deutliches Zucken der Hinterhand erkenntlich zeigt. Die Hinterbeine werden während der Bewegung ruckartig nach oben gezogen und auch dementsprechend unkontrolliert wieder zum Boden geführt. Im normalen Verlauf der Krankheit löst es keine großen Schmerzen beim Pferd aus, jedoch sind die Ursachen der Bewegungsstörung oft durchaus schmerzhaft. Die Heilungschancen des Hahnentritts beim Pferd sind gut, wohingegen die Krankheiten des Ursprungs oftmals nicht geheilt werden können, wenn sie denn überhaupt bekannt sind. In seltenen Fällen verläuft die Krankheit bis zum chronischen Hahnentritt, der sich nicht wieder erholt. Der Hahnentritt beim Pferd kann nach Genesung immer wieder auftreten und sich im Ausmaß und Krankheitsverlauf verändern, weshalb neben den Symptomen vielmehr die Ursachen für den Hahnentritt behoben werden sollten.

Hahnentritt beim Pferd – wenn die Beine zucken

Der Hahnentritt wird häufig außerdem Zuckfuß genannt und ist heutzutage grundsätzlich ein eher selten auftretendes Krankheitsbild. Der Bewegungsablauf erinnert an einen stolzierenden Hahn, daher stammt tatsächlich auch die Krankheitsbezeichnung „Hahnentritt“. Die Symptome der Krankheit sind durch diese äußerst spezielle Bewegung deutlich erkennbar.

Die Ursachen hingegen können meist vielfältig sein und demnach in manchen Fällen nur schwer behandelt werden. Überwiegend erkennt man den Hahnentritt im Schritt, aber auch im Trab können betroffene Pferde manchmal deutliche Symptome aufweisen. Zu Beginn der Krankheit zuckt das Pferd meist nur gelegentlich mit den Hinterbeinen unter den Bauch, wohingegen bei fortschreitender Krankheit die Zuckungen zunehmen und bald dauerhaft erkennbar sind.

Wird das Pferd jedoch nach Entdecken der Unregelmäßigkeiten nur noch leicht bewegt, kann sich das positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken. Es sollte stets darauf geachtet werden, dass sich die Muskeln des Pferdes nicht vollständig abbauen. Regelmäßige Spaziergänge oder vergleichbare Beschäftigungen können die Symptome lindern und Folgeschäden vorbeugen. Durch einen dauerhaft irritieren Bewegungsablauf können Wirbelsäule und Gelenke Schaden nehmen und die Bildung von Arthrosen können demnach zunehmen. Um Folgebeschwerden dieser Art zu vermeiden, sollte stets ein Tierarzt hinzugezogen werden, damit die Ursachen der Krankheit geheilt werden können.

Was ist der Hahnentritt beim Pferd?

Der Hahnentritt ist eine Bewegungsstörung, die sich durch unterschiedlich starkes Zucken an der Hinterhand des Pferdes äußert. In ausgeprägten Fällen zieht das Pferd beim Schritt das Bein angewinkelt bis zum Bauch hinauf. Abgesetzt wird das Bein ebenfalls ruckartig und eher unkontrolliert.

Symptome der Hahnentritt-Krankheit

Die sehr eindeutigen Symptome des Hahnentritts weisen eine schlagartig zuckende Hinterhand auf. Die Hinterbeine des Pferdes ziehen sich während des normalen Schritts oder Trabes ruckartig nach oben in Richtung des Bauches. In schlagartigen Bewegungen senken sich die Beine ebenso wieder in Richtung des Bodens eher unkontrolliert ab. Häufig betrifft es bei diesem charakteristischen Symptom nur eines der Hinterbeine. Beide Hinterbeine sind nur selten zur gleichen Zeit betroffen.

Verstärkt erkennbar ist die Bewegungsstörung bei engen Wendungen oder bei Rückwärtsbewegungen, die das Pferd dann nur schlecht ausführen kann. Das Zucken des Beines macht sich dann besonders bemerkbar. Der Schweregrad des Zuckens zeigt sich sehr unterschiedlich bei den betroffenen Pferden. Manche weisen nur leichte Ganganomalien während der Bewegung auf. Andere Pferde sind mit der Krankheit grundsätzlich in der Bewegungsmöglichkeit sehr eingeschränkt und können sich nur noch erschwert fortbewegen.

Es ist jedoch davon auszugehen, dass die betroffenen Pferde keine Schmerzen aufgrund des Zuckens verspüren, jedoch ist eine Arbeit unterm Sattel für das Pferd sehr wohl wesentlich anstrengender oder womöglich nicht durchführbar und sollte vermieden werden bis die Krankheit abgeklungen ist. Nicht zu unterschätzen sind außerdem Folgeschäden der Wirbelsäule und der Gelenkfunktionalität, welche durchaus erhebliche Schmerzen auslösen können.

Was passiert mit einem Pferd mit Hahnentritt?

Das Pferd leidet beim Hahnentritt unter einer unnatürlichen Bewegung der Hinterbeine. Diese äußert sich durch unkontrolliertes Anwinkeln des Hinterbeines und ebenfalls ruckartiges Abstellen des selbigen Beines. Meist ist nur ein Bein des Pferdes betroffen, welches in schweren Fällen mit dem Zuckfuß den Bauch berührt.

Ursachen für den Zuckfuß

Es wird grundsätzlich zwischen zwei Arten des Hahnentritts unterschieden. Der australische Hahnentritt wird durch eine Vergiftung herbeigeführt. Die Ursachen des idiopathischen Hahnentritts sind hingegen meist unklar und bedürfen eingehender Untersuchungen des Tierarztes. Vergiftungen können Pferde durch das Aufnehmen von unverträglichen Pflanzen erlangen. Beispielsweise ähnelt das sogenannte Ferkelkraut, welches für Pferde unverträglich ist, dem für Pferde bekömmlichen Löwenzahn. Die toxische Wirkung des Ferkelkrautes kann zu beeinflussenden Reaktionen der Nerven führen und somit einen australischen Hahnentritt auslösen, der aber mit einer entsprechenden Behandlung meist relativ schnell kuriert werden kann.

Weitere Ursachen, die leider oft nicht eindeutig auszumachen sind, könnten beispielsweise Veränderungen des Rückenmarks, akute Störungen des Nervensystems, Druse, Bakterienbefall oder Phlegmonen sein. Außerdem können Sehnenschäden, Muskelentzündungen oder Spaterkrankungen der Auslöser für das unkontrollierte Beinzucken sein. In jedem Fall wird stets um Einbeziehung eines versierten Tierarztes geraten, um den Ursachen auf den Grund zu gehen und eine geeignete Behandlung für das Pferd zu finden.

Manchmal folgen wiederum auf den Ursprung des Hahnentritts weitere Erkrankungen wie beispielsweise Arthrose oder andere Gelenkbeschwerden, die ebenfalls stets durch eine tierärztliche Behandlung begleitet werden sollten. In anderen Fällen können Pferde durch ein erlebtes Trauma ebenfalls einen Hahentritt entwickeln. Das Trauma kann sowohl ein Resultat physischer als auch psychischer Einwirkung sein. Erlebnisse wie beispielsweise traumatisierende Unfälle beim Reiten oder psychische Belastung durch fehlerhafte Haltung des Tieres können Ursachen für einen Zuckfuß darstellen. Ein Trauma dieser Art zu heilen, kann für den Halter des Pferdes sehr anspruchsvoll sein, zumal oftmals das Erlebnis nicht detailliert bekannt ist.

Was ist die Pferdekrankheit Hahnentritt?

Die ruckartigen Bewegungen der Hinterbeine sind deutliche Symptome der Hahnentritterkrankung. Ausgelöst wird diese Bewegungsstörung durch Vergiftung, Nervenblockaden, ursächlichen Erkrankungen oder ein erlittenes physisches oder psychisches Trauma in der Vergangenheit.

Behandlung des Hahnentritts beim Pferd

Die seltene Krankheit bedarf je nach Ausmaß und Ursache stets einer individuellen Behandlung durch einen Tierarzt. Sollten die Nervengänge oder das Rückenmark der Auslöser für den Zuckfuß sein, so hat sich die Behandlung mit Sympatholytika bewährt. Das Medikament soll Effekte des Nervensystems abschwächen und so den Hahnentritt minimieren oder sogar komplett ausheilen. Zudem sind Medikamente wie Ginkgo biloba und Gnaphalium oft in der Behandlung gegen den Zuckfuß eingesetzt.

Neben derartiger Medizin eignet sich außerdem eine Therapie mit Akupunktur und Homöopathie, welche sich positiv auf die Genesung auswirken. Eine Magnetfeldtherapie kann zudem zusätzliche Linderung hervorbringen. Viel Bewegung ohne enormer Anstrengung kann außerdem vorteilhaft im Verlauf der Krankheit sein. Es ist daher ratsam, das Pferd oft und ausgiebig spazieren zu führen.

Haben die Ursachen allerdings Gründe eines fehlerhaften Körperbaus, so raten manche Tierärzte tatsächlich zu einer Operation, welche die betroffenen Bereiche korrigieren soll. So werden gegebenenfalls der Zehenstrecker, die Sehne und womöglich zusätzlich der Muskel operativ optimiert, um die Bewegungsstörung zu lindern. Selbst nach entsprechenden Behandlungen sollten stets die Symptome bis zu einem Jahr danach gut beobachtet werden. Bei dieser Krankheit ist nämliche eine aufmerksame langwierige Nachbehandlung geboten, die durchweg von einem Tierarzt begleitet werden sollte.

Die Behandlungsdauer ist jedoch grundsätzlich sehr unterschiedlich. Dabei kommt es auf die Ausmaße des Krankheitsbildes und auf die vorgenommene Behandlungsmethode an. Ist die Ursache für den Hahnentritt nicht bekannt und womöglich durch ein Trauma ausgelöst, wird sich die Behandlung auf die Symptome beschränken müssen. Ein reger Austausch zwischen dem aufmerksamen Pferdehalter und dem behandelnden Tierarzt kann hier zur Behandlungsfindung positiv beitragen. Eine vollumfängliche Therapie des Pferden bleibt in diesen schwerwiegenden Fällen manchmal nicht aus. Aufgrund der umfangreichen Ursachen der Krankheit ist tendenziell davon abzuraten, ein Pferd mit Hahnentritt zu kaufen.

Homöopathie im Einsatz gegen den Hahnentritt

Die alternativmedizinische Therapie kann in Fällen des Hahnentritts eine vielversprechende Lösung sein. Eine Verabreichung von diversen Globuli und einer schonenden Therapie durch Naturheilprodukte kann eine erfolgreiche Methode zur Heilung darstellen. Auch bei der Anwendung homöopathischer Medizin sollten jedoch möglichst die Ursachen behandelt werden und nicht ausschließliche die Symptome.

Neben der Verabreichung von Medikamenten können osteopathische Behandlungen und der Einsatz von Magnetfelddecken hilfreich sein. Ebenfalls kann die Therapie mit Akupunktur weitere Erfolge erzielen. Ein erfahrener Tierarzt mit Schwerpunkt der homöopathischen Behandlung sollte bei der Erkrankung des Hahnentritts jedenfalls zu Rate gezogen werden.

Hahnentritt beim Pferd – nie wieder zum Turnier?

Die Symptome des Hahnentritts verursacht dem Pferd meist keine Schmerzen. Wenn also das Pferd schmerzfrei und sicher läuft, kann es durchaus geritten werden. Jedoch verursachen die Ursprünge der Symptome oftmals dennoch Schmerzen, die zunächst abgeklärt und geheilt werden müssen. Womöglich bedarf es dann einer entsprechenden Aussetzung des Turniertrainings.

Ist der Hahnentritt mit dessen Ursachen vollkommen ausgeheilt, kann die Arbeit mit dem Pferd wieder wie gewohnt aufgenommen werden. Je nach vergangener trainingsfreier Zeit muss das Tempo und das Niveau selbstverständlich demnach angepasst werden. Wenn das Pferd langsam wieder die gewünschte Leistung bringt, um auf einem Turnier teilzunehmen, steht dem nichts im Wege. Selbst wenn ein chronischer Hahnentritt zu sehen ist, der soweit keine schmerzhaften Probleme macht, kann auf Springturnieren oder Westernturnieren teilgenommen werden. Einzig in der Dressurdisziplin kann das zuckende Bein zu Abstrichen oder gar zur Disqualifikation führen. Bevor jedoch über eine Turnierteilnahme nachgedacht wird, sollte eine vollständige Heilung und Schmerzfreiheit vorausgesetzt sein. Der Hahnentritt sollte auch nach einer erfolgreichen Behandlung stetig beobachtet werden, sodass frühzeitig eingeschritten werden kann, falls sich erneute Symptome einstellen.

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