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Pferd eindecken – Mit Temperatur-Tabelle & hilfreichen Tipps

von Felix Ortmann
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Das Thema „Pferd eindecken“ ist jedes Jahr aufs Neue ein heiß diskutiertes Thema. Pferdebesitzer fragen sich wann sie ihr Pferd eindecken, wie sie es eindecken oder ob sie es überhaupt eindecken sollen. Es gibt verschiedene Gründe, wieso man ein Pferd eindecken sollte. Ebenso gibt es Gründe, wann und wieso man ein Pferd nicht eindecken sollte. Ab wann und wieso überhaupt eindecken sinnvoll sein kann und welche Pferdedecken wann eingesetzt werden können, erfährst Du in diesem Artikel.

Wann sollte man ein Pferd eindecken?

Spätestens ab Herbst fragen sich viele Pferdebesitzer, ob sie ihr Pferd nun eindecken sollen. Die Temperaturen sinken wieder und das Pferd beginnt Winterfell zu bekommen. Doch ab wann lohnt es sich, sein Pferd einzudecken und bei welchen Pferden macht es Sinn?

Vor allem Pferde mit einem eher dünnen Haarkleid sollten ab einem gewissen Zeitpunkt eingedeckt werden. Robustere Pferderassen wie Haflinger, verschiedene Ponys oder auch Fjordpferde und Isländer benötigen häufig keine Winterdecke. Diese können sich bestens vor Wind und Wetter ohne eine Pferdedecke schützen. Besonders Sportferde mit dünnerem Fell sollten jedoch eingedeckt werden. Es variiert, wie und ab wann genau dann eingedeckt werden sollte. Dazu hilft Dir die Tabelle im unteren Teil des Artikels. Besonders Pferde, die regelmäßig trainiert werden und schwitzen, brauchen länger, bis sie wieder trocknen. Dieser Abkühlungsprozess kann eine Erkältung auslösen. In dem Fall lohnt es sich, diese Pferde zu scheren.

Geschorene Pferde sollten unbedingt eingedeckt werden, denn dann ist die schützende Unterwolle ist nicht mehr vorhanden. Das Pferd hat keine langen Haare mehr, die sich aufstellen und so eine isolierende Schicht bilden können. Sie sind also auf den Schutz von Decken angewiesen. Auch Pferde, die schon älter sind, benötigen meistens eine Decke, da das Immunsystem nicht mehr so gut wie bei jüngeren Pferden funktioniert. Durch weniger Training oder Bewegung schwinden die Muskeln eines alten Pferdes, welche es braucht um sich warm zu halten. Ebenso haben ältere Pferde häufig mit Stoffwechselstörungen oder Zahnproblemen zu kämpfen, wodurch sie weniger Nahrung aufnehmen. Dies führt dazu, dass sie weniger Energie aufbringen können, um sich warm zu halten.

Wann sollte man ein Pferd eindecken?

Wenn ein Pferd geschoren, alt oder krank ist, sollte es bei Temperaturen unter 10 Grad mit einer leichten Decke eingedeckt werden. Ebenso gilt dies für Pferde, die in Offenstallhaltung leben und keine Robust-Rassen sind, die entsprechend dickes Unterfell haben, dass sie vor Umwelteinflüssen schützt.

Was bedeutet Thermoregulation beim Pferd?

Die Wohlfühltemperaturen von Pferden liegt zwischen 5°C und 15°C Außentemperatur. Die Kerntemperatur ihres Körpers liegt bei 38°C. Diese können Pferde auch bei äußerlichen Temperatur-Abweichungen konstant halten. Mit Thermoregulation ist gemeint, dass ein Körper seine Kerntemperatur unabhängig der Außentemperatur konstant halten kann. Über die Haut können Pferde ihren Körper abkühlen, indem sie schwitzen. Außerdem passiert dies ebenso über eine Weitung der Blutgefäße.

Teil der Thermoregulation ist auch, dass Pferde bei Jahreszeitenwechsel ihr Haarkleid wechseln. Wenn das Pferd seinen Körper wieder erwärmen muss, stellen die Haarbalgmuskeln das Haarkleid des Pferdes auf und es bildet sich ein isolierendes Polster, welches das Pferd vor der Kälte schützt. Außerdem kann Unterhautfettgewebe gut vor Kälte isolieren. Pferde mit einer guten Isolierfähigkeit erkennt man im Winter daran, dass Schnee auf dem Fell liegen bleibt, ohne zu schmelzen.

Pferd eindecken: Vierbeiner mit blauer Decke

Mit Thermoregulation ist gemeint, dass ein Körper seine Kerntemperatur unabhängig der Außentemperatur konstant halten kann.

Frieren Pferde im Winter?

Die Thermoregulation funktioniert bei Pferden auch bei großen äußerlichen Temperaturschwankungen. Jedoch vertragen sie grundsätzlich eher Kälte und Nässe, als heißes oder sogar schwül-heißes Wetter. Denn Feuchtigkeit, die bei Hitze ausgedünstet wird, kann nicht richtig entweichen. Dies ist vor allem der Fall, wenn die Luftfeuchtigkeit in den Sommermonaten ohnehin hoch ist.

Regen hingegen ist für Pferde ein geringeres Problem, da dieser über die Haarspitzen des Fells abgeleitet wird. Wenn es lange am Stück regnet, nässt das Fell irgendwann durch. Dann beginnt das Pferd, sich warm zu zittern. Dies wird nicht selten misinterpretiert: Das Pferd friert nicht zwangsläufig, wenn es zittert. Das Zittern lässt sich als Werkzeug, zum erwärmen des Körpers verstehen. Wenn es im Winter zu Temperaturen um die Minusgrade kommt, kann ein Pferd seinen Körper durch sein Winterfell ohne Decke ausreichend auf Kerntemperatur halten. Allerdings ist dies nur möglich, wenn verschiedene Faktoren erfüllt sind. Wenn man sein Pferd zum Beispiel schert, ist die Thermoregulation nur noch eingeschränkt möglich. Das Haarkleid kann sich dann nicht mehr aufstellen, um eine Isolierschicht zu bilden.

Frieren Pferde im Winter?

Pferde können im Winter frieren. Da sie jedoch von Natur aus eine gute Thermoregulation haben, können sie auch bei Minusgraden problemlos ihre Kerntemperatur gleich halten. Sie beginnen häufig dann zu frieren, wenn sie geschoren ohne Decke kalten Witterungen ausgesetzt, alt oder krank sind oder Probleme mit ihrem Stoffwechsel haben.

Die verschiedenen Deckenarten im Überblick

Abschwitzdecke

Besonders in den Wintermonaten ist eine Abschwitzdecke für Pferde wichtig, wenn diese beim Training schwitzen. Beim Verdunsten des Schweißes kann es dazu kommen, dass die kalte Außentemperatur den Pferdekörper zu stark auskühlt. Um zwar die Feuchtigkeit des Pferdes abzutransportieren, jedoch das Pferd nicht zu unterkühlen, kann die Abschwitzdecke Abhilfe schaffen. Nachdem das Pferd fertig abgeschwitzt hat, sollte der Reiter dem Pferd die Decke ausziehen. Das Pferd schwitzt häufig erneut nach, wenn die Abschwitzdecke nicht rechtzeitig abgenommen wird.

Unterziehdecke

Unterziehdecken können als zusätzliche Polsterung und Wärme-Unterstützung, unter eine Outdoor oder Regendecke gezogen werden. Sie haben kaum Schmutz-, oder Wasserabweisende Funktion. Sie dienen lediglich dazu, das Pferd warm zu halten. Praktisch sind diese, um Outdoordecken mit beliebigen, zusätzlichen „Füllungen“ zu erweitern.

Pferd mit grauer Wecke von der Seite

Pferde können im Winter frieren. Da sie jedoch von Natur aus eine gute Thermoregulation haben, können sie auch bei Minusgraden problemlos ihre Kerntemperatur gleich halten.

Stalldecke

Stalldecken sind besonders für Pferde, die geschoren und zusätzliche Wärme durch eine Decke brauchen, geeignet. Zwar sind diese etwas Schmutz und Wasser abweisend, jedoch nicht ausreichend, um diese für den täglichen Gang aufs Paddock zu verwenden. Stalldecken gibt es ebenso mit verschiedenen Füllungen, sodass zu jeder Temperaturspanne im Winter eine passende Stalldecke gefunden werden kann.

Regendecke

Regendecken sind schmutz- und wasserabweisend und schützen das Pferd über längere Zeit vor Wind und Regen. Damit Regendecken lange dicht bleiben, sollten sie eine hohe Denier-Zahl aufweisen und gut imprägniert sein.

Outdoordecke (mit oder ohne Füllung)

Outdoordecken schützen vor Schmutz, Wind und Wasser. Die Decken sind ausreichend verdichtet und schützen das Pferd bei verschiedenen Witterungen. Das Pferd bleibt unter einer Outdoordecke auch bei Regen und Schnee trocken. Es gibt die Decken mit normalem oder langem Halsteil, mit Gehfalten an den Vorderbeinen, Kreuzbegurtung oder anderen hilfreichen Details. Outdoordecken sind besonders strapazierfähig, dennoch atmungsaktiv. Auch bei Outdoordecken gibt es Ausführungen komplett ohne, oder mit verschiedenen Füllungen.

Welche Pferde benötigen eine Decke? 

Besonders alte oder kranke Pferde sowie Pferde, die geschoren werden, benötigen in den kalten Monaten häufig eine Decke. Jedoch sollte von Pferd zu Pferd anhand verschiedener, wichtiger Faktoren abgewogen werden, ob das Pferd eingedeckt werden sollte. Ein Pferd zu früh oder zu dick einzudecken, kann schädlich und alles andere als angenehm fürs Pferd sein.

Pferd eindecken: Deshalb ist es so wichtig

Pferd eingedeckt mit blauer Decke im StallDas Pferd einzudecken, kann besonders dann wichtig sein, wenn ein Pferd geschoren ist. Dies wird häufig dann gemacht, wenn das Pferd ein zu dickes Fell hat oder regelmäßig trainiert wird und dabei schwitzt.

Ebenso ist das Eindecken bei Pferden, die schon älter oder gesundheitlich eingeschränkt sind, wichtig. Häufig haben Pferde mit Stoffwechsel-Erkrankungen Schwierigkeiten im Fellwechsel. Sie produzieren übermäßig viel Fell und benötigen dann viel Zeit zum abschwitzen. Wenn man diese Pferde nicht schert ist eine gute Organisation mit Abschwitzdecken wichtig, sodass das Pferd wieder trocken in die Box oder auf das Paddock kann. Wenn man solche Pferde schert, sollte man sie zur Vorbeugung vor Erkältungen, eindecken. Bei alten oder kranken Pferden funktioniert die natürliche Thermoregulation häufig nicht hinreichend. Auch dann sollte man sich über das Eindecken Gedanken machen. Wenn Pferde verschiedenen Witterungen ausgesetzt sind, kann es ebenfalls sinnvoll sein, das Pferd durch eine Decke zu unterstützen.

Welches Pferd benötigt welche Decke?

Pferde in Offenstallhaltung

Pferde, die in Offenstallhaltung leben, benötigen in der kalten Jahreszeit wärmende Decken, da diese dauerhaft verschiedenen Witterungen ausgesetzt sind. Wenn es zu langen Regen-, oder Schneefällen kommt und die Temperaturen niedrig sind, hat das Pferd wenig Möglichkeiten, sich bei dauerhafter Thermoregulation gut zu erholen. Robust-Pferderassen haben es in solchen Fällen einfacher. Diese können auch bei Offenstallhaltung ohne Decke auskommen.

Pferde, die viel in der Box sind

Bei Pferden, die viel in der Box sind und zwischendurch mal aufs Paddock oder in die Führmaschine kommen, ist das Eindecken etwas komplexer gestaltet. Denn in der Box beginnt das Pferd schnell mit Decke zu schwitzen, da die Außentemperatur in Stallungen deutlich höher ist. In diesem Fall kühlen Pferde durch das Schwitzen aus und es kann zu Muskelverspannungen oder Husten kommen. Außerdem kann die Feuchtigkeit unter der Decke nicht entweichen, was häufig sehr unangenehm für Pferde ist. Wenn ein Boxenpferd hingegen viel Winterfell hat, ist ein Eindecken häufig gar nicht nötig. In einem solchen Fall reicht es, wenn man an deutlich kälteren Tagen mit einer dünnen Stalldecke Abhilfe leistet. Jedoch sollte es damit nicht in den Regen oder Schnee gestellt werden. Das Eindecken von Boxenpferden gestaltet sich somit als aufwändiger, da man häufig Decken wechseln und sich um das Anpassen der Decken Gedanken machen muss.

Sollte ich mein Pferd bei Regen eindecken? 

Wenn ein Pferd über einen längeren Zeitraum dem Regen ausgesetzt ist, sollte es bei gleichbleibenden kühlen Temperaturen unter 10 Grad eingedeckt werden. Pferde bei Regen im Frühling, Sommer oder Herbst einzudecken, kann nach hinten losgehen. Die Vierbeiner beginnen dann schnell unter den Decken zu schwitzen. Dies kann sehr unangenehm sein und Muskelverspannungen auslösen.

Alte und dünne Pferde

Alte und dünne Pferde haben meist einen langsameren Stoffwechsel und verbrauchen zu viel Energie, um sich warm zu halten. Dies kann sehr erschöpfend sein. Daher sind solche Pferde dankbar, wenn man sie eindeckt. Allerdings sollte auch dabei darauf geachtet werden, dass diese nicht bei einigen Plus- Graden mit Decke da stehen. Bei Plus 10 Grad zum Beispiel ist eine Decke nur sinnvoll, wenn sie zusätzlich Regen und Wind ausgesetzt sind.

Geschorene Pferde

Ist ein Pferd geschoren, sollte es bei Temperaturen unter 10 Grad und vor allem bei Wind und Regen eingedeckt werden, da es dann nicht mehr in der Lage ist, sich eigenständig warm zu halten. Das Fell kann sich nicht mehr aufstellen, wenn die Haare gekürzt sind. Eine isolierende Schicht kommt nicht mehr zu Stande. Die selbstständige Thermoregulation kann nur bedingt funktionieren.

Pferd eindecken – Die ideale Decke für Dein Pferd

Um die ideale Decke für dein Pferd zu wählen, kannst du folgende Faktoren beachten: Ist das Pferd alt oder krank? Wie kalt oder warm sind die Außentemperaturen? Ist Regen, Wind oder Schneefall vorausgesagt? In welcher körperlichen Verfassung ist Dein Pferd? Wird es viel trainiert und schwitzt viel? Schwitzt es eigentlich nie und hat ein gutes dickes Fell? Welche Größe hat das Pferd? Steht es in der Box oder kommt es auf die Koppel? Muss es verschiedenen Witterungen stand halten? Danach kann dann die

  • Füllung
  • Grammzahl und
  • Passform

der Decke gewählt werden. Eine grobe Richtlinie dazu, findest Du  in der unten stehenden Tabelle.

Bei welchen Temperaturen benötigt mein Pferd zwingend eine Decke?

Pferde können durch ihre natürliche Thermoregulation auch Minusgrade ohne Decke meistern. Das Winterfell schützt sie vor winterlichen Temperaturen. Ob man eindeckt, ist abhängig vom Alter, dem Gesundheitszustand aber auch des Typs und der Rasse des Pferdes. Ab Temperaturen unter -5 Grad sollten die meisten Pferde eingedeckt werden.

Ab welchen Temperaturen sollte man ein Pferd eindecken?

Bei Pferden, die in Boxenhaltung leben und tagsüber rauskommen oder bei geschorenen Pferden, kann man sich an die Richtwerte in der Tabelle halten. Diese Angaben dienen jedoch nur als grobe Orientierung: Es sollte auf die oben beschriebenen Faktoren geachtet werden, um zu entscheiden, ob das Pferd eingedeckt werden sollte oder nicht.

Temperatur ungeschorenes Pferd geschorenes Pferd
Unter +10°C keine Decke / ungefütterte Regendecke Abschwitzdecke oder dünne Baumwolldecke
Unter +5°C Abschwitzdecke, dünne Baumwolldecke oder Regendecke mit dünnem Fleece Dünne Regendecke bis 150g Füllung
Unter 0°C Thermodecke bis 150g Füllung Dicke Decke ab 300g Füllung
Unter -7°C Thermodecke bis 150g Füllung Dicke Decke ab 300g Füllung
Unter -15°C Thermodecke ab 220g Füllung Dicke Decke ab 300g Füllung

Die richtige Deckengröße herausfinden

Folgende Deckengrößen lassen sich für die verschiedenen Pferdetypen verwenden:

  • 155 cm: Geeignet für große Warmblüter ab 170 cm und kleinere Pferde mit langem Rücken
  • 145 cm: Geeignet für Warmblüter zwischen 160 cm und 170 cm, große Pferde mit kurzem Rücken oder kleinere mit langem Rücken
  • 135 cm: Geeignet für schmale Vollblüter, kleine Warmblüter mit kurzem Rücken oder kräftige Endmaßponys
  • 125 cm: Geeignet für kleine Vollblüter oder Kleinpferde oder kurze Ponys zwischen 130 cm und 145 cm Stockmaß
  • 115 cm: Geeignet für mittelgroße Ponys
  • 105 cm: Geeignet für kleine Ponys
Pferd mit blauer Decke im Winter

Ab Temperaturen unter -5 Grad sollten die meisten Pferde eingedeckt werden.

Pferdedecken richtig reinigen

In einigen Ställen werden professionelle Pferdewaschservices angeboten. Diese reinigen die Decken schonend und können diese auch wieder neu imprägnieren. Wenn man allerdings seine Decken selbst reinigen möchte, sollte man auf ein paar Dinge achten:

  1. Vor der Wäsche gründlich ausbürsten
  2. So gut es geht Haare entfernen
  3. Decke vorher evtl. einweichen
  4. Hautschonendes Waschmittel verwenden
  5. Decke nicht heiß waschen
  6. Decke an der Luft trocknen lassen

Pferd eindecken – Fazit

Leider gibt es beim Thema Pferde eindecken nicht die eine Lösung, die auf alle Pferde anwendbar ist. Ob man sein Pferd eindecken sollte, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Diese sollte man durchgehen, um eine passende Lösung zu finden. Denn ein Pferd einfach auf gut Glück einzudecken, kann nach hinten losgehen und für das Pferd mehr Schaden bringen, als das es Hilfe leistet. Pferde haben von Natur aus eine gute Thermoregulation und können sich an verschiedene Außentemperaturen anpassen.

Reiter beginnen häufig bereits ihre Pferde einzudecken, wenn es im Herbst etwas frischer wird und man wieder eine Jacke tragen muss. Doch die menschliche Wohlfühltemperatur unterscheidet sich von der unserer Vierbeiner. Pferde fühlen sich zwischen 5°C und 15°C Außentemperatur erst richtig wohl – eine Decke ist zu dem Zeitpunkt kontraproduktiv. Grundsätzlich sollte man beim Thema Pferd eindecken immer individuell vorgehen. Es gibt nicht die eine Lösung oder ein Schema, das auf alle Pferde anwendbar ist. Faktoren wie das Alter, der Gesundheitszustand und das Training des Pferdes, spielen bei der Entscheidung, ob und wie man sein Pferd eindeckt, eine Rolle. Wenn man sich für das Eindecken entscheidet, sollte man darauf achten, dass die Art und Füllung der Decke zum Pferd und den Umständen passt. Außerdem ist die Größe und Passform einer Decke wichtig. Passt die Decke nicht richtig oder scheuert, kann es schmerzhaft oder unangenehm für das Pferd werden.

Nicht zuletzt sollte darauf Wert gelegt werden, Decken regelmäßig zu waschen und Outdoor,- und Regendecken neu zu imprägnieren. Erst dann können sie über einen längeren Zeitraum ausreichend Schutz bieten.

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