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Reiten mit Bällen

von Barbara Kronawitter
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Kaum zu glauben, aber es ist ein effektives Hilfswerkzeug um den Körper zu lockern und den Sitz nachhaltig zu verbessern! Die Franklin-Bälle aus der Fanklin-Methode hat der Sportpädagoge Eckart Meyners auf das Reiten übertragen. Mit vollem Erfolg, wie ich finde.

Reiten mit Bällen

Oft fühlt man sich im Becken zu steif um den Bewegungen des Pferdes folgen zu können. Oder man ist in seinen Bewegungsabläufen schon so festgefahren, dass man schon nicht mehr aussitzen kann, weil es ja eh noch nie geklappt hat…

Abhilfe können diese Bälle schaffen. Durch den vielfältigen Einsatz der Bälle lassen sich verschiedene Sitzproblematiken leichter beheben. Der Reiter folgt hierbei keinen Anweisungen durch den Trainer in der Mitte, sondern erfühlt es einfach selber. Diese helfenden Bälle haben im ersten Schritt das Ziel, den Körper aus seinem ursprünglichen Bewegungsmuster zu holen. Meist hat der Köper ein „Schema-X“ mit dem er Aussitzt. Die Bälle unterbrechen dieses Schema und der Körper muss sich neu ausrichten. Das Ergebnis: Dem Körper steht nun nicht nur eine Variante zum Aussitzen zur Verfügung.

Man schiebt die Bälle unter die Sitzknochen, so dass das Becken schön vor und zurück kippen kann

Bälle für das Becken

Um das Becken zu mobilisieren kann man die Bälle unter anderem unter das Gesäß schieben. Darauf ist zu achten, dass das Becken gleichmäßig vor und zurück kippen kann und nicht in einer Position „hängen“ bleibt. Ich persönlich sitze mich gerne zum Warmreiten auf die Bälle und lasse mich „durch wackeln“. Ansonsten sollten die Bälle erst verwendet werden, wenn das Pferd aufgewärmt ist und es bereit zum Aussitzen ist.

Man reitet nun auf den Bällen auf beiden Händen im Schritt, Trab und Galopp. Habt keine Angst davor, dass ihr dem Pferd unangenehm in den Rücken fallen könnt, bleibt locker und lasst euch bewegen. Die Bälle dienen hier auch als „kleine Puffer“. Nach ca. 5 Minuten Reiten nehmt ihr die Bälle wieder weg und reitet ohne diese auf beiden Händen in allen drei Grundgangarten und erfühlt für euch, was sich verändert hat.

Nicht jede Verbesserung fühlt sich für den Reiter richtig an. An eine korrekte Beurteilung vom Boden aus ist daher immer Sinnvoll.

In die Achselhöhle geklemmte Bälle können das Schultergelenk und den Hals- Nackenbereich lösen

Bälle für die Schultern

Um die Schultergelenke, Hals- und Nackenbereich zu lockern, lohnt es sich die Bälle in die Achselhöhlen zu klemmen und damit wie oben beschrieben zu Reiten. Klemmende, oder gar durchgestreckte Arme werden hier aus ihrem Muster geholt. Die angespannten Muskeln werden gelockert und so wird die ganze Armhaltung entspannter. Die Arme kommen zum Hängen, die Zügelhaltung wird wird weicher, da der Reiter durch das lockere Schultergelenk feiner den Bewegungen des Pferdes folgen kann.

In meinem Unterricht kommen diese Bälle oft zum Einsatz, sei es nur um den Reiter aus einer festgefahrenen Situation ab zu holen. Etwas selbst zu erfühlen ist tausend mal Wertvoller, als es tausend mal zu Hören.

Weitere Informationen zu der Franklinmethode könnt ihr hier finden: http://franklin-methode.ch/neu/reiten-wie-ein-tanzer

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1 Kommentar

Steigbügel: Die Steigbügellänge ist entscheidend | ehorses Blog 5. Dezember 2016 - 9:58

[…] man weitere Sitzprobleme mit Bällen lösen kann, könnt ihr in meinem Blogeintrag – „Reiten mit Bällen“ […]

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