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Eigenes Pferd: Das solltest Du beachten

von Frederieke Wenning
2 Kommentare

Viele Menschen träumen von einem eigenen Pferd. Doch das ist mit viel Zeit- und Geldaufwand verbunden. Was Du wissen solltest, wenn Du Dir ein (erstes) eigenes Pferd kaufen möchtest, worauf Du unbedingt achten solltest und welche Alternativen es gibt, erfährst Du in diesem Artikel.

Checkliste: Erstes eigenes Pferd

    • Richtigen Verkäufer/Züchter finden
    • Equidenpass
    • Haltung bzw. Stall finden
    • Grundausstattung
    • Versicherungen
    • Tierarzt
    • Hufschmied
    • Rolle als Pferdebesitzer (Vorerfahrung, Kosten, Zeit, Verantwortung)

Wie viel kostet ein eigenes Pferd?

Die Kosten für ein Pferd variieren je nach Rasse, Ausbildungsstand, Alter und Größe. Man kann Pferde für 2000€ oder 200 000 € und aufwärts kaufen. Grundsätzlich sollte man 5000 € bis 15000 € einplanen.

Erstes eigenes Pferd: Worauf Du unbedingt achten solltest

Richtigen Verkäufer/Züchter finden

Zwei Pferde nah beieinander

Die Suche nach dem richtigen Pferd ist wie wie den richtigen Partner fürs Leben oder einen wahren Freund zu finden.

Das erste eigene Pferd richtig zu versorgen ist die eine Sache, doch an das erste eigene Pferd zu kommen, ist auch gar nicht so einfach. Die Suche nach dem richtigen Pferd ist sehr aufwendig. Es ist wie den richtigen Partner fürs Leben oder einen wahren Freund zu finden, das geht nicht so einfach und wenn man dafür auch noch eine Menge Geld bezahlen muss, wird es noch schwieriger.

Aus diesem Grund ist es wichtig für den Pferdekauf, einen vertrauenswürdigen Züchter zu finden. Dieser sollte dem Käufer mit Rat und Tat zur Seite stehen, seine Pferde gut einschätzen können und vor allem auch nicht böse sein, falls nicht das richtige Pferd für den Käufer in seinem Stall steht. Grundsätzlich ist es sinnvoll, die Züchter, die man schon kennt, zuerst zu kontaktieren. Dort weiß man, wie die Person ihre Pferde ausbildet, welchen Preis man erwarten kann und wie zufrieden andere Kunden waren.

Man sieht, wie die Fohlen aufgezogen werden und wie sich die Pferde entwickeln, also zum Beispiel, ob sie erfolgreich im Sport gehen. Man kann auch durch den eigenen Trainer oder einen Stallbesitzer oder Bereiter gute Kontakte knüpfen. Es ist oft nicht leicht, einen guten Züchter auf den ersten Blick zu erkennen, deshalb hilft es zu Beginn, die Beziehungen spielen zu lassen.

Wie erkennt man aber einen seriösen Verkäufer bzw. Züchter? Die Frage ist nicht leicht zu beantworten. Natürlich sollte man vor dem Pferdekauf den Stall besichtigen. Dort kann man sehen, ob der Hof sauber und ordentlich ist, wie gut alles organisiert ist, wie die Pferde aussehen und wie die Haltungsbedingungen sind. Außerdem kann man einen Einblick in das Training und den Umgang mit den Pferden gewinnen.

Wichtig ist es außerdem die richtigen Fragen zu stellen. Beispielsweise kann man sich nach der Zucht erkundigen. Also wie viele Fohlen kommen jährlich zur Welt, wie werden diese aufgezogen, welche ist die Mutterstute meines auserwählten Pferdes und so weiter. Man kann zu jedem Bereich des Pferdealltags Fragen stellen, also auch zum Training und Turnieren. Es kommt immer darauf an, worauf man selbst Wert legt.

Bezüglich des Verkaufspferdes könnte man fragen, weshalb das Pferd verkauft wird, ob es schon auf Turnieren vorgestellt wurde, welchen Rang es in der Herde hat, wie es sich im Gelände verhält und welche Macken man beim Reiten beachten sollte.

Man kann sich solch ein Gespräch ein bisschen wie ein Bewerbungsgespräch vorstellen. Stell Dir einfach vor, Du bist der Firmenchef und fragst Dich, wieso Du gerade dieses Pferd nehmen solltest. Dabei kommen Dir sicher noch ganz neue Ideen für Fragen. Natürlich sollst Du den Verkäufer nicht ärgern! Vielmehr solche Fragen stellen, die Dir mehr über das Wesen, die Arbeitseinstellung und das Potenzial des Pferdes verraten. Solch eine Frage könnte zum Beispiel sein: „Was unterscheidet das Pferd von anderen Pferden in der täglichen Arbeit?“ (eher ängstlich, nicht aus der Ruhe zu bringen, hört dem Reiter immer gut zu,…).

Pferde sind wie Menschen und haben ihre ganz eigene Persönlichkeit. Der Bereiter wird Dir sicher ein paar lustige und interessante Geschichten erzählen können. Die richtigen Fragen regen zum Nachdenken an und man kommt dabei oft auf noch viele weitere Themen zu sprechen. Das lockert die Atmosphäre auf und Du wirst die Person, das Pferd und den Stall viel intensiver kennenlernen können.

Wie bekomme ich ein eigenes Pferd?

Du kannst Dich in der Gegend nach Verkaufspferden umhören oder auf online Marktplattformen wie ehorses Verkäufer aus ganz Deutschland und der Welt finden.

Equidenpass – Der Personalausweis des Pferds

Der Equidenpass wird auch Pferdepass genannt und ist sozusagen der „Personalausweis“ des Pferdes. Jedes Pferd bekommt solch einen Pass bei der Geburt. Das ist per Gesetz vorgeschrieben. Der Equidenpass enthält beispielsweise die Lebensnummer des Pferdes. Diese 15-stellige Nummer wird zur Identifikation genutzt und seit 2009 bekommt jedes Fohlen einen Mikrochip, von dem diese Nummer mithilfe eines Geräts ausgelesen werden kann.

Der Equidenpass ist auch gleichzeitig der Impfausweis und er ist für die Turnierteilnahme unerlässlich. Im Equidenpass wird auch der Besitzer eingetragen. Um einen Besitzerwechsel einzutragen, muss der Pass im Original zusammen mit dem entsprechenden Formular der Deutschen Reiterlichen Vereinigung an die Deutsche Reiterliche Vereinigung geschickt werden. Diese Aufgabe kommt dem neuen Besitzer zu, also dem Käufer, da er beim Kauf den Equidenpass erhält.

Man darf also nicht erwarten, dass der Verkäufer diese Aufgabe übernimmt oder man sich selbst als neuer Besitzer eintragen darf. Wichtig ist aber, dass der Equidenpass beim Kauf übergeben wird und es der echte Pass des Pferdes ist. Dazu kann man die Lebensnummer auf dem Mikrochip des Pferdes auslesen lassen und mit der auf dem Pass eingetragenen Nummer vergleichen.

Pferde hinter Zaun

Auch bei der Suche nach dem passenden Stall gilt: Die richtigen Fragen und gute Beobachtung sind der Schlüssel zum Erfolg.

Richtige Haltung: Die Suche nach einem passenden Stall

Die Suche nach dem passenden Stall kann sich als schwierig erweisen. Sollte man in einem Reitverein sein, ein Pflegepferd und einen Trainer haben, ist man meistens schon gut versorgt und muss sich keine Sorgen um einen neuen Stall machen. Probleme kommen auf, sobald kein Platz im angestammten Stall mehr ist oder dieser zu weit entfernt ist. Auch ein Umzug in den nächsten Jahren durch Arbeit oder Studium muss eingeplant werden.

Wie findet man aber den richtigen Stall? Es ist nicht anders als das richtige Pferd zu finden. Zuerst muss man die eigenen Kriterien bestimmen, dann gute Kontakte herstellen und schlussendlich sehen, wie sich die Umsetzung gestaltet und was man dann noch anpassen muss. Eventuell haben Freunde oder Bekannte schon Erfahrungen mit bestimmten Ställen gemacht und Du kannst sie nach einem Feedback fragen.

So sollte man für sich selbst klären, wie weit der Stall entfernt sein darf, welche Haltung zum eigenen Pferd am besten passt, was für Trainer der Stall haben sollte und natürlich, wie hoch das Budget ist. Sobald man weiß, was man will, kann man sich auf die Suche begeben. Hier gilt wieder: die richtigen Fragen und gute Beobachtung sind der Schlüssel zum Erfolg. Es ist, wichtig den Stallalltag kennenzulernen und abzuwägen, ob dieser zu Pferd und Reiter passt. Natürlich stehen die Bedürfnisse des Pferdes dabei immer im Vordergrund, schließlich geht es hier um die Lebensqualität und Gesunderhaltung des geliebten Vierbeiners.

Wichtige Faktoren, die bei jedem Stall stimmen sollten:

  • Genügend Auslauf
  • Zugang zu Raufutter und Wasser (Fresspausen von 3-4 Stunden und plötzliche Futterumstellungen können Magenprobleme verursachen und Koliken auslösen)
  • Eine passende Herde
  • Eine geräumige Box bzw. einen Rückzugsort von Stress und schlechtem Wetter
Pferd beim Auslauf

Pferde benötigen viel Auslauf.

Grundsätzlich brauchen Pferde genügend Auslauf. Durch zu wenig Bewegung können sich Übergewicht, ein Hufrollen-Syndrom und andere Krankheiten entwickeln. Auch Verhaltensauffälligkeiten können sich durch Langeweile und zu geringe Auslastung ergeben. So etwas kann sich zu psychischen Krankheiten entwickeln oder der Grund für das altbekannte „Problempferd“ sein. Ob körperlich oder psychisch, all diese Probleme können zu einer ernsthaften Schädigung von Mensch und Pferd führen.

Durch schlechtes und zu wenig Heu werden sich Magenprobleme/Verdauungsprobleme entwickeln. Zum einen kann das Pferd nicht genügend Muskeln aufbauen und wird schneller übersäuern und Muskelkater bekommen nach großer Belastung, wie zum Beispiel einem Turnier-Wochenende. Es kann also nicht seine volle Leistung entwickeln und wird sich zunehmend unwohl fühlen. Zum anderen können durch zu lange Fresspausen und unüberlegte Futterumstellung Verdauungsprobleme entstehen. Koliken kommen nicht selten vor, jedoch kommt es auch nicht selten vor, dass ein Pferd an einer Kolik stirbt. Wirf also stets ein kritisches Auge auf die Fütterungsbedingungen.

Die Herde ist ein weiterer Aspekt, der zum Erfolg oder Misserfolg der Stallauswahl beiträgt. Es sieht immer schön aus, wenn viele Pferde auf einer großen Weide zusammenstehen, jedoch gibt es in Herden auch oft Stress und sogar Mobbing. Grundsätzlich gibt es viele Pferde, die gerne allein oder nur zu zweit auf einem Auslauf stehen. Nicht jedes Pferd ist also für die Haltung in einer Herde geeignet. Bei der Stallauswahl ist es sinnvoll zu schauen, ob es Alternativen wie Paddocks gibt, falls die Sozialisierung missglückt.

Wie viel kostet ein eigenes Pferd im Monat?

Ein Pferd kostet 500€ bis 800€ im Monat.

Grundausstattung für einen reibungslosen Start

Plane genügend Geld ein und ruf schonmal den Sattler Deines Vertrauens an, die Grundausstattung fehlt schließlich noch. Hier sind einige Dinge, die Du auf jeden Fall besitzen solltest, wenn Du Dir ein eigenes Pferd kaufst:

  • Die Grundausstattung
  • Putzzeug
  • Reitzubehör – Sattel, Trense usw.
  • Erste Hilfe Ausstattung fürs Pferd
  • Longierzubehör
  • Decken
  • Kraftfutter

Es gibt tausend Sachen, die ein Pferdebesitzer braucht und jedes Jahr kommen neue Dinge dazu. Natürlich denkt man zuerst an Sattel, Trense und Halfter, wenn es um die Ausrüstung geht, aber auch das richtige Futter und die Stallapotheke darf man dabei nicht vergessen. In der Stallapotheke sollte man Verbände, Desinfektionsmittel, Salben, ein Fieberthermometer, kühlende Kompressen und die Telefonnummer des Tierarztes bereitlegen. Es ist nicht sehr sinnvoll, dass Erste Hilfe Set auf eigene Faust zusammenzustellen. Es ist besser, den Tierarzt zu fragen und sich passende Produkte für das eigene Pferde oder Pony empfehlen zu lassen.

Ein Sattel ist ein weiteres komplexes Thema. Man sollte auf gar keinen Fall einfach den schönsten und halbwegs günstigsten Sattel nehmen. Der Sattel ist für das Pferd wie für uns ein Paar Sportschuhe. Sind die Schuhe zu eng oder reiben sie, werden wir wohl kaum in ihnen Sport machen wollen. So ist es auch mit dem Sattel. Dieser muss dem Pferd gut passen und ein fachkundiger! Sattler muss dies bewerten. Achtung! Es gibt Sattler oder Reitshop Besitzer, die Sättel anpassen oder nachpolstern ohne das nötige Fachwissen zu haben. Scheut also keine Kosten und Mühen, wenn es um den Sattel eures Pferdes geht. Das Gefühl, dass euch das Pferd dann unter dem richtigen Sattel gibt, wird Belohnung genug sein!

Wichtige Versicherungen für das eigene Pferd

Eine Haftpflichtversicherung ist die grundlegende Versicherung, die ein Pferdebesitzer haben sollte. Bei dieser Versicherung werden Schäden, die das Pferd an fremden Gegenständen oder Personen verursacht, bis zu einer bestimmten Summe übernommen. Auch eine Operationskostenversicherung und eine Lebensversicherung schließen viele Pferdebesitzer ab. Eine Pferdetransportversicherung kann möglicherweise auch sinnvoll sein. Es gibt viele verschiedene Versicherungen für Pferde. Gegen welche Risiken man sich letztendlich absichern möchte, muss man selbst entscheiden.

Tierarzt & Hufschmied

Impfungen, Hufbeschlag, Zahnbehandlung und Physiotherapie auch die medizinische Versorgung eines Pferdes ist umfangreich. Grundsätzlich muss man den Gesundheitszustand des Pferdes vor dem Kauf überprüfen. Nach dem Kauf fallen dann die regelmäßigen Kosten des Hufschmiedes und des Tierarztes an. Dabei muss der Hufschmied geduldig sein und der Tierarzt jedes Problem lösen können. Doch das ist nicht immer die Realität und darüber hinaus stapeln sich die Rechnungen. Die medizinische Versorgung ist genauso aufwendig und teuer wie alles andere, allerdings ist ein gesundes Pferd die Mühen allemal wert!

Wie viel Zeit braucht man für ein eigenes Pferd?

Man muss sich grundsätzlich jeden Tag um sein Pferd kümmern. Hat man allerdings einen guten Pensionsstall, wo das Pferd auf die Koppel kommt, immer Zugang zu Raufutter und Wasser hat und die Box ausgemistet wird, ist es kein Problem, sich auch mal einige Tage pro Woche Pause zu nehmen.

Schimmel in der Natur

Bei der Anschaffung eines Pferd spielt die Vorerfahrung eine große Rolle.

Eigenes Pferd: Die neue Rolle als Pferdebesitzer

Der bekannte Vertreter der akademischen Reitkunst, Bent Branderup, sagte einmal: „Das erste Pferd leidet immer am meisten.“ Hart aber wahr, vieles lernt man eben erst dadurch Fehler zu begehen und wieder ausbügeln zu müssen. Allerdings steht fest, dass sich niemand einschüchtern lassen sollte, seinen Traum vom eigenen Pferd zu erfüllen, sondern vielmehr die eigenen Prinzipien und den vermeintlich guten Rat des Stallkollegen hinterfragen muss.

Natürlich spielt Vorerfahrung eine große Rolle. Sollte man nur den Reitschulbetrieb kennen, hat man kein realistisches Bild davon, wie es ist, ein Pferd selbstständig zu versorgen und zu trainieren. Sollte man sein Leben lang nur in einem Stall gewesen sein, ist es möglich, dass die eigene Sicht sehr eingeschränkt ist. Allerdings wird man nie den perfekten Pferdebesitzer treffen. Was heißt es aber genügend Erfahrung zu haben?

Wieder eine schwierige Frage und in Reiterforen wird dieses Thema immer wieder gerne auseinandergenommen. Am besten ist es jedoch ihr verlasst euch auf euren Trainer und am besten auch auf eine zweite oder dritte professionelle Meinung. Mehrere Blickwinkel sind immer hilfreich und Menschen, die die Erfahrungen schon gemacht haben, die euch noch fehlen, werden euch hilfreiche Tipps geben können.

Vielleicht habt ihr auch schon erfolgreich einige Reitabzeichen bestanden und durch Turniererfolge bereits höhere Leistungsklassen errungen. Durch die Abzeichen der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) wird überprüft, wie weit fortgeschritten der Wissensstand und das reiterliche Können sind. Im Zweifel kann man sich daran orientieren.  Als Orientierung kann man sagen, dass wenn ein Reiter, der mithilfe von Trainern und verschiedenen Pferden schon so viel lernen konnte, dass er erfolgreich alle nötigen Abzeichen inklusive des Reitabzeichens 4 oder höher bestanden hat, nicht schlecht auf ein eigenes Pferd vorbereitet ist.

Pferd in Nahaufnahme

Egal wie viel Vorerfahrung man hat, kann man die Kosten nicht stemmen, kann man sich auch kein Pferd anschaffen.

Egal wie viel Vorerfahrung man hat, kann man die Kosten nicht stemmen, kann man sich auch kein Pferd anschaffen. Der Kostenaspekt muss dem zukünftigen Pferdebesitzer vollkommen klar sein. Man muss mit 500 € – 800 € pro Monat rechnen. Die Stallmiete allein kann von 150€ bis 500€ rangieren und dazu kommen das Futter, die Ausrüstung, das Training, der Hufschmied, die Versicherung, der Pferdehänger, die Tierarztkosten und Wurmkuren und alles, was spontan sonst noch so anfällt. Ein guter Sattel muss vom Sattler angepasst werden. Für den Sattel allein sollte man mindestens 2000 € einplanen.

Eine Trense und Reitstiefel sowie Reithelm können zusammen auch noch mal mehrere Hundert Euro kosten. Vielleicht braucht das Pferd auch noch einen speziellen Hufbeschlag und dann muss man sich auch noch etwas Geld zur Seite legen für den Notfall. Man könnte für die Kosten eines Pferdes wahrscheinlich schon einen Buchhalter allein einstellen. Wenn du mehr über die Kosten der Pferdehaltung wissen willst, solltest Du einen Blick auf unseren Artikel zur Kostenübersicht werfen.

Schlussendlich muss man bereit sein, zu jeder Tages- und Nachtzeit für das Pferd da zu sein. Mit einem eigenen Pferd hat man die Verantwortung für das Leben des Pferdes. Man muss es täglich umsorgen, gesunderhaltend trainieren, richtig füttern und erkennen, wenn etwas nicht stimmt. Trotzdem wird man selbst auch mal krank oder möchte in den Urlaub fahren. Dann braucht man Freunde, auf die man sich verlassen kann und die im Notfall oder Urlaub einspringen können und wollen.

Was muss man können, um ein eigenes Pferd zu haben?

Du solltest mehrere Jahre Reiterfahrung und Erfahrung im Umgang und der Versorgung von Pferden haben. Zur Überprüfung der Fähigkeiten gibt es Reitabzeichen und zum Beispiel den Basispass Pferdekunde.

Die Anzeichen dafür, dass Du bereit für ein eigenes Pferd bist

…Dir bewusst ist, wie viel ein Pferd kostet

Du hast eine realistische Vorstellung darüber, welche Kosten, neben dem Kaufpreis auf Dich zukommen? Am besten ist es hier, sich sowohl eine Monats-, als auch eine Jahresübersicht anzufertigen. In dieser Übersicht sollten folgende Kostenpunkte bedacht werden.

  • monatliche Stallmiete
  • Tierarzt
  • Hufschmied
  • Reitunterricht / Trainer
  • Ausrüstung
  • ggf. Medikamente / Zusatzmittel / Pflegeprodukte
  • Versicherungen etc.

…Du schon mal eine Reitbeteiligung oder ein Pflegepferd hattest

Eine Reitbeteiligung bietet eine tolle Möglichkeit das Gefühl vom (fast) eigenen Pferd kennen zu lernen, ohne dabei die volle Verantwortung für das Tier zu tragen. Hier lässt es sich wunderbar austesten, wie viel Zeit man bei dem Pferd verbringen kann und möchte. Auch erfährt man besser als zum Beispiel in einer Reitschule, in der man immer nur zu seiner Reitstunde kommt und dann wieder geht, was sonst außer dem Reiten und der Pflege der Pferdes für Arbeiten anfallen. Empfehlenswert ist es, für mindestens ein halbes Jahr, besser noch ein ganzes. Nach dieser Zeit lässt sich meistens ganz gut abschätzen, ob ein eigenes Pferd die richtige Entscheidung ist.

…Du einen guten Trainer hast

Ein guter Trainer ist wichtig. Er kann Dir helfen, das passende Pferd für Dich auszusuchen. Und Dich gerade am Anfang mit der neuen Situation sehr gut unterstützen. Es ist wichtig, dass Du Vertrauen zu dem Trainer hast und Dich mit ihm wohlfühlst, da er Dich neben dem Training an sich auch bei anderen Fragen beraten kann.

…Du bereit bist, Dich langfristig zu binden

Auch wenn Du schon ein älteres Pferd kaufst, oder den Plan hast, das Pferd nach einigen Jahren zu verkaufen, kann man die Umstände nie genau voraussagen. Mit dem Kauf eines Pferdes entscheidet man sich dazu, die volle Verantwortung für das Tier zu übernehmen. Das ist in der Regel eine Entscheidung für etliche Jahre. Du solltest Dir darüber bewusst sein, dass Du diese Entscheidung nicht einfach mal so schnell ändern kannst, wenn sich zum Beispiel Deine Lebenspläne ändern.

…Du Deine Fachkenntnisse und Fähigkeiten realistisch einschätzen kannst

Wenn man mit dem Gedanken spielt, sich ein eigenes Pferd zu kaufen, sollte man eine klare und realistische Einschätzung seiner reiterlichen Fähigkeiten haben. Bin ich reiterlich schon in der Lage für ein eigenes Pferd? Auch wenn man diese Frage mit ja beantworten kann, ist Pferd nicht gleich Pferd. Man muss in diesem Punkt ehrlich zu sich selbst sein, um das passende Pferd zu finden. Denn nur mit dem passenden Pferd, das sowohl Deinem reiterlichen Stand als auch die Eignung hat, die Du Dir wünschst, werdet ihr beide langfristig Freude zusammen haben!

…Du bereit bist, ständig dazuzulernen

Wie Du sicher weißt, gibt es beim Reiten und rund ums Pferd eine Menge zu lernen. Der Satz: „Man lernt nie aus“, ist hier tatsächlich wörtlich zu nehmen. Bist Du bereit und offen dafür, alleine und zusammen mit Deinem Pferd neues zu lernen, und Dein Wissen über Pferde zu vertiefen?

Du hast das Gefühl, dass Du bereit bist für ein eigenes Pferd? Dann wünschen wir dir viel Erfolg bei der Suche nach Deinem neuen vierbeinigen Partner! Starte Deine Suche hier!

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2 Kommentare

Equi Hanni 26. Oktober 2020 - 21:45

Ein eigenes Pferd ist mein aller größter Wunsch.
Aber da muss ich wohl noch ein paar Jahre warten bis ich älter bin und ich mir eine Pferdchen leisten kann, so dass es gesund und munter im Stall steht.

Antworten
Equi Hanni 26. Oktober 2020 - 21:46

Ein eigenes Pferd ist mein aller größter Wunsch.
Aber da muss ich wohl noch ein paar Jahre warten bis ich älter bin und ich mir ein Pferdchen leisten kann, so dass es gesund und munter im Stall steht.

Antworten

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