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American Standardbred

von Frederieke Wenning
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American Standardbred Pferde zählen zu den schnellsten und bedeutendsten Tieren im Pferderennsport. Wer in dieser Hinsicht eine verlässliche Traberrasse sucht und kaufen will, findet in dem sportlichen Vierbeiner einen exzellent mitarbeitenden Gefährten. Da die Zucht der Rasse American Standardbred gezielt für den Einsatz auf der Rennbahn erfolgt, steht die Leistung stets im Vordergrund. Sportliche Reiter und Fans von Trabern und Trabrennen haben in dem Tier aber auch noch nach der Karriere einen guten Freund für die Freizeit gewonnen. Nachdem das US-Register gegründet wurde, konnten mehrere Hunderttausend amerikanische Traber gezählt werden.

Wichtige Daten zum Standardbred im Überblick

  • Ursprung: USA
  • Hauptzuchtgebiet: hauptsächlich Kentucky, Kanada und ganz Osten der USA
  • Verbreitung: weltweit
  • Stockmaß: 150 bis 165 cm
  • Gewicht: 500 bis 700 kg
  • Erscheinungsbild: hochbeinig, muskulös, schlank
  • Farben: Braune, Rappen, Füchse
  • Haupteinsatzgebiet: Pferderennen, Gangpferd, Freizeitpferd

Wie groß wird das American Standardbred?

Das Pferd erreicht meistens ein Stockmaß von bis zu 165 Zentimetern. Einige Exemplare messen auch 175 Zentimeter.

Herkunft, Ursprung und Zuchtgeschichte der Pferderasse

Die American Standardbreds gehen aus den Pferderassen Narragansett Pacer und diversen Vollblütern hervor. Den Narragansett Pacer aus Narragansett Bay gibt es heute nicht mehr. Die erste in den USA entwickelte Rasse hielt sich bis in das 19. Jahrhundert, bevor sie endgültig ausstarb. Als Stammvater des heutigen Standardbreds gilt der Hambletonian 10. Mit dem Aussterben der Rasse Narragansett Pacer begann die Gründung der amerikanischen Züchterschaft im Jahr 1979. Sie züchteten die Pferde gezielt für den Einsatz auf der Rennbahn, vorwiegend für Trab- und Passrennen. Die Zuchtpferde mussten bereits acht Jahre vorher eine bestimmte Geschwindigkeit haben. Traber mussten auf einer Meile 2:30 Minuten und Passgänger gleicher Strecke 2:25 Minuten erreichen.

Die Ursprünge der Zucht lassen sich bis weit in das 16. Jahrhundert verfolgen. Einflüsse entstammten den holländischen, englischen und spanischen Pferden der Kolonisten in Neuengland. Die in diesem Rahmen vorgenommenen Einkreuzungen beeinflussten auch andere Pferde in ganz Europa. Besonders beliebt waren die daraus resultierenden Reitpferde. Sie überzeugten mit einem starken und kompakten Körperbau und der Fähigkeit der Ausdauer auf langen Distanzen. Aufgrund der als bequem beschriebenen Gangarten zielten die ersten historischen Vermutungen auf Viertakt- und Passvarianten ab.

Die vorhandenen Gangarten, zu denen auch die genetisch veranlagten Pass- und Töltvarianten zählten, führten nicht per se zu einer züchterischen Trennung. Bequem zu reitende Pferde hießen schlicht „soft saddle gaits“. Viele davon wurden in Kanada gezüchtet. In Rhode Island wurden die besten Passgänger (Pacer) gezüchtet und verkauft. Mit der Zucht schneller Pferde begannen die Geschäfte, die mit Pferderennen gemacht werden konnten. Die Pferde sollten dabei gleich mehrere Eigenschaften miteinander vereinen: Schnelligkeit, Trittsicherheit, Verlässlichkeit und Komfortabilität. Auf Aussehen wurde, wie beim gegenwärtigen American Standardbred, kaum Wert gelegt. Dass es bei Trabrennpferden nicht um Schönheit geht, hält sich bis heute. Englische Vollblüter kamen nach der amerikanischen Revolution zum Zug, womit Aufschwung und Umbruch in die Zucht kam. Die bisherigen Vierbeiner wurden schneller, größer und zeichneten durch auffällige Aktionen beim Trab aus.

American Standardbred Verkaufspferde bei ehorses

Wie alt wird das American Standardbred?

Die Lebenserwartung des Trabers liegt bei 30 Jahren.

Beschreibung des Exterieurs vom American Standardbred

Das Exterieur des American Standardbred spiegelt den Körperbau eines typischen Trabrennpferdes wider, das ausschließlich auf Leistung gezüchtet wird. Traber für die Rennbahn verfügen zwar über kein einheitliches Exterieur, doch die besonders beanspruchten Muskelpartien sind bei Rennpferden dieser Art immer sehr ausgeprägt. Vor allem die gerade Hinterhand der Rasse erweist sich als kräftig, weil sich daraus der Vorwärtsschub entwickelt. Für ein Rennen muss dieser Schub schnell erfolgen und dabei ein Höchstmaß an Kraft erreichen. Kurz: Der gesamte Antrieb des Tieres befindet sich in der Hinterhand.

Demnach sind auch die Muskeln, die die Kruppe formen, muskulöser Natur. Sie sind am besten sichtbar. Der Schweifansatz liegt tief. Die Oberlinie zeigt sich in einer gut geschwungenen Form. Für ein Rennen sollten daher die Muskelpartien der Hüfte und des Beckens, die Oberschenkelmuskeln und die Beinmuskeln gut trainiert sein. Die im oberen Bereich der Lendenwirbel verlaufenden Muskeln, die bis zum Oberschenkel reichen, machen das Rückwärtsrichten der Hinterbeine möglich. Kennzeichnend sind auch die Fesseln und die Hufe des American Standardbred. In steiler Stellung befindlich und kurz sind die Fesseln, während die Hufen harter Natur sind. Für leistungsstarke Trabrennpferde ist dies eine weitere Voraussetzung. Denn nur so sind sie in der Lage, den extremen Belastungen eines Rennwettbewerbes standzuhalten.

American Standardbred im Schnee

Das Exterieur des American Standardbred spiegelt den Körperbau eines typischen Trabrennpferdes wider.

Der Kopf der Rasse ist häufig mittelgroß mit relativ langen Ohren und großen, wachen Augen. Der eher hoch angesetzte Hals geht in langer, schmaler und leicht gewölbter Form über in das Gebäude des Tieres. Die Schultern sind lang und flach. Prominent ausgeprägt zeigt sich der Widerrist, der in den langen Rücken mündet. Hochbeinig, hart und trocken sind die Gliedmaßen mit starken Gelenken.

Die Rasse stammt von Pferden ab, die eine bestimmte Gangveranlagung haben. Selektiert wird nach Trab- und Passveranlagung. Der Trab ist stets taktrein und voller Schwung. Der Renntrab erfolgt mit einer langen Schwebephase in Kombination mit der immensen Schubkraft aus der Hinterhand. Den Schritt übt das Pferd energisch, taktrein und raumgreifend aus. Im Galopp zeigen viele Tiere teilweise einen Vierschlag-Galopp. Der Rennpass ist dabei auch oft vorhanden, aber nicht das eigentliche Zuchtziel.

Das Pferd kann ein Stockmaß von bis zu 165 Zentimetern erreichen. Einige Exemplare sind sogar 175 Zentimeter groß. Farbliche Vertreter sind Rappen, Füchse und meistens Braune.

Impressionen der Pferderasse

Wie schwer wird das American Standardbred?

Bei Erreichen des Höchstmaßes bringt das Pferd bis zu 700 Kilogramm auf die Waage. Ansonsten bewegt sich das Gewicht eher zwischen 500 und 600 Kilogramm.

Beschreibung des Interieurs

Rennpferde zeigen häufig eine Tendenz zur Nervosität und Sensibilität, wenn der Renneinsatz naht. Während des Wettbewerbs aber überzeugen sie mit einer eindrucksvollen Nervenstärke, auf die sich der Mensch verlassen kann. Die gezielte Zucht und das Training machen die intelligenten Tiere ausdauernd und mutig.

American Standardbred auf Wiese

Als Freizeitpferde haben die Pferde der Rasse American Standardbred ein ausgeglichenes Wesen.

Im Vergleich zu anderen Traber-Pferderassen, wie beispielsweise die der russischen oder die der französischen Rasse, sind die American Standardbred Pferde frühreif. Schon mit zwei und drei Jahren kommen sie auf der Rennbahn zum Einsatz. Da sie schon früh mit dem Menschen im Rahmen von Übungen und Trainingseinheiten in Kontakt kommen, zeigen sie sich in der Zusammenarbeit unkompliziert.

Als Freizeitpferde haben die Tiere ein ausgeglichenes Wesen, das durchaus noch ein ganz eigenes Temperament besitzen kann. Die Vergangenheit eines Freizeitpferdes, das einst ein Rennpferd war, sollte beim täglichen Umgang aber immer Berücksichtigung finden. Eventuelle alte Verletzungen können zu Empfindlichkeiten geführt haben.

Besondere Merkmale & Einsatzgebiete vom American Standardbred

Besonderes Merkmal der Rasse ist die einzigartige Eignung für Trab- oder Passrennen. Pferde, die keine genetische Veranlagung zu der Gangart Pass haben, können Wettbewerbe im Pass nicht bestreiten. Der American Standardbred kann bei einem intensiven sportlichen Einsatz möglichen Verletzungen durch beispielsweise Knieschläger oder Fehltritte unterliegen. Erbkrankheiten sind bei dieser Rasse nicht bekannt.

Bekannte Pferde der Rasse

Das schnellste Pferd in dem Videospiel Red Dead Redemption, das dem Genre Action-Adventure zuzuordnen ist, ist ein American Standardbred. Als visuelles Umfeld dient die Zeit des Wilden Westens.

Wofür ist das American Standardbred geeignet?

Die Rasse ist für Pferderennen oder Freizeit gut geeignet.