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Arabofriese

von Frederieke Wenning
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Der Arabofriese ist eine beeindruckende und besonders elegante Pferderasse. Das Pferd ähnelt dem normalen Friesen und wurde auch aus diesem gezüchtet. Dabei war den Züchtern in erste Linie das imposante Erscheinungsbild, der sportliche Charakter und das freundliche Wesen wichtig. Der Arabofriese ist in ihrem Heimatland bei Sportreitern und Freizeitreitern beliebt. Besonders bei der Dressur kann der Arabofriese seine raumgreifenden Grundgangarten präsentieren und sein Temperament und seine gesamte Ausstrahlung zur Geltung bringen. In Deutschland gibt es nur wenige Züchter und ein paar Halter, dieser besonderen Pferde.

Wichtige Daten im Überblick zum Arabofriesen

  • Ursprung: Niederlande
  • Hauptzuchtgebiet: Niederlande
  • Verbreitung: Niederlande, Deutschland
  • Stockmaß: 155 – 170 cm
  • Gewicht: 600 bis 700 kg
  • Typ: Halbblut
  • Erscheinungsbild: elegant, kräftig, edel
  • Farben: überwiegend Rappen
  • Haupteinsatzgebiet: Dressur, Fahren, Freizeit

Herkunft & Ursprung des Arabofriese

Der Arabofriese wurde erstmals in den 1960er Jahren gezüchtet. Dabei ging es zunächst nicht darum, eine neue Pferderasse zu schaffen, sondern dem bisherigen Friesen seine alte Gesundheit und Leistungsfähigkeit zurückzugeben. Der Friese war lange Zeit ein erfolgreiches Sportpferd, doch durch Inzucht und eine falsche Richtung innerhalb der Zucht haben die Tiere an Herz- und Lungenleistung abgebaut und haben viel von ihrem starken Charakter verloren. Die Rasse war im Dressur- und Fahrsport nicht mehr konkurrenzfähig. Um der Inzucht und den Problemen entgegenzuwirken, wurden erste Verpaarungen mit Arabern und den Friesen durchgeführt.

Besonders beeinflussend für die Zucht und Auffrischung der Rasse war Professor Hillner. Er und einige weitere Züchter begannen letzten Endes in den 1970er Jahren die erste Generation der Arabofriesen zu züchten. Die ersten offiziellen Verpaarungen von Professor Hillner war zwischen der Friesenstute Gelbrich und dem ägyptischen Rappenhengst Gharib, der aus einem Gestüt in Marbach stammte. Auf die Idee, die orientalische Vollblut-Hengste einzusetzen, kamen die Züchter, da bereits zu Beginn der Friesenzucht vor rund 400 Jahren einige Vollblut-Tiere eingesetzt wurden, um die Rasse zu prägen. Mit diesem neuen Versuch wurden erstmals Friesen gezüchtet, die nicht der bisher verpflichtenden Linie von Tetman angehörten. Tetman war ein sehr geschätzter Vererber, der viele gute Eigenschaften weitergab. Die Nachkommen aus den ersten Verpaarungen kamen in die Obhut von den Brüdern Cor und Jan Driessen, die die Zucht weiterführten und bereits in der zweiten Generation deutliche Erfolge feiern konnten.

Die Pferde zeigten das typische Erscheinungsbild der Friesen, mit einem nur leicht kleineren und ausdrucksstärkeren Kopf. Die Pferde hatten die gewünschte Leistungsfähigkeit, den Arbeitswillen und die Gesundheit eines erfolgreichen Sportpferdes. Die Züchter beschlossen, die Tiere als eigenständige Rasse zu züchten. Im Jahr 2000 wurde der erste Zuchtverband mit dem Namen Arabofriesen Sportpferde Verband gegründet.

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Beschreibung des Exterieurs

Beim Exterieur des Arabofriesen fällt die Ähnlichkeit zu den Friesen besonders auf. Die beiden Rassen sehen für Laien wahrscheinlich vollkommen gleich aus. Doch besonders der Kopfbereich unterscheidet sich stark von dem des Friesen. Der Kopf sollte fein geschnitten sein mit einer guter Ganaschenfreiheit und einem starken Ausdruck, die Augen sind groß und mit einem deutlichen Wimpernkranz umgeben, der von dem arabischen Blut im Arabofriesen herstammt. Der Hals sollte lang und gewölbt sein mit einer ausgeprägten Bemuskelung, die Schulter ist ebenfalls lang und schräg. Die Kuppe ist schräg abfallend und der mittellange Rücken bietet jedem Reiter ausreichend Platz. Die Beine sind lang und das Fundament ist trocken, insgesamt sollte der Körperbau dem Quadrattyp entsprechen. Das Stockmaß unterscheidet sich stark unter den Geschlechtern und reicht zwischen 155 und 170 cm. Beim Fell des Arabofriesen fällt vor allem das dichte und lange Langhaar des Tieres auf, bei den Farben sind nur Rappen erlaubt, die ein Abzeichen in Form eines Sterns haben dürfen.

Arabofriese in der Dressurprüfung

Beim Exterieur des Arabofriesen fällt die Ähnlichkeit zu den Friesen besonders auf.

Beim Laufen ist das Gangbild vom Pferd sehr raumgreifend und geschmeidig. Im Gegensatz zu dem Friesen sollte beim Arabofriesen keine Knieaktion sein und die Kraft sollte aus der Hinterhand kommen.

Wie schwer wird ein Arabofriese?

Das Gewicht ist bei den Hengsten und den Stuten sehr unterschiedlich und es gibt eine klare Erkennung der Geschlechter innerhalb der Rasse. Im Durchschnitt liegt das Gewicht zwischen 600 und 700 kg.

Beschreibung des Interieurs

Der Arabofriese ist nicht nur optisch ein ideales Sportpferd, sondern auch vom Charakter her für den Sport ausgelegt. Die Pferde sind arbeitswillig, belastbar und nervenstark. Dabei sind sie dem Menschen sehr zugewandt und auch sehr lernfähig. Sie wollen ihrem Reiter gefallen und haben eine hohe Ausdauer, dennoch im Grundwesen ruhig und umgänglich. Daher sind sie nicht nur für die Dressur und den Fahrsport geeignet, sondern können auch als Reitpferd zum Einsatz kommen.

Wie groß wird ein Arabofriese?

Stuten sind bei den Arabofriesen deutlich kleiner und schlanker als die Hengste, daher gibt es beim Stockmaß große Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Im Standard ist das Stockmaß mit einer Größe von 155 bis 170 cm angegeben.

Einsatzgebiete der Rasse und Erbkrankheiten

Bei den Arabofriesen handelt es sich um eine sehr gesunde Pferderasse, schließlich war die grundlegende Zuchtidee sogar die Gesundheit der Friesen zu verbessern. Daher sind bisher noch keine Erbkrankheiten bekannt. Da die Tiere aber im Sport und besonders in der Dressur und dem Fahrsport eingesetzt werden, gibt es leider öfter Verletzungen und Erkrankungen, die eine Folge von zu hartem Training und einer zu frühen Belastung sind. Daher liegt die Gesundheit und die Lebenserwartung des Tieres letzten Endes immer beim Besitzer und der Haltung.

Wofür ist ein Arabofriese geeignet?

Das Pferd wird in erster Linie für die Dressur gezüchtet, aber auch im Fahrsport finden sich viele Vertreter der Rasse.

Bekannte Pferde der Rasse

Die Arabofriesen sind in erster Linie in ihrer Heimat den Niederlanden bekannt, dort haben die Tiere bereits große Erfolge bei der Dressur und dem Fahrspot erzielen können. Es finden sich zahlreiche Bilder von Tieren, die imposant in Szene gesetzt sind, jedoch haben sich bisher noch keine einzelnen Pferde über die Landesgrenzen hinaus einen Namen machen können.

Wie alt wird ein Arabofriese?

Die Lebenserwartung bei guter Haltung liegt bei circa 20 bis 25 Jahren.

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