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Esel

von Frederieke Wenning
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ehorses Trainingstagebuch

Der Begriff Esel beschreibt im eigentlichen Sinne keine Rasse, sondern eine Tierart der Unpaarhufer welche zur Familie der Pferde (Equidae) gehört. Dazu gehört unter anderem der Hausesel, welcher vom Afrikanischen Esel abstammt und weltweit verbreitet ist. Der Afrikanische Esel (Equus asinus asinus) wird auch Echter Esel genannt und zählt in freier Wildbahn zu den gefährdeten Arten. Der Asiatische Esel (Equus hemionus) oder auch Halbesel oder Pferdeesel genannt wurde bisher nie domestiziert. Die Wildlebenden Bestände gelten auch hier als stark gefährdet. Eng mit dem Asiatischen Esel verwandt ist der Kiang (Equus kiang) oder auch Tibet-Wildesel genannt. Der Europäische Wildesel (Equus Wildesel) gilt als ausgestorben und bewohnte ursprünglich westliches Eurasien. Heutzutage gibt es etwas über 30 verschiedene Esel Rassen, wovon viele vom Aussterben bedroht sind.

Wichtige Daten über Esel im Überblick

  • Ursprung: Afrika
  • Hauptzuchtgebiet: weltweit
  • Verbreitung: weltweit
  • Stockmaß: bis zu 160 cm
  • Gewicht: bis zu 450 kg
  • Erscheinungsbild: lange Ohren, durchgehender dunkler Strich auf dem Rücken (Aalstrich), eine aufrechtstehende Mähne, hellumrandete Augen, Endquaste am Schwanz
  • Farben: grau, braun, schwarz, weiß (selten)
  • Haupteinsatzgebiet: weltweit

Zuchtgeschichte des Esels

In Europa kommt der sogenannte Hausesel am häufigsten vor. Bis heute ist jedoch eine Vielzahl unterschiedlicher Eselrassen entstanden. Der Esel bildet jedoch keine eigenständige Rasse sondern wird dem lateinischen Namen nach (Equus asinus asinus) dem Pferd zugeordnet. Ursprünglich stammt er aus der afrikanischen Steppe, wo er wildlebend war. Somit ist diese Haustierart ideal an die Witterungsbedingungen und geographischen Gegebenheiten der Steppe angepasst.

Besonders wegen seiner Fähigkeit auch einen längeren Zeitraum ohne Futter und Wasser auszukommen, wurde der Esel vor rund viertausend Jahren domestiziert. Aus diesem Grund wird er nun schon seit einem langen Zeitraum als treues Last- und Nutztier eingesetzt und gezüchtet. Wegen der Angepasstheit an seine warme Herkunftsregion, sollte dem Esel insbesondere in den kalten und nassen Wintermonaten eine entsprechende Stallhaltung gewährt werden, um Krankheiten zu vermeiden. Das Fell des Esels saugt sich im Regen schnell voll, was häufig eine Lungenentzündung zur Folge hat.

Was bedeutet es, wenn es Esel schreit?

Esel schreien, wenn sie etwas fressen möchten, Aufmerksamkeit in Form von Zuwendung suchen, aber auch beim Spielen. Eine besondere Bedeutung hat das Schreien, wenn Esel in nicht artgerechter Haltung (ohne Herde beispielsweise) gehalten werden. Dann können sie stundenlang schreien.

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Diese Eselrassen gibt es

Es gibt verschiedene Esel-Rassen, die sich vielmehr in der Größe, als in der Optik unterscheiden. Zur Rasse der Esel gehören u.a. folgende:

  • Katalanischer Riesenesel: Dieser Esel wird bis zu 160 cm groß und ist mit eine der größten Eselrassen. Der Katalanische Riesenesel gilt als edle Eselrasse und wird u.a. zur Maultierzucht verwendet.
  • Andalusischer Großesel: Mit einer Größe von bis zu 160 cm ähnelt er dem Katalanischen Esel. Die Fellfärbung bei dieser Rasse ist jedoch besonders, da es reinweiße, aber auch Apfelschimmel gibt.
  • Martina-Franca-Esel: Mit einem Stockmaß von bis zu 150 cm gehört der Martina-Franca-Esel zu den mittelgroßen Rassen. Er zeichnet sich durch seine dunkelbraune bis schwarze Fellfarbe aus.
  • Amerikanischer Mammoth Jack: Er erreicht eine Rückenhöhe von bis zu 150 cm und ist die einzige in Amerika vorkommende Eselrasse.
  • Afrikanischer Esel: Bis zu 140 cm groß wird der Afrikanische Esel, der sich optisch vor allem an den Beinen von anderen Esel-Rassen unterscheidet. Auffällig sind die gestreiften Beine, die denen eines Zebras ähneln
  • Asiatischer Esel: Diese Eselrasse kann bis zu 138 cm große werden und ist gut an der Fellfarbe zu erkennen. Diese ist meist ockerfarben, hellgelb oder rotbraun.
  • Grand Noir du Berry: Bis zu 145 cm groß wird diese Rasse, welche fast ausgestorben wäre, wenn eine französische Organisation sich nicht für den Erhalt dieser Tiere eingesetzt hätte. Heute gibt es den Grand Noir du Berry wieder in ausreichender Zahl, so dass er nicht mehr als gefährdet gilt.
  • Poitou-Esel: Bis zu 145 cm groß wird diese als gefährdet geltende Eselrasse, die vor allem in Zoos zu finden ist. In seinem Steckbrief wird vor allem die lockige Haarlänge, welche meist dunkel- oder kastanienbraun ist, hervorgehoben.
  • Tibet-Wildesel: Der Tibet-Wildesel gilt als der größte Wildesel mit einer Größe von bis zu 142 cm. Das Exterieur erinnert durch die langen Beine an ein Pferd.

Wie viel kostet ein Zwergesel?

Bei einem Zwergesel muss man mit einem Kaufpreis zwischen 500 bis 1.000 Euro rechnen. Viele Tiere kosten (je nach Ausbildungsstand und Geschlecht) mehr. Eine Eselstute kostet meist mehr als ein Hengst.

Exterieur vom Esel

Es gibt einige unverkennbare Merkmale, die dieses Tier auszeichnen. Besonders die überaus langen Ohren stechen unverzüglich ins Auge. Üblicherweise kommen die Tiere mit einer grauen, braunen, schwarzen oder rötlichen Fellfärbung vor. Des Weiteren besitzt er eine Stehmähne und einen Aalstrich, der über den Rücken verläuft, sowie ein Schulterkreuz, woran diese Tiere eindeutig zu erkennen sind. Auch das sogenannte Mehlmaul kennzeichnet einen Esel.

Zwei Esel stehen am Zaun

Es gibt einige unverkennbare Merkmale, die dieses Tier auszeichnen. Besonders die überaus langen Ohren stechen unverzüglich ins Auge.

Ebenso ist der Bauch der Tiere meistens heller gefärbt als das restliche Fell. Häufig treten bei dem Hausesel zebraähnliche Abzeichnungen an den Beinen auf. Die Tiere besitzen keinen Schweif sondern einen Schwanz, der in einer Quaste endet. Die Widerristhöhe des Hausesels liegt etwa zwischen 90 cm und 160 cm. Im Gegensatz zum Pferd ist die Widerristhöhe bei dem Tier niedriger als die Kruppe.

Wie nennt man das Baby von einem Esel?

Eselfohlen ist die korrekte Bezeichnung.

Interieur

Ihm wird häufig nachgesagt, er sei ein störrisches und eigensinniges Tier. Dies liegt wohl in erster Linie daran, dass der Esel bei drohenden Gefahren nicht wie sein Artgenosse das Pferd versucht zu flüchten. Entgegen ihrem Ruf sind die Tiere überaus intelligent und lernwillig. Sie sind sehr langlebig und können problemlos ein Alter von 40 Jahren erreichen. Weder in ihrer Heimatregion, noch bei der Haltung hierzulande, leben Esel gern allein. Sie sind ausgesprochen gesellig und geben sich auch mit anderen Tieren wie beispielsweise Ziegen in ihrer Umgebung zufrieden.

Wie schlau ist ein Esel?

Esel werden unterschätzt und sind schlaue Tiere, die viel lernen können. Stur sind sie nicht, gelten jedoch im Gegensatz zum Pferd nicht als Fluchttier. In Gefahrensituationen bleiben Esel stehen und verschaffen sich einen Überblick über die Situation – dieses stehen bleiben wird oft fehlinterpretiert.

Besondere Merkmale

Insbesondere die Vernachlässigung der Hufpflege kann für einen Esel erhebliche gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Die Tiere sind ursprünglich an einen eher trockenen Untergrund gewöhnt. Das häufig feuchtere Klima des europäischen Raums kann zur Entstehung von Löchern oder Rissen in den Hufen führen. Bei geflissentlicher Pflege sorgen die Hufe für eine äußerst hohe Trittsicherheit, die sie besonders in steinigen Regionen benötigen. Für eine schnellere Fortbewegung eignen sie sich hingegen nicht. Aus diesem Grund sind sie auch keine Fluchttiere, sondern bleiben bei Gefahren oder auch Stress starr stehen. Ein weiterer Unterschied zwischen Esel und Pferd ist die unterschiedlich lange Tragzeit. Bei Pferden liegt sie im Regelfall bei 330 Tagen, wohingegen sie bei Eseln rund 370 Tage beträgt. Zudem besitzen Esel nur 31 Chromosomenpaare, Pferde dagegen 32.

Wie alt kann ein Esel werden?

Esel können ein Alter bis zu 50 Jahren erreichen.

Einsatzgebiete

Tatsächlich ist die Sturheit des Esels ein Trugschluss, welche falsch interpretiert wird. Esel haben – anders als Pferde – nicht den Fluchtinstinkt in Situationen, die sie erstmal als gefährlich einstufen. Esel bleiben in solchen Momenten stehen und sehen sich die Situation an. Mit Sturheit hat dies wenig zu tun, eher mit der Interpretation der Körpersprache des Gegenübers (Mensch oder Gefahrensituation). Esel können daher als clever und überlegt eingestuft werden, wodurch sie sich in vielen Bereichen einsetzen lassen.

Nahaufnahme vom esel

Tatsächlich ist die Sturheit des Esels ein Trugschluss, welche falsch interpretiert wird. Esel haben – anders als Pferde – nicht den Fluchtinstinkt in Situationen, die sie erstmal als gefährlich einstufen.

Besonders gern werden Hausesel (lat. Equus asinus asinus) vor die Kutsche gespannt, zur Wanderung eingesetzt und auch Zirkuslektionen lernen sie gut. Durch ihren ausgeglichenen Charakter werden sie auch für therapeutische Zwecke genutzt.

Tatsächlich ist es möglich, den Esel auch zu reiten. Jedoch muss hier beachtet werden, dass Esel keine Gewichtsträger sind. Die Interessengemeinschaft der Esel- und Mulifreunde in Deutschland e.V. empfiehlt, dass der Esel mindestens 5x so schwer sein muss wie das Gewicht des Menschen, welchen er tragen soll. Kinder sind als Reiter kein Problem. Maulesel hingegen werden öfter unter dem Reiter eingesetzt.

Was kann man mit einem Esel alles machen?

Esel eignen sich für den Einsatz vor der Kutsche, für Zirkus-Lektionen, aber auch als Begleiter bei einer Wanderung oder für Therapiezwecke.

Erbkrankheiten bei Eseln

Erbkankheiten oder Gen-Deffekte sind beim Esel nicht bekannt.

Bekannte Esel (im Sport, in Film/Fernsehen)

Der wohl bekannteste Esel ist I-Ah aus den Winnie Puh Geschichten.

Apollo 13, das Reittier des Griechen Dimitri aus „Der Schuh des Manitu“ ist ebenfalls vielen in Erinnerung geblieben.

Bekannt ist zudem der Film „Mein Liebhaber, der Esel & Ich„, in welchem der Esel eine zentrale Rolle spielt.

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