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Mongolen Pony

von Frederieke Wenning
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Das Mongolen Pony ist ein wichtiges und populäres Nutztier in der Mongolei. Die Ponys haben unter anderem bei den Eroberungsfeldzügen Dschingis Khans eine wesentliche Rolle gespielt.

Wichtige Daten zum Mongolen Pony im Überblick

  • Ursprung: Mongolei
  • Hauptzuchtgebiet: Mongolei
  • Verbreitung: Mongolei
  • Stockmaß: 130 bis 145 cm
  • Gewicht: 400 bis 500 kg
  • Erscheinungsbild: gedrungendes, muskulöses Pony
  • Farben: alle Farben möglich
  • Haupteinsatzgebiet: Reit- und Packpferd, Milchlieferant, Schlachtpferd

Herkunft/Ursprung der Rasse

Mongolische Pferde werden bereits seit 2000 vor Christi als verlässliche Reitpferde der Nomaden in den zentralasiatischen Steppen beschrieben. Die genauen Ursprünge der Rasse sowie die Zuchtgeschichte lassen sich bei einer solch langen Rassegeschichte nur schwer nachverfolgen. Vermutlich wurde das mongolische Pferd, das vom Przewalski-Pferd abstammt, bereits etwa 4000 vor Christi domestiziert. Untersuchungen haben aber gezeigt, dass die mongolischen Pferde unter allen Pferderassen der Welt die größte genetische Vielfalt aufweisen. Diese Erkenntnisse weisen darauf hin, dass die Rasse relativ frei von züchterischen Einflüssen und Einkreuzungen ist. Gleichzeitig hat das mongolische Pferd andere Rassen mitgeprägt.

Bei den Eroberungszügen von Dschingis Khan spielten die mongolischen Ponys eine entscheidende Rolle. Ohne die Reit- und Nutzpferde hätte der Herrscher wohl seine Feldzüge wohl nicht so erfolgreich bestreiten können. Die Bedeutung der Pferde bei der Entstehung des Mongolischen Reiches wird auch daraus deutlich, dass ein Pferd mit seinem Besitzer gemeinsam begraben wurde. Wurde ein Soldat zum Helden ernannt, dann erhielt sein Pferd ebenfalls diesen Titel. Damit bekräftigten die Mongolen die Bedeutung ihrer Pferde.

Heute gibt es in der Mongolei etwa drei Millionen Pferde, die von den traditionell lebenden Nomaden gehalten werden. Damit gibt es mindestens genauso viele Pferde wie Menschen in der Mongolei.

Wie viele Pferde hatte der Dschingis Khan?

Dschingis Khan hatte etwa 100 000 berittene Krieger, die jeweils 3 bis 4 Ersatzpferde mit sich führten. Somit dürften in den mongolischen Kriegen etwa 400 000 Pferde genutzt worden sein.

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Mongolen Pony – Exterieur

Mongolische Ponys sind Kleinpferde mit einem Stockmaß von 1,30 m bis 1,45 m. Ihr Körperbau ist gedrungen, der Kopf groß. Entfernt erinnern auch die heutigen mongolischen Pferde noch an ihre wilden Vorfahren. Die breite Brust und der kurze Hals sind ebenso wie der gerade Rücken charakteristisch. Mongolenpferde kommen in allen Fellfarben vor. Das dichte, lange Langhaar ist ein weiteres Erkennungsmerkmal. Aufgrund seiner extremen Haltbarkeit wird das Haar zum Knüpfen von Seilen verwendet. Auf der ganzen Welt werden zudem Violinen mit Schweifhaaren als Saiten ausgestattet. Die Hufe sind sehr robust und hart.

Beschreibung des Interieurs

Mongolische Pferde sind äußerst genügsam. Sie leben in der Regel freilaufend und suchen sich ihre Nahrung in der Natur selbst. Dabei müssen die Tiere in der Mongolei extreme Temperaturen aushalten. Im Sommer werden es oft bis zu 30 Grad Celsius, im Winter sinken die Werte auf bis zu -40 Grad Celsius. Die Pferde sind außerdem sehr ausdauernd und trittsicher. Das macht sie zu verlässlichen Reitpferden. Sie müssen außerdem in der täglichen Arbeit viel mitdenken und selbst Entscheidungen treffen. Die Tiere sind sehr intelligent.

Was kostet ein Pferd in der Mongolei?

Mongolische Pferde sind günstiger als Sportpferde, die es in Europa zu kaufen gibt. Allerdings muss man die Kosten für Import und Transport mit einberechnen. Den genauen Preis kann man nicht pauschal nennen.

Besondere Merkmale vom Mongolen Pony

Der mongolische Sattel besteht aus Holz und ist sehr hoch gebaut. Der Reiter sitzt so weit über dem Pferd, dass er nur eine sehr geringe Kontrolle über die Gangart des Pferdes hat. Bei der Arbeit wie dem Viehtreiben, ist es deshalb die Aufgabe des Pferdes eine passende Gangart zu wählen. So kann sich der Reiter auf seine Aufgabe konzentrieren. Durch ihr natürliches Talent zum Tölt sind die meisten mongolischen Ponys sehr leicht zu sitzen, auch wenn der Reiter längere Zeit im Sattel verbringt.

Einsatzgebiete der Rasse

Monogolenpferde sind Reit- und Packpferde, die bis heute die umherziehenden Nomaden in Zentralasien begleiten. Die Pferde gelten als ausdauernd und trittsicher. Viele Rassevertreter können tölten, was vor allem auf langen Ritten sehr angenehm und bequem für den Reiter ist. Auch bei Wettrennen kommen die Pferde zum Einsatz. Bei den traditionellen Rennen legen die Tiere Strecken von bis zu 35 Kilometer im Galopp zurück. Dabei sitzen in der Regel Kinder im Sattel. Die Pferde sind so trainiert, dass sie nicht stoppen bevor sie im Ziel sind. Wenn der Reiter auf dem Weg stürzt, müssen Helfer das Pferd im Ziel abbremsen.

Neben dem Einsatz als Pack- und Reittier sind die mongolischen Pferde auch als Milchlieferant gefragt. Mit der Pferdemilch wird das Nationalgetränk der Mongolei, Airag, hergestellt. Auch als Fleischlieferant werden die Pferde genutzt. Wie bereits erwähnt ist das robuste Schweifhaar sowohl zum Produzieren von Seilen als auch zum Bespannen von Violinen weltweit gefragt.

Wofür ist ein Mongolen Pony geeignet?

Mongolenpferde werden traditionellerweise als Reit- und Packpferde, aber auch als Milch- und Fleischlieferant eingesetzt.

Erbkrankheiten

Mongolische Ponys sind eine sehr ursprüngliche Rasse, bei der es kaum eine züchterische Einmischung gab. Daher gelten die Pferde als sehr gesund. Es sind keine genetisch bedingten Krankheiten bekannt.

Bekannte Pferde der Rasse

Mongolische Pferde gelten in ihrer Heimat als wichtiger Bestandteil des alltäglichen Lebens. Sie werden in vielen Folkloren als Freunde und Berater der menschlichen Helden besungen. Die Weisheit der Pferde wird in dem Land verehrt.

Im Zweiten Weltkrieg schickten die Mongolen Hunderttausende Pferde in die Sowjetunion. Viele russische Soldaten berichteten bewundernd über die Härte und Stärke der Pferde. Gefallene Tiere wurden mit militärischen Ehren begraben und bis heute gibt es in Russland mehrere Kriegsdenkmale, die die mongolischen Pferde ehren. In der Mongolei gehören Pferde zum Leben der Menschen dazu. Schon Kinder lernen reiten und nehmen an speziellen Wettrennen teil. Ein Mongole ist untrennbar mit den Pferden verbunden. Dass die Pferde seit jeher geehrt werden, zeigt das Verbot, sein Pferd mit der Peitsche auf den Kopf zu schlagen. Ein Verstoß gegen dieses Verbot, das noch zu Zeiten von Dschingis Khan eingeführt wurde, konnte mit dem Tod bestraft werden.

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