Home PferdewissenPferdekaufSchockverliebt in ein Pferd aus Übersee? So kaufst du sicher ein Pferd aus dem Ausland

Schockverliebt in ein Pferd aus Übersee? So kaufst du sicher ein Pferd aus dem Ausland

von Michelle Breitenfeld

Die Pferdesuche im Ausland kann kompliziert sein, muss sie aber nicht. Als weltweit größter Pferdemarkt haben wir bei ehorses Prozesse entwickelt, die Sprachbarrieren minimieren und dir die Sicherheit geben, die du für deinen internationalen Pferdekauf brauchst. Hier ist unser Experten-Guide, wie du mit ehorses weltweit sicher fündig wirst.

Woran erkennst du, ob ein Inserat aus dem Ausland wirklich seriös ist?

Wenn du dich auf die weltweite Suche nach deinem Traumpferd begibst, ist dein Bauchgefühl ein guter Ratgeber, aber ein kühler Kopf ist besser. Damit dein Abenteuer nicht zur Enttäuschung wird, solltest du die Anzeige wie ein Profi scannen.

  • Der Preis-Check (Reality Check): Klingt der Preis für die Qualität des Pferdes fast zu schön, um wahr zu sein? Dann ist Vorsicht geboten. Nutze die ehorses-Suche, um vergleichbare Pferde im selben Herkunftsland zu finden. Weicht der Preis massiv nach unten ab, ohne dass es einen triftigen Grund gibt, solltest du hellhörig werden.
  • Der Inhalts-Check & Sprach-Service: Lies dir die Anzeige genau durch: Passen Alter, Größe und Ausbildungsstand zu dem, was du auf den Bildern und Videos siehst? Ein fittes Grand-Prix-Pferd zum Preis eines Freizeitponys sollte dich stutzig machen. Ein wichtiges Indiz für Qualität ist zudem die Verständlichkeit. Damit du keine wertvollen Details verpasst, übersetzt ehorses jedes Inserat automatisch in sieben verschiedene Sprachen. Das hilft dir nicht nur beim Verstehen, sondern sorgt auch für eine professionelle Basis. Wirken die Texte dennoch völlig wirr oder widersprüchlich, solltest du skeptisch bleiben. Seriöse Verkäufer nutzen diese ehorses-Tools, um sich weltweit bestmöglich zu präsentieren.
  • Der erste Kontakt: Scheint alles stimmig und dein Interesse ist geweckt, geht es an die Nachricht. Hier gilt eine goldene Regel: Nutze für die Kommunikation konsequent das ehorses-Nachrichtensystem. Es mag verlockend sein, schnell auf WhatsApp oder private E-Mails auszuweichen, doch genau hier lauert oft die Gefahr. Wenn du innerhalb von ehorses kommunizierst, bleibst du in einem geschützten Umfeld. Sei besonders wachsam, wenn ein Verkäufer versucht, dich frühzeitig auf private Kanäle zu locken oder sogar sensible Daten wie Kontoverbindungen per Messenger fordert. Ein wichtiger Merksatz: Teile niemals private Details oder Zahlungsdaten über WhatsApp oder andere Messenger-Dienste. Seriöse internationale Verkäufer wissen um die Sicherheitsstandards bei ehorses und werden kein Problem damit haben, den offiziellen Weg zu gehen. Wenn die Antworten ausweichend sind oder sofort massiver Zeitdruck aufgebaut wird, ist Skepsis gesund. Mit diesem kühlen Kopf entlarvst du Betrüger, noch bevor das erste Telefonat stattfindet!

Wir bei ehorses glauben, dass die Suche nach dem perfekten Partner nicht an Grenzen scheitern darf. Mit automatischen Übersetzungen in sieben Sprachen und unseren Sicherheits-Tools machen wir den weltweiten Markt so transparent und einfach wie den Kauf um die Ecke.

Dein ehorses Experten-Team

Besichtigung im Ausland: Lohnt sich die weite Reise für dein Pferd?

Ein Pferd ungesehen am anderen Ende der Welt zu kaufen, erfordert Mut, doch im Idealfall solltest du auf den persönlichen Kontakt nicht verzichten. Wenn die Kosten und der Aufwand im Verhältnis zum Kaufpreis stehen, ist ein Besuch vor Ort die beste Investition in deine Sicherheit.

Besonders effizient ist es, wenn du deine Suche bündelst: Suchst du einen speziellen Typ Pferd, der in einer bestimmten Region besonders häufig gezüchtet wird? Dann plane eine Reise, bei der du direkt mehrere Verkaufspferde ausprobieren kannst. Ein Probereiten ist durch nichts zu ersetzen. Nur so spürst du, ob die Chemie zwischen euch stimmt, und erkennst Details, die auf Bildern oft verborgen bleiben – etwa Fehlstellungen der Hufe, das Temperament im Umgang oder die Bedingungen im Stall. Eine schlechte Haltung vor Ort kann dir viel über die zukünftige Gesundheit deines Pferdes verraten.

Die smarte Alternative: Das virtuelle Kennenlernen

Falls eine Reise für dich aktuell nicht machbar ist, gibt es eine starke Alternative: das Kennenlernen per Live-Chat. Auch wenn ein Video-Call das Reitgefühl nicht ersetzen kann, ist es ein gewaltiger Sprung nach vorn im Vergleich zu einer statischen Anzeige. Wenn dein Verkäufer bereit ist, dir das Pferd live per Smartphone zu zeigen, ist das ein echtes Qualitätsmerkmal. Es schafft Transparenz, zeigt dir das Pferd ungeschönt in Bewegung und beweist, dass der Verkäufer nichts zu verbergen hat.

Dein Check-Up für den Import: Diese Dokumente brauchst du

Ein Pferdekauf im Ausland folgt im Grunde denselben Regeln wie im Inland, nur mit ein paar wichtigen Extras für die Reise über die Grenze. Damit dein neues Pferd sicher und ohne Bürokratie-Stress bei dir ankommt, solltest du bei den folgenden Papieren keine Kompromisse machen.

Die AKU: Sicherheit kennt keine Grenzen

Egal ob in Deutschland oder Übersee: Eine Ankaufsuntersuchung (AKU) ist dein wichtigstes Sicherheitsnetz und sollte immer im Herkunftsland des Pferdes durchgeführt werden. Dabei ist es ratsam, einen unabhängigen Tierarzt vor Ort zu beauftragen, der nicht der Haustierarzt des Verkäufers ist. Vielleicht hat dein heimischer Tierarzt eine Empfehlung für einen Kollegen im Ausland, oder du recherchierst selbst nach spezialisierten Kliniken in der Region. Wenn du nicht persönlich bei der Untersuchung dabei sein kannst, lass dir das Protokoll und die Röntgenbilder digital zuschicken. So kannst du die Ergebnisse in Ruhe mit dem Tierarzt deines Vertrauens zu Hause besprechen und erhältst eine objektive Zweitmeinung, bevor du die endgültige Entscheidung triffst.

Die Gesundheitsbescheinigung: Dein Ticket nach Hause

Eine Besonderheit beim Grenzübertritt ist die amtliche Gesundheitsbescheinigung, die für den Import deines Pferdes unerlässlich ist. Das für den Herkunftsbetrieb zuständige Veterinäramt muss dieses Dokument maximal 48 Stunden vor dem Export ausstellen. Nur so ist sichergestellt, dass die Bescheinigung während der gesamten Reise zusammen mit dem Equidenpass im Transporter gültig ist. Die Kosten für diese offizielle Bestätigung beginnen meist bei etwa 80 € und sind eine notwendige Investition für einen reibungslosen Ablauf an den Grenzen.

Der Kaufvertrag: Klarheit schafft Vertrauen

Der Kaufvertrag ist das Herzstück deines Deals. Hier werden alle wichtigen Daten und die Ergebnisse der AKU verbindlich festgehalten. Da internationale Verträge oft auf Englisch oder in der Landessprache verfasst sind, ist es wichtig, dass du jedes Detail genau verstehst. Falls du dich bei der Sprache unsicher fühlst, nimm dir jemanden zur Seite, der verhandlungssicheres Englisch beherrscht, um den Vertrag gründlich auf nachteilige Klauseln zu prüfen. Als Unterstützung bieten wir dir zudem einen Muster-Pferdekaufvertrag an.

Equidenpass und Eigentumsurkunde

Der Prozess wird schließlich durch die Übergabe des Equidenpasses und der Eigentumsurkunde besiegelt. Erst mit diesen Dokumenten erfüllt der Verkäufer seine Pflicht, das Eigentum an deinem neuen Partner offiziell auf dich zu übertragen. Wenn du diese Papiere sicher in den Händen hältst, ist die letzte Hürde genommen und euer gemeinsamer Weg kann beginnen.

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Wie kommt dein neues Pferd sicher in den heimischen Stall?

Sobald der Kaufvertrag unterschrieben ist, steht die letzte, aber entscheidende Etappe an: der Transport. Ob dein Pferd nur ein paar hundert Kilometer reist oder einen Ozean überquert, die Planung sollte immer das Wohlbefinden des Tieres in den Mittelpunkt stellen. Gesetzlich dürfen Pferde maximal 24 Stunden am Stück transportiert werden, bevor sie eine längere Pause außerhalb des Hängers benötigen. Wichtig ist zudem, dass mindestens alle acht Stunden eine Trinkpause eingelegt wird, wobei Experten sogar empfehlen, dem Pferd alle zwei bis vier Stunden frisches Wasser anzubieten.

Die Reise in Eigenregie: Wann lohnt sich die Selbstabholung?

Bei kürzeren Distanzen innerhalb des Landes oder aus dem nahen Ausland ist die Selbstabholung oft die charmanteste Lösung. Du brauchst dafür natürlich einen passenden Transporter und die entsprechende Fahrerlaubnis. Da lange Fahrten allein sehr ermüdend sein können, solltest du idealerweise eine Begleitperson mitnehmen, die dich am Steuer ablöst. So bleibt ihr beide konzentriert und könnt euch während der Pausen optimal um dein neues Pferd kümmern.

Profis am Werk: Sammel- oder Einzeltransport?

Wenn die Strecke zu lang ist oder du keinen eigenen Transporter hast, sind spezialisierte Transportunternehmen die erste Wahl. Hier hast du meist die Wahl zwischen zwei Optionen: Der Sammeltransport ist mit ca. 750 € bis 800 € für eine Strecke von 1.600 km die preiswerte Variante. Da jedoch verschiedene Pferde entlang der Route ein- und ausgeladen werden, dauert die Reise länger und bedeutet für dein Pferd oft mehr Stress und eine notwendige Zwischenübernachtung. Der Einzeltransport ist die First-Class-Lösung auf der Straße. Dein Pferd reist ohne Umwege direkt zu dir. Das schont die Nerven deines neuen Partners, schlägt aber mit Preisen ab 3.000 € deutlich stärker zu Buche. Achte bei der Auswahl des Unternehmens unbedingt auf die Qualifikationen der Fahrer und deren Erfahrung im Umgang mit sensiblen Pferden.

Wenn Pferde Flügel bekommen: Der Import per Flugzeug

Ist der Landweg keine Option, tritt dein Pferd die Reise über den Luftweg an. Ein Flug ist ein logistisches Meisterwerk, das meist komplett von Agenturen organisiert wird. Von der verpflichtenden Quarantäne, um die Einschleppung von Krankheiten zu verhindern, bis hin zu den Zollformalitäten muss alles perfekt getaktet sein. An Bord reisen die Pferde in speziellen Boxen, wobei du oft zwischen Economy (drei Pferde), Business (zwei Pferde) oder First Class (ein Pferd pro Box) wählen kannst. Begleitet wird die Reise von professionellen Flugbegleitern für Pferde, sogenannten Horse Stewards. Inklusive Quarantäne und Zoll solltest du hier mit Kosten zwischen 5.000 € und 20.000 € rechnen.

Ob Flugzeug oder Sammeltransport: Bei ehorses findest du nicht nur das Pferd, sondern oft auch direkt Kontakt zu erfahrenen Transport-Partnern, die unsere hohen Standards teilen. 

Fragen & Antworten

Zum Kauf eines Pferdes aus dem Ausland benötigt man, wie bei jedem anderen Pferdekauf auch, einen Pferdekaufvertrag, sowie den Equidenpass und die Eigentumsurkunde. Hinzu kommt im Ausland noch eine Gesundheitsbescheinigung und je nach Transportart Zollpapiere.
Die Seriosität einer Anzeige lässt sich gut an ihrem inhaltlichen Zusammenhang erkennen. Passen die Bilder, Merkmale und Beschreibung zusammen oder gibt es relevante Unterschiede? Ist die angegebene Telefonnummer erreichbar? Ist der Preis für die Qualität des Pferdes realistisch? Aufgepasst werden sollte auch, wenn Zahlungen im Voraus verlangt werden!

Wichtig ist zunächst die Seriosität der Verkaufsanzeige und des Verkäufers, wenn an diesem Punkt schon ein schlechtes Gefühl entsteht, sollte man sich besser von dem Angebot distanzieren. Außerdem sollte das Pferd in einer guten äußerlichen und gesundheitlichen Verfassung sein, sowie die Abwicklung der weiteren Verkaufsschritte komplikationslos verlaufen. Es sollten in diesem Fall alle Dokumente, Vereinbarungen und ähnliches genau überprüft werden. Diese sind meist in Englisch zu verfassen, wobei sich meist ein zweiter Blick lohnt.

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