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Reiskeimöl für das Pferd

von Finia Fischer
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Öle in der Pferdefütterung sind umstritten. Die einen schwören auf die positiven Wirkungen der Öle, andere sind der Meinung, dass Öle nicht ins Pferd gehören, weil sie schlecht verwertet werden können. Welche Vorteile verspricht man sich also von einer Ölfütterung? Fakt ist, dass das natürlich ganz auf das Öl ankommt, das gefüttert wird. Die meisten Ölsorten, die für Pferde geeignet sind, sorgen dafür, dass das das Tier mehr Omega-3-Fettsäuren aufnimmt. Während Omega-6-Fettsäuren im normalen Pferdefutter reichlich vorhanden sind, ist die Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren größtenteils deutlich weniger gesichert. Einige Öle haben auch weitere besondere Wirkungen, wie beispielsweise das Reiskeimöl für Pferde.

Was bewirkt Reiskeimöl beim Pferd?

Reiskeimöl stellt viel Energie in kürzester Zeit zur Verfügung und verbessert so die Leistungsfähigkeit und den Muskelaufbau.

Reiskeimöl für Pferde – was ist das und was sind die Eigenschaften?

Reiskeimöl kommt ursprünglich aus Asien. Das Öl wird aus Reiskleie, also den Abfallprodukten, die beim Schälen des Reises entstehen, gewonnen. Reiskleie ist die äußerste Schicht des Reiskorns. Sie ist braun und wird beim Mahl-/Schälprozess entfernt. Übrig bleibt das weiße Reiskorn, das jedem bekannt ist. Reiskleie ist somit eigentlich ein Abfallprodukt. Es gilt als sehr fett-, vitamin- und proteinreich und ist damit ernährungswissenschaftlich sehr wertvoll. Das Problem ist, dass Reiskleie sehr instabil ist und schnell ranzig wird, wenn sie nicht gleich nach der Gewinnung raffiniert wird. Reiskeimöl ist deshalb eine gute Möglichkeit, die positiven Eigenschaften der Reiskleie zu nutzen und haltbarer zu machen. 

Durch die hohe Energiedichte, den natürlichen Wirkstoff Gamma-Oryzanol und die hochwertigen essenziellen Fettsäuren ist Reiskeimöl für Pferde, die sportliche Höchstleistungen erbringen sollen, bestens geeignet. Aber auch Pferde mit Stoffwechsel- und Muskelaufbauproblemen profitieren von den Inhaltsstoffen. Ebenso kann Reiskeimöl bei der Regeneration oder beim Antrainieren nach einer Krankheit genutzt werden.

Das Öl ist sehr leicht verdaulich, sodass die Energie sehr schnell verfügbar ist und somit auch kurzfristig zum Auffüllen der Energie- und Kraftreserven verfüttert werden kann.

Reduziert Reiskeimöl Magengeschwüre?

Das im Reiskeimöl enthaltene Gamma-Oryzanol kann das Risiko für Magengeschwüre senken.

Reiskeimöl für Pferde – Gamma-Oryzanol und seine Auswirkung

Reiskeimöl besitzt einen hohen Anteil an Gamma-Oryzanol. Dieser Wirkstoff ist eine Mischung aus antioxidativen Ferulasäuren, Lecithinen, Tocopherolen und Phytosterolen. Er ist leicht verdaulich, liefert schnell Energie und Kraft und unterstützt den Muskelaufbau. Außerdem wird die Muskelleistung verbessert und der Energiestoffwechsel optimiert. Gamma-Oryzanol steigert somit die allgemeine Leistungsfähigkeit und ist daher vor allem bei Sportpferden eine sinnvolle Ergänzung zur Fütterung. 
Studien erklären die Wirkung von Gamma-Oryzanol damit, dass der Wirkstoff das körpereigene Hormonsystem beeinflusst. Dadurch entsteht ein erhöhter Fettstoffwechsel und die Proteinsynthese wird angeregt. Die Kombination dieser Prozesse führt dazu, dass sich der Anteil fettfreier Körpermasse erhöht, es werden also Muskeln aufgebaut. Das verbesserte Verhältnis zwischen Muskulatur und Fett wird bei Pferden besonders durch eine stärkere Definition der Muskeln an Rumpf, Hals und im Rückenbereich sichtbar. 
Aber auch Pferde mit Stoffwechselproblemen oder Getreideunverträglichkeiten können von Reiskleie oder Reiskeimöl profitieren. Durch die Fütterung bekommen sie mehr Energie und werden beim Muskelaufbau unterstützt, ohne den Stoffwechsel zu belasten. Gleichzeitig kann Reiskeimöl auch bei der Gewichtszunahme oder bei der Erhaltung des Körpergewichtes helfen. 
Des Weiteren gilt Gamma-Oryzanol übrigens auch als natürliches Antioxidans und senkt den Cholesterinspiegel im Blut. Der Wirkstoff senkt außerdem das Risiko für Magengeschwüre, indem er die Mobilität des Magen-Darm-Traktes erhöht. 

In welchem Zeitraum kann ich Reiskeimöl füttern?

Reiskeimöl kann kurweise oder dauerhaft gefüttert werden. Zu beachten sind die Angaben der Hersteller sowie bei Turnierpferden die Dopingrichtlinien.

pferd wird mit reiskeimöl gefüttert

Reiskeimöl kann kurweise oder dauerhaft gefüttert werden. Es stellt innerhalb kürzester Zeit viel Energie zur Verfügung und verbessert so die Leistungsfähigkeit und den Muskelaufbau.

Vorteile der Fütterung und Fütterungsempfehlung

Wer Reiskeimöl füttert, unterstützt den Muskelaufbau, stellt dem Pferd zusätzliche Energie zur Verfügung und verbessert so die allgemeine Leistungsfähigkeit. Dadurch kann bei Bedarf die Getreidemenge in der Fütterung reduziert werden, was den Verdauungsapparat entlastet. Für Pferde, die kein Getreide vertragen, ist Reiskeimöl auch als Hauptenergielieferant geeignet. 
Je nachdem, welches Produkt man verfüttert, sollte man sich unbedingt an die jeweilige Fütterungsempfehlung halten. Üblicherweise sollte ein Großpferd etwa 25ml Reiskeimöl pro Tag bekommen. 

Welches Öl nimmt man für den Muskelaufbau bei Pferden?

Reiskeimöl eignet sich, um den Muskelaufbau beim Pferd zu unterstützen.

Reiskeimöl für Pferde – Achtung: Dopinggefahr!

Aufgrund der leistungssteigernden, anabolen Wirkung von Gamma-Oryzanol, das im Reiskeimöl vorkommt, besteht für den Turniersport eine Karenzzeit von 48 Stunden. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) empfiehlt daher, das Öl bis maximal zwei Tage vor dem Turnier zu füttern und dann abzusetzen. Andernfalls können bei einer Dopingkontrolle positive Ergebnisse zutage treten. 

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