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Erstausstattung für ein Pferd: Traumpferd gefunden, was nun?

von Barbara Kronawitter
3 Kommentare

An die Erstausstattung für ein Pferd denkt man beim Pferdekauf vielleicht nicht als erstes. Dennoch sollte man sich schon bevor das Pferd in der neuen Heimat ankommt, ein paar Gedanken dazu machen. Im zweiten Teil meines Artikels zu „Ich kaufe ein Pferd und packe ein…“ behandle ich daher nochmal die Themen Probereiten, Transport und auch Grundausstattung. Unten findet ihr eine auch eine kleine Checkliste mit der wichtigsten Erstausstattung für ein Pferd.

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Erstausstattung für ein Pferd: Traumpferd gefunden – und jetzt?

Das Traumpferd wurde gefunden und ein Termin zum Probereiten ebenfalls ausgemacht. Ich habe schon viele bunte Geschichten gehört, von sedierten Pferden über notleidiges Gejammer der Besitzer. Fakt ist, wenn euch etwas komisch vorkommt, lasst die Finger davon! Hört auf euer Bauchgefühl, und schiebt die Freude über das vielleicht eigene Pferd erst einmal beiseite.

Ein Pferd, das beim Putzen kaum ein Ohrenspiel zeigt, besonders bei lauten Geräuschen, ist für mich schon etwas komisch. Wer sich unsicher ist, kommt einfach unangekündigt vorbei, so hat der Verkäufer keine Zeit etwaige Mittelchen zu Füttern.

Wenn das alles passt und man sich entscheidet, das Pferd zu kaufen, sollte man auf jeden Fall eine Ankaufsuntersuchung machen. Je nach Preis des Tieres sogar den „großen TÜV“. Nichts ist ärgerlicher, als ein scheinbar gesundes Pferd zu kaufen und später nur Kosten über Kosten zu haben, wenn man dies mit einer Ankaufsuntersuchung hätte verhindern können. Zudem können etwaige Lügen und „schmerzfrei Spritzen“ aufgedeckt werden.

Bei Fragen zu vertraglichen Dingen, würde ich einen Fachanwalt empfehlen, wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt.

In der neuen Heimat: Juhu! Mein Pferd kommt!

Meistens kann der Stallbesitzer vom neuen Stall das Pferd abholen. Ansonsten gibt es genügend Fahrdienste, die dein Pferd sicher zu dir bringen, solltest du selbst nicht fahren können.

Lass dein Pferd, je nach Gemüt erst einmal in einer Reithalle sich hinlegen und bewegen, oder stell es erst einmal in die neue Box, damit es fressen kann. Die neue Box sollte komplett mit neuem Stroh oder Spähne ausgelegt sein und mit frischen Heu. Stelle sicher, dass das Tränkebecken sauber ist und zeige es deinem Pferd, damit es weiß, wo es trinken kann.

In den ersten Tagen wird sich dein Pferd langsam eingewöhnen. Sei nicht nervös, wenn dein Pferd nervös ist. Es ist an einem fremden Ort und kennt sich nicht aus. Es ist also erst einmal alles gruselig und gefährlich. Nimm dir Zeit und die Ruhe um deinen neuen Freund alles zu zeigen und damit er sich auch an dich gewöhnen kann. Das wird sich alles in ein paar Wochen gelegt haben.

Erstausstattung für ein Pferd: Meine Must-Haves

Hier meine ganz persönliche Liste für eine Grundausstattung für ein Pferd. Diese Dinge empfinde ich als wichtig, sollte man noch gar nichts haben!

  • Halfter und Strick
  • Putzkasten mit Hufkratzer, Wurzelbürste, Mähnenbürste, Gummistriegel, Kardätsche und Eisenstriegel
  • Erste-Hilfe-Set mit Jodsalbe, Bepanthensalbe oder Zinksalbe, Mulbinden oder Bandagen, Verbandswatte, Panzertape und Rivanol-Tabletten

Sollte man noch keinen Sattel haben, kann man dennoch mit dem Pferd vom Boden aus arbeiten. Dazu empfehle ich:

als absolutes Minimum. Für weiterführende Arbeit kann man sich noch kaufen:

Je nachdem, empfiehlt es sich, dem Pferd für die Arbeit an der Longe Gamaschen an die Beine zu packen. Einfache Streichkappen genügen.

Und sobald der Sattel da ist, kommt noch eine gut sitzende Schabracke, Sattelgurt, Steigbügelriemen und Steigbügel dazu. Und dann kannst du mit deinem Traumpferd den Sonnenuntergang entgegen galoppieren!

  • Du hast noch kein Traumpferd gefunden? Hier kannst du nach deinem Traum suchen!
  • Hier findet ihr den ersten Artikel der Reihe „Ich kaufe ein Pferd und packe ein…“
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3 Kommentare

Anne Schramm 1. Februar 2017 - 20:58

Hallo Barbara!
Ein Knotenhalfter als notwendige Basisausstattung zu empfehlen, finde ich, einfach ausgedrückt, nicht gut. Gerade wenn das Halfter bzw. die Knoten nicht richtig sitzen, können sie auf Nervenbahnen drücken und da wirklich Unheil und Schmerzen anrichten.
Schöne Grüße,
Anne

Antworten
Sobotta 2. Februar 2017 - 23:13

Da hat es Ausrüstungsteile dabei, die nicht zur Grundausstattung gehören. Ich verwende grundsätzlich keine Knotenhalfter. Doppellonge muss man richtig anwenden können. Auch medizinisch finde ich die Empfehlung fragwürdig… In einem grossen Stall, kann man sich auch was leihen. Dafür fehlt mir die Abschwitzdecke und z. B. eine Lederseife… Aber lieber zuwenig am Anfang und dann lagsam aufstocken…

Antworten
Barbara Kronawitter 22. Februar 2017 - 8:54

Hallo, danke für eure Kommentare. Klar, diese Liste ist meine persönliche Meinung und ja, die Abschwitzdecke hab ich vergessen.. Danke für den Hinweis!
Es sollte ein Gedankenanstoß sein, jeder Pferdebesitzer ist selbst dafür verantwortlich, welches Equipment er an sein Pferd anlegen möchte. Wenn ich mir ein Pferd kaufe, informiere ich mich vorab über Vor- und Nachteile und entscheide danach. Ich persönlich kann dieses Equipment empfehlen, darum hab ich es aufgeschrieben.

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