Das Gegenstück zu den Großpferde sind Kleinpferde oder Ponys. Dazu gehören alle Pferderassen, die kleiner als 148 Zentimeter sind. Ein Pony ist nicht nur für Kinder ein toller Begleiter, sondern können auch getrost Erwachsene tragen. Die Begriffe “Kleinpferd” und “Pony” werden unterschiedlich verwendet. Ein Pony gehört zu den Rassen, die ein deutlich niedrigeres Stockmaß als 148 Zentimeter haben. Eine Rasse, die diese Größe erreichen kann, wird demnach Kleinpferd genannt.
Experten-Tipp
Rechtsanwältin für Pferderecht
Pony – nur ein zu klein geratenes Pferd oder steckt da mehr dahinter?
Pony oder Pferd? Auf die Größe kommt es an! Tatsächlich?
Grundsätzlich erstmal ja. Bis zu einem Stockmaß von 148 cm gilt das Tier in Deutschland grundsätzlich als Pony, darüber als Pferd. Es gibt im Sprachgebrauch (meistens beeinflusst durch Zuchttradition und landestypische Abweichungen) jedoch rassetypische Ausnahmen.
So werden beispielsweise Isländer, Lewitzer und Haflinger in der Regel als Pferde bezeichnet, obwohl ihr Stockmaß meistens unter der magischen Schwelle von 148 cm liegt. Extremstes Beispiel ist sicherlich das American Miniature Horse, dessen Stockmaß häufig unter 97 cm liegt, das aber dennoch ebenfalls als Pferd gilt.
Andersherum gibt es Ponyrassen, die bis an die Grenze des 148 cm Stockmaßes herankommen oder in Ausnahmen sogar (knapp) darüber liegen und dennoch als Ponys gelten. Dies ist besonders bei den Deutschen Reitponys, Connemaras oder Welsh (Cobs) der Fall.
Das in Deutschland verwendete Grenzmaß von 148 cm zum Pony ist allerdings auch nicht weltweit einheitlich! Hier kann es zu unterschiedlichen Bewertungen und damit Bezeichnungen kommen.
Exterieur eines Ponys
Es gibt unterschiedliche Typen bei den Kleinpferden, die sich im Körperbau sehr unterscheiden.
Viele Ponys oder Kleinpferde sind kräftig gebaut und haben kräftige Beine mit starken Gelenken. Zudem haben sie kleine, aber harte, widerstandfähige Hufe. Der Kopf der kleinen Pferde ist ebenfalls klein und hat große Nüstern. Weiterhin haben sie kleine Ohren und ein dichtes, manchmal welliges Langhaar. Typisch für Ponys ist die voll Behaarung der Schweifrübe. Ponyrassen sind in der Regel leichtfuttrig, haben einen starken Charakter und sind selbstbewusst. Zu diesem Ponytyp gehören beispielsweise das Shetland Pony das Dartmoor Pony oder auch die Kleinpferderasse Islandpferd.


Andere Pferde gehören andererseits zu den sogenannten Sportponys, die Warmblutrassen sehr ähneln. Sie wirken eher wie eine Miniaturausführung und laufen auch auf Turnieren. Sie sind talentiert im Springen oder erlernen bis zu hohen Lektionen der Dressur. Ein solches Pony ist allerdings viel leichter gebaut und kann Erwachsene nur bedingt tragen. Lediglich Kinder, Jugendliche und sehr zierliche Erwachsene können die kleinen Sportpferde reiten. Typische Rassen, die zu diesem Typ gehören sind das Deutsche Reitpony, das Welsh Pony oder das Connemara-Pony.
In erster Linie sind diese Tiere Freizeitpferde oder sind verlässliche Pferde für Reitschulen. Besonders beliebt sind Deutsche Reitpony oder Haflinger sowie Isländer, die ohne Probleme erwachsene Reiter tragen können. Kleinpferde sind für Anfänger besser geeignet, da sie oft bequemer zu sitzen sind.
In Deutschland werden außerdem in vielen Regionen Ponys gezüchtet. Jede Stute und jeder Hengst legen, ebenso wie Großpferde, Eignungs- und Leistungsprüfungen ab. Je nach Abstammung werden die Fohlen für einen hohen Betrag verkauft. Besonders Sportponys, die FEI-Standards erfüllen sind bei jugendlichen, ambitionierten Reitern sehr beliebt.
Beliebte Ponyrassen
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