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Weidegang bei Pferden – Das musst Du bei der Fütterung beachten

von Michelle Holtmeyer
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In jedem Frühjahr heißt es für unsere Pferde: Ab auf die Weide. Und regelmäßiger Weidegang bringt einige Vorteile für unsere Vierbeiner mit sich. Welche das sind und warum richtiges Anweiden so wichtig ist, liest Du in diesem Artikel nach. Außerdem erfährst Du, was es zum Weidegang im Frühjahr und Sommer und zum Weidegang im Herbst und Winter beachten solltest. Zudem solltest Du unbedingt wissen, inwiefern Du das Fütterung Deines Pferdes in Verbindung mit dem Weidegang anpassen kannst.

Regelmäßiger Weidegang für Pferde – Die Vorteile

Pferde und Pferdebesitzer freuen sich im Frühling gleichermaßen, wenn die Tore zur saftigen Pferdeweide endlich wieder geöffnet werden. Denn endlich können unsere Lieblinge ihren natürlichen Bewegungsdrang wieder mehr ausleben und gemeinsam mit ihrer Herde auf der Weide grasen. Darüber hinaus dient das Gras unseren Vierbeinern als wichtige Futterquelle, da es hohe Nährwerte besitzt – insbesondere das Gras im Frühjahr. Steht Dein Pferd auf einer Weide mit viel Gras, frisst es ungefähr drei bis fünf Kilogramm pro Stunde. Ziehst Du davon das Wasser ab (Gras besteht zu 85 Prozent Wasser), nimmt es also zwischen 450 und 750 Gramm Trockenmasse Gras pro Stunde auf. Je nach Dauer des Weidegangs frisst Dein Pferd folglich meist schon während der Zeit mehr als drei Kilo, wodurch ein großer Teil der Tages-Futterration bereits abgedeckt ist.

Und auch für uns Pferdehalter bringt ein Weidegang den ein oder anderen Vorteil mit sich: Denn das Pferd verbringt in der Regel einige Stunden am Tag auf der saftigen Weide und bewegt sich dort viel.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Dein Pferd so mehr unter Artgenossen ist, da Vierbeiner in Regel in Herden auf die Wiese kommen. Folglich wird das soziale Verhalten der Pferden gefördert. Natürlich stehen unsere Lieblinge auch zusammen draußen (beispielsweise auf Paddocks), doch macht den besten Freunden am saftigen Grün zu knabbern, macht natürlich nochmal mehr Spaß.

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Pferden kommen in der Regel in Herden auf die Weide.

Wann kommen Pferde auf die Weide?

Grundsätzlich können die Pferde das ganze Jahr über auf die Weide. Oftmals startet die „richtige“ Weidesaison im April oder Mai.

Richtiges Anweiden

Bevor es auf die Weide geht, ist es wichtig, dass Du Dein Pferd richtig anweidest. Denn nach dem langen Winter ohne Gras, ist das von enormer Bedeutung. Vor allem dicke und kolikanfällige Pferde müssen auf das saftige Grün vorbereitet werden. Wir empfehlen, dass Du mit 10 Minuten grasen startest und das täglich um 5-10 Minuten steigerst. Wichtig ist dabei, dass Du Dein Pferd auf Weiden bzw. Grünflächen anweidest. Vermeide Randstreifen, denn diese sind oftmals durch Hundekot, Müll oder anderen Dingen verschmutzt.

Und warum das Ganze? Ganz einfach: Hat Dein Pferd über einen längeren Zeitraum kein Gras gefressen, gibt es einige Gefahren. Denn die Verdauung unserer Vierbeiner ist komplex und der Magen-Darm-Trakt sehr empfindlich. Bei plötzlichen Veränderungen, also einer Futterumstellung von 0 auf 100, kann es zu Durchfall, Kotwasser oder Koliken kommen. Der Darm des Pferdes wird über die kalte Jahreszeit verstärkt an das Raufutter in Form von Heu und Stroh angepasst und die Darmflora ist bei der Verwertung davon ebenfalls davon fokussiert. Wird dem Vierbeiner von jetzt auf gleich unbegrenzt Gras zur Verfügung gestellt, kann diese nicht richtig verarbeitet werden. Plane also ausreichend Zeit fürs Anweiden ein!

Wie lange dürfen Pferde grasen?

Grundsätzlich ist es so, dass grasende Pferde auch glückliche Pferde sind. Denn Gras stellt nicht nur einen Sättigungsfaktor da, es enthält auch essenzielle Nähr-, Wirk- und Ballaststoffe. In freier Wildbahn fressen unsere vierbeinigen Lieblinge bis zu 16 Stunden am Tag. Daher empfiehlt es sich, dass Pferde viel Gras auf der Wiese genießen sollten.

Weidegang im Frühjahr & Sommer

Wie bereits erwähnt, sind vor allem die Monate im Frühjahr und Sommer typische Weidegang-Zeiten. Vor allem wenn die Grasnarbe ordentlich gewachsen ist, startet vielerorts die Weidesaison und das saftige Grün dient unseren Lieblingen als Futterquelle. Zu beachten ist allerdings, dass das Gras im Frühjahr sehr Fruktan-haltig ist. Du solltest Dein Pferd also nicht nur durch ein korrektes Anweiden vorbereiten, sondern die Darmflora auch mit großen Heu-Portionen und reduziertem und speziellem Kraftfutter darauf einstellen. Auf diese Weise kann sich der Magen-Darm-Trakt auf bestimmte Nährstoffe einstellen und das Gras wird besser verdaut.

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Vor allem in den Sommermonaten kommen Pferde viel auf die Weide.

Wichtig ist außerdem, dass das Pferd vor dem ersten Weidegang entwurmt wird.

Weidegang im Herbst & Winter

Geht es auf den Herbst bzw. den Winter zu und die Tage werden kürzer und kälter, ändert sich auch die Zusammensetzung vom Gras auf der Pferdeweide. Einige Pferde haben aber trotzdem das Glück, eine Winterweide genießen zu können. Dabei müssen aber einige Dinge beachtet werden. Zum einen steigt der Fruktananteil vom Gras an – vor allem in frühen, kalten Morgenstunden und bei Bodenfrost. Fruktan belastet den Pferdekörper und kann im schlimmsten Fall zu Hufrehe führen. Daher ist es empfehlenswert, dass Pferde lieber am späteren Vormittag auf die Wiese zu lassen und zudem fruktanarmes Raufutter zu füttern.

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Viele Pferde genießen auch in den kälteren Monaten die Weide.

Zum anderen wächst im Winter kaum Gras und die Weide ist schon abgefressener. Das restliche vorhandene „Wintergras besitzt nicht viele Nährstoffe. Ein weiteres Argument, warum Du besonders auf ausreichend Raufutter achten solltest. Entweder durch Heu oder entsprechende Raufutterersatzprodukte.

Wie viel Heu braucht ein Pferd beim Weidegang?

Wie viel Heu Du Deinem Pferd zusätzlich zum Weidegang füttern solltest, hängt vor der Dauer des Weideaufenthaltes und der Gras-Intensität ab.

Wie lange darf ein Pferd auf die Weide?

Stellt sich jetzt noch die Frage, wie lange ein Pferd auf die Weide sollte. Grundsätzlich ist es natürlich so, dass grasende Pferde auch glückliche Pferde sind. Denn Gras stellt nicht nur einen Sättigungsfaktor da, das saftige Grün enthält auch essenzielle Nähr-, Wirk- und Ballaststoffe.

In freier Wildbahn fressen unsere vierbeinigen Lieblinge bis zu 16 Stunden am Tag. Das Sättigungsgefühl steht dabei vor allem mit der Ermüdung und Kaumuskulatur in Zusammenhang. Ein Pferdemagen produziert dabei dauerhaft Verdauungssaft, der ohne Futter-Nachschub den Magen selbst schädigen kann. Daher sollte Pferden nach Möglichkeit mindestens mindestens zwölf Stunden Nahrung am Tag zur Verfügung stehen, um Magen-Darm- und Stoffwechselprobleme zu vermeiden.

Wir empfehlen, dass gerade junge Pferde und Zuchtstuten möglichst den ganzen Tag auf der Weide stehen sollten, um sich möglichst viel bewegen zu können.

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Grasende Pferde sind in der Regel glückliche Pferde.

Wie viel Weidegang braucht ein Pferd?

Pferde sollten im Frühjahr und Sommer nach Möglichkeit sechs bis zwölf Stunden auf der Weide stehen.

Pferdefutter in der Weidezeit anpassen

Du musst nicht nur beachten, dass Du Dein Pferd korrekt anweidest und dass Du es ausreichend lange auf der Weide lässt. Auch auf das Futter sollte ein Augenmerk gelegt werden. Denn Zusatzfutter sollte auf jeden Fall auf das aufgenommene Weidegras abgestimmt werden. Wichtig dabei ist, dass Du darauf achtest, wie die Wiese beschaffen ist, wie lange der Vierbeiner täglich das saftige Grün genießt und mit wie vielen Artgenossen es sich die Fläche teilt. Des Weiteren spielt es natürlich eine Rolle, wie viel Bewegung das Pferd zusätzlich zum Weidegang erhält und wie viel es leisten muss.

Mineralstoffe zufüttern

Vor allem in Deutschland sind die Böden eher mineralstoffarm. Daher empfehlen wir, das Pferd ganzjährig – innerhalb und außerhalb der Weidesaison – mit Mineralfutter zu versorgen. Pferde sollten zudem jederzeit Zugang zu einem Salzlecksteinhaben.

Als Ergänzungsfutter eignet sich zum Beispiel Pavo Vital oder Pavo DailyFit. Die getreidefreien Mineralfuttersorten bestehen komplett aus natürlichen Zutaten. Pavo Vital ist vor allem fürdie Fütterung im Stall geeignet. Pavo DailyFit hingegen liefert Pferden wertvolle Nährstoffe aus Bierhefe, Kräutern und Blüten und steigert somit das allgemeine Wohlbefinden. Es ist optimal für Vierbeiner, die viel auf der Wiese stehen und neben dem Raufutter nur wenig Kraftfutter bekommen.

Welches Mineralfutter beim Weidegang?

Vor allem in Deutschland sind die Böden eher mineralstoffarm. Daher empfehlen wir, das Pferd ganzjährig mit Mineralfutter zu versorgen  Als Ergänzungsfutter eignet zum Beispiel Pavo Vital oder Pavo DailyFit.

Futter an Weidegras anpassen

Hat Dein Pferd einen hohen Bedarf an Kraftfutter oder ist das Grasangebot knapp, solltest Du beim Futter darauf achten, dass wirklich nur die Stoffe ergänzend gefüttert werden, die nicht im Gras enthalten sind. In der Regel empfiehlt sich ein zuckerarmes Kraftfutter mit hohem Rohfaseranteil, das ein niedriges Energie- und Eiweißniveau besitzt. Gut geeignet ist dafür Pavo Nature’s Best. Zusätzlich solltest Du stets bedenken, dass Pferdeweiden in Deutschland meist nicht besonders artenvielfältig sind und sich Pferdefutter gut mit einem energiearmen und vollwertigen Kräutermüsli wie Pavo Care4Life ergänzen lässt. Elf verschiedene Kräuter unterstützen die Gesundheit des Pferdes.

Du willst noch mehr darüber erfahren, wie Du das Pferdefutter bei Weidegang anpassen solltest? Dann lies jetzt den Artikel der Futterspezialisten von Pavo.

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